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Und hier erhält man einen kleinen Einblick in die ach so tollen früheren Kulte. Sexsucht, Drogensucht, Wahn und Idiotie. Die „alten Götter“ begangen Mord, Inzest, Vergewaltigung, Kannibalismus und Anderes verrücktes. Jeder der sich „Neuheide“ nennt, sollte darüber bescheid wissen, was er da anbeten möchte. Und letztlich bleibt bei der ganzen Heidnerei nur Saufen und Sex. Sonst nix. Mehr ist nicht dahinter.

„Die Vergötterung des Wassers im Osiris- und Isisdienst der Ägypter

[…] was bei Erschaffung des Menschen der Schöpfer «bewirkt hat, wie wir früher » gesagt haben, ist in jährlich wiederkehrenden Mahnungen «und Zureden » gegenüber den Verlorenen im einzelnen aufzudecken. «Der Wahrheit zum Zeugnis » werden wir mit klaren Beweisen «und Belegen von » Beispielen nachweisen, daß «der Götterdienst » durch den Teufel «erfunden und ausgeführt wurde », um dadurch den Sinn des Geistes zu beflecken und mit der Hoffnung auf «kommendes » Glück in verkehrter Unterscheidung ewigem Unglück «preisgegebene » elende Menschen zu verderben. Daß es vier Elemente gibt «und sie sich in allen Körpern» finden, «wer» möchte daran zweifeln, d. h. Feuer, Wasser, Luft «und» Erde. Aber diese Elemente sind verschiedenartig « oder» in ihrer Wirksamkeit einander entgegengesetzt. Deshalb sind im Irrtum die Völker, « welche einerseits» den Elementen eine Herrschaft zuweisen, andererseits «das Feuer» noch dazu als den höchsten Gott «betrachten, insoferne» die übrigen von ihm ihre Wesenheit hätten «vermöge der Wärme»; sie wissen also nicht, daß alle Elemente gerade infolge ihrer entgegengesetzten Tätigkeit sich verbinden und daß auch sie Gott zum Schöpfer haben, der die einzelnen ihrem Ort und ihrer Stellung zuweist «und sie erschaffen hat». Dies erkennen wir ja mit dem Verstand oder durch Nachdenken «oder» sehen es «bestimmt» mit den Augen, nämlich daß «die auf sein göttliches Wort erfolgte» Zusammensetzung in gleichmäßiger «Verteilung» auf die Körper «sich vollzieht».

Die Bewohner Ägyptens halten «im Hinblick auf die Wohltaten des Wassers» das Wasser heilig, rufen das Wasser an, verehren das Wasser fortgesetzt mit abergläubischen Gelöbnissen. Aber bei ihren heiligen Gebräuchen, welche sie Mysterien nennen, fügen sie « tragische» Leichenbegängnisse und schaurige, furchtbar unheilvolle Fehden hinzu: Blutschande mit der Schwester und Ehebruch und diese Freveltat durch harte Strafen des Gatten gerächt. Isis ist die Schwester; Osiris der Bruder; Typhon der Gatte. Als letzterer erfahren, daß seine Gemahlin Isis durch die blutschänderischen Begierden ihres Bruders geschändet worden war, tötete er Osiris, zerstückelte ihn gliedweise und streute die zuckenden Gliedmaßen der elenden Leiche längs dem ganzen Ufer des Nilflusses hin. Isis verstieß Typhon und benützte für sich, um ihren Bruder und Gatten zu bestatten, ihre Schwester Nephtus zur Hilfe und den Jäger Anubis, welchem deshalb ein Hundskopf gegeben wurde, weil er die zerstückelten Körperteile mit der Fertigkeit eines Spürhundes fand. Den auf diese Weise gefundenen Osiris übergab Isis dem Grabe. Sicherlich waren sie in Ägypten Könige und Tyrannen zugleich, doch Osiris rechtschaffen, abgesehen von der Freveltat an seiner Schwester, Typhon rasend, zügellos und übermütig. Darum wird jener verehrt, dieser gemieden. Das ist der Kern des Isisdienstes. Im innersten Heiligtum halten sie des Osiris Bild vergraben, beweinen es mit jährlichen Trauerklagen, scheren das Haupt, um das erbärmliche Ende ihres Königs durch die Häßlichkeit eines entstellten Hauptes zu betrauern, zerschlagen sich die Brust, zerfleischen die Arme, entfernen die Narben der alten Wunden, damit durch jährliche Trauerklagen in ihrem Geiste das schaurige und erbärmliche tödliche Ende neu erstehe. Und nachdem sie dies an bestimmten Tagen getan, dann geben sie sich den Anschein, als «suchten» sie die Überreste des zerstückelten Leichnams, und jubeln, wenn sie dieselben gefunden, wie wenn damit der Trauer ein Ende wäre. O elende und nichtige Menschheit! Um deinen Königen Jahr für Jahr düstere Totenopfer zu weihen, vernachlässigst du den höchsten Gott, der alles mit göttlicher Kunstfertigkeit und Leitung geschaffen, und verlierst deine Hoffnung und dein Leben und läßt dich nicht durch den Glanz des dir erschienenen Lichtes auf bessere Wege bringen und suchst nicht die Kennzeichen der wiedererlangten Freiheit und erkennst nicht die Hoffnung des dir verliehenen Heiles und flehst nicht aus Reue über die vergangenen Missetaten um Nachlassung. Vergeblich wähnst du, daß das Wasser, das du verehrst, dir einmal Nutzen bringe. Ein anderes Wasser ist es, durch welches die Menschen erneuert und wiedergeboren werden. Dieses Wasser, das du Jahr für Jahr verehrst, trocknet eine andere Macht aus, indem sie die Adergänge auskocht. oder jedenfalls wird es verunreinigt durch das unglückliche Blutvergießen deines Königs. Jenes Feuer-Wasser, welches du verachtest, wird durch die Majestät des verehrungswürdigen Geistes verherrlicht, daß mit ihm in die alten Narben des Gewissens den gläubigen Menschen Heil und Gesundheit eingeträufelt werde. Doch bei diesen traurigen Leichenbegängnissen, welche in der Tat Leichenbegängnisse sind, die einst stattfanden, deren Reste heute noch vorhanden sind — denn das Grab des Osiris ist heute noch in Ägypten und man sieht dort die Überreste des verbrannten Leichnams — wollen ihre Verteidiger eine natürliche Erklärung beifügen; sie sagen, die Samen der Früchte seien Osiris, Isis die Erde, Typhon die Wärme. Weil nun die durch die Wärme gereiften Früchte zum Lebensunterhalt der Menschen gesammelt, so von der Gemeinschaft mit der Erde gelöst und getrennt werden und wiederum beim Herannahen des Winters ausgesät werden, behaupten sie, daß der Tod des Osiris darin bestehe, wann sie die Früchte einheimsen, die Auffindung aber, wann die Früchte von der wärmenden Umhüllung der zeugenden Erde umfangen in jährlich wiederkehrender Zeugung neu zu entsprießen beginnen. Angenommen, daß dies die richtige Erklärung für jene religiösen Gebräuche ist, angenommen, daß wegen der Früchte den Göttern Gelöbnisse erstattet werden: warum fügst du dann Blutschande, warum Ehebruch, warum die Strafe, das erbärmlich schlimme Ende hinzu? Warum lieferst du den irrenden und einfachhin sündelustigen Menschen mit deinen religiösen Gebrauchen ein böses Beispiel? Die natürliche Erklärung, welche du angibst, möge auf andere Weise verheimlicht werden. Doch warum sollte man verheimlichen, was allen bekannt ist? Warum betrauert ihr die Früchte? Warum beklagt ihr die wieder aufsprießenden Samen? Zur Erhaltung des Menschengeschlechtes ist das alles durch die göttliche Güte des höchsten Gottes geschenkt. Danken muß man deswegen dem höchsten Gott, aber nicht die Freigebigkeit des höchsten Gottes betrauern. Beweinet vielmehr, daß ihr im Irrtum seid und klagt über euren Irrtum in stets wiederholter Trauer. Sucht nicht Jahr für Jahr in religiösen Gebräuchen eine fremde Leichenbestattung, Für eure Leichenbestattungen holt vielmehr Trost in den einzelnen Jahren. O elender Mensch, du freust dich, daß du ich weiß nicht was gefunden habest, während du doch deine Seele durch diese religiösen Gebräuche Jahr für Jahr zugrunde richtest. Du findest dort nur ein Götterbild, das du selbst dort geborgen, mit dem Unterschied, daß du es immer wieder suchst oder betrauerst. Suche lieber die Hoffnung des Heiles, suche das Anbrechen des Lichtes, suche, was dich dem höchsten Gott empfiehlt oder versöhnt, und wenn du den richtigen Weg des Heiles gefunden hast, dann freue dich und verkünde frei mit erhobener Stimme: wir haben’s gefunden und freuen uns, wann du von diesem Verderben auf deine Reue hin durch die Gnade des höchsten Gottes erlöst worden bist.

Die Vergötterung der Erde im Kybele (Magna Mater)- und Attisdienst der Phygier

Die Phrygier, welche Pessinunt bewohnen an den Ufern des Gallusflusses, weisen der Erde den Vorrang vor den anderen Elementen zu und erklären sie als Mutter des Alls. Auch sie haben, um für sich eine Anordnung jährlicher religiöser Gebräuche vorzunehmen, der Liebe eines reichen Weibes, und zwar ihrer Königin, welche die spröde Zurückweisung von seiten eines geliebten Jünglings grausam rächen wollte, in jährlichen Trauerklagen eine religiöse Weihe gegeben. Damit sie nun dem zornigen Weibe Genüge leisteten oder der Reuigen Trost verschafften, faselten sie von einem Wiederaufleben des kurz zuvor Begrabenen und errichteten, da das Herz des Weibes in übermäßig großer Liebe brannte, dem verstorbenen Jüngling Tempel. Was sodann das zornige Weib zur Rache für verschmähte Schönheit getan, das sollen die von ihnen eingesetzten Priester erdulden. So wird in jährlichen religiösen Gebräuchen der Erde zu Ehren jene prunkvolle Leichenbestattung veranstaltet, um die erbärmliche schlimme Leichenbestattung zu ehren, während dabei den Menschen die Überzeugung beigebracht wird, daß sie die Erde verehren. Hier, allerheiligste Kaiser, nehmen sie ebenfalls, um jenen Irrtum zu verschleiern, an, daß auch diese religiösen Gebräuche auf natürlicher Begründung beruhen. Sie behaupten, die Früchte lieben die Erde. Attis aber, sagen sie, sei gerade das, was aus den Früchten erwächst, die Strafe indes, welche er erduldete, sagen sie, bestehe in dem, was der Schnitter mit der Sichel an den gereiften Früchten tut. Sie nennen es seinen Tod, wenn die Samen gesammelt und eingeheimst werden, sein Aufleben wiederum, wenn in jährlichem Wechsel die Samen ausgestreut und wieder an ihren Ort gesteckt werden. Ich möchte nun, daß sie mir auf meine Frage Antwort geben, warum sie diese einfache Sache der Samen und Früchte mit einer Leichenbestattung, mit einem Todesfall, mit spröder Zurückweisung, mit Strafe, mit Liebe in Verbindung gebracht haben. War es somit nicht etwas anderes, was gesagt werden sollte? War es somit nicht das, was die elenden Sterblichen tun sollten, indem sie dem höchsten Gott für die Früchte Dank abstatten? Um für die neu erwachsenen Früchte Dank abzustatten, heulst du, um dich zu freuen, klagst du, und noch nicht hast du dieses Tun bereut, wiewohl du die richtige Erklärung eingesehen hast, sondern du handelst so, um mit den jährlichen Trauerfeiern beschäftigt immer das Leben zu fliehen und den Tod zu suchen. Sie mögen mir sagen: Was hat dies den Früchten genützt, daß sie ihr Weheklagen in jährlichen Jammertönen erneuern, daß sie über die unselige neu veranstaltete Leichenbestattung aufseufzen, daß sie dies auf natürliche Erklärung zurückführen? Ihr trauert und klagt und verheimlicht eure Trauer durch eine andere Begründung. Es weiß der Landmann, wann er die Erde mit dem Pflug zerteilen soll, weiß, wann er den Furchen das Getreide anvertrauen muß, weiß, wann er die durch die Sonnenglut gereiften Samen sammeln, weiß, wann er die gedörrten Fruchte dreschen muß. Das ist die natürliche Erklärung, das sind die richtigen Opfer, welche von den Menschen mit gesundem Sinn in jährlicher Arbeit gebracht werden; diese einfache Sache verlangt die Gottheit, daß die Menschen beim Sammeln der Früchte den bestimmten Gesetzen der Jahreszeiten dienen. Warum suchte man für diese Ordnung die Wahnidee eines elenden Todesfalls? Warum wird mit Tränen verheimlicht, was nicht geheimgehalten werden sollte? Sie müssen also bekennen, daß diese religiösen Gebräuche nicht zur Ehre der Früchte, sondern zu Ehren eines fremdartigen Todesfalls angeordnet wurden, Denn wenn sie die Erde die Mutter aller Götter nennen, diejenigen, welche diesem Elemente die erste Rolle zuteilen, so ist sie in der Tat ihrer Götter Mutter. Das leugnen oder weisen wir gar nicht zurück; denn aus ihr setzen sie ja ihre Götter zusammen und machen sie stets aus Stein oder Holz. Die ganze Erde umströmen die Meere und sie wird hinwiederum durch den sie umgebenden Kreis des Ozeans umschlossen und eingefaßt, wird auch mit der hohen Wölbung des Himmels bedeckt, von den Winden durchweht, von Regenströmen bespritzt und gesteht ihre Angst durch fortgesetztes Beben und Zittern. Erwägt, was euch erwartet, die ihr Derartiges verehrt, wenn doch eure Götter euch ihre Schwäche in täglichen Geständnissen verraten.

Die Vergötterung der Luft durch die Assyrier und Afrikaner im Kult der Juno caelestis

Die Assyrier und ein Teil der Afrikaner nehmen an, daß die Luft die Führung unter den Elementen habe und verehren sie mit einer erträumten Vorstellung. Gerade ihr nämlich, das heißt der Luft, haben sie unter dem Namen Juno oder der jungfräulichen Venus – wenn überhaupt einmal der Venus Jungfräulichkeit gefiel – eine religiöse Weihe gegeben. Sie behaupten, Juno sei – natürlich darf auch hier Blutschande nicht fehlen – aus einer Schwester des Jupiter zu dessen Gemahlin geworden. Sie haben wahrhaftig dieses Element zu einem Weibe gemacht, ich weiß nicht durch welche Verehrung bewogen. Rufen sie etwa, weil die Luft zwischen Meer und Himmel gelagert ist, dieselbe durch Priester mit weibischen Lauten an? Sage mir: Ist das eine Gottheit, die im Manne ein Weib sucht, der der Priesterchor nicht anders dienen kann, als daß sie ihr Gesicht weibisch gestalten, ihre Haut glätten und das männliche Geschlecht durch Weiberschmuck entehren? Man kann in ihren Tempeln bei öffentlichem Geseufze erbärmliche Aufzüge schauen, wie Männer sich als Weiber gebrauchen lassen und die Schmach ihres unreinen und unzüchtigen Leibes mit großsprecherischer Prahlerei kundtun. Sie geben ihre Schandtaten bekannt und bekennen die Schmach des befleckten Leibes mit der schändlichsten Ergötzung. Sie zieren weibisch ihre wohlgepflegten Haare, und bekleidet mit feinen Gewändern halten sie kaum ihr Haupt am schlaffen Nacken aufrecht. Wenn sie so das männliche Aussehen getilgt haben, rufen sie ganz erfüllt vom Flötenklang ihre Göttin an, um, vom ruchlosen Geiste erfüllt, törichten Menschen gleichsam die Zukunft vorauszusagen. Was ist das für eine Ungereimtheit oder was für eine Ungeheuerlichkeit? Sie verleugnen sich als Männer und sind doch keine «Weiber»; sie wollen als Weiber gelten, aber etwas anderes verrät jede Eigenschaft ihres Körpers. Man muß auch bedenken, was das für eine Gottheit ist, welche an der Freundschaft mit einem unreinen Leib eine solche Freude hat, welche sich an unzüchtige Glieder hängt, welche durch Besudelung und Befleckung des Leibes versöhnt wird. Errötet über alle Maßen, ihr Elende; anders hat euch Gott geschaffen. Wenn eure Schar zum Richterstuhl des göttlichen Richters hinzutritt, werdet ihr nichts mit euch bringen können, was Gott, der euch erschaffen, gelten läst. Weiset diesen so unseligen Irrtum zurück und gebt die Neigungen unheiligen Sinnes endlich einmal auf. Verdammt nicht den Leib, welchen Gott geschaffen, durch das frevelhafte Gesetz des Teufels zu eurem Unheil; solange es die Zeit noch gestattet, schaffet Abhilfe. Die Barmherzigkeit Gottes ist reich, er verzeiht gerne. Er läßt die neunundneunzig Schafe zurück und sucht das eine verlorene und als Vater gibt er dem verschwenderischen Sohne nach dessen Rückkehr ein Festgewand und bereitet ihm ein Mahl. Ich will nicht, daß die Menge der Vergehen euch in Verzweiflung stürze: der höchste Gott erlöst durch seinen Sohn Jesus Christus unseren Herrn alle, die es wollen, und verzeiht den Reuigen gerne und fordert nicht viel zur Verzeihung. Allein schon durch Glauben und Reue könnt ihr wieder erlangen, was immer ihr durch die ruchlosen Wahngebilde des Teufels verloren habt.

Töricht ist endlich die göttliche Verehrung des Feuers

Die Perser und die Magier alle, welche innerhalb der Grenzen des persischen Gebietes wohnen, geben dem Feuer den Vorzug und glauben das Feuer allen Elementen voranstellen zu sollen. Sie teilen deshalb das Feuer in zwei Kräfte, indem sie seine Natur auf die beider Geschlechter übertragen und mit dem Bildnis eines Mannes und Weibes die Wesenheit des Feuers bestimmen. Und zwar stellen sie das Weib mit dreigestaltigem Gesicht dar und bringen an ihm ungeheuerliche Schlangen an. Das tun sie deshalb, damit sie nicht mit ihrem Stammvater, dem Teufel, irgendwie in Widerspruch stehen, sondern damit ihre Göttin durch ihr Schlangengewimmel mit den berüchtigten Abzeichen des Teufels geziert werde. Wenn sie aber den Mann als Viehdieb verehren, übertragen sie dessen Kult auf die Macht des Feuers, wie dessen Prophet uns mit den Worten überliefert hat:Eingeweihter der Rinderstehlerei, Mithelfer des erlauchten Vaters . Ihn nennen sie Mithras, vertrauen aber seinen Kult verborgenen Höhlen an, um so immer, in die düstere, schauerliche Finsternis versenkt, der Gnade eines glänzenden und hellen Lichtes aus dem Wege zu gehen. O wahrhaftige Weihe einer Gottheit! O verwerfliche Erfindung und barbarische Einrichtung! Du hältst den für einen Gott, dessen Verbrechen du eingestehst. Warum preist ihr also, die ihr behauptet, es würden in diesen Tempeln die heiligen Kulte der Magier regelrecht nach persischem Gebrauche ausgeübt, nur diese Gebräuche der Perser? Wenn ihr dies des römischen Namens wert erachtet daß ihr den heiligen Kulten der Perser, daß ihr den Gesetzen der Perser dienstbar seid […] welche mit einem Schild bewaffnet, mit einem Panzer bedeckt auf dem Gipfel der höchsten Burg heilig gehalten wird. Der dritte Teildas zweite Dritteil? ist der, welcher in rauhen und verborgenen Wäldern die Herrschaft über die Tiere des Feldes erlangt. Der letzte Teil dieser dreifachen Anordnung ist der, welcher die Wege der Ausschweifung, welcher verwerfliche Gelüste, welcher die Lockungen einer verkehrten Begierlichkeit kundtut. Deswegen weisen sie den einen Teil dem Kopf zu, daß er den Zorn des Menschen gewissermaßen zu «enthalten» scheint. Den andern verlegen sie ins Herz, daß es den Wechsel der verschiedenen Gedanken, welche wir in vielfältiger Aufmerksamkeit fassen, nach Art von Wäldern zu enthalten scheint. Der dritte Teil wird in die Leber versetzt, wo die böse Begierde und die sinnliche Lust entsteht. Dort erregt nämlich die vereinigte Fülle der zeugungskräftigen Samen in natürlichen Trieben leidenschaftliches Verlangen. Was nun diese Einteilung bezweckt, beachtet genau, damit die wahrheitsgemäße Erklärung leicht die Erfindung bekämpfe. Wenn die Seele zerteilt und ihr Wesen nach der verschiedenen Art ihrer Wirksamkeit auseinander gerissen wird, beginnt sie, mit Zerstörung ihrer Beschaffenheit zu sein, was sie «nicht» gewesen war. Etwas anderes ist nämlich der Verstand, etwas anderes der Zorn, etwas anderes die Begierlichkeit. Diese Einteilung löst also die Seele auf und bringt infolge dieser Abtrennung den größten Verlust mit sich und nicht wahrt sie ihre ungeschmälerte Gestalt und Form, wenn sie in drei verschiedenartige getrennt und zerteilt wird; sie wird, um es richtiger zu sagen, infolge dieser Teilung sterblich. Denn alles, was geteilt werden kann, ist ein Körper. Ein Körper aber ist notwendigerweise sterblich. Wenn also die Seele zerteilt wird, ist sie ein Körper; wenn sie ein Körper ist, ist sie ebenfalls notwendigerweise sterblich. Treffliche, famose Erfindungen dieses Irrwahns! Den größten Gefallen erweist uns diese göttliche Weihe: wir lernen aus diesen Lehren und Kulten, daß die Seelen sterblich sind. […]“

Unser Vaterland ist der Himmel und nach dem Himmel wollen wir trachten!

Von Julius Firmicus Maternus (um 346)

Die Vergötterung des Wassers im Osiris- und Isisdienst der Ägypter

[…] was bei Erschaffung des Menschen der Schöpfer «bewirkt hat, wie wir früher » gesagt haben, ist in jährlich wiederkehrenden Mahnungen «und Zureden » gegenüber den Verlorenen im einzelnen aufzudecken. «Der Wahrheit zum Zeugnis » werden wir mit klaren Beweisen «und Belegen von » Beispielen nachweisen, daß «der Götterdienst » durch den Teufel «erfunden und ausgeführt wurde », um dadurch den Sinn des Geistes zu beflecken und mit der Hoffnung auf «kommendes » Glück in verkehrter Unterscheidung ewigem Unglück «preisgegebene » elende Menschen zu verderben. Daß es vier Elemente gibt «und sie sich in allen Körpern» finden, «wer» möchte daran zweifeln, d. h. Feuer, Wasser, Luft «und» Erde. Aber diese Elemente sind verschiedenartig « oder» in ihrer Wirksamkeit einander entgegengesetzt. Deshalb sind im Irrtum die Völker, « welche einerseits» den Elementen eine Herrschaft zuweisen, andererseits «das…

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2 Kommentare zu “Vom Irrtum der heidnischen Religionen

  1. Der christliche Gott auch nicht besser als irgendein anderer. Die Religion unserer Vorväter war wenigstens eine kulturelle Eigenentwicklung und wurden nicht wie eine Krankheit von Kameltreibern aus dem nahen Osten eingeschleppt. Das Christentum gehört genausowenig zu Europa wie der Islam. Das Christentum vertreten durch die Kirchen ist ein Wegbereiter der Globalisierung. Die Kirchenvertreter leistem dem Kulturrelativismus mit ihrer Vertuschungs- und Einlullungspraxis Vorschub.
    Christentum hat fertig.
    Es ist schwach und verweichlicht und von verschiedensten heimatfeindlichen Lobbyistengruppen durchsetzt.
    Wenn ich nicht das große Glück hätte Atheist zu sein, dann würde ich vermutlich auch zum Heidentum konvertieren.

    • Entscheiden sie sich, war das Christentum böse gewalttätig oder ist es schwach und verweichlicht. 😀

      Zum Heidentum kann man nicht konvertieren, das ist ein Haufen von Triebtätern die sich nur eine „pseudogrundlage“ schaffen wollen. „Oh heilige Geilheit, lass mich ficken“. Mehr ist da nicht.

      Die Religion unserer Vorväter war keine kulturelle Eigenentiwcklung – die gleichen „Götter“ nur mit anderen Namen gab es auch in allen anderen Kulturen. Und alle sie haben Menschenopfer benötigt. Ob Zeus, Thor, Kali oder die Azteken. Der Unterschied sind nur die Kleidungsstile und Gesangsstile.

      Atheismus ist ein irrationaler Wirrsin.

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