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Heremias der Philosoph (200 nach Christus):

„„Geliebte, die Weisheit dieser Welt ist Torheit vor Gott“; er hat nicht ohne Bedacht gesprochen; denn wie mir scheint, ist er hierbei von dem Engelfall ausgegangen, der die Ursache ist, daß die Philosophen nichts Einstimmiges noch Übereinstimmendes in der Darlegung ihrer Lehrsätze hervorbringen. Die einen von ihnen behaupten nämlich, die Seele sei das Feuer oder die Luft; andere wiederum sagen, sie sei der Verstand, die Bewegung, die Ausdünstung oder eine von den Sternen ausgehende Kraft oder eine Bewegung hervorrufende Zahl; wieder andere behaupten, sie sei das Wasser als Erzeuger oder sie sei die Übereinstimmung von vier Elementen, sie sei das Blut, der Hauch oder die Einzahl; und viele andere wiederum sagen das Gegenteil. Welch eine Menge von Ansichten hierüber! Wie viele Beweise hierzu! Ja, wie viele Beweise von Sophisten, die mehr streiten als die Wahrheit finden.

Da bezeichnet einer das Vergnügen der Seele als ein Gut für sie, der andere als ein Übel, der Dritte als ein Mittelding zwischen Gut und Böse. Bezüglich der Natur der Seele behaupten die einen, sie sei unsterblich, andere, sie sei sterblich, andere wiederum, sie sei noch einige Zeit verweilend; einige lassen sie in Tiere übergehen, andere lösen sie in Atome auf, andere wiederum lassen sie eine Verbindung mit einem Körper eingehen, andere schließlich lassen sie eine Wanderung von dreitausend Jahren durchmachen. Leute also, die nicht hundert Jahre leben, künden uns von dreitausend zukünftigen Jahren. Wie soll man also das nennen? Soviel mir scheint Abenteuerlichkeit, Unsinn oder Wahnwitz oder Absonderlichkeit oder alles zugleich. Wenn sie eine Wahrheit gefunden haben, so sollen sie in Übereinstimmung sich einigen und ich werde dann mit Freuden ihnen Glauben schenken. Wenn sie aber die Seele auseinander reißen und sie hin- und herzerren, der eine sie in diese Natur, der andere in eine andere, also sie von einem Stoff in einen anderen verwandelt, so muß ich zugeben, daß eine derartige Unbeständigkeit der Dinge mich ärgert. Jetzt bin ich unsterblich und freue mich darob; dann aber werde ich wiederum sterblich und weine deshalb; allsogleich löse ich mich in Atome auf, werde Wasser, werde Luft, werde Feuer; kurze Zeit darauf bin ich weder Luft noch Feuer, zum Tier macht man mich, zum Fisch; ich habe also zur Abwechslung Delphine zu Brüdern. Wenn ich mich besehe, so graut mich mein Leib und ich weiß nicht, wie ihn benennen: Mensch oder Hund oder Wolf oder Stier oder Vogel oder Schlange oder Drache oder Chimäre. Denn in alle Tiere lassen mich die Philosophen sich verwandeln: in Land- und Wassertiere, in Vögel, in Gestalt wechselnde, in wilde und zahme, stumme und lautbegabte, in vernunftlose und unvernünftige: ich schwimme, fliege, flattere, krieche, laufe, sitze. Da kommt der Empedokles und macht mich zum Strauche.“

Gefunden auf: http://ratkomladicevic.wordpress.com/2014/03/11/verspottung-der-nichtchristlichen-philosophen/

Kann man mit der heutigen Zeit vergleichen, ein heilloses Chaos heute noch garniert mit Gentechnik, Ausserirdischen, Computertechnik und so weiter..

Man merkt welch ein Chaos damals herrschte und wie das die Entwicklung bremste..

Zivilisation ohne Christentum ist nicht möglich.

Templarii

5 Kommentare zu “Gegen die alten Heiden und Philosophen

  1. „Zivilisation ohne Christentum ist nicht möglich.“

    Umkehrschluss, alle Gesellschaften die nicht dem Paulustum (oft fälschlicherweise Christentum genannt) frönen, sind unzivilisiert. Ein sehr beliebtes Argument in den letzten zweitausend Jahren, um Anderen mit Gewalt die „Zivilisation“ zu bringen. Richtiger ist doch, die Zivilisation konnte sich auch in den vom Paulustum befallenen Ländern durchsetzen. Obwohl natürlich die westlichen Länder, die sich auf diese Kriegsreligion berufen, weiter mit Abstand die meisten Kriege führen oder den Waffenhandel beherrschen. Und nicht umsonst rufen gerade deutsche Politiker, die den Kircheninstitutionen mehr als nahestehen, wieder zu mehr globaler „Verantwortung“ der Deutschen auf. Wer auch sonst außer den Kreuzträgern kann in Europa/Amerika Krieg moralisch Legitimieren und die Massen motiviert zum Schlachtfeld führen. Man will ja schließlich nur den Anderen Frieden und Zivilisation bringen.

    • Oh mann.. sie sind ganz schön tief in ihrer Wirren Weltsicht.. Lassen Sie sich heinausführen.

      Das in Deutschland die „Christen“ und ihre Pfaffen weniger echte Christen als Globalisten im Dienste der Political Correctness ist, sollte man schon wissen.

      In Deutschland und Westeuropa ist das Christentum mehr als schwach. Es ist ne Leiche.

    • Sicher, nur haben die ganzen Christenfeinde vergessen das die Philosophie gestorben ist, das Athen vergessen war, das alles bei Commodus und dann Nero endete und dass das Christentum „intelektuelle herumdenken“ keine Lösung für die Seelischen Probleme bringt, die unser Leben mitbringt.

      Darum ist das Abendland ohne Thomas von Aquin untergegangen (Byzanz).

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