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Ich glaube in Europa stehen wir vor einer beispiellosen Renaissance der kulturellen Selbstwahrnehmung. Ich versuche im Folgenden darzulegen warum. Kultur ist kein Selbstzweck sondern ein geistiges Werkzeug um sich als Gruppe mit ähnlichen biologischen Veranlagungen wahrzunehmen und in der Wirklichkeit zu artikulieren und interagieren.

Um es anders auszudrücken, die Kultur der Eskimos dient der emotionalen, sinnlichen und geistigen integration des Menschen in seine Lebensumgebung (Eiswüste). Das wichtigste Werkzeug des Menschen ist sein Geist, die aktivierung der richtigen (= dem Überleben dienenden) Handlungsweise ist elementar – wie man zum Beispiel an den vielen Selbstmorden in den geistig leeren Kulturen der Postmoderne sehen kann. Mittels Kultur wird eine sinnlich-emotional passende Erklärung zur Wirklichkeit übergeben. Der Geist des Menschen wird dafür vorbereitet mit dem Leben, dem Tod, den Herausforderungen und Niederlagen in seiner Lebensumgebung umzugehen. Und zwar so weit wie eine durchschnittliche Person in der Gruppe es verstehen kann. Dazu gehören nicht nur die „starken und jungen“ sondern auch die älteren, die schwächeren, die schwächer gewordenen, die ihre Fähigkeit zur intellektuellen Artikulation verloren haben oder die welche die Fähigkeit zur intellektuellen Artikulation noch nicht gewonnen haben und für Menschen die sehen wie ihre Helden und Vorbilder scheitern, verfallen oder zufällig sterben. Kultur integriert alle diese Menschen und Situationen, ob Reich oder Arm, ob Klug oder Dumm, ob Fähig oder Unfähig in einen emotionalen Zusammenhang der zu einer funktionierenden Struktur führt. Wer keine Kultur hat, weiss es nicht mal, wer eine wiederfindet, fühlt erlösung und Verständnis für sein Wesen.

Im Gegensatz dazu ist eine Ideologie eher „Frankensteins Monster“, ein Zombie der die Mechanismen einer Kultur nutzt um eine Gruppendynamik und Gruppenstruktur aufzubauen. Entsprechend primitiv, weil unwahr, sind die Ergebnisse – wie man es Weltweit sehen kann. Nicht nur die Sowjetunion hat lauter barbarische Monumente hinterlassen die nur zerfallendes Gestein sind. Auch künstliche Lieder über den Heroism des Widerstandes gegenüber der Konkurrenz sind Ruinen die mit dem Tod der letzten Nachfahren der damaligen Kämpfer wohl vergehen werden. Warum? Weil die Sowjetunion selber ein unterdrückerischer Mörderstaat war und die Ideologie Land und Leute wie ein Vampir aussaugte. Das weiss jeder, auch die alten Krieger vom „Großen Vaterländischen Krieg“ die aber einen ganz anderen Bezug zur Thematik haben, geprägt vom Kampf von Angesicht zu Angesicht und die erlebte Zerstörung von Städten und Menschen.

Aber zurück zu meiner Aussage. Europa wird sich massiv um seine eigene Kultur – ohne Kulturschaffende und Kulturförderung(!) – kümmern. Denn ohne Bewusstsein für die Herkunft, existiert kein Verständnis von der Wirklichkeit. Es ist bezeichnend wie wenige Menschen in Europa überhaupt begreifen dass ihre Weltsicht einzigartig (Tierschutz!) ist, und wie viele andere Kulturen diese Weltsicht gar nicht nachvollziehen können. Mir selbst ist erst durch die intensive Berührung damit klar geworden dass es ein Europa ohne europäische Kulturen gar nicht geben wird – und das andere Kulturen gar nicht in der Lage sind das spezielle in der europäischen Kultur zur erkennen. Entweder es vollzieht sich eine nihilistische „Amerikanisierung“ durch synthetische Wiederholung dessen wie wir die amerikanische Medienwelt wahrnehmen (und nicht wie die Amerikaner sie selbst verstehen!) oder es passiert eine Kulturverdrängung durch andere.

Warum wird Europa das tun?

Erstens um überhaupt definieren zu können was für uns als Europäer gut und richtig ist. Dies greift tief, denn es stellt sich natürlich auch die Frage WER Europäer sind – und warum. Und natürlich warum es ok ist ein Europäer zu sein.

Zweitens um unsere Reflexe, unsere Denkrichtungen und Denkmuster zu verstehen, müssen wie wir die Welt wahrnehmen und warum wir sie so wahrnehmen wie wir sie wahrnehmen. Kindern gleich tappen wir noch im Moment herum und verstehen unsere emotionalen Reaktionen nicht – wie zum Beispiel die Ablehnung von Individualitätsunterdrückung oder den Hass auf Sklaverei. Fatal ist auch wenn die Weltsicht anderer Kulturkreise übernommen wird – inklusive Streitigkeiten die in Europa schon seit Jahrhunderten geklärt haben. Es regiert Chaos, der innere Kompass ist verloren und eine Kakophonie von Gedanken und Gefühlen tobt auf den Straßen. Die ungeordneten Gefühle und Interessen führen dazu, dass intelligente und starke Menschen völlig verwirrt und damit auch zerstörerisch „durch die Gegend toben“. Dies gilt es zu verhindern – und die europäische Kulturen haben damit schon jahrhundertelang Erfahrung(!).

Drittens können wir dann abklären was wir wollen und warum. Und dann handeln.

Es ist eine Frage des Überlebens, eine Frage dessen wie wir in Zukunft leben wollen und ob wir noch leben wollen. Die anderen Europäer, die welche sich selbst abschaffen wollen um einem imaginären Ideal zu Folgen, sind inzwischen Gesellschaftlich irrelevant auch wenn sie noch in Macht und Herrlichkeit stehen. Sie werden aussterben, weil die meisten von ihnen keine Kinder haben.

Denn Europa ist speziell – Europa ist ein Kontinent voller konkurrierender Kulturen die zusammengenommen einen Kulturkreis definieren. Wir haben einige wenige Kulturklammern die quasi darüber stehen, die Abgrenzung zu anderen Kulturkreisen wie die Mongolische, die Arabische und Osmanische als Beispiel. Wir kennen Pest, Bürgerkrieg, Krieg und Dekadenz schon.

Dann kommt noch die kulturelle Klammer der christlichen Religion, bei welcher sich aber enscheidende Dinge geändert haben. Zuallererst gibt es inzwischen mehr Christen ausserhalb Europas als in Europa. Und zweitens ist Europa nicht mehr christlich. Weder sehen sich die Nationen als Christlich, noch die Eliten und ein grosser Teil der Einwohner dieses Kontinents. Das Christentum kann man daher nicht als Identifikationsmerkmal alleine nehmen, sondern als Aspekt unserer europäischen Kulturen an denen sich unsere Völker über die Jahrtausende gebunden haben. Beispielsweise kann sich das Volk der Ungarn auf den Staatsgründer Stefan I beziehen, der vor knapp 1000 Jahren dieses Volk quasi geographisch vererdete und spirituell transzendierte.

Ich glaube auch dass darum der „per definition“ traditionslos und sinnlichkeitslose Protestantismus in Europa solch ein Problem hat. Denn „auswechselbare“ und zivil gekleidete Christen gibt es überall auf der Welt – was fehlt ist die verwurzelung in unsere physischen Wirklichkeit in Europa. Zusätzlich ist noch ein Abgrenzungsproblem vorhanden, die Protestanten haben sich von der katholischen Kirche abgegrenzt die Heutzutage gar nicht mehr so stark präsent ist und viele Menschen in Europa können diese gar nicht auseinanderhalten. Zu beachten ist auch dass Protestanten im christlichem Umfeld entstanden sind, mit echtem Heidentum kann diese christliche Richtung nicht umgehen und schon gar nicht integrieren – diese Vorarbeit hat in Eurppa die Katholische und Orthodoxe Kirche geleistet.

Templarii

3 Kommentare zu “Kulturelle Rückeroberung

  1. Ohhh ein Pharisäer und zugleich ein Schrifftgelehrter..Sooo Sorry!…Sie hielten sich für weise…waren aber nur Narren!
    Nur mal so als Info…Nicht überall wo Christus draufsteht…ist auch Jesus drin!
    …um genaueres zu erfahren besuch mich mal bitte auf Facebook Nordin Boussadi

  2. Pingback: Kulturelle Rückeroberung | Neue Reconquista | Mittelwächter.

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