Home

Jemand der sich zivil verheiratet hat Pech.

Er hat deswegen Pech weil er glaubt durch ein Eheversprechen glücklich zu werden. Die Ehe ist durch die säkularisierung zu einem Aberglauben verfallen, denn grundsätzlich sind Ehen eine christliche Sache. In Vorchristlichen Zeiten gab es keine „ewigen“ Ehen, schon gar nicht als Instituion einer Gesellschaft – es gab auch keinen Ewigen unabänderlichen Gott. Nur bei den alten Juden gab es so etwas.

Nun sind diese Heirats-und-Scheidungsspielchen inklusive der dazugehörigen Ablehnungstendenzen seitens Feministinnen (Ihr werdet von Männern unterdrückt!) oder Antifeministen (Ihr werdet von Frauen unterdrückt!) eigentlich abergläubische Rituale. Man glaubt damit einen magischen Ritus durchgezogen zu haben welcher dann zum berühmten Satz „und sie lebten glücklich und zufrieden bis zum Ende ihres Lebens“ führt. Die Scheidungsspielchen zeigen ganz stark wie sehr die Ahnung von Glückseligkeit existiert während gleichzeitig die Unfähigkeit der Menschen dazu vor Augen geführt wird. Und zwar immer und immer wieder. Es gibt Menschen die fünf mal „für immer“ heiraten. So etwas kann man eigentlich gar nicht ernst nehmen und dennoch wird es getan.

Die nichtchristliche Ehe existiert nicht. Sie ist ein Zettel in einem Aktenschrank oder eine Datei auf einem Computer. Sie ist eine steuertechnische Arbeitsteilung. Sie ist alles mögliche aber weder heilig noch wirkmächtig oder echt. Sie kann jederzeit aufgelöst werden – bis auf die fast Unterhaltszahlungen des Mannes – und hat keinerlei Bedeutung.

Sie ist kein Weg ins Paradies – ein Wunsch der in vielen Bereichen der Gesellschaft lauert – sondern scheitert an dem woran der Mensch immer scheitert – an sich selbst. Eitelkeit, Gier, Wut, Persönlichkeitsstörungen und so weiter.

Die christliche Ehe ist völlig anders. Sie ist ein Sakrament der Kirche den sich die Eheleute gegenseitig spenden. Und zwar vor Gott. Nicht der andere Ehepartner ist der Fixpunkt zur aufrechterhaltung einer Beziehung, nicht seine Worte und Taten, sondern Gott. Man bezieht die liebende Ewigkeit in seine Liebe mit ein, man wendet sich an Gott selbst und bittet um seinen Segen, um die einhaltung seines Versprechens uns beizustehen – als schwache, irrende, scheiternde Sünder die wir sind. Man vertraut seine Ehe Gott an, der Mann vertraut sich Gott an, die Frau vertraut sich Gott an.

Dies ist eine völlig andere Konstellation – man ist sich als Ehemann und Eheweib bewusst dass man als Sünder scheitern kann. Man weiss um die Not in der man sich befindet, man weiss dass man Gottes Hilfe braucht – in allen Belangen.

Die christliche Ehe schliesst das Bewusstsein ums Scheitern mit ein – so tief dass man sich Gott anvertraut – etwas was viele Menschen in ihrer eitlen Oberflächlichkeit nicht mal für dass normale Leben antun. Sie kreischen hysterisch wie selbständig und unabhängig sie sind – so wie ich persönlich es auch gemacht habe.

Dies kann eine bürokratische Ehe gar nicht machen. Sie ist ein Verwaltungsakt, vielleicht mit netten Worten, vielleicht mit dem Schwur „bis dass der Tod euch scheidet“ – aber die Träger dieser Ehe sind fehlbare Menschen, es sind Menschen die sich jederzeit umentscheiden können – sie haben ja nicht „vor der Ewigkeit“ geschworen. Und ist der eine Partner nicht mehr sexy genug, dann ist ja eine wichtige Grundlage für die Ehe nicht mehr gegeben, kein Kribbeln mehr in der Hose… und das Scheidungskarussell geht weiter..

Wir Menschen sind widerspenstig und oftmals anarchistisch – oder wir werden dazu angestachelt. Natürlich möchte sich die nächste Generation von der vorherigen abgrenzen wie ein Kind von den Eltern. Darum wird in jeder Generation hinterfragt und geprüft was die vorherige überhaupt verzapft hat. Dazu gehört auch solch Zeug wie „Ehe“ und „Liebe“. Die letzten 30 Jahre sind ein einziger Widerspruch der (inzwischen alten..) Jugend aus den 60er und 70er Jahren gegenüber der alten traditionellen Weltsicht. Vor allem deswegen weil die Ehe seit Bismark nicht mehr als Kirchliches Sakrament gesehen wird, sondern nur Staatlich. Die Verfechter dieser Bewegung sterben zwar inzwischen schon Kinderlos und einsam, was als Einzelschicksal zu bedauern ist, aber sie haben noch viel Einfluss. Vor allem zeigt sich dadurch auch dass selbst die „Nichteheliche“ Heterosexualität ohne Zwänge keine ewige Glückseligkeit verspricht.

Daher kommt es zum nächsten Schritt in der Logik des Menschen – jelgiche mögliche Handlung durchzuführen. Wenn nichteheliche, freie, zwanglose Heterosexualität nicht zur Glückseligkeit führt, dann liegt es vielleicht an der Form der Sexualität – also kommt es zu einem „Trend“ der Homosexualität. Garniert mit Erinnerungen an gesellschaftliche Unterdrückung seitens der Heterosexuellen der vermeintliche Schlüssel zum Glück.

Nun kommt das altbekannte Muster: „Jahrtausende lang unterdrückt, darum unglücklich….“ und „Jetzt aber wehren wir uns, sind frei und werden BALD wenn DASS und DASS erreicht wird…“.

Es wurde viel erreicht, sowohl bei der Frauenemanzipation als auch bei der Homosexuellenbewegung. Doch die glückselige Freude trat nicht ein. Andere Variationen der denkbaren Befreiung zeigten sich schnell.

Es kommt nun zur vermeintlich *kirchlichen* Ehe als Schlüssel zum Glück, dann zur Adoption von Kindern als Schlüssel zum Glück, später vielleicht die Ehe mit mehreren Partnern, dann womöglich mit Tieren oder selbst mit Kindern. Oder aber die „Partner“ versuchen sich vom Bild „Mann“ und „Frau“ zu lösen und nennen sich Elter1 und Elter2.

So wird die Suche nach Erlösung weitergezogen bis in alle Ewigkeit. Der Mensch versucht in seiner angeborenen Beschränktheit die Materiellen oder Intelektuellen Puzzlestücke zu nehmen und mixt wie ein Alchemist alle existierenden Dinge in der Hoffnung den Stein der Weisen zu erlangen. Es gibt sogar Menschen die sich juristisch gesehen mit Dingen verheiratet haben….

Das ganze Getue hat ähnlichkeit mit einer zappelnden Fliege im Wasserglas. Hilflos und Verständnisslos schlagen die Menschen um sich, greifen nach allem was sie erkennen können um in einem Zustand der Seligkeit zu kommen. Eine Erlösungshaltung die deutlich zeigt wie sehr Menschen auf Gott hin ausgerichtet sind – es kommt IMMER zu einer Naherlösungshaltung, IMMER ist da das zerrende Gefühl in der Brust dass BALD die Klammern ums Herz zerrissen werden und wir emporsteigen mit unseren güldenen Flügeln, dem Horizont entgegen, jauchtzend und frohlockend vor Glück in Ewigkeit Selig und Fröhlich, frei von allen Übeln und von jeglicher Begrenzung…

Und doch ist die Wirklichkeit anders. Genauso wie Menschen älter werden, genauso wie man sein Klo immer spülen sollte, genauso wie man das Geschirr abwaschen muss, genauso wie man hart arbeiten muss um zu überleben – genauso gibt es für die Ehe natürliche, wirkliche, harte Gesetze.

Eine Ehe ist nur echt wenn sie vor Gott zwischen Mann und Frau geschlossen wird.

Es ist ganz einfach, nur ein Satz mit 15 Wörtern. Das ist alles.

Und in den Reaktionen auf so einen Satz kann ein feinsinniger Mensch Gott erkennen. Es sind nur Worte. Man kann sogar „Gott“ rausnehmen aus dem Satz und wird dennoch gigantisch viel Widerspruch ernten. Bücher, Gender-Mainstreaming, Parteien, Politikergewäsch, Sitzungen, Proteste, Satzungen, Filme, Computerspiele, Theaterstücke, Diskussionen.. Tonnen von Material nur wegen diesem Satz. Ganz ohne Magie, ganz ohne Spezialeffekte,. Einfach so. DAS ist Macht. Weil es die Wahrheit ist.

 

Templarii

Advertisements

3 Kommentare zu “Die Ehe

  1. Die bürgerliche Ehe ist einfach eine Versorgungsinstitution. Sie zielt seit alter Zeit darauf, Frauen und Nachwuchs zu versorgen und vor der Willkür gewissenloser Männer zu schützen. Sie hat schon ihre Berechtigung.

    In der Bibel gibt es keine Ehe sondern „nur“ eine Beziehung und somit kann die Ehe kein Sakrament sein.

    Man wird auch nicht durch ein Eheversprechen glücklich. Das Fundament einer Beziehung sollte Gott sein. Gott ist die Liebe. Also kann nur die Liebe das Fundament einer tragfähigen Beziehung sein. Wo eine Ehe aus anderen Gründen geschlossen wird, kann sie nicht unter dem Segen des Herrn stehen – auch wenn sie in der Kirche geschlossen wird. Denn der Herr ist Liebe und Wahrhaftigkeit. Und seine Wege sind unergründlich. Und letztendlich wird auch immer zusammenkommen, was zusammengehört. Auch gegen den Widerstand der äußeren Umstände. So der Herr will.

    LG Jani

    • Quatsch mit Sausse.. Es gibt auch Willkür gewissenloser Frauen, und zwar ohne Ende. Vor allem jetzt in der Scheidungswelt.

      Die Ehe ist ein Sakrament und dies kann man auch in der Bibel lesen. Vom Verbot der Ehescheidung haben Sie noch nie was gelesen? Und warum es früher erlaubt war einen Scheidungsbrief zu geben?

      Ihre Logik ist primitiv, Nur weil Gott die Liebe ist, ist nicht „die Liebe“ das Fundament einer tragfähigen beziehung. Weil jeder Mensch unter „die Liebe“ etwas anderes versteht. Manche sind drogenversoffene Idioten die meinen „liebe“ bedeutet mit einem idiotischen Lächeln durch die Gegend zu säuseln und Bäume zu umarmen.. Alles ist liebe, alles ist toll, alles ist wunderbar.. *gähn*.

      Sie widersprechen sich mehrmals in ihrem kleinen Absatz.. Und es ist ein deutliches Zeichen für die substanzlosigkeit Heutiger Christen. Im Grunde haben Sie gesagt: Gott ist Liebe, und wenn man nicht Liebt ist die Ehe gar nicht echt oder vielleicht doch denn Gottes Wege sind Unergründlich.. Soweit so unklar.

      Was wollen Sie eigentlich? Liebe ist kein Gefühl!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s