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In den Ruinen unserer Kultur habe ich einen kleinen Satz gefunden der ein ganz anderes Bild auf das Mittelalter Europas aufzeigt:

„Im Mittelalter ist es schließlich Josua und nicht Mose, der mit David und Judas Makkabäus zu den drei jüdischen Helden gehört, die zusammen mit je drei Beispielen aus Christentum (Artus; Karl d. Gr.; Gottfried von Bouillon) und Heidentum (Hektor; Alexander d. Gr.; Caesar) die exemplarischen Vorbilder der Weltgeschichte bilden.“

Was für eine Komposition! Jeweils drei Vorbilder der Weltgeschichte aus allen Drei Wurzeln Europas. Die alten Juden, vom Christentum und „last but not least“ aus dem Heidentum. Welch Eleganz diese zu verbinden und zum Kern einer Kulturerzählung zu machen.

Was wissen wir wirklich über unsere Vorfahren? Wissen wir dass von Island bis zum schwarzen Meer solches Wissen bestand? Dass die Taten gewürdigt und geehrt worden sind? Auch die von den Heiden? Wie fühlte es sich an als Erbe solch einer Kultur zu sein? Prächtig und grossartig die Auf- und Niedergänge unserer Vorfahren, die Schlachten und Bitternisse dieser Zeiten. Der mächtige Cäsar, Held und Mordopfer. Alexander der Grosse, der grösste Kriegsherr aller Zeiten. Karl der Grosse, der erste mächtige Christenkaiser ausserhalb Kleinasiens, Erbe Karl Martells, den Retter Europas. Gottfired von Bouillion, der eroberer Jerusalems, Hektor der Held Trojas – wie einige nicht wissen sahen sich laut Anaeis die Römer als Nachfahren Trojanischer Flüchtlinge.

Was für ein Spannungsbogen, das Römische Reich, die Mittelalterlichen Rittersagen, die jüdischen Könige und Kriege aus fast vorhistorischer Zeit, verwurzelt in den ältesten Schriften der Menschheit.

Und was ist nun aus uns geworden? Hasserfüllte Würmlinge die ihr eigenes Wesen verleugnen, die vor lauter Hysterie hyperventilieren und kein bisschen mehr verstehen wie weit und gross unser Selbstverständnis war.

Zeit für eine neue Jus Europeana oder wie man dass schreiben würde, eine neue Wahrnehmung unseres Rechts als Europäer zu Sein. Dazu gehört untrennbar die Lebenskraft die aus der Bibel stammt.

Templarii

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3 Kommentare zu “Exemplarische Vorbilder im Mittelalter

  1. ad: Josua statt Mose

    „Iesous“ ist die gräzisierte Form von hebr. „Jehoschua“ (Jahwe hilft). Die Kurzform lautete „Jeschu“ (gräzisiert Josua). Das AT berichtet davon, dass Hosea, der Sohn des Nun, von Moses in Josua umbenannt wurde, bevor er ihn zum Führer ins gelobte Land ernannte. Bereits Philo Alexandrinus deutete diese Namensänderung mittels Allegorese. Demnach stand der Name Josua/Iesous für Israels endgültige Rettung durch Jahwe, weil erst Josua die Arbeit seines Vorgängers vollendet hatte. Entsprechend dürfte der Name „Iesous“ schon in einer vorchristlichen jüdisch-hellenistischen Gnosis als Chiffre für eine Erkenntnis angelegt worden sein, die über die Offenbarung des Moses hinausging. Das Markus-Evangelium ist schlicht ein Midrasch.

    Haben Sie schon was von der sogeannnten radikalen Kritik des Neuen Testamentes gehört, Sie fundamentalkatholischer Besserwisser!

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