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Die christliche Spiritualität beinhaltet eine interessante Komponente. Die des Wartens. Deo gratias, die Gnade Gottes ist ein Geschenk Gottes. Er schenkt uns aus Liebe dass, was er möchte. Als Mensch empfängt man – und vorher wartet man. Auf innere Haltung beim Warten kann man kultivieren.

Ursprünglich inspiriert durch eine Aussage Joyce Meyers, der amerikanischen Bibellehrerin, erwuchs in mir eine Erkenntnis über ein wichtiges Element des christlichen Lebens.

Ein Christenmensch ist sich dessen bewusst dass er die Zukunft nicht kennt und diese im Dunkeln liegt. Auch wenn man Gott um etwas bittet weiss man nicht konkret wie oder ob Gott die Bitte erfüllt. Man kann hoffen, man kann weiterhin bitten aber vor allem muss man geduldig warten.

Und in diesem Warten ist der entscheidende Moment. Zeit ist relativ, der berühmte Vergleich Einsteins dass drei Sekunden mit dem Finger auf der Herdplatte viel länger ist als fünf Minuten mit einem hübschen Mädchen auf dem Schoss, sollte bekannt sein. Das Warten auf Gottes Gnade kann sich in unserem Inneren ausdehnen und sich wie ewig anfühlen.

Wie gestaltet man dieses Warten? Was geziemt sich, was ist die richtige Einstellung wenn man um etwas bat und die Lösung erwartet? Womit zeigt man am stärksten seinen Glauben, womit offenbart man die wertvollste Form des Wartens auf die Gnade des liebenden Gottes? Wie bekennt man in seinem Herzen dass man den Herrn ehrt und seine Liebe erwiedert?

Es gibt Heutzutage wenige Momente in dem man eine kultivierte Ritterlichkeit ausüben kann. Im Zeitalter der Pöbelherrschaft – die vor keinem Geschlecht, keiner Rasse, keinem Finanziellen und Bildungsunterschied Halt macht – gibt es schlicht wenige Personen denen gegenüber man dies machen kann.

Nun jedoch eröffnet sich ein Pfad der einen wichtigen Persönlichkeitsanteil von mir eröffnet. Wie viel Selbstachtung fehlt dem Menschen deswegen weil sie sich selber beobachtet und eigentlich weiss dass man eine andere Lebenshaltung haben sollte? Wie oft hat sich ein schönes Bild im Unterbewusstsein festgegraben dem man nicht entsprechen kann weil das Gegenüber fehlt?

Ich kann mir durchaus vorstellen dass viele Natur- und Tierverehrer dies tun weil sie sich Edel und Gut verhalten wollen aber vom Menschen wissen dass dieser Böses tun kann. Und darum blenden diese Menschen die Wirklichkeit der Natur aus um das Ideal weiterhin verehren zu dürfen.

Es entwickelt sich in mir dass Bedürfniss Ritterlich zu warten wie oder ob Gott meine Gebete erhört und erfüllt. Oft genug habe ich dass ja schon erlebt, der Wunder gibt es viele.

Dieser Wunsch spornt an die Geduld zu lieben – Ungeduld ist ja eine Frucht des Stolzes – und dies zu kultivieren. Es ist wie wenn man seinen beschämten Kopf langsam hochhebt um dem ehrenvollen, reinen, heiligen ins Angesicht zu schauen. Und zwar aus dem Vertrauen gegenüber der Liebe und Barmherzigkeit  Gottes heraus.

Wie ich früher schrieb, erkennt man immer anhand der Früchte ob es Gut oder Schlecht ist was man tat und womit man sich beschäftigt. In mir reckt sich etwas empor und ich habe so die Ahnung dass die Ehrerbietung Gott gegenüber zur Fähigkeit der Ehrerbietung gegenüber Anderen führt. Womöglich kann ich dann einen alten Menschen so respektvoll begegnen wie man es eigentlich sollte.

Dieses tatsächliche Spannungsverhältnis zwischen meiner Fehlbarkeit und Gottes strahlende Schönheit die sich vor meinem Geistigen Auge zeigt, spornt an.

Ich will würdevoll warten. Ihm Ehre bezeugen, mit erhobenem Haupte vor Gott stehen und meine Zerrissenheit, meine Wunden, meine Fehler und Irrungen in meinem Blick tragen. Wenn jemand Ehrlichkeit verdient, dann Gott.

Templarii

Ein Kommentar zu “Haltung beim Warten bewahren

  1. Die Liebe(1.Korinther 13 )Ohne Liebe bin ich nichts.Selbst wenn ich in allen Sprachen der Welt,ja mit Engelszungen reden könnte,aber ich hätte keine Liebe,so wären alle meine Worte hohl und leer,ohne jeden Klang,wie dröhnendes Eisen oder ein dumpfer Paukenschlag.Könnte ich aus göttlicher Eingebung reden,wüsste alle Geheimnisse Gottes,könnte seine Gedanken erkennenund hätte einen Glauben, der Berge versetzt,aber mir würde die Liebe fehlen,so wäre das alles nichts.Selbst wenn ich all meinen Besitzan die Armen verschenkenund für meinen Glauben das Leben opfern würde,hätte aber keine Liebe,dann wäre alles umsonst.Die Liebe ist geduldig und freundlich.Sie kennt keinen Neid, keine Selbstsucht,sie prahlt nicht und ist nicht überheblich.Liebe ist weder verletzendnoch auf sich selbst bedacht,weder reizbar noch nachtragend.Sie freut sich nicht am Unrecht,sondern freut sich, wenn die Wahrheit siegt.Diese Liebe erträgt alles, sie glaubt alles,sie hofft alles und hält allem stand.Einmal werden keine Propheten mehr zu uns sprechen,das Beten in anderen Sprachen wird aufhören,die Erkenntnis der Absichten Gottes mit unswird nicht mehr nötig sein.Nur eines wird bleiben:die Liebe.Denn unsere Erkenntnis ist bruchstückhaftebenso wie unser prophetisches Reden.Wenn aber das Vollkommene – das Reich Gottes da ist, wird alles Vorläufige vergangen sein.Als Kind redete, dachte und urteilte ich wie ein Kind.Jetzt bin ich ein Mann und habe das kindliche Wesen abgelegt.Noch ist uns bei aller prophetischen Schau vieles unklar und rätselhaft.Einmal aber werden wir Gott sehen,wie er ist.Jetzt erkenne ich nur Bruchstücke,doch einmal werde ich alles klar erkennen,so deutlich, wie Gott mich jetzt schon kennt.Was bleibt sind:Glaube, Hoffnung und Liebe.Die Liebe aber ist das Größte.Quelle: http://saron.de/gottesland/bibel/kor13.html ich glaube nicht wirklich an die kirche und auch von gott halte ich nicht allzu vielaber wenn Glaube jemals eine erwähnenswerte Botschaft hat, so ist es diese.

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