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Hier ein kurzer Auszug aus einem interessanten Text über Demokratie und Monarchie, vor allem die Rolle der Kirche ist interessant und man versteht warum die Machthaber immer gegen die Kirche sind.

„Souveränitätstheorien gehen davon aus, dass Herrscher ein höchstes Befehlsrecht haben, dem alle individuellen Rechte untergeordnet sind. Dieses Recht wurde stets aus zwei ehrfurchtgebietenden Quellen abgeleitet: entweder von Gott oder dem Volk. Ein hartnäckiger Aberglaube besagt sinngemäß: Die mittelalterlichen Monarchen missbrauchten das Prinzip der göttlichen Souveränität, um willkürlich zu herrschen. Tatsächlich war der mittelalterliche Monarch nicht einmal souverän im heutigen Sinne, da er über keine Gesetzgebungskompetenz verfügte. Seine Macht wurde sowohl vom Adel (s. 3.6) als auch von der Kirche eingeschränkt. Das Prinzip der göttlichen Souveränität gemahnte anfänglich auch nicht die Bürger zum Gehorsam gegenüber dem König, sondern den König zur Einhaltung des göttlichen Gesetzes (Kirchenrecht), welches von der Kirche kontrolliert wurde. Die göttliche Souveränität garantierte also eine Zeit lang die Eindämmung der Staatsgewalt.

Auf göttliche Souveränität im Sinne eines absoluten, von Gott direkt legitimierten Herrschers stößt man erst im 17. Jh. Diese Konnotation war eine Pervertierung der Ursprungsidee, die erst im Zuge der Reformation entstehen konnte. Durch die Teilung von kirchlicher und weltlicher Macht gelang es den reformierten Fürsten, das Souveränitätsrecht zu vereinnahmen. Zuvor hatte der Fürst ein göttliches Mandat unter kirchlicher Aufsicht und jetzt verkörperte er die göttliche Herrschaft auf Erden ohne jedwede Kontrolle. Der Historiker Neville Figgis schrieb: „Had there been no Luther there could never have been a Louis XIV.” An dieser absolutistischen Säkularisierung übte insbesondere der Jesuit Francisco Suárez Kritik: weltliche Herrschaft sei zwar gottgewollt, aber die Herrscher selbst würden nicht von Gott, sondern der Gemeinschaft erwählt. Der König sei also sowohl Gott als auch dem Volke verpflichtet. Die Volkssouveränität wurde also anfänglich ebenfalls zur Begrenzung der Staatsmacht ins Feld geführt.“

Dementsprechend wäre eine Antwort auf die Staatskriesen Europas eine starke unabhängige Kirche die darüber wacht ob die Staaten sich an die Gebote Gottes halten – die zehn Gebote sind ja bekannt. Allein schon „Du sollst nicht Morden, „Du sollst nicht begehren Deines Nachbars Gut“ und „Du sollst nicht Stehlen“ würden mehrere Revolutionen auslösen.

Darum waren auch alle Könige und Herzöge bestrebt die Güter der Kirche zu stehlen was auch spätestens um 1806 passierte. Die Protestantischen Könige waren schon im 30 Jähigen Krieg so weit gewesen – was auch direkt in Diktaturen führte.

Quelle: http://www.freitum.de/2013/06/von-der-monarchie-zur-demokratie-eine.html

Templarii

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4 Kommentare zu “Die Souveränität des Königs

  1. „Dementsprechend wäre eine Antwort auf die Staatskriesen Europas eine starke unabhängige Kirche die darüber wacht ob die Staaten sich an die Gebote Gottes halten – die zehn Gebote sind ja bekannt. “
    Ein hoch auf den Glauben. Er bietet auf alles eine Lösung an. Man darf nur bitte bitte sein Gehirn nicht einschalten. Warum sollte die Kirche die Krise verhindern können. In ihrem kleinen Kirchenstaat schafft sie es nicht einmal Koruptions- und Mafiagelder in der Vatikanbank zu kontrollieren. Die Kirche schafft es auch nicht in all ihrer Nächstenliebe ihren Angestellten in Deutschland im sozialen Sektor ein vernünftiges Gehalt zu zahlen. Auch prangert die Kirche nicht die Ausbeutung der Menschen durch die Unternehmen an.

    • Der Glauben bietet wirklich auf alles eine Lösung. Und zwar das sich persönlich in sich kehren soll, sich seiner Fehler bewusst wird, seiner Triebe und Unkontrolliertheit und dass man mit Gott zusammen (der ist nämlich ein bewusstes, personales Wesen mit dem man in Kommunikation treten kann) diese Probleme bearbeitet und sich ändert sowie sich ändern lässt.

      Was interessiert Sie die Vatikanbank? Was interessiert Sie das Korruptionsgeld? Leiden sie darunter? Haben Sie schreckliche Schmerzen? Oder meinen Sie dass sie ein besserer Mensch sind weil sie negatives als negatives ansehen? Die Kirche war bis vor kurzem damit beschäftigt den Kommunismus zu besiegen, ganz Osteuropa litt seit Jahrzehnten darunter – Papst Johannes Paul II war eher damit beschäftigt als irgendwelche unwichtigen Kontobewegungen. Menschenleben sind wichtiger. Und nun kümmert sich Franziskus um die Bank. Ist doch toll. Etwas was die Bundesregierung nie machen würde..

      Die Kirche muss nicht herumprangern, sie hat zu tun. Die Menschen welche an meisten in Deutschland andere ausbeuten sind „arme Menschen die kein Geld haben“. Sie nützen den Sozialstaat massiv aus und zwar auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung.

  2. Sehr geehrter Templarii,

    könnten Sie viellelcht die Literaturquelle für o.g. angeben? Würde mich interessieren. Danke.

    Grüße

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