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Aufgrund eines Beitrages in pi-news.net, habe ich eine Antwort zum vermeintlich passivem Christentum geschrieben. Da mir nie klar ist nach welchen Regeln pi-news.net Kommentare zulässt oder nicht (hehehe, auch für Sie ist manches nicht Politisch Korrekt..), gebe ich meine Antwort hier wieder:

 

Originale Frage von „Menschenfreund 10“:

Wie konträr sind doch die christliche Lehre der Feindesliebe und die islamische Lehre von Gewalt gegen Nichtmuslime bis hin zur Tötung von Nichtmuslimen.

Wir Christen können eigentlich nicht einmal die Selbstverteidigung mit dem christlichen Glauben begründen, weil wir, wenn uns einer auf die eine Wange schlägt, auch die andere Wange hinhalten sollen. Und kein Schwert zur Hand nehmen. Und statt dass unser großes Vorbild Jesus Christus sich verteidigte, starb dieser unschuldig in vollkommener Gewaltlosigkeit den Tod am Kreuz. Und dann hat dieser Jesus auch noch gesagt: Liebet eure Feinde!

Ehrlich gesagt, ich komme damit immer weniger klar, wenn ich auf den Islam schaue, der sich hier immer mehr mit offener Gewalt z. B. durch Vergewaltigungen, Messerattacken und Kopftritten und Kopfabschlagen ausbreitet. Der Islam passt einfach nicht hierher. Sollen wir uns denn wirklich alle widerstandslos abschlachten lassen?

Wir haben doch die Charta der Menschenrechte. Warum werden die Menschenrechte denn nicht umgesetzt? Warum schweigt die übergroße Mehrzahl der  die Politiker zur Gewalt im Islam? Und warum werden diejenigen, die die Wahrheit über den Islam aussprechen, diffamiert und bekämpft als fremdenfeindlich, rassistisch und Nazis?

Vielleicht ist es verrückt, auf ein Wunder zu hoffen. Aber ich denke immer, vielleicht geschieht noch etwas Unvorhersehbares, dass viele Menschen doch ihr Gewissen entdecken und sich auf den rechten Weg begeben.

 

Meine Antwort:

 

 

#48        menschenfreund 10           (02. Jun 2013        21:10)

Dies mit dem Christentum ist nur deswegen der Fall, weil Pazifisten und Pseudochristen die Intepretation des Christentum übernommen haben.

Es gibt ganz einfache Denkansätze wie man dieses Debakel durchbrechen kann:

1. Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.

Du musst DICH SELBST lieben, sonst ist deine Liebe zu anderen nicht echt. Um Dich Selbst zu lieben, musst Du auch Dein Kultur und Deine Vorlieben lieben und respektieren. Ohne dies, funktioniert Liebe nicht.

2. Das 4 Gebot: Ehre Deinen Vater und Deine Mutter

Dieses Gebot wird Kirchenrechtlich als allgemeines „Vorfahren-lieben“ Gebot verstanden. Also es bedeutet nicht einfach nur das Du zu deinen Eltern nett sein sollst, sondern dass Du sie Ehren sollst. Wenn Sie beispielsweise tot sind, kannst Du nicht einfach „Nett“ zu ihnen sein sondern musst ihnen Ehre erweisen: Ihr Erbe vermitteln, Kultur weitergeben, dem Nachwuchs erklären was das für Menschen waren und so weiter. Dies weitet sich natürlich auch auf die Eltern Deiner Eltern aus – sie ehrten ihre Eltern ja auch. Und so verkettet sich die Liebe und der Respekt (oder auch die Pflicht zum ehrlichen Vergeben der Sünden die sie taten) bis zur Urgeschichte der Menschen. Also, ehrst Du Deine Grosseltern (die ja von Deinen Eltern geehrt waren oder sein sollten) oder schmeisst Du aus naiver Gier oder Dummheit die gesamte Geschichte ihres Volkes in dem Müll? Wie gehst Du mit den Gräbern Deiner Vorfahren um? Was passiert mit den Friedhöfen, Städten, Strassen, der Kultur und der Literatur die durch Deine Eltern und früheren Vorfahren gebaut und geprägt worden sind?

3. Feindesliebe bedeutet NICHT dass man die Feinde nicht bekämpft. Noch nie diese coolen Samurai Filme gesehen in denen die Feinde sich respektvoll bekämpften und der Sieger am Ende weinte weil er gewann? So ähnlich ging es Scipio als er Karthago schleiffen musste. Er weinte – obwohl er der Sieger war. Das Christentum möchte verhindern dass Hass ausbricht, dass zusätzlicher Hass entsteht und der grauenvolle Teufelskreis des Gemetzels losgeht. Feindesliebe bedeutet auch Vergebung, dass man nicht grollt und ewig hinterherwütet. Man befreit sich selbst vor einer Mentalen Versklavung. Und kann übrigens viel besser Denken.

4. Die rechte Backe hinhalten, gilt für Dich. Was ist wenn aber eine dritte, schwächere, Person geschlagen wird? Wenn Du Deine Backe nicht hinhalten kannst, weil es NICHT deine ist? Was ist wenn ein Räuber Dein Kind angreift? Man muss weiterdenken, selber ins Christentum einsteigen und die Theologen rauswerfen, die aus dem Christentum einen passiven Leidenskult gemacht haben.

5. Christus als Beispiel, Jesus zeigte dass JEDER ohne den geringsten Widerstand siegen kann. Selbst die ältesten und kränksten Menschen. Er zeigte keine Zaubersprüche und auch keine Machtaktionen. Er ist das „Lamm Gottes“ dass zur Schlachtung geschickt worden ist um die Macht des Teufels zu brechen.

Wir sind aber nicht Jesus Christus und wir müssen nicht zu 100% die genau gleichen Tätigkeiten machen wie er. Wir sollen ihm folgen – dies bedeutet nicht dass wir uns alle kreuzigen lassen müssen. Wer das will, kann das machen, doch wir haben Verantwortung für andere – als Christ sage ich, dass Gott mir diese Verantwortung gegeben hat – und dieser Verantwortung müssen wir Gerecht werden.

Christentum ist keine Passivität, die Römischen Soldaten unter Konstantin den Grossen haben zu Gott gebetet und Schlachten gewonnen – Gott selbst hat Konstantin dem Grossen gesagt, dass er unter „diesem Zeichen siegen werde“.

Kurz gesagt: Kirchengeschichte kennenlernen. Gott zeigt sich in der Geschichte. Was wir tun und lassen müssen ist nicht von einzelnen „Schrifttümmlern“ festgelegt sondern ist weitaus umfassender als man es im verstümmelten Schulunterricht dargestellt hat.

Und hier noch ein Beispiel wie passiv die Christen in früheren Zeiten waren, damals als man noch mehr glaubte.

 

Templarii

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2 Kommentare zu “Christentum und Verteidigung

  1. Bei der „Feindesliebe“ entstehen deshalb Verzerrungen, weil die deutsche Übersetzung nicht adäquat ist. Der griechische Begriff ἐχθρὸς „echthròs“, der an allen Stellen steht, wo es um „Feindesliebe“ geht, bezeichnet den persönlichen Widersacher oder Feind, nicht den politisch-militärischen Feind, der πολέμιος „polémios“ beißt.

    In der offiziellen lateinischen Übersetzung („Vulgata“) lautete der Begriff „inimicus“, das heißt persönlicher Feind, im Gegensatz zu „hostis“, was Fremder, kriegerischer Feind bedeutet.

    Bei richtiger Übersetzung zerbricht die irrige, extrempazifistische Lehre, dass man seinen Feind im Kriege lieben und nicht bekämpfen soll, ganz schnell. Das steht nämlich nirgendwo in der Bibel.

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