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Je mehr man sich auf die Christliche Lebensweise einlässt, desto höher wird die Spannung in der Seele. Die verschiedenen Aussagen Jesu Christi, die Geschichte der Kirche, die Traditionen und Theologien des Judentums fühlen sich an wie Bespannungshilfen der Seele.

Ich fühle mich wie ein Zelt, dass aufgebauscht und aufgebaut wird. Meine Seele entfaltet sich wie ein Drache den man im Wind steigen lässt. Es ist schwer dies zu formulieren denn die Spannung ist kombiniert mit etwas sehr unpassenden – Entspannung durch Freiheit. Irgendwie erscheint die überwältigende Macht Gottes völlig Sanft und Ruhig in mir. Ich entfalte mich wie eine Blume, jedes Blütenblatt straff gespannt auf das Licht ausgerichtet, aber sanft, frei, aufgrund der Entspannung lebendig angespannt. Angespannt durch Entspannung – im heute so genannten „Flow“. Und dass wirkt sich auf mein Leben aus. Denn auch das Scheitern meiner Hoffnungen, Vorstellungen, Wünsche, Moralischen Anforderungen wird durch die Liebe Gottes getröstet. Irgendwie fühlt sich das wie eine liebende Umarmung an.

Die Sündhaftigkeit hört nicht auf, man irrt sich, wird wütend, macht Fehler – doch man akzeptiert dies und lässt den Gedanken zu dass Gott dennoch da ist und dass Gott einen nicht erpresst sondern durch die eigenen Untiefen führt. Tröstend ist immer das Bild von Jesus der über das Wasser schreitet. Die stürmischen Wasser, dass sind für mich immer die Emotionen.

Das Kreuz, der Tod Gottes ist das Zeichen der Freiheit. Denn nur dadurch versteht man wie weit die Liebe Gottes für uns Menschen geht. Den Tod verstehen wir alle, vor dem Tod fürchten und gruseln sich viele – und dieser ultimative Gegner ist überwunden. Weiter als der Tod, nur dass, nur dieses Wissen ermöglicht die Entspannung eines Menschen auf einer Ebene die über das Animalische hinaus geht. Nur wenn die Tierischen Triebe überwunden sind, wenn die Macht der Todesangst gebrochen ist, kommt es zu der Entfaltung die nötig ist um überhaupt zu leben wie Kinder die sich des Todes noch nicht bewusst sind.

Dies ist die versprochene Freiheit, die Wahrheit die Frei macht – und ich kann bestätigen dass bei mir das Heulen und Zähneklappern merklich gedämpft worden ist. Die Hetze des Lebens „möglichst geniessen“ „möglichst alle Optionen nutzen“ und „möglichst rennen“ vergeht – und daraus entsteht erst der Drehmoment der Seele die über alle bekannten Grenzen des normalen Menschlichen Geistes hinauskatapultiert.

Danke Gott!

Wie nähert man sich diesem Zustand an?

Zuallererst muss man sich damit beschäftigen dass Gott die Freiheit des Menschen will. Er ist quasi wie Herr, der seinen Sklaven befiehlt Freiheit zu leben. Auf dass zielt alles ab. Die Macht des Christentums äussert sich darin, dass man absolute Freiheit des Geistes erlangen kann. So frei, dass man sich dafür singend verbrennen oder foltern läst. Keine Diktatur, keine Werbung, keine Gewalt, keine Meinung – nichts beeinträchtigt mehr die Freiheit. Dies ist bezeugt, sogar im letzten und im jetzigen Jahrhundert. Sowohl in den Gulags der Sowjetunion als auch in den Konzentrationslager des Nazireiches gab es Märtyrer die bis zuletzt hochgeistige Schriften veröffentlichten. Auch Heute ist das Leid der Christen gross, vor allem in Islamischen Ländern, die foltern so gern im Namen Allahs. Viele Menschen verlieren Familie, Freunde, Leben und Sicherheit doch gewinnen Sie etwas anderes, die elegante, erhabene, schöne, dornenumrankte Freiheit der Seele. Die Dornen sind nicht nur die eigenen Fehler, sondern vor allem die Zerbrochenheit der Welt, die fehlende Freiheit in den Augen der anderen, ihr Hunger nach Unendlichkeit und der gleichzeitige Widerstand gegen die Freiheit.

Darum ist die Bibel wichtig, denn sie erzählt die Geschichte des menschlichen Scheiterns. Die Geschichte des Unglaubens, die Geschichte der Lüge und die Geschichte der Befreiung. Darum ist die Kirche wichtig, mit Gebäuden, Hierarchie, Salbungen, Segnungen, den Heiligen und Märtyrern. Darum ist die Theologie wichtig um zu verstehen wie Gott ist, wie er nicht ist und was Ermahnungen und was der böse Feind ist.

Ich verspreche nichts, denn alles ist von Gott, aber ich verweise darauf dass es mit offenen Herzen angegangen werden kann und mehr füllt und sättigt als jegliche Ideologie, Theorie oder Drogengetränkter Wahnsinn.

Templarii

4 Kommentare zu “Die Spannung der Seele

  1. „Meine Droge ist die bessere Droge“ – damit teilen Sie mit, wie gut Sie sich fühlen, aber das ist nicht klug in Anbetracht der Ungläubigen, die Ihnen dann nur beweisen werden, daß ihre Drogen bzw. ihre Götter die besseren sind.

    Christsein heißt gerade nicht, sich gut zu fühlen, sondern – ein Kreuz zu tragen. Und zwar ein Kreuz für Andere. Das aber habe ich aus Ihren Artikeln leider noch nicht herauslesen können.

    Christus wird oft dargestellt mit einer Dornenkrone und mit blutenden Wunden. Hier, und mit dem, was kurz darauf folgte, erfüllte sich seine Sendung. Bitte denken Sie gelegentlich daran!

    Es kommt nicht darauf an, wie Sie sich fühlen, ob gut oder schlecht. Es kommt darauf an, wie Sie in der Nachfolge Christi (die freilich nicht in einer Kreuzigung gipfeln muß) mit Ihren Mitmenschen umgehen. Ob Sie Ihren Mitmenschen – bildlich gesprochen – die Füße waschen.

  2. Weil die Liebe zu ihrer vollen Befriedigung das Bewusstsein benötigt, dass sie ewig sein wird, sie aber durch die Zeit begrenzt ist, bleibt sie immer unzulänglich und unbefriedigend. Prüfungen, Trauerfälle und auch das Auf und Ab in der Liebe selber werden sogar für den aufopferndsten Liebenden zu einer Belastung. Wenn die Liebe am stärksten ist, fühlt sich der Liebende oft auf sich selbst zurückgeworfen und er wird sich bewusst, dass er, trotz seines Wunsches mit dem geliebten Menschen eins zu sein, doch von diesem getrennt und abgesondert ist. Man kann den Andern in diesem Leben nicht unbegrenzt besitzen. Jede Ehe verspricht, was nur GOTT allein geben kann. Wie die Heiligen die dunkle Nacht der Seele erleiden, so erleben auch alle Liebenden die dunkle Nacht des Leibes.

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