Home

Zusammenfassend meine ich aus der Erfahrung heraus sagen zu können, dass ein Alleinstellungsmerkmal des Christentums die überwindung der Schwäche ist. Das Christentum ist stärker als Schwäche, Tod, Zerfall, Fehler, Tollpatschigkeit, Dummheit, Ärger, Stumpfsinn und Laschheit.

Dies ist gleichzeitig eine zentrale Säule einer Zivilisation. Diese muss, um zu funktionieren, die Schwächen der Menschen elegant integrieren – damit diese umschifft und dann nicht als zerstörerischer Effekt wirkt. Wenn eine Kultur sich von den christlichen Wahrheiten entfernt, wird sie blind für solche kulturellen Funktionen und ihren Auswirkungen.

Inzwischen habe ich ein bischen mehr von Kant und Rosseau gelesen, nur kleine Teile, man kann aber erkennen dass beide gar nicht so idealistisch in der Vorstellung ihrer Gedanken waren. Trotz der heutigen Propagierung dieser Männer, waren diese gar nicht überzeugt so überzeugt von ihren Vorstellungen. Beide teilten nämlich mit dass „die Menschen es ja nicht tun“, dass „sie zu faul, träge oder falsch“ sind. Verwunderlich dass man Heute so von der Aufklärung redet – sie war kein Erfolg, der Same ihrer Niederlage war in der Ignoranz gegenüber den Philsophisch-Theologischen Erkenntnissen des Christentums.

Der Mensch ist schwach, selbst in der machtvollsten Position. Auf den Römischen Philosophencäsar Marc Aurel folgte sein schwacher Sohn Commodus, der den zerfall des römischen Reiches endgültig einleitete. Wie ich es schon schrieb, das Buch von Marc Aurel ist eher depressiv und geeignet für sinnfeindliche Eremiten, nicht für eine Gesellschaft die durch Höhen und Tiefen in der Zeit reisen muss.

Man muss sich in diesem Zusammenhang die Gesellschaft wie eine Maschine ansehen. Die Gesellschafts-Maschine muss funktionieren, es hilft nichts wenn man versucht sie nach Wunschvorstellungen zu bauen. Zu berücksichtigen sind die Begebenheiten, die Natur der Sache, die Wirklichkeit, die Realität, die Tatsachen. Menschen sind nicht gleich. Also funktioniert eine Gesellschaft nicht wenn man dies ausblendet oder umbiegen will. Menschen machen Fehler – eine Kultur die keine Fehler toleriert ist sehr bald tot. Spätestens wenn keiner mehr was machen will weil er sein Leben riskiert.

Das Christentum spricht von der Schwäche, es spricht von der Unzulänglichkeit und es schenkt seine Gnade vollkommen ohne Gegenleistung. Man muss nur annehmen – doch es ist schwer das Christentum anzunehmen weil man dann auf seine eigene Schwäche schauen muss. Dies ist schwer zu akzeptieren, der Hochmut scheint „stärke“ zu sein.

Unsere Zivilisationsphase ist aber sehr günstig für das Christentum, viele alte Menschen. Europa ist alt, klar sind viele verstockt und würden sich eher ein Bein rausreissen als sich mit Jesus zu verbinden, aber auch dies zeigt die erbärmliche Hochmut von Lebewesen die eigentlich keine Minute ohne einatmen funktionieren können.

Die Einsicht in Schwäche und Unzulänglichkeit ist ein wertvolles Geschenk, auf absurde Weise kehrt dies tatsächlich alles um. Denn Gott ist perfekt, ein grossartiges Wesen voller Liebe und Güte – und hilft. Dementsprechend ergänzt Gott unsere Unzulänglichkeit mit seiner Gnade und die Unzulänglichkeit oder Sünde wird durch Liebe überdeckt. Dadurch erlangen wir einen Grad der Perfektion die wir ohne Gott garnicht erreicht hätten. Wunderbar und Wunderlich, viel wunderbarer als ein Wirbelwunderweltenbaum.

Ebenso ist es bei der Freiheit. Ohne übernatürliche Hilfe stagniert unsere Vortellung von Freiheit auf einem niedrigen Niveau. So frei, wie man als Christ sein kann, kann man sonst gar nicht sein. Die Ketten um das Herz herum fallen ab und zwar in Bereichen die man gar nicht wahrgenommen hatte – es ist ähnlich wie bei einem stark süchtigen Menschen – man ist vor lauter Sucht gar nicht fähig zu erkennen was die Ursache für die Sucht ist um diese zu überwinden. Das Konzept meiner Aussage ist in unserer Gesellschaft bekannt. Darum haben wir Psychotherapeuten und Psychiater. Und ähnlich ist es bei Gott – er greift ein – und befreit.

Denn die Wahrheit, die macht frei.

Templarii

 

 

Advertisements

3 Kommentare zu “Stärker als die Schwäche

  1. Pingback: Gewaltiger Sturm der Freiheit | Neue Reconquista

  2. Wer behauptet, das Buch von Marc Aurel wäre depressiv, hat den Inhalt weder gelesen, noch begriffen. Aber Meinungen sind wie Arschlöcher. Jeder hat eins. Es ist nicht für sinnfeindliche Eremiten, denn genau für diejenigen, die sich den Gedanken anschließen wollen, die um das Menschengeschlecht seit jeher ranken. Daher genau für eine Gesellschaft, die durch Höhen und Tiefen gehen muss.
    Miriam Blumenthal

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s