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Sehr lange habe ich herumgetrödelt wie ein Idiot wenn es darum ging die Konsequenzen aus meinen Erkenntnissen zu ziehen. Schon einige Zeit nach meiner Feindschaft zum Christentum habe ich die Lücken und Schwächen der Antichristlichkeit entdeckt. Doch meine Bosheit verführte mich dazu es zu ignorieren.

Mir war klar dass ich alles hinter mir lassen musste und meinen Glauben völlig umkrempeln und neu ausrichten muss, nachdem ich zum Beispiel die vorhandene Veranlagung zum Bösen- aber auch zur Stumpfheit in den Menschen erkannt habe. Es ist sehr schwer sich der Wahrheit zu stellen, denn sie tut weh. Es war sehr schwer zu erkennen dass Sexualität nicht der Weg ins ewige Heil ist. Dass Vögeln nicht befreit und dass Frauen keine perfekten weisen allwissenden mystischen Wesen sind.

Ein Mittel um sich der Wahrheit zu stellen ist dass Gebet. Ich habe das Buch vom emeritierten Papst Benedikt XVI über das Beten noch nicht gelesen, aber meine Erfahrungen mit dem Gebet sind grossartig. Nein, sie führen nicht ins perfekte glückselige Herumglucksen! Gott ist Wahrheit, die Wahrheit ist dass unsere Welt alles andere als perfekt ist und dass man selbst ein verdammtes Arschloch sein kann, oder ein ignoranter Idiot, oder ein hochmüter Wixer im wahrsten Sinne des Wortes – und auch alles zusammen.

Was mich an Ignoranten Menschen am meissten Nervt ist nicht die Ignoranz, sondern meine gescheiterte Illusion dass ich durch Ignoranz unabhängig und unbezwingbar werde. Der Hass welcher hinter der Ignoranz ist, ist genau der, welcher sich immer mehr steigert und wuchert wie Unkraut – biss er zur völligen Blindheit im Intellektuellen Sinne führt.

Das Gebet hilft heraus. Man stellt sich der Wahrheit und prüft sich selber. Man stellt sich vor Gott und sagt ihm was man sieht, bittet ihm um Hilfe bei den Dingen die man erkennt oder bei den Dingen die man NICHT erkennt. Man bittet um Selbsterkenntniss. Man bittet um Gnade – im Sinne von gegebener Hilfe – bei den aus Selbstsucht und Ignoranz begangenen Sünden. Die Wahrheit schauen ist eine schreckliche Sache, aber die Wahrheit befreit.

Wenn ich bete, bete ich oftmals darüber dass Gott mir helfen soll zu erkennen was ich für „Splitter im eigenen Auge“ herumtrage. Es macht mir keinen Spass zu erkennen was für ein hochmütiger Idiot ich war, ich ärgere mich auch darüber ABER dieser Ärger ist ebenso Hochmut wenn man sich darüber ärgert wie unperfekt man war! Viele meiner Probleme entstanden dadurch das ich Hochmütig war – ich wusste sogar das Hochmut vor dem Fall kommt – aber dennoch verachtete ich andere so wie ich jetzt viele Hochmütige verachte, doch diesmal weiss ich dass dies ebenso ein Weg in die Hölle der Einsamkeit ist. Ich bete zu Gott dass er mir die Kraft und Fähigkeit gibt nicht von einem Hochmut in den nächsten zu stürzen – ehrlichgesagt finde ich nicht dass Gott am Kreuz hätte bluten sollen nur um meine Dummheit auszugleichen.. Das ist ein bischen peinlich. So viel bin ich wahrlich nicht wert.

Je mehr man betet, desto schärfer wird die Vernunft. Man vernimmt sein Verhalten, man vernimmt seinen Körper, man vernimmt seine Sehnsüchte und Wünsche – und die Ursachen dafür. Man merkt wie limitiert man ist und man wächst aufgrund dieser Erkenntnis unheimlich. Auch das Lernverhalten ändert sich, man kann mehr aufnehmen und lernen. Inzwischen funktioniert mein Lernen sehr viel besser.

Die Wahrheit ist, ich bin ein Mensch. Die Wahrheit ist, ich bin Fehlerhaft. Die Wahrheit ist, ich bin lernfähig und ich will lernen. Die Wahrheit ist, dass ich sterben werde. Die Wahrheit ist, dass ich in dieser Welt wohne. Die Wahrheit ist, dass ich Sinne habe, Wahrnehmung, biologische, psychologische und seelische Bedürfnisse. Die Wahrheit ist, dass ich diese befriedigt haben möchte. Die Wahrheit ist, dass ich Schönheit schön finde – auch die Materielle. Die Wahrheit ist, dass diese Welt sehr wichtig ist, dass das was sich hier vorfindet elementar ist so wie der Acker für einen Bauern. Die Wahrheit ist, dass wir als Menschen eine Natur haben die wir berücksichtigen müssen.

Es demütigt im positiven Sinne diese Erkenntnisse zuzulassen. Es befreit aus der Kopfwelt und befreit aus dem Intellektualismus – dieser dämlichen Weltabgewandheit die meint besser zu sein. Dieses Herumgedenke, herumgeknete der ideologien für die „befreiung“ und „Verbesserung“ der Welt. Ich danke Gott für dieses Erkennen – ich will mehr!

Templarii

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