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Jetzt aktuell, das Thema mit den Armen. Der Papst zeigt seine Verbundenheit mit ihnen, er demonstriert Demut und bei der Verkündigung seiner Wahl sagte einer seiner Freunde „Vergiss die Armen nicht“. Nunja, ich habe so meine Probleme mit dieser Mentalität.

Zu meiner Person kann ich sagen, dass ich als Nachfahre von Zwangsarbeitern in einem fremden Land selber arm aufgewachsen bin. So manches mal gab es nur Spaghetti mit Ketchup weil sonst keine Nahrung vorhanden war.  Das Sozialamt war zwar da, doch das Geld zu erhalten war nicht immer einfach. Jahrelang bin ich in Armut aufgewachsen und habe auch arm gedacht.

Zuallerlerst mit der Kleidung, die nur Zweckmässig war, dann mit der Nahrung die minimal war. Der grösste Fokus lag auf der Ablenkung vor der materiellen Not die auch zur geistigen Not führte. Die ist ein interessanter Effekt, die Not führt dazu dass man sofort etwas kauft wenn man ein wenig Geld hat – die Armut führt dazu dass man weiterhin arm bleibt. Wer arm ist, denkt dauernd an Geld und möchte es haben um den Druck, den Stress, die Sorge ums Geld los zu werden. Auch in meinem Bekanntenkreis gab es andere arme Familien, auch hier dieselbe Reaktion. Jahrelang.

Faszinierend war als ich Jahre später mit einem alten Bekannten aus dieser Zeit sprach, er erklärte mir dass er jetzt in der Börse arbeiten will weil er Geld haben möchte – es hat ihn unheimlich genervt und gestresst ständig jeden Pfennig dreimal umdrehen zu müssen. Nicht einfach spontan irgendwo hingehen zu können, nicht einfach einen Ausflug zu machen. Tatsächlich habe ich eine ähnliche Tendenz, Finanzielle Unabhängigkeit ist mir wichtig – unter anderem auch finanzielle Unabhängigkeit vom Staat. Nichts ist erbärmlicher als das „Ämterabklappern“.

Doch dies sind nur die äusseren Aspekte, viel wichtiger sind die Gründe für die Armut. Neben dem persönlichen Hineinschlittern in eine fremde Gesellschaft, dem Umgang mit einer Kultur die uns fremd bleibt und bleiben wird, ist es die Lebenseinstellung der Verantwortlichen – in diesem Fall der Eltern und der Bekannten.

Der in Selbstvorwürfen entstehende Druck hat die Mentalität verformt. Der selbstauferlegte Druck führte zu dem genannten Effekt dass man diesen lindern wolle. Permanent. Reisen werden angetreten die man sich eigentlich nicht leisten könnte. Dinge werden gekauft die man sich eigentlich nicht leisten könnte. Gleichzeitig führt der Druck zu Streit und Unruhe – etwas was völlig unbrauchbar ist um finanzielle Stabilität zu erreichen. Ausweichmechanismen werden gelebt, wenn man Pech hat Alkohol, sonst Fernsehen & Chips. Und immer diese zerstörenden Selbstvorwürfe.

Dies ist die Ursache vielerlei Armut, die innerliche Zerrüttung der Seelen. Unruhe, Qual aufgrund von Vergleichen, Angst vor der Zukunft und die daraus folgenden Streitigkeiten und Vertrauensverluste. Gegen all das hilft kein Geld.

Dagegen hilft auch keine „Solidarität“ – die „Solidarität“ können sich die Schnösel in den Arsch stecken, es half mir kein bischen dass jemand sein verkorkstes Gewissen damit beruhigte dass er „Mitleid“ hatte. Vor allem nicht wenn diese Solidaritätsheinis meinten mit Steuergeldern dass sie anderen Menschen abpressten „mir“ und „uns“ zu helfen.  Oder mit irgendwelchen Hilfskursen oder Gesetzen in der Schule.

Was wirklich hilft ist die Erlösung von der ständigen Angst dass eine neue Rechnung kommt. Was wirklich hilft ist ein Weg hinaus aus der Sackgasse dass Geld, Orgasmen, Alkoholrausch oder andere Dinge helfen. Was wirklich hilft ist die Verkündigung der frohen Botschaft. Geld hilft gar nichts, Geld ist wirkungslos. Es verpufft weil die Menschen im Herzen verletzt sind. Sie brauchen wirkliche Heilung, die erhalten die Menschen nur von Gott. Und dieser lindert die Geldsucht und die Unfähigkeit selbst zu handeln.

Und das ALLERWICHTIGSTE dabei ist, dass man zeigt wie viel wichtiger Gott als das ganze Wertvolle ist – indem man es Gott schenkt. Dies ist ein Weg hinaus aus der Sackgasse der Geldgier der Armen, vielerorts Menschen die nicht mit Geld umgehen können. Genauso ist das Zölibat der Weg hinaus aus der Vorstellung dass Sex das allerwichtigste ist.

Wer meint eine „arme Kirche“ könne erfolgreich gegen die Armut angehen, der liegt falsch. Eine Arme Kirche unterwirft sich dem Materialismus und Interpretiert Geld und Gold nur noch finanztechnisch. Ein Prunkvoller Kelch mit Diamanten NUR für die heilige Eucharistie den man nur mit weissen Handschuhen berührt (ausser man ist geweiht) stellt Gold und Diamanten an die richtige Stelle – ein Geschenk für Gott. Und es überwindet die Vorstellung dass Gold und Diamanten AUSSCHLIESSLICH zur Linderung irgendwelcher Geldprobleme dient, dass wertvolle Materie wichtiger ist als Gott. Andere verdeutlichen dies ebenso.

Wird das Gold aus den Kirchen genommen, bezeugt die Kirche dass Gold mächtiger ist als Gott. Wer die Kirche Bilanztechnisch wahrnehmen will, kann dass ruhig machen und eine Aufstellung über Kosten/Nutzen machen. Vor allem im Vergleich zum Milliardenunternehmen WWF, Greenpeace und anderen. Also mit wie viel Aufwand hat die Kirche wie viel Gutes getan.

LosLosLos ihr Looser – fangt an zu berechnen anstatt wie Kastraten zu jammern!

Templarii

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12 Kommentare zu “Denkt doch an die Armen

  1. Es ist schon richtig: Gold und goldwerte Güter können einen ideellen, einen geistigen Wert bedeuten; sie einzutauschen in Geld – auch für die Armen – wäre Mißbrauch. Vgl. Markus 14, 3-7:

    Und da er zu Bethanien im Hause Simons des Aussätzigen war und zu Tische saß, kam ein Weib mit einer alabasternen Flasche voll Salbe, echter köstlicher Narde, zerbrach die alabasterne Flasche und goß sie aus auf sein Haupt. Es wurden aber etliche unwillig bei sich selbst und sprachen: Wozu ist diese Verschwendung der Salbe geschehen? Man hätte doch diese Salbe um mehr als dreihundert Denare verkaufen und es den Armen geben können. Und sie zürnten ihr. Jesus aber sprach: Lasset sie! Warum bekümmert ihr sie? Sie hat ein edles Werk an mir getan. Denn die Armen habt ihr allezeit bei euch, und wenn ihr wollt, könnt ihr ihnen Gutes tun; mich aber habt ihr nicht allezeit.

    Es hat auch seinen Sinn, daß die Katholiken und z.B. die Inkas, die Ägypter u.a. ihre religiösen Gebäude mit Gold getäfelt haben.

    Anderseits hat Jesus einen reichen Jüngling aufgefordert, alle seine Besitztümer zu verkaufen und den Erlös den Armen zu geben.

    Auch gibt es Menschen, die mit materieller Armut sehr gut zurechtkommen, ich zum Beispiel. Ich lebe von der Grundsicherung, meine aber nicht, daß mir etwas fehlen würde. Im Gegenteil, ich genieße dadurch Meinungs-Freiheit, die jemand, der über ein selbst erarbeitetes Einkommen verfügt, nicht hat. So riskiert Jeder, der z.B. etwas gegen den Feminismus äußert, seine Beförderung, wenn nicht seine Anstellung; als Geschäftsmann riskiert er Umsatz-Einbußen. Wer aber (fast) nichts hat, dem kann auch nichts genommen werden. Insofern kann Armut ein Vorteil sein.

  2. Es wurden nicht „etliche unwillig“ sondern Judas.

    Den reichen Jüngling hat er aber nicht zum verkauf der Besitztümer aufgerufen weil die Besitztümer ihn von Gott verngehalten haben, sondern sein egoismus und seine Hochmut.. Zachäus wurde nicht aufgerufen – er gab von alleine die Hälfte.

    • „Es wurden nicht “etliche unwillig” sondern Judas.“

      Die Evangelisten Matthäus und Markus sprechen von einer Mehrzahl. Johannes erwähnt nur den Judas, behauptet aber nicht, daß es sich nur um den Judas gehandelt habe. Also müssen wir davon ausgehen, daß es mehre Personen gewesen sind, vermutlich die meisten der Anwesenden.

      Was deine Deutung inbezug auf den reichen Jüngling betrifft , so ergibt sie sich nicht aus der Bibel. Denn egoistisch und hochmütig war dieser junge Mann gerade nicht. Vielmehr hatte er alle Gebote gehalten und vorbildlich gelebt. Dazu gehörte auch damals schon die Nächstenliebe. Es war tatsächlich der materielle Besitz, der ihn vom letzten Schritt hin zu Gott abgehalten hatte.

      • Nein, es war nicht der Materielle Besitz sondern der Besitz der Heilssicherheit. In einem Gleichniss vor dem Abschnitt mit dem reichen Jüngling wird von zwei Männern erzählt die vor dem Tempel beten – der eine sagt „gut das ich kein Sünder bin“ und der andere „Gott ich bin so ein Sünder…“. Man trifft die beiden später wieder – der eine ist der reiche Jüngling der bezeugt das er voll der tolle Held ist. Der andere ist Zachäus der weiss das er Scheisse ist.

        Während der Jüngling seinen Reichtum (auch ein Zeichen der auserwähltheit durch Gott) abzugeben hat – weil er sich sicher ist besser zu sein, ist Zachäus von sich aus bereit die hälfte abzugeben.

        Wenn Sie glauben dass der Materielle Reichtum das Hinderniss zum Himmel ist, dann glauben Sie das Geld mächtiger als Gott ist. Der Teufel müsste uns also alle nur Reich machen und dann würden wir automatisch nicht in den Himmel kommen. Aber sowohl Abraham als auch König David und König Salomo waren Reich – Zachäus auch und noch viele andere.

        Gott ist eben nicht so einfach – weder Reichtum noch Armut!

        Templarii

  3. Wie kommen Sie darauf, daß der Selbstgerechte identisch mit dem reichen jungen Mann sei? Mir ist das neu. Meines Wissens war der reiche Jüngling aber identisch mit Lazarus, den Jesus auferweckte, und ebenfalls identisch mit Johannes, dem Evangelisten und dem Apokalyptiker.

    Zur Geldfrage: Wenn der Teufel uns reich macht, dann kommen wir tatsächlich nicht zu Gott. Das ist keine Machtfrage zwischen Gott und seinem Widersacher, sondern eine Entscheidungsfrage des Menschen.

    Es gibt die drei monastischen Gelübde: Armut, Gehorsam, Keuschheit. Armut, nicht Reichtum ist es, wonach wir streben sollen. Denn es gibt keine Begierde nach Armut, wohl aber nach Reichtum.

    Es kommt vor, daß Gott frommen Menschen Reichtum anvertraut. Der Teufel bietet Reichtum auch den verführbaren Menschen an. Der Teufel wird aber niemals zu Armut aufrufen!

    Wer also Geld geil findet, der sollte sich also vorsichtshalber nicht mit Abraham oder Salomo vergleichen.

    • Lukas 18.9: „Vom Pharisäer und Zöllner“ (http://bibel-online.net/buch/luther_1912/lukas/18/)

      „Er sagte aber zu etlichen, die sich selbst vermaßen, daß sie fromm wären, und verachteten die andern, ein solch Gleichnis: (Matthäus 5.6) (Römer 10.3) 10 Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, zu beten, einer ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. 11 Der Pharisäer stand und betete bei sich selbst also: Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie die anderen Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner. (Jesaja 58.2-3) 12 Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich habe. (Matthäus 23.23) 13 Und der Zöllner stand von ferne, wollte auch seine Augen nicht aufheben gen Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! (Psalm 51.19)
      Ich sage euch: Dieser ging hinab gerechtfertigt in sein Haus vor jenem. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.“

      Lukas 18.18: „Von der Gefahr des Reichtums“ (http://bibel-online.net/buch/luther_1912/lukas/18/)

      Lukas 19.1: „Zachäus“ (http://bibel-online.net/buch/luther_1912/lukas/19/)

      Die Armut nach welcher man streben sollte ist eine geistige Armut und keine materielle Armut. Das Mönche arm sind hat eine ganz andere Bewandnis, sie wurden zum Mönchtum berufen und haben eine besondere Aufgabe. Und zwischen Wohlstand und „Geld Geil finden“ ist ein himmelweiter unterschied. Man kann sehr wohl Wohlhabend sein weil es der Wille Gottes ist und dies auch Demütig empfangen. Nur wer an die Macht des Geldes glaubt hat Angst dass das Geld einen kaputt macht. Es ist der Teufel der kaputt macht.

      Und DOCH es gibt die Begierde nach Armut und der Teufel ruft immer wieder zur Armut auf. Der Kommunismus ist so ein Wahnsinn und auch die Katharher waren so drauf.

      Templarii

  4. In den von Ihnen gebrachten Zitaten erkennen ich keinen schlüssigen Zusammenhang zwischen dem selbstgerechten Pharisäer und dem reichen Jüngling. Ich halte den Zusammenhang für unbegründet.

    Der Teufel rufe (immer wieder) zur Armut auf? Der Kommunismus auch? Da haben Sie die Dinge gründlich falsch verstanden!

    Der Teufel bietet tendenziell alle Reichtümer dieser Welt, siehe die Versuchungsgeschichte. Und der Kommunismus predigt keineswegs Armut, sondern den Klassenkampf mit dem Ziel der Diktatur des Proletariats, d.h. der Enteignung der besitzenden „Klasse“ und Aneignung der Produktionsmittel durch die „Arbeitenden“. Es handelt sich um Räuberei unter dem Vorwand der klassenlosen Gesellschaft, einem christlichen Topos. Das Paradies soll runtergeholt werden auf die Erde, eine Art Karikatur geschaffen werden, damit der Himmel nicht mehr als attraktiv erscheint. Der wird als Illusion und Religion als Rauschmittel umgedeutet.

    Daß Gott bestimmten Menschen auch Reichtum (und Macht und schöne Frauen) anvertraut, leugne ich ja gar nicht. Er tut es aus demselben Grund, aus dem er Satan auf den Hiob losgelassen hat: Im Bewußtsein, daß diese Menschen sich vor anderen Menschen auszeichnen. Aber die weitaus meisten Menschen gehören nicht</b dazu! Auch Jesus war nicht reich.

    Die Macht des Geldes erkennen und an die Macht des Geldes „glauben„, das sind zwei ganz verschiedene Dinge! Christus will, daß wir die (teuflische) Macht des Geldes erkennen; der Teufel will, daß wir uns der Macht des Geldes angeloben (glauben als Willenshaltung).

    Ich muß mich schlicht und brutal ausdrücken: Wenn Sie aus der Tatsache, daß Gott einigen Menschen materiellen Reichtum anvertraut hat, nun schließen, daß Gott materiellen Reichtum uns Allen anempfiehlt, der Teufel hingegen uns Armut anempfiehlt, dann sind Sie der dialektischen Raffinesse des Teufels erlegen.

    • Der reiche Jüngling ist der selbstgerechte Pharisäer. Der reuige Sünder ist Zachäus.
      Der Teufel möchte die Menschen von Gott abbringen, dies kann man auch mit falscher Demut und zerstörerischen Rufen nach Armut.

      Christus will dass wir die teuflische Macht aller nagativen Dinge erkennen – vor allem auch die der „selbstlosen Pharisäer“. Aussen scheinen Sie wie Gläubige inwendig sind sie aber Lügner und voller Hochmut.

      Gott gibt uns Freiheit. Wir dürfen arm bleiben, wir dürfen Mönche werden, wir dürfen Bischöfe werden, wir dürfen Soldaten werden, wir dürfen aber auch Schönheitschirurgie in Anspruch nehmen, wir dürfen auch Goldene Teller mit goldenen Vorhängen haben, wir dürfen auch PlatinDiamantEdelholz Möbel haben – dies heisst FREIHEIT. Wir dürfen uns auch materiellen Reichtum aneigenen oder diesen auch abgeben.

      Was verlogen ist, ist wenn arme Leute so tun als wäre ihre Armut eine LEISTUNG. Sie haben nichts getan für die Armut, sie haben nichts verloren, nichts verändert, nichts gegeben.

      Es geht nicht darum was Du hast sondern wie Du zu Gott stehts. Bist Du wirklich demütig? Es gibt mehr arme Menschen die voller Gotteshass sind als Reiche Leute die so drauf sind. Reiche Leute haben mehr Gespendet als arme Leute. Es gibt mehr reiche Leute die Soziale Projekte aufbauen und durchzeihen als arme Menschen die den ganzen Tag darüber nachdenken wie sie wieder Geld bekommen – oder von einem Amt zum nächsten laufen.

      Wenn Sie glauben dass der schiere Besitz von Geld schon von Gott ablenkt, dann sind sie der Raffinesse des Teufels erlegen. Wie übrigens auch die halbe katholische Hierarchie.

      Jesus war nicht reich im materiellen Sinne weil er GOTT ist. Gott muss nicht reich sein, Gott hat alles. Er ist das Sein selbst. Wer meint dass die Menschen arm sein müssen weil Jesus arm war, ist ein materiell orientierter Mensch der glaubt durch die Tat des „nichts besitzens“ Gottgleich zu sein. Es gibt genug Menschen die an die Macht der Armut glauben – und meinen dass Armut alleine schon in den Himmel bringt. Das ist eine Lüge!

      Armut macht nicht Glücklich. Reichtum macht nicht Glücklich. Freiheit, Gerechtigkeit, Liebe, Wahrheit – Gott – das macht glücklich.

  5. Also einigen wir uns darauf: Es gibt auch Armut, Ängstlichkeit und Asexualität, alles Mängel. die man selbstverliebt als Verdienste darstellen kann, obwohl es keine sind. Keine Frage.

    Jetzt würde ich aber immer noch gerne wissen, woher Sie die Gleichsetzung des reichen Jünglings mit dem selbstgerechten Pharisäer haben. Aus der Bibel läßt sich die Gleichsetzung offensichtlich nicht ableiten. Man kann es allenfalls vermuten. Oder gibt es einen Hellseher, der es zu wissen glaubt? Ich würde gerne die Quelle Ihrer für mich ungewöhnlichen Behauptung erfahren.

    • Ganz einfach: Jesus benutzt diesen Vergleich und dann zwei Beispiele. Der Zöllner ist Zachäus und der Pharisäer ist der „reiche jüngling“.

      Es geht noch weiter: Der reiche Jüngling fragt „was soll ich noch tun“, eine klassische Pharisäische Frage – tun kann man nämlich nichts und wenn man fragt hat man schon verloren und gibt zu nix kapiert zu haben.

      In übrigen glaube ich auch dass Reichtum ein grosses Hindernis ist. Nur komme ich aus armen verhältnissen, kenne keine reiche kenne aber eine Menge böser, dummer, egoistischer, gefährlicher, fieser, verlogener und dummer Menschen. Hochmut ist unter armen weit verbreitet, ich selber entdecke immer wieder meine eigene Hochmut die mich einengt und beschränkt.

  6. Das ist das Beste ,was ich im Internet jemals zu diesem Thema gelesen habe und ihr kennt die Bibel sehr gut. Offentsichtlich
    liebt ihr beide Jesus und sein Wort die Bibel und das ist das wichtigste. Abraham hatte eine ganz andere Aufgabe
    als die Christenheit und sein Reichtum war erforderlich um sein Volk zu versorgen ,denn durch den Sammen
    Abrahams sollte die ganze Welt gesegnet werden. Für Christen gilt, was Jesus und seine Apostel über Reichtum
    gesagt haben, eindeutig wird hier zu einem einfachen Leben aufgerufen und den Mamon soll man nicht zu seinem
    Götzen machen. Die Pharisäer waren Geld und Machtgierig und benutzten dazu ihre Religion, was Jesus zu ihnen
    gesagt hat, ist ja allgemein bekannt.

    • Es wird aber nicht einfach nur zu einem „materiell einfachen“ Leben gerufen, sondern zu einem Immateriellen. Im Geiste, im Herzen, in der Seeleneinstellung. Es ist keine Aussage zum Bankkonto. Zachäus war ein reicher Steuerbeamter und bei ihm ist durch Jesus dennoch dass Reich Gottes eingezogen.

      Diese wirklich unangenehm sozialistische intepretation der Christlichen Religion ermüdet und lähmt. Reichtum ist nicht stärker als Gott. Gott ist stärker als Reichtum. Auch Reiche kommen in den Himmel, selbst wenn sie eine Billiarde Dollar auf dem Konto haben aber an Jesus glauben und ihm folgen. Es gibt ein recht stark ausgewachsenen Geldhass und zwar ausgerechnet in den reichsten Ländern der Welt die anstatt das Geld zu hassen, es als Gottes Gabe sehen und nutzen sollten. Es gab übrigens noch so manche andere reiche Christen zum Beispiel der Mann welcher Jesus das Grab spendete oder Juden wie David und Salomo.

      Es gibt mehrere Gleichnisse mit Talenten die man einzusetzen hat – wem viel gegeben worden ist, der soll viel tun. Wer seine Gaben nicht benutzt wird vor Gott hart geprüft.

      Was hier von einigen Kommentatoren an die Wand gemalt wird ist der Glaube an den Mammon – und zwar das Geld mächtiger ist als Gott.

      Der Aufruf an die Apostel bezog sich auf die Apostel. Sie hatten alles abzulegen und sich vom Heiligen Geist leiten lassen.

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