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Frage von einem Kirchenkritiker: „Warum macht Gott ganz und gar unwürdige Männer wie bestimmte Päpste des Mittelalters zu seinen Vertretern?“

Antwort: „Das Törichte in der Welt hat Gott erwählt, um die Weisen zuschanden zu machen, und das Schwache in der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen. Und das Niedrige in der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt: das, was nichts ist, um das, was etwas ist, zu vernichten, damit kein Mensch sich rühmen kann vor Gott.“

Templarii

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7 Kommentare zu “Unwürdige Männer als Stellvertreter Gottes

  1. Den Spruch muss man sich auf der Zunge vergehen lassen und in Ruhe einmal aussprechen. Die armen Päpste und Kirchenfürsten, meine Dummheit und meine Existenz an sich, ist Schuld an ihrer Wahl und ihren Vergehen an der Menschlichkeit und der Menschheit! Da ich zur Zeit noch lebe, dürfen sie weitermachen!

    • @L’Emmerdeur: Lesen Sie doch den Satz noch mal durch, Satzgegenstand, Satzaussage und so weiter. Gott wählt die Menschen aus die er sich als Werkzeug nimmt. Um zu beweisen dass er Gott ist, nimmt er selbst Schwache (David, der Stamm Juda), Lügner (Jakob), Verstossene, aber auch Böse und Gierige Menschen (Zachäus) um das Böse ins Gute zu verwenden. Schwachheit ist kein Hindernis für ihn, Bosheit auch nicht.

      @Lentze
      Das ist ein Satz aus der Bibel. Gott ist nicht schuld dass Menschen irrtümer begehen, Gott nimmt den Irrenden und Bösen und wandelt den Irrtum und die Bosheit um in ein Gutes Ergebnis. So sind die Bösen Päpste erstens ein Zeichen dafür dass ihre Bosheit nicht die Kirche zerstören kann, die schwachen Päpste ein Beweis dafür dass Schwachheit die Kirche nicht zerstören kann und die starken Päpste ein Beweis dafür dass selbst starke Päpste die Kirche nicht zerstören kann.

      Niemand rechtfertigt die Sünden der Sündigen Päpste. Ich zitiere diesen Satz weil irgendwelche Leute glauben das Päpste (wie allgemein Christen) irgendwie Superperfekte Übermenschen werden sollen wenn sie Christen sind. Und das ist falsch. Der Kern des Christentums ist dass der Mensch sündig ist, das er fällt, dass er Fehler macht. Und das Gott dennoch da ist und ihm hilft wenn er ihn darum bittet. Das seine Liebe grösser ist als unsere Falschheit.

      Wie kommt man nur auf die von Ihnen geäusserten Intepretationen?

      Templarii

      • Templarii: „Wie kommt man nur auf die von Ihnen geäusserten Intepretationen?“

        Indem man die Bibel liest und auch christliche Autoren zurate zieht. Das tue ich intensiv seit ziemlich genau 30 Jahren.

        Ich glaube, es werden sich kaum überzeugte Christen finden, die Ihre Ansicht teilen. Ich bedaure auch, daß Sie sich gar nicht wirklich mit dem Thema auseinandersetzen, sondern nur behaupten, und begründete Einwände jedesmal zurückweisen. So haben Sie zwar zugesagt, den zum Thema Atomkraft (s.d.) verlinkten Vortrag zu lesen, im selben Satz aber – wohl in provokativer Absicht – hinzugefügt, daß es sich bei den Zerfallsprodukten „natürlich“ um Lebenskräfte handle. Wer dermaßen an Vorurteilen (= einmal gefaßten Urteilen) festhält, wird kaum geneigt sein, abweichende Auffassungen wirklich zur Kenntnis zu nehmen.

        Jesus: „Wenn ihr nicht werdet wie Kinder…“ Das ist eine Aufforderung zum Loslassen und zur Offenheit für Neues!

        Rauschhafte Begeisterung ist kein Beweis für Glauben, es kann auch ebenso Wahnsinn bedeuten. Ich verweise auf Thomas von Aquin, der ein äußerst nüchterner Denker war, und doch zurecht als ein Heiliger des Christentums verehrt wird.

  2. Also Gott ist schuld, wenn Menschen Irrtümer begehen? Ein Papst wird von Menschen gewählt. Er selbst hat sein Wirken zu verantworten. Die ihn gewählt haben, haben ihre Wahl ebenso zu verantworten.

    Ich glaube, die Aussage des Paulus hat einen ganz anderen, nämlich folgenden Sinn:

    Nur wer an sich erkannt hat, daß er infolge der Erbsünde am Ende ist, sieht auch Grund, sich Christus zuzuwenden und seine Neuerung zuzulassen. Daher: „Kommt zu mir, die ihr Probleme habt.“ Wenn dieser soziale Schrott dann durch Christus Heilung und Wiedergeburt erfährt, dann verwundert und beschämt das Ergebnis diejenigen, die aufgrund der Erbsünde noch nicht so heruntergekommen waren, sich „besser gehalten“ haben, also auch keinen Grund gesehen hatten, Christus bzw. die Kraft der Erneuerung in sich aufzunehmen.

    Ein bedeutender Fall aus Jesu Lebenszeit ist die Maria, welche, obwohl ortsbekannte Sünderin (Prostituierte?), Jesus gesalbt hat. Sie war zu ihm gekommen, weil sie wußte, daß sie es dringend nötig hatte. Dadurch konnte sie sich öffnen und Christi Erneuerungskraft empfangen. Als dies offenbar wurde und Jesus sie noch besonders lobte, mußte das die Bessermenschen beschämen, die im Bewußtsein ihrer Untadeligkeit, ihrer fehelenden Reparaturbedürftigkeit, sich nicht geöffnet hatten.

    Im Falle eines Papstes aber steht die Sache eher umgekehrt. Der verkommene Papst beschämt seine glaubensstarken Glaubensbrüder in völlig anderer Weise. Und was seine schwachen Glaubensbrüder betrifft, so beschämt er die gerade nicht, sondern rechtfertigt ihre Verkommenheit, ja verführt sie dazu, noch schlimmer zu werden. Denn warum sollte man besser sein als der Papst?

    Nein, solche Päpste sind niemals zu rechtfertigen, am wenigsten durch Gottes Wort!

  3. Herr Lenze, der Satz den ich als Antwort gefasst habe ist aus der Bibel:

    „sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählet, daß er die Weisen zuschanden machte; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählet, daß er zuschanden machte, was stark ist;“ 1.Korinther 1:27

    http://bibeltext.com/1_corinthians/1-27.htm

    Und was die Atomstrahlung angeht, die ist etwas völlig normales und Natürliches.

    Templarii

  4. Daß der Satz in der Bibel steht, das bestreitet ja niemand. Es geht um sein Verständnis. Ist Ihnen das nicht klar?

    Und was die Atomstrahlung betrifft – haben Sie denn nun den Vortrag zu Ihrer Information gelesen? Falls ja, wie begründen Sie ihren Widerspruch? Oder haben Sie ihn nicht gelesen?

    Das alles würde ich schon gerne wissen, sonst befinden wir uns nicht auf dem Niveau, das schon von den ersten christlichen Denkern in der Antike erreicht worden ist.

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