Home

Um die Situation der Europäer im jetzigen Zeitalter zu verstehen, ist ein Vergleich mit der Mathematik angebracht. Die Gotteserkenntnis ist ein bischen mit der Entdeckung und Verwendung der Ziffer Null vergleichbar.

Ich bin zwar kein Mathematiker kann aber aus „philosophischer“ Sicht etwas dazu sagen und dann einen Versuch starten die auftauchende Analogie mit Gott zu beschreiben.

 

Zur Ziffer Null

Die Ziffer Null ist ein Beispiel für die eigentümliche Wirkung von Etwas unbeschreiblichen aber Wirklichen. Ich glaube dass niemand wirklich weiss was eine „Null“ beschreibt, was die „Null“ überhaupt ist. Sie ist überall, selbst beim zählen unserer Finger an den Händen, aber doch hat sie keine konkret erfassbare Form. Eine Eins ist schon mal etwas, eine 57 ebenso. Diese Zahlen sind fassbar, konkret, und direkt vermittelbar. Selbst der beschränkteste Mensch kann „eins“, „zwei“, „viele“ aufsagen und versteht das Konzept. Aber die Null und ihre Auswirkung?

Die Null ist nicht Nichts obwohl sie das mathematische „Nichts“ beschreibt – sie ist eher ein Konzept als eine Ziffer. Die Null ist vielleicht so etwas wie ein Naturgesetz mit eigener Wirkung. Die Null ist nur durch ihre Anwendung vermittelbar. Sie ist „selbstevident“, also beweist sich selber durch die Personen und Techniken die diese Null anwenden und den Ergebnissen. Ähnlich ist es mit Gott, man erkennt ihn an den „Früchten“, also an den Ergebnissen. Ausser er offenbart sich selbst.

Die berühmte Wette von Pascal, man sollte so leben als ob Gott existiere, ist keine moralische Wette sondern eine mathematisch-naturwissenschaftliche: Wenn man so lebt wie man es als Gottgefällig kennt, auch wenn man nicht an Gott glaubt, und wenn die stabilisierende Wirkung auf die Seelen wirkt, dann ist dies die Frucht, das Ergebnis einer Wirkungsmacht die existiert. Man kann sagen dass damit ein Naturgesetz beschrieben worden ist, aber die Zeit war damals noch nicht soweit, der Umschwung zur Revolution und der Aufklärung kann aus der Sicht betrachtet werden, dass jemand beweisen wollte dass man so gut leben kann wie mit Gott aber ohne Gott.

Zurück zur Null. Die Null ermöglichte eine Mathematik die vorher nicht denkbar war. Ob Algebra, Trigonometrie oder Geometrie, ohne die Null als „Hebel“ und absoluten Bezugspunkt zwischen -1 und 1, bricht das ganze mathematische Gebäude in sich zusammen. Weder Aufzüge noch komplexe statistische Berechnungen wären möglich – die moderne Zivilisation wäre nicht da.

In gewisser Weise „glaubt“ man an die Null – sie existiert und funktioniert. WIE und WARUM weiss man nicht genau, die Null begreifen ist völlig unmöglich, man kann „Nicht nicht existierendes Nichts das Nichts beschreibt aber dennoch eine umfassende Wirkung wie ein existierendes Etwas hat“ nicht wirklich verstehen. Es ist un-vorstellbar, die Null ist un-endlich – aber auf eine völlig andere Art als man sich Un-endlich eigentlich vorstellte eher das Gegenteil vom unendlichen Raum oder unendlich viel Zeit. Und jedem der sich mit dieser Sache intensiver beschäftigt wird das klar. Langsam wird mir auch klar warum viele Priester und berühmte priesterliche Wissenschaftler Mathematiker waren. Die Analogien sind vorhanden.

 

Die alten und die neuen Heiden

Die alten Römer und andere Heidnische Kulturen kannten die Ziffer „Null“ nicht. Dementsprechend war ihr Rechensystem ganz anders. Die Römer hatten ihre Römischen Ziffern, allbekannt und die Nachteile erkennt man wenn man versucht „3675“ in Römischen Ziffern zu schreiben  (=MMMDCLXXV).

Die nicht vorhandene „Null“, eine Ziffer die fälschlicher Weise den „Arabern“ zugeschrieben wird – diese haben das Wissen um die Zahlen auf grausamen Beute- und Vernichtungszügen aus Indien geraubt – grenzte die Geschwindigkeit, Abstraktionsfähigkeit und Reichweite der Mathematik ein. Vielleicht reichte es gerade mal um Mengen zu berechnen.

Im Grunde kann man sagen dass die neuen Heiden, die „Aufgeklärten“, „Atheisten“, „Kommunisten“ und andere, versuchen mit den technischen und geistigen Mitteln des Altertums die Hochmoderne Zivilisation der Gegenwart zu steuern. Es endet in den Sackgassen der damaligen Zeit inklusive der gesellschaftlichen Werkzeuge der damaligen Zeit. Erschreckend wenn man die Argumente vieler Gruppierungen schon im alten Testament lesen kann – neu ist daran gar nichts. Weder der kommunistische Traum noch der Irrsinn anzunehmen dass Saufende, Fickende, Fressende, Wut- und Hasserfüllte Menschen in der Lage sein sollen permanent objektiv Vernünftig zu denken und zu handeln. Und dass auch noch Kollektiv.

Wenn man die Geschichte des Altertums kennenlernt erkennt man wie viele Mechanismen der Gesellschaftssteuerung von Heute, schon damals intensiv genutzt worden sind – inklusive Propaganda, Gleichschaltung und dem Kontrollgriff der Mächtigen in der Degenerationsphase (Eine römische Kaiserin hat mit einer Haupthure in einem römischen Bordell wettbumsen gemacht – also wer mehr Männer in einer Nacht verträgt. Die Kaiserin hat gewonnen).

„Gottlosigkeit“ führt automatisch in Zwangsgesellschaften die in nur einer oder zwei Generationen in die Degeneration abgleiten weil die Begründer und Anführer der Zwangsgesellschaften tot sind und ihre aus der Konfrontation mit den Gottesfürchtigen Gesellschaften entstandene Kampffähigkeit nicht auf die nächsten Generationen übertragbar sind weil sie keine Gottesfürchtigen Gesellschaften zur Konkurrenz haben. Womöglich zerfleischt die zweite Generation die erste, weil sie die Mittel zur Machterhaltung kopieren (Siehe Stalin). An den Früchten kann man es erkennen – die Sowjetunion und ihr Zusammenbruch (die Kinder waren unbrauchbar!) sind ein aktuelles Beispiel. Sie verwendeten Gesellschaftsmechaniken aus dem Altertum mit den Ergebnissen des Altertums – Athen war zu Zeiten Jesu eine unwichtige Stadt die nur noch als Touristenattraktion funktionierte.

(Womöglich ist das anwenden des „vor-der-entdeckung-der-ziffer-null-denkens“ auf Gesellschaften die durch „nach-der-entdeckung-der-ziffer-null-denkens“ entstanden sind, der Grund warum Kommunisten und Sozialisten solch ein Materiell begrenztes Denken haben. Sie können nur Messen und Wiegen, auf primitiver Ebene „vergleichen“ und beherrschen keine Abstraktion wie man der „Gleichberechtigung“ Diskussion entnehmen kann.)

Ohne die Null bleibt das Mathematische Denken begrenzt, erhebt sich nicht wirklich aus der flachen Zählerei und dementsprechend beweist sich dadurch die Wirkmächtigkeit der Null für alle die diese Null kennen oder sie kennenlernen wollen. Auch hier kann der Vergleich zu Gott gezogen werden. Wer seinen Bezug zu Gott aktiviert, wer sich hinwendet und ihn in sein Denken integriert, hebelt einige Nachteile des Gottlosen Denkens durch Abstraktion aus.

Ich kann selbst bezeugen dass es funktioniert. „The Secret“ ist ein primitiver Witz dagegen und die enthusiastische Weltwahrnehmung des überzeugten Christen produziert automatisch Positive, Voranschreitende, Angstlose, tiefgründige Gesellschaften. Mein Leben hat sich gewandelt und ich merke wie „der Gral“ zu wirken beginnt. Ich erhalte Kraft und Zuversicht, ich weiss dass selbst im Tiefen Tal Gott bei mir ist und mitfühlend wirkt – was noch mehr Kraft und Zuversicht generiert. Die Probleme verschwinden nicht, sind aber kein „schlag in die Magengrube“ mehr, sondern „Herausforderung zum überwinden“.

Eigentlich cool, ich habe die Spiritualität in der Mathematik entdeckt – und zwar in der gesamten vom Altertum stammenden, ohne das christliche zu verwerfen sondern es sogar darin gefunden. 🙂 Cool.

Es war letztlich schwierig diesen Text zu schreiben, Kritiken nehme ich gerne entgegen – mein neun Monate altes Mädchen hat die ganze Zeit geschrien und gezappelt ohne sich beruhigen zu lassen. Der Text war ne Zangengeburt zwischen Schreiben, nicht wütend werden, Kind kuscheln und es beruhigen sowie die Frau nicht anzuzischen die ja auch nichts dafür kann und ebenso entnervt war. 😀

Templarii

Advertisements

Ein Kommentar zu “Gott und die Ziffer Null

  1. Toller Text! Ich stimme dir völlig zu, was die Null angeht. Ich habe selbst vor einigen Jahren ein Null-Modell aufgestellt, anhand des Koordinatensystems. Die Null ist quasi überall und nirgendwo, und sie steckt in jeder Zahl, die dadurch wiederum nur durch ihre Beziehung zum Nullmittelpunkt überhaupt eine Zahl wird. In sich selbst ist sie leer, also auch null:-)
    Grüße,
    Tom

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s