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Mit immer schnelleren Schritten entwickelt sich die Freiheit meines Geistes, es kommen Erkenntnisse die eine erhebliche Auswirkung auf mein Verhalten haben. Zum Beispiel der energische Gedanke, dass Gegenteil von dem tun, worauf man Lust hat.

Das Prinzip ist grundsätzlich einfach und bekannt, doch unser allseits bekanntes Lustprinzip ist sehr dominant. Komisch nur dass dieses Lustprinzip sich ins Unterbewusste einschleicht und den Menschen umformt, er degeneriert weil er sein Bewusstsein auf Lustimpulse ausrichtet. Mit Lust meine ich jetzt nicht zwingend Sexualität, sondern „sucht nach Vergnügen“. Tatsächlich war meine Hinwendung zu Gott auch innerhalb dieses Rahmens, mich hat nichts anderes mehr erfreut.

Nun also der Weg weg vom Lustprinzip. Anfangs war es sehr verblüffend, ich sass da und war fit, ausgeschlafen und ohne besondere Aufgaben. Dann fing ich an mir Gedanken zu machen was ich jetzt tun könnte – als dann der sehr klare und eindrückliche Gedanke in mir auftauchte dass ich das Gegenteil von dem tun sollte wozu ich Lust habe. Nachdem ich die Bibel in Ukrainisch gelesen habe und ein wenig Algebra übte bemerkte ich wie mein ganzes bisheriges Leben nach falschen Prinzipien verlaufen ist.

Es ist mir aufgefallen wie auffällig seltsam es ist, dass das Gegenteil von dem wozu man Lust hat, sehr gut für uns ist, während das Lustprinzip mich in die falsche Richtung führte. Offensichtlich ist das infantile „es fühlt sich grad gut an“ inkorrekt und nicht Zielsetzend. Mir kamen wieder Geister in den Sinn die ja existieren sollen und einem vom Richtigen Weg abbringen möchte. Ein Indiz für meine Forschungen.

In den folgenden Tagen kam es zu dem allseits bekannten „Hin- und Her“. Als ob mich etwas vom Fortschritt abhalten wollen würde, kamen allerlei „Lustprinzip-angebote“ auf mich zu. Die Möglichkeit zu Saufen, die Möglichkeit sinnlos Computerspiele zu spielen, das Gefühl jetzt mal die Nacht über Fernsehen zu schauen, irgendwelche anderen Reizhandlungen und so weiter. Daneben war aber immer wieder die Erkenntnis dass es höheres als das Lustprinzip gibt.

Jetzt, nachdem ich schon seit längerem zu fast jedem Zeitpunkt trainiere und mich fit mache, ich die aufblühende Kraft und den sich stärkenden Ehrgeiz nach besserem fühle, merke ich was das eigentliche Problem beim „Lustprinzip“ ist.

Es geht nicht um die Freude oder das Wohlbefinden selbst, es geht darum WAS man als Freude, Lust und Wohlbefinden ansieht. Was ist dahinter, was ist „Das Ziel“, was ist der Grund für meine Handlungen.

Ohne Gott ist das Ziel des Lebens einfach nur das Leben zu geniessen. Dementsprechend entwickelt sich das Lustprinzip zu einem Weltlichen Prinzip. Ficken, Saufen, lernen um Besserwisserisch zu sein, Streit gewinnen, seichtes Vergnügen. Hat man aber Gott, mit Himmel, den Kardinalstugenden, Bach, Thomas von Aquin, die Sünden, die Laster, die Kirche, das Zölibat der Priester, die Mönche und Nonnen – dann ist das gesamte Weltbild anders. Man hat eine ganz andere Perspektive, ein ganz anderes Denken, ein Denken in Perfektion, in Gesundheit.

Plötzlich strengt sich das Denken an. Wie kann ich besser werden, was ist besser, worin liegt die Lüge in meiner bisherigen Vorstellung von Besser. Welcher ist der Richtige Weg, warum sehe ich diesen Weg als richtig an, wo ist Wahrheit, Gerechtigkeit und die Liebe? Was ist wirklich echt und was ist Lüge?

Vom rumhurenden Burschen zum ehrgeizigen in die Ewigkeit schauenden Mann – der Sinn warum es mich überhaupt gibt. Diesen Sturm der Wahrheit lache ich gerne ins Gesicht.

So manches Mal kam mir nun in den Sinn, dass ich mich auf den Zeitpunkt freue, wenn ich vor Gottes Angesicht treten werde. Ich will dass die Wahrheit mich prüft! Bis aufs Mark! Hoffentlich schaffe ich es bis dahin.

Jetzt mache ich erst mal weiter dass Gegenteil von dem wozu ich Lust habe, zählt „Wände Streichen“ eigentlich als Arbeit? Andererseits ist der Sabbat für den Menschen da und nicht umgekehrt, ich hab Kinder und sonst hab ich wenig Zeit um solche Sachen zu erledigen.

Templarii

Ein Kommentar zu “Das Gegenteil tun

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