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Aufgrund eines Aufrufs in einem anderen Blog, schreibe ich einmal kurz zum Thema christlichen Antifeminismus. Der Autor des Blogs bemängelt dass fehlen einer christlichen Perspektive auf diese Thematik. Die Forderung erstaunt, ist der Antifeminismus doch erst seit wenigen Jahren überhaupt präsent – und zwar jenseits vom organisierten „Hate-Speech“ (Ich nehme bewusst den englischen Begriff um die Fremdartigkeit dieses Orwellschen Denkens zu verdeutlichen). Der Antifeminismus etabliert sich gerade, dass das Christentum darin überhaupt ein Thema sein sollte, ist neu.

Ich war in der Antifeminimsus Bewegung aktiv, habe mich aber aus bestimmten Gründen daraus entfernt – auch wenn mich der Feminismus nervt und ich glaube dass es knallharte Konsequenzen und Aktionen braucht um sich dieser Thematik zu entledigen. Sprich, die gehören alle entlassen und die Kriminellen „Richter“ ins Gefängnis.

Warum kein christlicher Antifeminismus? Weil das Konzept des „christlich sein“ überhaupt nicht klar ist – es ist nämlich gar kein Konzept während das intellektuelle Europa sich dem Christentum auf diese Art annähern will. Das Christentum ist pure, endlose, ewige, uneingeschränkte Liebe zu Jesus Christus der selber die Wahrheit, das Licht und das Leben ist! Das Christentum ist der Weg in die Freiheit von der Last der Endlichkeit. Das Christentum ist die Erlösung aus dem kaputten, defekten, unperfekten, begrenzten Leben – hinein in die Ewige Freude. Doch diese hehren Worte sagen wenig aus, sie sind leer und ohne Inhalt wie unsere Kirchen. Gott ist ganz nebulös die „Liebe“ – und zwar auf einer kindisch naiven Art intepretiert: „Lieb und Nett“. Doch die Liebe ist nicht „lieb“, die Liebe kann sehr harsch und hart sein – vor allem wenn es um unbedachte Handlungen von unreifen Menschen geht die dann andere Menschen damit unwiederbringlich Schaden.

Der Feminismus ist der Versuch das Böse ins männliche Geschlecht zu bannen. Ein Aberglauben von Menschen auf dem Entwicklungsniveau eines 14 Jährigen Kindes. Der Antifeminismus wehrt sich gegen die Ungerechtigkeit und bewegt sich langsam in dieselbe Richtung – Steigerung der Intensität im Denken – bis es zum neuen Aberglauben wird. „Mgtow“ (Man go they own way) und „Pickup“ sind zwei Extreme dieser Bewegung die zeigen wie der Denkmechanismus der Menschen erneut in die Sackgasse führt.

Für einen christlichen Antifeminismus braucht es erst mal erfahrene Christen. Christen die gewohnt sind mit dem Heiligen Geist zu leben und von Gott Weisungen erhalten können und sich formen lassen. Denn es reicht nicht einfach nur die Bibelstellen zu lesen und diese zu zitieren. „Die Frau ist dem Manne Untertan“ bedeutet nicht einfach dass die Frau dem Mann zur Verfügung steht. Der Mann ist der Haupt der Frau so wie Christus das Haupt des Mannes ist – dieser Satz ist entscheidend. Ist Christus nicht das Haupt des Mannes, so ist dieser nicht das Haupt der Frau.

Es stellt sich sogleich die Frage was es denn bedeutet dass Christus das Haupt des Mannes ist – warum ist Christus unser Anführer? Jenseits der Denkweise dass Gott einfach Gott ist und man ihm folgen sollte – was für sich genommen nicht ausreicht, sonst hätte es Jesus Christus als Mensch nicht gebraucht – ist klar warum Christus unser Herr ist. Weil er ein Held ist. Weil er unsere Sünden auf sich genommen hat und sich auspeitschen liess. Weil er lebendig ans Kreuz genagelt worden ist. Weil er Hass und Leid miterlebt hat. Weil er Blut und Wasser geschwitzt hat. Weil er sich für uns geopfert hat. Dass ist der Grund warum Christus unser Haupt ist. Er lebt das vor, was jeder Mann für die Seinen aufbringen muss. Ein Mann ist das Haupt der Familie, der Frau, wenn er das Kreuz Christi auf sich genommen hat und ihm folgt. Wenn er sich opfert, wenn er Leid auf sich nimmt, wenn er  die Familie schützt und sie befreit von der Sklaverei durch den Herren dieser Welt.

Und wegen dieser Gedankenfolgen gibt es keinen christlichen Antifeminismus. Er widerspricht dem Antifeminismus, er entspricht der Basis auf welcher der Feminismus so pervertiert mächtig geworden ist. Der Mann wird Heutzutage ausgenommen, er wird ausgenutzt, er wird als Verantwortlicher vorgeführt obwohl er nicht verantwortlich ist. Christlich argumentieren bedeutet dass man sagt: „Ja, die Feministinnen haben Recht – der Mann ist verantwortlich.“

Er ist der Verantwortliche – aber nicht so wie Feministinnen es meinen. Er hat zu sorgen – aber nicht so wie die Feministinnen es meinen. Er ist das Haupt der Familie – aber nicht so wie Feministinnen es meinen. Doch auf welche Art ein Mann verantwortlich ist kann man nicht so einfach per Ideologieunterricht lehren. Man muss vorher wissen wer oder was Christus ist. Was er getan und gesagt hat, man muss es einordnen können – etwas was gar nicht möglich ist wenn man nur ein U-Boot-Christ ist (Auftauchen an Weihnachten und Ostern).  Man kann nicht verstehen worum es im Christentum geht wenn man es nicht kennt. Und solange man es nicht kennt gibt es keine Argumente, keine Sätze die man aussprechen kann. Keine eingängige Logik die sowohl Feministinnen als auch Antifeministen in die Schranken weisen. Es gibt schlicht nichts, nur grosse gähnende Leere.

Ich habe den Schritt gewagt und bin weiter auf dem Weg zum Christentum. Ich tauche hinein und lasse mich führen. Ich gebe mich Gott hin – etwas was sich kaum einer mehr traut. Und das Ergebnis ist überwältigend. Mir ist schon klar warum viele sich nicht trauen, der Weg in die Unendliche Freiheit ist erschreckend und furchterregend. Die Verantwortung des Mannes ist gigantisch, das Scheitern fast wie programmiert. Doch etwas unfassbares geschieht, man wird unterstützt. Zufälle geschehen. Einsichten kommen. Man trifft die richtigen Leute. Man erkennt seine eigenen „Blinden Flecke“. Dort ist ein Geist, der Geist hat ein Bewusstsein und er liebt dich mehr als Du ihn lieben kannst.

Nur im Glauben an Gott sind die 10 Gebote und das Gebot der Nächstenliebe überhaupt möglich – nur in einem christlichen Eheversprechen schenken sich die Eheleute gegenseitig das Geschenk der ewigen Liebe im Angesichte Gottes, der ewigen Liebe selbst. Fehlt das völlig, kommen schnell die Leidenschaften und Begierden und zerstören es. Das Ergebnis sind Scheidungen, viel Leid, Scheidungskinder, Abtreibungsorgien, Feminismus, Antifeminismus, AntiAntiFeminismsus, Profeminismus, AntiProFeminismus und all der bescheuerte Schmarrn der nur ermüdet und nervt.

Erst Gott – dann der ganze Rest.

Templarii

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5 Kommentare zu “Christlicher Antifeminismus

  1. „Das Christentum ist die Erlösung aus dem kaputten, defekten, unperfekten, begrenzten Leben – hinein in die Ewige Freude. Doch diese hehren Worte sagen wenig aus, sie sind leer und ohne Inhalt wie unsere Kirchen.“

    Warum aber sagen uns diese Worte so wenig? Weil der Antichrist genauso redet – nur vom genau entgegengesetzten Standpunkt aus, aber scheinbar mit der gleichen Berechtigung. Für ihn besteht die ewige Freude in einem auf absolute „Toleranz und Vielfalt“ gegründetem Trieb- und Wunschleben, und Erlösung ist dann die Erlösung vom Gewissen, welches den Menschen hindert, seine Libido „frei“ (hemmungslos) zu entfalten. Für den Antichrist ist das Leben dann kaputt, wenn und solange irgendetwas existiert, was Schranken aufbaut gegen die unbegrenzte Entfaltung der hedonistischen Lüste, sei es die Schranke ingestalt der inneren Stimme, sei es die Schranke der „repressiven Moral“.

    Man kann viele Dinge nur verstehen, wenn man sie mit ihrem genauen Gegenbild konfrontiert. Dann erst gewinnen sie Inhalt und Farbe.

    Und dadurch deckt man Irrtümer auf. So sagen viele Leute, sie strebten nicht danach, „in den Himmel“ zu kommen, denn dort sei es langweilig, man müsse dort den ganzen Tag mit den Engeln singen. Dagegen sei die Hölle so richtig interessant. Dort sei „das Leben“; es werde gezecht, ge…, und natürlich treffe man dort alle seine Bekannten wieder, mit denen man ja „geistig“ verwandt ist. Dort herrsche grenzenlose Entfaltung, weil der der Chef, der Teufel, es ja selber so will.

    Die Wirklichkeit sieht so aus: Hölle bedeutet ewige Verdammnis – zum Stillstand. Wer dort landet, der ist auf lange Sicht aussortiert worden. Er kann zwar seinen Hedonismus unbegrenzt ausleben, so wie das die Affen – man sehe sich das an in einem Zoo – ebenfalls tun. Irgendwann kommt tödliche Langeweile auf, aber auch die verschwindet wieder, weil das Bedürfnis nach Evolution erloschen ist. (Aber nicht ganz, denn Paulus sprach von der seufzenden Kreatur, die auf Erlösung durch den Menschen wartet.)

    Dagegen bedeutet der Himmel wirkliches Leben, auch Entwicklung. Denn Ewigkeit bedeutet nicht Stillstand – das wäre in der Tat deprimierend -, sondern unbegrenzte Offenheit in die Zukunft. Die Ewigkeit ist unbegreiflich und bedeutet für Gott sicher etwas Anderes als für den Menschen, der Gott zwar gegenübertritt, aber nicht zu Gott wird.

    Jedenfalls gilt: Nur wenn Ewigkeit mit der Fülle unendlicher Möglichkeiten assoziiert wird, bedeutet sie Freude. Darum war Amerika einstmals für viele Menschen so glück-verheißend, weil es unbegrenzte Möglichkeiten zu eröffnen schien. Auch Gefahren und Prüfungen, die zu jeder Entwicklung dazugehören, wurden dadurch verlockend. Der Himmel ist aber noch weit mehr als das, was auf Erden für sein Abbild genommen wird; er ist das URBILD dieser Glücks-Verheißung.

    So dargestellt, könnte der Himmel für manche Menschen wieder „attraktiv“ werden.

    • Nunja, die Hölle soll ja voll trauernder und leidender Menschen sein. Der Gedanke an die Hölle ist ja nicht konkret genug – man denkt sich was „schlimmes“ aber mehr nicht. Dabei ist Hölle vor allem darum scheisse weil man entweder kapiert was man verloren hat, oder vor lauter Ignoranz und Hass alles verleugnet was schön ist.

      Himmel ist wohl ein ewiges Reiten in die Prärie heraus. Ein Stehen am Bug des Schiffes beim stechen in die Unbekannte See. Das rückerobern eines verlorenen Gebietes. Das erforschen einer Höhle die unendlich und phantastisch ist.. Und so weiter. Der Fortschritt zum Ziel hin, das Ziel ist ohne Ende, die Freude über das Ziel endet nie sondern wächst und das Wachstum der Freude endet nie…

      • „weil man entweder kapiert was man verloren hat,“
        das ist die Vorhölle, das Purgatorium („Fegefeuer“), wo es wirklich schmerzhaft ist, wo aber immer noch die Möglichkeit der Läuterung besteht.
        Die eigentliche Hölle besteht darin, daß selbst das reinigende Feuer einen nicht mehr erreicht. Dieses Feuer erlischt (ewige Qualen gibt es nicht), aber damit u.U. eben auch die Möglichkeit, aus diesem Ort der Verbannung wieder herauszukommen. Angenommen, die Affen seien nicht Vorläufer, sondern degenerierte Endzustände des Menschen, seine ultimative Devolutions-Form, so leben sie in dieser wirklichen Hölle. Das muß also, wenn man es soweit erst einmal gebracht hat, gar nicht mehr unangenehm sein.

        Oft habe ich den Eindruck: Viele Menschen würden diese Daseinsform (als Affe, insbesondere Bonobo) vorziehen, falls für den Tierschutz gesorgt wäre und das Durchgangsstadium der Vorhölle suspendiert würde.

      • Das Purgatorium ist Teil des Himmels, ich sprach von der Hölle. 🙂 Dort leiden die Menschen und das Leiden ist stärker wenn sie wissen dass sie leiden und dass sie selbstverschuldet leiden. Man muss einfach Jesus im Herzen haben, dann geht es schon..

    • Nachtrag:

      Daß im Himmel kein Stillstand, vielmehr eine Dynamik herrscht, welche auf der Erde an Dramatik nicht ihresgleichen hat (und in der Hölle schon gar nicht), ergibt sich zwanglos aus dem Fall eines Engels mit Namen Luzifer, der tiefer gefallen ist, als Menschen fallen können. Nach anthroposophischen Erkenntnissen war das nicht der einzige Fall. Ebenso berichtet die Apokalypse von dynamischen Vorgängen im und am Himmel. Und gerade die Apokalypse wird für uns heute aktuell.

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