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Grundsätzlich ist zu bedenken, dass in alten Heidnischen Kulten die Trennung zwischen Kirche und Staat nicht existierte. Daher war ein Gläubiger gleichzeitig ein Mitglied einer Gemeinde. Der „Schamane“ war gleichzeitig der Häuptling; deshalb wurden in vielen alten Kulten gerne die Häuptlinge geopfert.. Dass Christentum führte erstmals eine Trennung von Kirche und Staat ein, auf der Einen Seite die „Weltliche Macht“ und auf der Anderen Seite die „Religiöse Macht“. Die Französische Revolution hat diese Trennung wieder aufgelöst, der Staat wurde zum Gott, die Staatsdiener wurden zu Hohepriestern.

Zweitens waren alle Geister, Energien und sonstige vorchristlichen Dinge schlicht und ergreifend Dämonen welche die Menschen verwirren wollten. Nach der Kreuzigung Christi, als die Sonne sich verdunkelte und die Erde bebte, verlor der Teufel die Macht. Das Orakel von Delphi zum Beispiel verstummte. Die Dämonen verloren an Einfluss auf die Menschen. Der echte, wahre Gott trat in die Geschichte ein. Die alten Griechen und Römer haben dies sogar schon vorgeahnt und vorbedacht wie man in der Stoa lernen kann. Ihre Praktisch orientierte Vernunft führte sie dazu dass Sie sehr schnell zum Christentum fanden. Es lohnt sich übrigens diese Geschichten zu lesen, da gab es zum Beispiel eine gelehrte Frau die in einer Diskussion mit zig Philosophen stand und an einem Abend dazu führte dass die Mehrheit dieser Philosophen sich zum Christentum bekehrten.

Es ist der Logos, der geliebte und verehrte Logos der sich Inkarnierte. Das verstanden die Griechen schnell. Die Christianisierung ging oftmals von Oben vor sich, weil die gebildeteren und weitergeisten Herrscher der Stämme und Kulturen schneller verstanden worum es geht. Befreiung aus der dröhnenden und zerdrückenden Agonie des Todes. Aus jeder Textzeile Marc Aurels trieft es – die gleiche lähmende Erkenntnis die uns in Europa auch so niederdrückt:

Wir werden Sterben, es ist alles egal, es ist alles Zufall, es ist alles vergänglich, man sollte den Moment geniessen, die Berühmtheiten von Damals sind Heute tot, eigentlich ist alles wurscht, was soll das Ganze, wozu soll das alles gut sein – und so weiter und so fort. Der Mensch ist durchschaut, seine Freuden sind biochemische Mechanismen, wichtig ist wohl am ehesten eine Tugendhafte Person die der Gemeinschaft zuträglich ist. Letzterer Gedankengang ist der Eingang in die Hölle der Tugendwächter, der erste Gedankengang die Hölle der „Durchschauer“ – die alles kapiert haben und sich nun in ihren Wohnungen einschliessen und nichts mehr machen..

Welche klare und frische Gedanken bringen jedoch die Christen! Der Tod ist nicht dass Ende sondern der Beginn eines ewigen Lebens in voller Glückseligkeit! Alles was man tat ist nicht egal, sondern relevant. Die Tugenden sind wichtig für einen Selbst – im Umgang mit der Ewigen Liebe! Man kann dadurch eher in den Himmel der ewigen Freude hineinkommen als durch Trübsinniges Gelabere.Pack das Leben an! Gott hat es Dir geschenkt! Er will dass Du lebst und weiterkommst. Zu Dir hat er schon Ja gesagt, als es Dich noch nicht gab. Die ewige Liebe liebt auch Dich, egal wie Reich oder Arm du bist. Egal ob Sklave von Herren oder von Gütern.

Auf einem Schlag fallen alle Schranken herab. Die „Meinung“ anderer ist scheissegal. Die Meinung von Moralaposteln ist irrelevant, sie sind nur Sünder wie man selbst. König ist der Demütigste. Das Leid des Menschen ist wichtig und relevant – keine Strafe vom „Schicksal“. Die Ketten der eigenen Begrenztheit fallen ab – die Unendlichkeit lächelt einem ins Gesicht..

Es ist schwer diese Umstellung zu erklären, man muss sie erfahren. Es hat wenig mit einer Naturgegebenen Freiheit zu tun. Mit der „Freiheit zu Ficken was und wann ich will“ oder „Fressen, Prassen, sich überlegen fühlen wie ich will“. Nein es ist eine Befreiung von Zwängen und Zwanghaftigkeiten. Befreiung von primitiven Mechanismen der Menschen – die immer wieder auftauchen, andauernd.

Gott ist ein Kind in der Krippe geworden. Gott trug Windeln. Gott litt und starb! Er zeigte dass die unendliche Ewigkeit so viel Mitgefühl mit uns hat, dass er zum Menschen wurde und mitfühlte was wir fühlen. Hinein in die ohnmächtige Begrenztheit – und trotz seiner Macht nutzte er sie nicht. Welch Trost – ein Gott der nicht mitfühlen könnte wäre ein ungerechter Gott. Sicher nicht die Gerechtigkeit selber.

Dies war der Grund für die Christianisierung. Dies war der Grund warum so schnell und viel Christianisiert worden ist. Man bemerkte so schnell die befreiende Kraft des heiligen Geistes, es bereicherte einen! Freiheit!

Templarii

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Ein Kommentar zu “Die christianisierung Europas

  1. „Der Tod ist nicht dass Ende sondern der Beginn eines ewigen Lebens in voller Glückseligkeit!“

    Aber nicht für Alle. Weil eben nicht Alle das wollen, wohl auch – vorerst – nicht wollen können. Man sollte das hinzufügen, weil man sonst an der Uneinsichtigkeit der meisten Menschen verzweifeln könnte. Ich erlaube mir, diesbezüglich auf meinen eigenen neuesten Artikel zu verweisen,

    http://weiberplage.de/index.php?id=3261

    womit ich lediglich einen Denkanstoß geben möchte, eine Auffassung, die vielleicht diskussionswürdig ist.

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