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Mir ist vor einigen Tagen eine Spekulation eingefallen welche eine gewisse Ausstrahlung hat, die ich teilen möchte. Selbstverständlich ist es nur eine Idee, womöglich völliger Blödsinn aber ich möchte diese hinschreiben. Zumindest wäre es eine schöne Geschichte.

Was ist wenn die Templer damals während der Kreuzzüge schnell erkannt haben dass gegen die Muselmanen aus bestimmten Gründen nicht gewonnen werden kann. Die Kreuzfahrerstaaten waren ständig auf Zuwendungen durch die Europäischen Staaten angewiesen und die moslemischen Tyranneien hatten aufgrund ihrer agressiven Expansionspolitik und der Raubkultur sehr viele Ressourcen zur Verfügung. In Indien lief nämlich dasselbe Gemetzel durch Muselmanen ab, wie in Nordafrika und Osteuropa. Durch den Gewürzhandel wurde die Militärmaschinerie der Arabischen Imperien ebenso geschmiert wie der Sklavenhandel.

Womöglich haben die Ökonomisch bewanderten Templer dies schneller erkannt als andere. Man bedenke dass die Tempelritter das erste richtige internationale Bankensystem aufgebaut. Sie haben die Finanzströme im Blick und konnten vorraussehen in welche Richtung die Entwicklung geht. Vielleicht gab es einen Strategiewechsel gegeben, vor allem nach dem Fall von Akkon. Vielleicht wurde darüber nachgedacht die Geldquellen der Feinde zu unterbinden, der sich in dem Ausdruck „Seeweg nach Indien“ äusserte.

Wieso komme ich drauf? Nach der Zerschlagung des Templerordens wurde dieser überall verboten und viele Templer gefangen genommen. In Portugal und Spanien aber nicht. Die Templer lösten sich in den Orden der Christusritter auf, Henrich der Seefahrer war Mitglied davon. Dieser Orden der Christusritter war die treibende Kraft hinter der Erforschung der Weltmeere.

Einige Jahrhunderte später, nach der entdeckung der Seewege nach Indien, zerstörte der portugiesische Admiral Affonso de Albuquerques die muslimische Stadt Goa. Diesmal mit Unterstützung der Hindus, die ihrerseits seit vielen Jahren unter der Versklavung durch Moslems litten. Das portugiesische Weltreich wie es leibte und lebte.

Das Ziel, die Muselmanen von „hinten“ zu treffen und ihnen etwas abzunehmen wurde erreicht. Womöglich war das ein Teil der Strategie, denn Besuche in China gab es schon von den alten Römern – auch wenn es natürlich eine Spekulation meinerseits ist. Aber dass man schnell erkannte dass die muselmanischen Reiche durch Raub und Gewalt immer genug Material hatte um massenhafte Kriege zu führen, kann durchaus sein.

Man könnte eine Fernsehserie darüber machen.

Templarii

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4 Kommentare zu “Der Plan der Templer

  1. Hallo,
    ich befürchte, es gab keinen Plan des Templerordens über den Fall von Akkon hinaus. Als Europa erkannt hatte, dass das Heilige Land unmöglich zu halten war (die Europäer, die in den Kreuzzügen bis nach Jerusalem gekommen waren, wurden nie wirklich dort sesshaft, das heißt, die Europäer waren immer zahlenmäßig weit unterlegen), wurde der Templerorden plötzlich nicht nur „überflüssig“ sondern auch noch politisch zu gefährlich und so nutzte Philipp IV. die Gunst der Stunde um an Geld und Gut der Templer zu kommen (was aber gründlich misslang). Die Johanniter und der Deutsche Orden planten hier etwas besser (die Johanniter mit Malta, der Deutsche Orden im Baltikum) und waren daher auch nicht ganz so leicht angreifbar wie die Templer.
    Zum Christusorden: Während Philip IV. weit weg von Jerusalem war, waren die Herrscher in Spanien und Portugal den Ordensrittern viel stärker verbunden, war die Bedrohung durch die Mauren für Spanien und Portugal doch viel präsenter. Daher wurde der Orden in Spanien und Portugal zwar ebenfalls aufgelöst, der Christusorden aber mit den selben Rittern und der gleichen Ordensregel gleich wieder gegründet. Da man die Unschuld der Templer anerkannte, wurde sogar das Tatzenkreuz übernommen und um ein Lateinerkreuz ergänzt. Auch das war aber wohl weniger Planung der Templer als vielmehr Wohlwollen im iberischen Raum.
    Dass der Christusorden allerdings „von langer Hand geplant“ eine zweite Front im Rücken der Muslime aufbauen wollte kann ich mir gerade nicht wirklich vorstellen.

    • Ich hab ja gesagt das dies nur Spekulation ist. Zumal man bedenken sollte was den alles den Templern zugeschrieben wird. Freimaurertum, Illuminati, Weltherrschaft und so weiter. Womöglich haben alle drei Kreuzritterorden verschiedene Strategien angewendet – ich habe aber nicht gehört dass die anderen Kreuzritterorden solch ein Wissen und Können beim Bankenwesen hatten.

      Und was Phillip den Schönen angeht, wer sagt mir dass nicth ein Kalif von irgendwo Geld zugesteckt hat damit dieser die Templer aussschaltet? Der Ethnozentrismus im Denken der Europäer ist fatal.

      Zumindest war es Gottes Plan, aus der Niederlage einen Sieg zu verwandeln. Und als Fernsehserie würde es sicher etwas bringen.

      Templarii

  2. Phillip der Schöne wurde wohl nur von Geldnot getrieben. Er hatte ja vorher schon Tausende von Juden enteignet und vertrieben und auch die lombardischen Kaufleute geschröpft. Die Templer boten sich durch ihren Reichtum als willkommenes Ziel an und man vermutet auch, dass sie durch ihr arrogantes Auftreten in der Spätphase des Ordens keine Unterstützung mehr seitens der Bevölkerung hatten. Den Herrschern im Heiligen Land waren zu diesem Zeitpunkt die Templer eher egal, die wurden zu diesem Zeitpunkt eher von den Johannitern geplagt.
    Ingesamt war den „Sarazenen“ damals eh nicht wirklich bewusst, dass es seitens der Christen um einen Heiligen Krieg ging. Die „Sarazenen“ betrachteten die fremden Truppen aus dem Abendland eher als einen „ganz normalen Gegner“ (und oft auch Verbündeten bei Konflikten untereinander!)

    • Ja das mit den Mohammedanern ist wohl der Fall. Die Europäer nehmen sich selbst zu wichtig wenn sie meinen dass den Moslems Jerusalem und andere kleine Städte so wichtig war. Immerhin war das Weltreich der verschiedenen Moslemischen Herrschern riesig.

      Aber nur auf die Geldnot von Phillip den Schönen zu achten sehe ich nicht so ganz. Man kann durchaus mehr berücksichtigen. Man sollte nicht vergessen das genau diese Art von Einflussnehmung auch Heute aktuell ist. Und auch vor 1000 Jahren war der Sklavenhandel mit den Mohammedanern ein einträgliches Geschäft. Man hätte es auch konsequenter bekämpfen können…

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