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Man schreibt einfach dahin, im Vertrauen darauf dass Gott einen dann führt und plötzlich entwickeln sich Gedankengänge die man sich vorher nicht vorstellen konnte. So auch im Fall des „Hauch von Ewigkeit„. Ein kleiner Satz über Sexualität entfaltete sich erst zu einem gedachten Absatz um ganzen Beitrag.

In dem genannten Artikel beschrieb ich kurz die „Überfälle durch sexuelles Begehren“ die mich aus dem Schlaf rissen. Ich verdeutlichte den Unterschied zwischen freiwilligem sexuellen Begehren und einer Art unfreiwilligen. Mir wurde aber bald klar, dass ich bis vor wenigen Jahren gar nicht in der Lage war zwischen beiden zu unterscheiden. Denn für mich war sexuelles Begehren immer wahr. Es war die Art wie ich empfand und dem folgte ich – wenn nicht aktiv, so im Geiste. Erst durch die christliche Ermahnung wurde ich mir langsam dessen bewusst, dass es mehr gibt als nur Triebe.

Wenn man keine Vorstellung davon hat, dass es anderes gibt als dem Willenlosen Folgen irgendwelcher Impulse, Triebe, Gelüste und Vorstellungen (wie Werbung zum Beispiel), kann man gar nicht unterscheiden zwischen beispielsweise gewollter und ungewollter Lust. Die Konfrontation mit der Tatsache dass es auch ungewollte Lust gibt die einen ablenkt und gar nicht zum Ziel der Befreiung und Entlastung führt – dreht die Wahrnehmung um.

In unserer Zeit gibt es viele Menschen die nicht merken wie Triebgesteuert sie sind. Selbst schneinbar vernünftiger, klar denkende Menschen sind wie Tiere – und das völlig wertneutral beschrieben. Sie empfinden Hormonschwankungen – und reagieren wie ein Roboter oder ein Sklave darauf. Dies hindert ihre Weiterentwicklung enorm. Man kann davon ausgehen dass Menschen, die ein klareres Bild der in ihnen wirkenden Kräfte haben, bessere Beziehungen führen können. Dies führt zu besser erzogenen und geliebten Kindern die wiederrum eine gesündere, entspanntere und freudigere Gesellschaft mitformen. Der klassische Fall – eine Frau verliebt sich in einen anderen Mann und verlässt die Familie – würde seltener Vorkommen.

Auch in Wirtschaft und Kultur würde es anders laufen. Nicht die Sucht nach Reiz würde regieren, sondern die Sehnsucht nach Pefektion, Grösse, Freiheit, Eleganz, Schönheit, Klarheit, Effizienz – Gott.

Auf eine geheimnisvolle Weise ermöglicht die Gottesbeziehung einem Menschen sich über die Wassern seines wirren Triebwesens zu halten. Wieso ist mehr oder weniger klar, Gott liebt uns. Aber wie, nach welchen Mechanismen und Abläufen dass funktioniert  – da steh ich wie ein Ochs vorm Berg.

Templarii

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