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Das Problem mit der Sünde ist der Glaube dass irgendwelche menschliche Autoritäten diese Kriterien festgelegt haben. Dies ist nicht der Fall. Die Europäischen Kulturen haben das Christentum angenommen weil es ihren eigenen, vorchristlichen Erkenntnissen entspricht. Das Christentum landete im Philosophischen Griechenland und im mächtigen Rom. Im heidnischen Rom waren schon die Tugenden bekannt mit denen man sein Leben wohlgefällig führen sollte. Der römische Kaiser Marc Aurel als Vertreter der stoischen Philosophie schrieb sogar ein Buch (Betrachtungen) darüber. Die stoische Philosophie war schon über 500 Jahre alt und prägte das Römische Reich tief. So schreibt Marc Aurel:

„Alles ist wie durch ein heiliges Band miteinander verflochten. Nahezu nichts ist sich fremd. Alles Geschaffene ist einander beigeordnet und zielt auf die Harmonie derselben Welt. Aus allem zusammengesetzt ist eine Welt vorhanden, ein Gott, alles durchdringend, ein Körperstoff, ein Gesetz, eine Vernunft, allen vernünftigen Wesen gemein, und eine Wahrheit, so wie es auch eine Vollkommenheit für all diese verwandten, derselben Vernunft teilhaftigen Wesen gibt.“

Auch das Leben und der Tod von Sokrates zeigen schon die Macht der Wahrheit und die Wichtigkeit dieser, nahm er den Schierlingsbecher um nicht von der Wahrheit seiner Aussagen nicht abzuweichen. Christliche Märtyrer stehen in dieser Reihe.

Schon Sokrates, Platon, Marc Aurel, Aristoteles, Seneca und andere griechische wie römische Philosophen, Denker und Staatslenker waren sich der schändlichen Wirkung der Heute sogenannten Sünden bewusst. Das gesamte Altertum basiert auf das Ringen mit diesen ewigen Wahrheiten, ob Troja oder der Kampf der 300 gegen Xerxes – es geht um Freiheit und Gerechtigkeit, gegen Korruption, Betrug, Lüge, Sklaverei und so weiter. Das Christentum hat die Sündenhaftigkeit bestimmter Taten nicht erfunden sondern gefunden. Die Suche nach der Wahrheit führt nämlich alle Geister zu EINER Wahrheit und die heisst das Lügen schlecht ist. Sie heisst das Stehlen schlecht ist, dass betrügen schlecht ist, dass die Tugenden gut sind – und warum sie gut sind. Und so weiter. Es geht hier nicht um Moralinsaures Gesabbel sondern um die Erfahrungen und das Wissen der römischen Kaiser, Feldherren. Es ist Kaiserliches, Königliches und Philosophisches Wissen um den Menschen, schon vor tausenden vor Jahren gelernt und verinnerlicht.

Im Christentum zeigte sich „nur“, dass all die Tugenden nicht einfach Gut sind weil es dem Menschen und der Kultur oder Gesellschaft nützt sondern weil es einen unendlichen bewussten Geist gibt der die gesamte Schöpfung gemacht hat und will das wir nach Höhe, Liebe und Perfektion streben. Das dieser Geist sich offenbart hat und der Erzählung über „den Gerechten“ der alten griechischen Philosophie entspricht. So wie die alten Griechen es mit scharfsinniger Logik erschlossen haben, dass der Gerechteste nicht geliebt sondern gehasst und getötet worden wäre, so zeigte sich der Logos und bewies dass die alten griechischen Philosophen richtig wahrnahmen und richtige Schlüsse gezogen haben. Und nicht nur sie, sondern alle anderen die ihnen geistig gefolgt sind.

Die Sünde ist nicht Sünde weil jemand es festgelegt hat, sondern Sünde weil sie den Menschen davon abhält die höchsten Stufen der Wahrheit und Freiheit zu erklimmen. Weil die Menschen gefangen bleiben im trübsinnigen Trübsal von ewiger Sucht nach Reizen jeglicher Art wie Konsum, Drogen, Sex, „Neues“, Macht und so weiter. Wir alle kennen das Elend der heutigen Zeit – den Konsumwahn und die Massen von Psychotherapeuten.

Meistens zeigt sich einige Zeit nach dem Bruch mit den Traditionen wozu die Traditionen waren und das dies eben keine Traditionen im Sinne von leeren Ritualen waren sondern lebendig gehaltenes Wissen wie man als Gesellschaft überlebt. Der Sündenkatalog ist eben genau dort einzuordnen. Mit der Ausnahme dass es Gott war der Moses vor 3000 Jahren dieses Wissen übergab und es zufälligerweise mit allen dazwischen entwickelten Moralsystemen übereinstimmt.

Templarii

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10 Kommentare zu “Wer hat die Sünde erfunden?

  1. Das Christentum hat die Sünde ganz sicher nicht erfunden. Es hat uns aber etwas gänzlich Neues erschlossen: Die Vergebung unserer Schulden vor Gott. Das kannte Marc Aurel noch nicht. Durch das Christentum erfahren wir: Dem Verführer hat Gott einen noch mächtigeren Erlöser beigefügt. Und zwar als ein Angebot, nicht als ein Muß.

    Unser Problem besteht aber wohl eher darin, daß die Menschen von heute noch nicht einmal wieder auf den Stand von Marc Aurel bzw. der griechischen Hochkultur wieder angekommen; oder daß sie – je nach Betrachtung – wieder zurückgefallen sind.

    Diesen Zustand, in denen wir heute zurückgefallen sind, kann man „Naturalismus“ nennen. Er besagt, daß es eigentlich gar keine Sünde gibt, sondern nur Krankheit, allenfalls noch die Krankheit verursachende Irrtümer, die wir aber durch Aufklärung und Lebenshygiene überwinden können. Geht es dem Menschen bzw. der Gesellschaft schlecht, dann ist eben der Mensch bzw. die Gesellschaft durch den fürsorglichen Mutti-Staat (Gynokratie) noch nicht richtig aufgeklärt und (zwangs-)unterstützt worden.

    Mn kann diesen Naturalismus übrigens auch „Humanismus“ nennen. „Human“ heißt menschlich. Das heißt, der Mensch ist sich selbst sein eigener Maßstab; er anerkennt keine Instanz, die ihm erst sein Menschsein verleiht und ihn durch das Gewissen bisweilen erinnert, daß er seinem Urbild während gewisser Handlungen nicht mehr entspricht.

    So wie die geistige Verwüstung nach dem Ersten Weltkrieg den Nationalsozialismus ermöglichte, so hat die Wiederholung und Steigerung ingestalt des Zweiten Weltkrieges den Feminismus ermöglicht. Demnach ist der Mensch jetzt nicht einmal mehr Mensch im früher verstandenen Sinne, also ein höheres Naturwesen, sondern jetzt nur noch ein „gleichberechtigtes“ Naturwesen, ein höheres Tier, nur quantitativ, nicht aber qualitativ von diesem verschieden.

    Freiheit heißt jetzt nicht mehr Gewissens- und Meinungsfreit, sondern meint die Erlaubnis, unter den verschiedensten Triebbedürfnissen die ihm gerade genehme selbst zu bestimmen. Das ist dann „sexuelle Selbstbestimmung“, und zwar vor Allem die der Frau. Männer sind jetzt prinzipiell gefährlich, nicht weil sie mehr vergewaltigen würden als früher, sondern weil sie den Widerstreit zwischen Natur und Geist aus eigenem Erleben besser kennen als das Weib, und folglich an die Existenz des Gewissen immer wieder sich und Andere erinnern. Der Mann ist der ursprüngliche Mensch, und darum trat auch der Erlöser als Mann in die Welt. In ihm sieht der Verführer – eigentlich die Verführerin – die ursprünglichste Gefahr.

      • Biblisch betrachtet, ist der Mann der ursprüngliche Mensch. Eva entstand aus einem mittleren Teil von ihm, das in 24-facher Ausführung, also nicht besonders individualisierend, vorhanden ist: Der Rippe. Die Rippe ist, übertrieben gesagt, ein Massenartikel im menschlichen Leibe.

        Paul Julius Möbius und Rudolf Steiner erklärten übereinstimmend, aber unabhängig voneinander, daß ohne das Individuationsprinzip des Mannes die verbleibenden Menschen – also Weiber – sich alle sehr ähnlich sehen würden (Weiber sehen sich, als Gesamtheit, tatsächlich ähnlicher, wie photometrische Untersuchungen beweisen; darum wirken sie auch schöner) und keine Evolution mehr stattfände, so wie das bei den Tieren der Fall ist. Menschen evoluieren ständig (geistig, das nennt man Kultur), Tiere nicht. Aber Menschen evoluieren aufgrund des Mannes, allenfalls noch aufgrund des Männlichen, das in der Frau enthalten ist. Darum haben sich matrizentrische Gesellschaften z.T. bis heute unverändert erhalten, da sie nicht evoluieren.

        Die Statistik bestätigt die größere Varianz des Mannes.

        Die Molekularbiologie zeigt auf, daß nur der Mann noch ein Y-Chromosom, also einen informativen Mehrwert hat. In der Verdoppelung des weiblichen X-Chromosoms klingt der „Massenartikel“ wieder leise an.

        Die anthroposphische Anthropologie zeigt auf, daß beim Mann regulär sowohl der physische Leib als auch das Ich stärker ausgeprägt sind, beim Weibe jedoch die beiden mittleren Wesensglieder, also der Lebensleib und der Astralleib (Seelenleib). Das Ich aber ist das individualisierende Prinzip. Tiere haben es nicht, und darum sind sie keine Personen, sondern Gattungswesen. Frauen sind insofern keine Tiere, als auch ihnen jeweils ein Ich zukommt. Nur ist dieses eben weniger ausgeprägt als beim Manne, weswegen matrizentrische Gesellschaften keine Hochkulturen hervorbringen konnten.

        Und aus diesen Gründen mußte Gott sich als Mann verkörpern. Der Mann ist über ein sein Ich geistiger, und über seinen physischen Leib zugleich irdischer als das Weib. Er umaßt die ganze Spannweite menschlicher Möglichkeiten. Er ist der Mensch im Vollsinne. Das Weib ist – im strengen Wortsinne – Mittelmaß, insofern auch ausgleichend, und darum zur Hilfe dem Manne anempfohlen.

      • Ich habe vor einigen Jahren gelernt dass nur das Y-Chromosom zu Mutation fähig ist, die Biologische Evolution des Menschen läuft über den Mann. Neue Mutationen, zum Beisipel die abzweigung vom „Affenvorfahren“ zum „Menschenvorfahren“ fanden im Hoden eines Affenvorfahren statt. Faruen sind „Gen-Saves“. Daraus ergeben sich viele Konsequenze: Erstens der Mann ist IMMER eine neue Genmischung. Dementsprechend muss er sich beweisen. „Ich bin ein neuer Mensch und muss zeigen dass meine genetische Mischung sich bewährt in dieser Welt“ – darum achten Frauen darauf ob der Mann akzeptiert und erfolgreich ist. Frauen sind ganz anders sie müssen „nur“ bewahren. Beides ist essenziell und so wichtig dass es beides braucht. Wertungen in irgendeine Richtung ist bescheuert und wahnsinnig – wie Feministinnen oder Frauenhasser es auch beweisen.

        Templarii

  2. Mar. 10, 18: „Niemand ist gut außer Gott allein.“

    Daher:

    Apg. 5,29: „Man soll Gott mehr gehorchen als den Menschen.“

    Das sind eindeutige Wertungen. Dazu in strenger Analogie sagt Paulus:

    1. Kor. 11,3: „Ich lasse euch aber wissen, dass Christus das Haupt eines jeden Mannes ist; der Mann aber ist das Haupt der Frau; Gott aber ist das Haupt Christi.“

    Da haben wir eine klare Hierarchie des Guten, also des Wertvollen. Die zu leugnen, gar als „bescheuert und wahnsinnig“ zu bezeichnen, das ist Relativismus. In dessen Diktatur leben wir leider, wie Papst Benedikt 16. zurecht festgestellt hat.

    Und wem dient der Relativismus? Dem Revoltierenden, der sich in die gottgewollte Hierachie nicht einordnen will. Das ist heute das Weib, morgen das Tier.

    • Ich kenne Ihre Aussagen zu dem Thema. Relevant ist wass die Unterordnung des Mannes unter Christus bedeutet. Alle schimpfen über den zweiten Teil des Satzes, aber keiner macht sich Gedanken über den ersten Teil.

  3. Naja, wenn der zweite Teil des Satzes („der Mann aber ist das Haupt der Frau“) anstößig ist, dann ist es der erste Teil („daß Christus das Haupt eines jeden Mannes ist“) erst recht. Zumal Jesus seinen Jüngern die Füße gewaschen, sich also herabgebeugt hat. Daraus entsteht – vordergründig – ein Widerspruch.

    Der Versucher macht, daß man den Kopf gewöhnlich zu hoch trägt. Wenn man dem widersteht und sich kleinmacht, dann wird man „eigentlich“, d.h. innerlich, größer.

    Der Feminismus, insofern er eine Demütigung des Mannes bedeutet, gibt uns die Chance, die innere Größe wiederzugewinnen. Denn warum schaut das Weib gegenwärtig nicht zum Manne auf? Weil diesem die innere Größe abgeht. Der Mann wird erst wieder innerlich groß, wenn er sich vor Christus beugt. Dann wird sich auch das Weib vor dem Manne beugen.

    • Ja so ist es, ich bezog mich aber darauf dass alle nur auf den zweiten Teil gucken und meinen dass Männer im Christentum besser und höhergestellt sind – anstatt die Logik des Christentums überhaupt wahrzunehmen.

  4. Holbach weist die Vorstellung zurück, dass ohne eine übernatürliche Offenbarung keine Moral möglich sei. In Wirklichkeit habe die Moral als notwendiger Bestandteil der Gesellschaft schon immer bestanden. Die Denker vorchristlicher Gesellschaften – Sokrates , Konfuzius oder die Gymnosophisten – stünden Jesus Christus in nichts nach und würden den christlichen Alleinanspruch auf Werte wie Gerechtigkeit, Patriotismus, Geduld oder Sanftmut widerlegen. Das Christentum sei weit davon entfernt, diesen Werten Heiligkeit zu verleihen, sondern mache sie im Gegenteil nur unsicher, weil ein launenhafter Gott unmöglich als solide ethische Basis dienen könne. Da auf Fanatiker die Vorstellung eines grausamen Gottes stets einen tieferen Eindruck als die eines wohlwollenden Gottes gemacht habe, habe das Christentum mehr Blutvergießen als jeder heidnische Aberglaube zu verantworten. Auch weltliche Herrscher hätten unter den eigenwilligen Moralvorstellungen der Christen zu leiden gehabt. Anstatt Verbrechen unter Berufung auf Gott zu verbieten, solle man eine „natürliche Moral“ lehren, die auf die Selbsterhaltung des Menschen und seinen Platz in der Gesellschaft hinweist.

    • Das Christentum soll mehr Blutvergiessen als alle andere Hervorgebracht haben? Dies ist eine sehr abenteuerliche Behauptung. Mir fallen auf anhieb mehrere Kultuern ein die mehr Blut vergossen haben, angefangen bei den Mohammedanern zu den Mongolen, den Chinesen, Pol Pot, Mao, Stalin, Hitler, Napoleon, die Inkas und Mayas mit ihren Blutopferitualen und so weiter..

      Die übernatürliche Offenbarung ist notwendig – dass dies nicht wahrgenommen wird liegt einfach daran dass gewisse Aspekte der Existenz schlicht ausgeblendet und geleugnet werden. Die säkulare Wirklichkeit von heute widerspricht der lügnerischen Vorstellung das alle Menschen von Natur aus gut sind.. Das ist Städterphantasie… Die Natur ist auch nicht lieb und nett..

      Templarii

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