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Eine neue Phase ist in meinem Leben eingetreten. Ich merke wie die erste Nothilfe vorbei ist, jetzt treten neue Gesichtspunkte meines Glaubens auf. Bete ich damit Gott mir etwas Gutes tut, also als Gotteskonsument oder ist da mehr dahinter? So etwas ähnliches hat auch der Blog eumloquatur beschrieben.

Ich muss zugeben bis vor Kurzem stellte sich mir die Frage nicht. Es war so notwendig dass ich mich zu Gott hinwendete, ich brauchte so dringend einen Arzt dass es keinen anderen Weg gab. Ich war wie ein ertrinkender der etwas zum festhalten brauchte. Ich war wie ein verhungernder, ein Mann im Sturm der Leidenschaften, Eitelkeiten, Bosheiten, Verzweiflungen und überall war die grosse schreiende Leere des unendlichen Nichts.

Nun offenbart sich mir eine Landkarte meiner Seele und ich bin nicht mehr das getriebene Opfer, blind und wirr sondern ein Mann ausgestattet mit Wissen und Mut. Ich habe ein Ziel, ich sehe mich mehr und mehr, ich erkenne Konturen im Lichte der Wahrheit und bin richtig begierig loszulegen damit die in mir eingelegten Samen der Wahrheit sich entfalten und mein Wesen veredeln.

Obwohl es immer wieder Rückschläge gibt, obwohl ich oftmals Scheitere, geniesse ich inzwischen das Scheitern – dies ist leicht falsch zu verstehen, ich scheitere nicht absichtlich damit ich einen Genuss empfinde sondern ich kämpfe dagegen an zu scheitern und wenn ich in meinem Geistigen Kampf auf dem Boden liege und ausgezählt werde, werden meine Sinne geschärft und mein Bewusstsein bekommt mehr Konturen. Es fühlt sich an als würde man nach einer anstrengenden Reise in einem Gasthaus landen und dort grossartige Speisen vorgesetzt bekommen. Erst wenn die Muskeln schmerzen, der Schweiss fliesst und der Hunger sich meldet ist das Essen richtig kräftigend und jede Haarspitze geniesst mit. Ein Haschisch Trip ist nichts dagegen. Wirklich nicht.

In früheren Beiträgen schrieb ich von der Seelenlandschaft und Festungen der Feinde. Damals schrieb ich wie passend die Bilder für diese Vorgänge sind. Vor drei Jahren war meine Seele noch Feindesland. Vor zwei Jahren wurde langsam eine Widerstandsgruppe gegründet – Sympathisanten und Vorbilder für eine Moral wurden gesucht. Vor einem Jahr ging der verdeckte Kampf los, inzwischen geht es über zum offenen Kampf.

Das Feindesland wird zum Neuland. Ich erobere meine Seele zurück. Ich erobere mein Herz zurück. Ich erobere mein Selbst zurück. Es ist meins. Ich bin der Besitzer, Gott der Eigentümer. Im Namen des Herrn Jesus Christus nehme ich meine Seele für mich in Anspruch, nehme ich es in Besitz, erkläre dem Bösen den Krieg. Es gibt keinen Platz für zwei Herren, es gibt nur noch einen. Er gab sein Blut für meine Befreiung und ich werde einen Teufel tun und dieses wertvolle Opfer mit Missgunst und Ignoranz zu besudeln – auch wenn genau dass sehr schwer ist.

Mir ist klar dass der Feind niemals absolut besiegt werden kann, man wird von seinen Trieben und Leidenschaften ständig Umsessen also belagert. Der letztliche Sieg ist erst nach meinem Tode zu erringen, wenn man Gott in die Augen schauen muss und er einen prüft. Doch Besessenheiten, krankhafte Auswüchse negativer Tendenzen in der Seele, übertriebene Leidenschaften und besudelung meiner Ehre und Würde haben aufzuhören. Zumindest in mir drinnen, in meinem Herzen, in meiner Familie.

Wenn dies geschafft ist, kommt es zur Besiedelung. Ich freue mich schon darauf nach dem Krieg auch den Frieden zu gewinnen. Dies ist immer der heikelste Teil und kann ebenso scheitern. Ich lese nun alte Römische und Griechische Philosophen. Ich will wissen wie sie mit der Tugendherrschaft scheiterten. Wie die Philosophenherrscher an der Wirklichkeit zerbrachen – denn die innere Heide, die wilde freie Landschaft muss zivilisiert werden, damit ein schwacher Abglanz des Himmels in mir gedeihen kann.

Templarii

 

 

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Ein Kommentar zu “Neuland, Eroberung und Besiedelung

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