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Die Lektüre des Buches „Daemonologie“ des Autors Egon von Petersdorff hat mich massgeblich inspiriert und beeindruckt. Wie ich schon im vorherigen Beitrag schrieb, verändert es die Sicht auf alles und ergänzt das Wissen des Christen oder eines Interessierten massgeblich.

Es ist schwierig die Flut der Gedanken zu bändigen oder in Blogeinträge zu giessen, man könnte erheblich mehr zu jedem Abschnitt schreiben – doch ich bemühe mich um eine Art Übersicht anhand von dem was ich bis jetzt gelesen hatte.

Das Christentum versteht man ohne den Teufel nicht. Daher ist es auch sehr geschickt dass es den Teufel heutzutage nicht gibt. Herr von Petersdorff beschreibt die Verschiebung der Wahrnehmung und Kommunikation bestimmter Informationen recht klar und direkt. 1811 verbot der Bayerische König bestimmte Szenen bei den Oberammergauer Passionsspielen. Und zwar die mit dem Teufel. Eine aktive negative Kraft die mit einem Bewusstsein und einem Willen agiert wurde Schritt für Schritt ausgeblendet.

Faszinierend ist die Folge davon, auch für die Kirche welche ungern vom Teufel und der Hölle spricht.

Ist nämlich kein Teufel vorhanden, ist nur der Mensch Böse. Ist nur der Mensch Böse, konzentriert sich die gesamte Kraft der Menschen, die meinen das Gute zu wollen, auf Menschen.  Nur ihre Handlungen und das Denken wird hinterfragt – wir erleben ja die Umgestaltung Europas in ein neues gleichgeschaltetes Utopia voller Idioten. Wie in einem primitiven heidnischen Kult werden bestimmte Worte und Handlungen mit einem Tabu belegt und alle machen sich in die Hose wenn jemand etwas sagt das laut Paragraph XYZ im Gesetzeswälzer „823.452345.234.12345-b“ zur Störung irgendeines Friedens beitragen könnte. Schisshasen und Feiglinge nennt man solche Menschen – aber sie regieren.

Es gibt aber noch eine Folge der Ausblendung der Unholde und des Heerführers, den Allerniedrigsten. Denn dann wird die Kirche in Frage gestellt. Wenn die Kirche, oder ein grosser Teil der Gesellschaft die Existenz des aktiven Bösen leugnet oder nur in die Untaten der Menschen sieht, ist es nur ein kleiner Gedankenschritt zu hinterfragen wozu man denn eine Kirche bräuchte die moralisierend das Handeln der Menschen kritisierte. Dies war die Entwicklung zwischen 1800 und 1900. Die Kirche endete in einer Moralapostel-Sackgasse, Gesellschaftlich kastriert und konnte nur noch als unnötiges Gepäck einer unaufgeklärten Epoche von primitiven Menschen gesehen werden.

Egon von Petersdorff beschreibt die Handlung der Dämonen als von purem Hass getrieben. Sie wollen den Menschen davon abhalten Gott zu erkennen und ihm zu folgen.  Spannend wird es wenn er auf die Heidnischen Kulte eingeht die nicht nur das Christentum Nachäfften sondern sogar Voräfften. Im Detail kann ich vieles davon nicht darlegen weil es zu viel ist, aber es sei gesagt dass die Aussage der Kirche ist, die Dämonen hätten nicht gewusst wie die Erlösung konkret von Statten ging und daher nur Fragmente Vor- oder Nachäfften. Der Mithras Kult soll solch eine Nachäffung des Opfertodes Christi sein,  oder man sollte wissen dass Pandora (die mit der Büchse…) von Zeus als erste Frau aus Lehm erschaffen worden. Man prüfe alle Heidnischen Kulte auf solche Fragmente – oder anders gesagt; man prüfe ob die heidnischen Kulte das Christentum widerlegen wollen, selbst bevor es das Christentum (oder das Judentum!) gab.

Es dreht sich immer um dasselbe: „Ihr könnt wie Gott sein“ oder „Ihr könnt wie Götter sein“ und ewig im Paradies leben. Selbsterlösung, Entase (dass was man gemeinhin unter Extase versteht) und irgendwelche Opferhandlungen.

Selbstverständlich sollte man dasselbe auch bei neuen Kulten prüfen – auch beim Liberalismus, Kapitalismus, Kommunismus und co. Immer dreht es um Utopia und die Erlösung. Selbst der Europäische Gralsmythos mit seinen Heidnischen Wurzeln sowie die „Aufgestiegenen Meister“ und andere esoterische Bewegungen müssen von jedem geprüft werden.

Man sollte nicht vergessen, die Erlösung gibt es gratis. Gott schenkt sie uns, wir müssen nur aufpassen dass wir uns die Erlösung nicht selbst wieder verderben – darum die 10 Gebote und die Sakramente.

Weiter im Text: So sollen Unholde den Menschen Gedankenbilder einfliessen lassen damit sich diese davon „inspiriert“ fühlen und danach handeln. Mir persönlich sind solche Informationen wichtig, denn ich war als Neuheide sehr interessiert und begeistert. Inspirationen aller Art sind bis Heute ein Thema für mich, da ich recht kreativ bin.

Faszinierend ist die Aussage dass die Sakramente Schutzfunktionen haben. So ist ein Mensch der die Sakramente hat, den Verführungen des Teufels weniger stark ausgeliefert. Sie haben nicht mehr so eine starke Macht über ihn. Dies ist deswegen faszinierend weil man zum Beispiel für die Eucharistie (also die Speisung des Laibes Christi beim Gottesdienst) bestimmte Voraussetzungen mitbringen sollte, die Heutzutage aus Ökumenischen Gründen nicht mehr vermittelt werden (Nicht in Sünde leben!).

Die Kirche ist ein Verein mit gemeinsamen Ritualen geworden – kein Verteiler von „Firewall Updates“ gegen feindliche Viren. Das gesamte Bild der Kirche ist falsch geworden, selbst viele Priester sind völlig weg von ihrem Auftrag – man erkennt es am Plauderton in den Gottesdiensten.  Jesus ist ein netter Mann der eine gute Grundlage für eine friedliche Gesellschaft ist. Mehr nicht. Von Ewigkeit, Unendlichkeit, der tiefen Sehnsucht des Menschen nach diesen Dingen keine Spur.

Es gibt auch genug Argumente gegen Protestanten die meinen man kann sich irgendwelche „Urchristen“ einbilden und dann so leben – als ob sich in den letzten Jahrtausenden nicht etwas in der Art und Weise der „geistigen Angriffe durch das Böse“ geändert hätte. Oder als ob die Entwicklung der Kirche keine Fortschritte beim beschützen der Menschen gemacht hätte. Wir Menschen müssen lernen, es gibt Weiterentwicklungen auf beiden Seiten ihr Honks.

Ich habe immer noch nicht das erste Buch durchgelesen, es ist so viel darin zu finden – vor allem eins: Europa krankt an einer kranken Kirche die ihre eigenen Wurzeln verleugnet und sich nicht gegen den Allerniedrigsten, den Teufel, stemmt. Dies wird ja nicht mal mehr in den Mund genommen! Man spricht nicht drüber. Für mich persönlich erklärt sich aber einiges was ich im Leben wahrgenommen habe – warum bei manchen Menschen das Leben eine Kakophonie des Scheiterns ist, warum manche Menschen mit bestimmten Ansichten und Handlungsweisen in tiefste innerste Verbitterung und Einsamkeit stürzen, warum so viele Menschen fast die gleiche Biographie haben die oftmals mit entscheidenden Fragen in der Jugend anfangen – und mangels Antworten in viele Süchte stürzen.

Ehrlichgesagt ist das Verhalten vieler Kleriker schlicht und ergreifend unterlassene Hilfeleistung. Eine Unverschämtheit erster Güte den Menschen hier nicht in klaren Worten zu erklären worum es überhaupt geht. Haben diese Trottel denn noch niemals einen Fernseher eingeschaltet? Noch nie im Kino gewesen? Noch nie Computerspiele gespielt? Noch nie Romane gelesen? Fast jedes Medium ist voll von Schreien der unverstandenen und vor Sehnsucht fast platzenden Menschen.  Sie suchen die unendliche Glückseligkeit, die ewige Ruhe, das ewige Leben, die ewige Seligkeit, die vollendete Freiheit, Liebe, Liebe, Liebe, Liebe und nochmals Liebe!

Und was machen all die Theologen, Pfarrer, Diakone, Nonnen und sonstige? Sie schweigen oder erzählen irgendeinen Quark von wegen „man sollte Nett zu einander sein“. Sie verschweigen die Wahrheit, sie verschweigen die Wirklichkeit, sie verschweigen 2000 Jahre Lehrstunden für uns Menschen.

Wohlan, ich lese dann mal weiter.

Templarii

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4 Kommentare zu “Weitere Erkenntnisse aufgrund des Buches „Daemonologie“

  1. Ja, eine Theologie, welche die bösen Wesenheiten leugnet, ist unnötig. Sie ist sogar schädlich. Leider ist diese Leugnung teilweise auch in die katholische Lehre eingebrochen. So hatte mein Sohn auf der Grundschule eine katholische Religionslehrerin, die den Schülern einredete, daß es gar keinen Teufel gäbe. Diese Leugnung sollte wohl „pädagogisch wertvoll“ sein, ähnlich wie die Umschreibung der Grimm’schen Märchen, wo dann die Hexen zu weisen Frauen werden, und die Drachen zu Kuscheltieren.

    Auf die Gefahr hin, wiederum gewisse Leser zu nerven, muß ich hervorheben, daß niemand das Böse so differenziert und wirklichkeitsnah beschrieben hat wie R.Steiner. Er unterscheidet drei böse Wesenheiten:

    Luzifer = Antipode des Heiligen Geistes;
    Ahriman = Antipode des Sohnes;
    Adzura = Antipode des Vaters.

    Ersterer ist der relativ „harmloseste“; er verführt zu Stolz und Sinneslust, aber auch zur geistigen Überheblichkeit und zur buddhistischen Weltflucht. –
    Ahriman ist eindeutig gefährlicher; er ist anonym, verbirgt sich hinter dem gesichtslos Bösen, wie es in Technik und Bürokratie wirksam wird. Er ist Urheber des Materialismus und Geist-Leugnung. Die von ihm besessenen Menschen sind gefühlskalte, hoch intellektuelle Willens-Roboter.
    Der dritte Böse ist noch nicht wirksam, kündigt sich aber bereits an in den wüsten Sexual-Orgien, welche das Ich zerstören. Dagegen gibt es zur Zeit noch kein Heilmittel. Jesus hat zwar Luzifer zur Einsicht gebracht (Pfingsten) und Ahriman gefesselt (Höllenfahrt), aber der Sieg über Adzura bleibt dem Vater vorbehalten.

    Man kann diese drei Bösen nur verstehen, wenn man die Trinität versteht. Dazu denke man sich die drei Raumdimensionen des Menschen. Der Mensch in seiner Körpergestalt kennt :

    Die Oben-Unten-Dimension; sie entspricht dem Vater. (Größte Dimension)
    Die Links-Rechts-Dimension; sie entspricht dem Sohn. (Mittlere Dimension)
    Die Vorn-Hinten-Dimension; sie entspricht dem Geist. (Kleinste Dimension)

    Demgemäß ist auch Gott dreifaltig – und doch eine Person!

    Übrigens werden die drei Formen des Bösen schon in der Bibel an mehren Stellen klar unterschieden. So etwa im Buch Daniel. Im Kapitel 7 des Buches Daniel spricht er von vier Tieren. Das erste verbildlicht Luzifer; das zweite entspricht Ahriman; das dritte beschreibt ihre Kombination; das vierte Tier weist auf Adzura hin. – Daniel wurde auf eigenes Bemühen hin inspiriert durch Archangeloi (Erzengel/Volksgeister); Gegenstand seiner Schauungen waren aber Wesen einer noch höheren Hierarchiestufe, nämlich Archai (Ursprünge/Zeitgeister).

    Auch das Neue Testament differenziert in der Beschreibung das Böse. So in der dreifachen Versuchung Jesu. Ebenso in der Apokalypse.

    Kompliziert wird es dadurch, daß es sich bei den bösen Wesen jeweils um ganze Scharen unterschiedlicher Mächtigkeit handelt, mit nicht immer eindeutiger Zuordnung. Insgesamt sind sie chaotischer und schwerer zu erfassen als die regulär hierarchischen Wesen. – Zu unterscheiden davon sind noch die Elementarwesen, die Christus unterstehen und in der Natur ihre Aufgaben haben.

      • Ja, Steiner war bis zuletzt Katholik. Er ist zwar aufs Heftigste von Katholiken angegriffen worden und hat auch bisweilen genauso heftig (aber niemals gehässig) reagiert; anderseits aber hat er auch wieder sehr ehrfurchtsvoll vom Katholizismus gesprochen. Hätte es nicht diese Anfeindungen gegeben, so hätte er vielleicht innerhalb des Katholizismus gewirkt und nicht Anschluß an die Theosophie gesucht.

        Ich selbst bin in keiner Religionsgemeinschaft reguläres Mitglied, besuche aber regelmäßig die Gottesdienste („Menschenweihehandlungen“) der von Steiner inaugurierten „Christengemeinschaft“. Diese entstand auf Anregung einiger bedeutender evangelischer Pfarrer, doch der Kultus entspricht dem Tridentinischen Ritus, nur in der jeweiligen Landessprache, bei uns also in Deutsch. Durch katholische Gottesdienste habe ich mich bisher immer abgestoßen gefühlt, weil es dort zu wenig ernsthaft zuging. Und auf evangelische Gottesdienste kann man sowieso verzichten, außer vielleicht wegen der Musik. Oder wenn man wirklich bedeutende Prediger hören möchte, Ausnahme-Christen wie G.Huntemann.

        Sehr empfehlen möchte ich außer Steiner noch einen anderen Anthroposophen: Valentin Tomberg. Insbesondere seine beiden grundlegenden Bücher über das Alte und das Neue Testament. Äußerst gehaltvoll und tiefsinnig, dabei klar und komprimiert. Anthroposophie „vom Feinsten“. Ersetzt hunderte andere Bücher. Darin auch ausführliche Darstellung des Propheten Daniel.

      • Die „katholischen Gottesdienste“ von Heute sind ein Haufen Scheisse. Sorry dass ich das so direkt schreibe, aber es ist tatsächlich so. Da ist Jesus nur ein guter Typ zum „auf die Schultern Klopfen“ und mehr nicht. Natürlich fehlen regelmässige Häresien mittem im Gottesdienst nicht. Im Plauderton werden da einfach massgebliche relevante und wichtige Dogmen oder Glaubenssätze geleugnet oder erweitert. Von den ganzen Frauen beim Altar rede ich schon gar nicht mehr. Einfach Wahnsinn wie irgendwelche Leute in Jacken und Jogginghosen einfach mal zum Tabernakel gehen und die Gefässe nehmen. Oder wenn die Ministranten und Ministratinnen lachelnd wippend oder stolpernd und unwissend durch den Altarbereich herumirren. Peinlich und Lächerlich.

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