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Wir stecken in einer globalen Finanzkrise und viele sind nervös. Doch die ein seitige Schuldzuweisung an „gierige Händler“ passt nicht. Es gibt nämlich etwas was man berücksichtigen muss. Anscheinend sind in den letzten 20 Jahren alle Investment- und Aktienhändler verrückt und masslos gierig geworden. Dies erscheint etwas seltsam, zumal es ja so viele Menschen sind. Ein Kollektivwahnsinn über mehrere Jahrzehnte ist etwas unwahrscheinlich. Der Fehler ist nicht einfach nur in den Menschen, er ist in dem System. Wenn man der Österreichischen Schule der Ökonomie (Nationalökonomie im Geiste des HRR ) folgt, ist ein eines der grössten Probleme in der Wirtschaftswelt das sogenannte „fiat money/fiatgeld“, also Geld dass einfach so gedruckt wird. In seinem Buch „Geldsozialismus“ beschreibt Herr Baader die Problematik wie folgt: „Es ist so als würde bei einer Auktion jemand mitbieten der Geldfälscher ist“.

Durch das masslose Drucken von Geld ohne Bezug zur Wirklichkeit werden bestimmte Grundinformationen verfälscht. Normalerweise misst man anhand gewisser Kennzahlen die Situation in der Wirtschaft und handelt dementsprechend. In den letzten 20 Jahren aber, vollzog sich eine massive Computerisierung im Investmenthandel. Dies heisst dass Computerprogramme automatisch Aktien oder andere Wertpapiere kaufen und Verkaufen wenn irgendwelche Kennzahlen einen bestimmten Punkt erreicht haben.

Dies heisst wir haben folgende Probleme:

  • Computerprogramme spucken Statistiken aus, tätigen Käufe und Verkäufe, generieren Graphiken und sammeln Informationen auf Basis von vielen Kennzahlen die sich letztlich auf die grossen Kennzahlen der Geldmenge, Kreditmenge, Zinssätze anderes beziehen.
  • Wir haben ein System in dem Geld und dadurch die Geldmenge künstlich per Dekret gedruckt und verteilt wird. Die ganzen grundlegenden Kennzahlen ergeben sich nicht aus dem Marktverhältnis sondern werden aus machtpolitischen Gründen festgelegt = „Geldsozialismus“. Die FED und andere Zentralbanken betreiben Geldkommunismus.

Diese zwei Faktoren ergeben die heutigen Probleme. Die bösen bösen kapitalistischen Aktienhändler glauben dass die grundlegenden Kennzahlen aufgrund von Marktverhältnissen zustande kommen. Die Computerprogramme sind auch dementsprechend programmiert. Sie handeln mit allen möglichen Waren, Aktien, Rohstoffen und liefern damit auch Kennzahlen für Einkäufer von Konzernen und Fabriken. Die Fabriken beurteilen anhand anderen, ebenso falscher, Kennzahlen den Konsumentenmarkt und produzieren oder auch nicht. Darum haben wir jetzt eine Überproduktion in vielen Bereichen.

Am Ende merken dann die Firmen dass die Kunden nicht kaufen. Die Kunden merken dass sie gar kein Geld haben und womöglich Verpflichtungen eingegangen sind die sie nicht mehr bezahlen können – und alle schimpfen dann auf Banken und Aktienhändler oder gierige Kapitalisten. Dabei sind die Grundlegenden Geldproduzenten eher mit einem „Zentralkomitee für Geldherstellung“ zu vergleichen.

Wir haben keinen Kapitalismus. Wir haben einen sozialistischen Scheinkapitalismus. In Zukunft wird es so nicht funktionieren. Man kann nicht mit Hokuspokus versuchen den Weltraum zu besiedeln und dort funktionierende Ökonomien aufzubauen.

Buchempfehlung: „Geldsozialismus“ von Roland Baader

Templarii

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