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Mein Leben hat sich verändert. Ich habe ein Vertrauen entwickelt wie ich es vorher noch nie hatte. Die „schreienden schwarzen Löcher“ in der Seele schliessen sich Stück für Stück. Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist nicht mehr aggressiv, sondern liebevoll.

Man sollte das nicht missverstehen. Ich weiss jetzt nicht mehr, eher sind meine Fragen grösser geworden – aber ich weiss dass mein Bewusstsein wahrgenommen wird, dass ich nicht alleine bin und dass es da ein unendlich anderes Bewusstsein gibt, dass mich liebt und sich nach mir sehnt. Anders als ich es tun würde, aber dennoch sehr sehr sehr angenehm.

In mehreren Bereichen meines Lebens ist Frieden eingekehrt. Mein Denken ist umschlungen von einer wohlwollenden Gewalt die mich liebevoll aber bestimmt voranbringt. Und ich bin der Lehm, nicht der Töpfer! Schnitt für Schnitt werden falsche und böse Triebe abgeschnitten, wie Schuppen von den Augen fällt die Blindheit ab. Wie sehr ich ein Tor wahr, ist mir nicht klar, aber dass ich einer war und natürlich noch bin, dass erkenne ich. Es macht spass sich hinzugeben, auch wenn ich immer noch Hemmungen und Hemmnisse habe.

Mein Denken ist abgeklärter geworden, schwer umschreibbar, irgendwie stärker verwurzelt in der Wirklichkeit bei gleichzeitiger abgehobenheit. Das Leid der Welt tut mehr weh, aber der Schmerz frisst mich nicht von innen auf. Dort leuchtet ein Licht und führt mich. Ich bin ein Schiff auf stürmischer See, der Heilige Geist bläht meine Segeln. Abstrakte Gedanken in interessante Bilder zu kleiden gelingt mir immer besser. Anstatt Ärger zu empfinden weil man sich nicht ausdrücken kann, schmeckt all die Anstrengung immer mehr nach Freiheit.

Ich vertraue Gott. Er ist da. Letztens erst habe ich zufällig einen neuen Kontakt kennengelernt, seine Aussage war „so ein Zufall, sie sind wie für unsere bevorstehenden Aufgaben gemacht.“ So etwas passiert immer häufiger und ich nehme dass dankbar zur Kenntnis. das Angesicht Gottes ist sanft. Gleichzeitig wird die Kreuzigungsszene immer erschütternder.

Die Selbstgerechtheit des Menschen springt mir immer stärker ins Auge, auch durch meine eigene Selbstgerechtigkeit. Dennoch schmilzt die empörende Härte dahin, man erkennt sich als Teilnehmer dieses Arroganten gequakes. „Wer bin ich schon, wer sind die anderen schön. Frage doch erstmal die Schönheit….“

Sehr vieles in unserem Leben scheint ein Versuch der Widerlegung Gottes zu sein. Viele Worte werden verwendet die absolut Biblischen Ursprunges sind – auch wenn keiner mehr davon weiss. Man sollte zum Beispiel wissen das Keynes, der erfinder einer bestimmten Schuldenbasierten Wirtschaftspolitik davon sprach, dass man nun Steine zu Brot machen könnte. Bezeichnend welche Inspiration er nahm. Immerhin ist dass aus der Szene als Jesus vom Teufel versucht wird und er in der Wüste Steine zu Brot machen sollte.

Man sollte so etwas wissen. Einfach nur um ein bischen Ahnen zu können wessen Geistes Kind manche Bewegungen auf der Welt sind. Kommunisten wollen ja bekanntlich das Paradies auf Erden erschaffen. Alles ist jedoch Windhauch, Staub, Müll.

Ich lerne Vertrauen und ich lerne es so wie ein Säugling lernt sein Köpfchen zu heben. Genau so ist es. Dass Vertrauen in eine funktionierende Uhr ist etwas völlig anderes als Vertrauen in Gott. Dass muss man richtig üben und man darf scheitern. Man darf auch immer „Papa“ rufen, er hilft.

Etwas ganz neues habe ich gelernt und zwar das Engel eigentlich keinen eigenen Willen haben. Man muss sie schon rufen und bitten dass sie helfen. Dann helfen sie. Man sagt ein Schutzengel ist der Gedanke Gottes an die betreffende Person, man sollte auch wissen dass es böse Engel gibt. Gott will das wir unseren Willen anstrengen und einsetzen. Er will gerufen werden, er will gebeten werden, er möchte dass wir die Hand hochheben und sagen – bitte hilf ich will dies erreichen. Jede unsere Bitte ist wie bei einem Vogeljungen dass sich mühsam aus der Eierschale rauspicken muss.

Gott verwendet den Mist welchen wir anrichten als Humus für unsere Entwicklung. Genau so wie beim Gartenbau. 🙂 Und mein Vertrauen wächst dadurch, dass mein Misstrauen widerlegt wird. Meine Irrtümer darin, worauf ich vertrauen wollte lehrten mich wem oder was ich nicht vertrauen sollte.

Templarii

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Ein Kommentar zu “Vertrauen

  1. Pingback: Gebet und Wahrheit | Neue Reconquista

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