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Zu meinem vorherigen Beitrag über feige Christen möchte ich diesen Beitrag mit Bezug auf den Katechismus der Katholischen Kirche schreiben. Für alle die es nicht wissen, der Katechismus ist sozusagen das Regelwerk der Kirche. Darin wird der Glaube der Kirche ausführlicher erklärt. Man kann ihn online auf den Seiten des Vatikans finden.

III Aufrechterhaltung des Friedens

2302 Wenn Jesus an das Gebot: „Du sollst nicht töten“ (Mt 5,21) erinnert, fordert er den Frieden des Herzens und verurteilt die Unsittlichkeit des mörderischen Zorns und des Hasses.

Zorn ist ein Verlangen nach Rache. „Nach Rache zu verlangen zum Schaden dessen, der bestraft werden soll, ist unerlaubt; aber nach Rache zu verlangen zur Bestrafung der Laster und zur Bewahrung der Gerechtigkeit ist lobenswert“ (Thomas v. A., s. th. 2-2, 158,1, ad 3). Falls der Zorn so weit geht, daß man den Mitmenschen absichtlich töten oder schwer verwunden möchte, ist er eine schwere Verfehlung gegen die Liebe und damit eine Todsünde. Der Herr sagt: „Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein“ (Mt 5,22).

[…]

2304 Damit das Menschenleben geachtet wird und sich entfalten kann, muß Friede sein. Friede besteht nicht einfach darin, daß kein Krieg ist; er läßt sich nicht bloß durch das Gleichgewicht der feindlichen Kräfte sichern. Friede auf Erden herrscht nur dann, wenn die persönlichen Güter gesichert sind, die Menschen frei miteinander verkehren können, die Würde der Personen und der Völker geachtet und die Brüderlichkeit unter den Menschen gepflegt wird. Der Friede besteht in der „Ruhe der Ordnung“ (Augustinus, civ. 19, 13). Er ist das Werk der Gerechtigkeit [Vgl. GS 78,5] und die Wirkung der Liebe [Vgl. GS 78.1-2.].

[…]

Daraufhin folgen Ausführungen über herbeiführung von Kriegen sowie die Macht der zerstörerischen Waffen. Man merkt dass der Katechismus zutiefst von den Erfahrungen der Weltkriege geprägt ist.

Nun ist aber etwas anderes am Laufen. Die Gerichte sprechen kein Recht mehr. Die Polizei ist nicht in der Lage für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Banden organisieren sich und kontrollieren Teile der Städte – unter anderem durch Drogenhandel, Menschenhandel, Erpressung und Raub. Die Gemeinschaft finanziert diese Personen über Sozialhilfe und unterlässt völlig ihren Treiben ein Ende zu setzen. Desweiteren gibt es eine immer stärkere gemeinschaft von radikalen Islamisten die zusätzlich zu den mächtigen radikalen Kommunisten die Gemeinschaft auspressen und erpressen. Kirchenschändungen geschehen zuhauf, Friedhofsschändungen ebenso. Kinder werden in diese Situation hereingebracht – sie sind dem Kulturkampf in den Schulen wehrlos ausgeliefert.

Unsere Gesellschaft bietet den Räubern und Sündern nicht mal eine Möglichkeit aus diesem heraus zu kommen – wohin denn? Wieso sollte sich ein radikaler Muslim Christ werden? Woher soll er wissen was Christen sind? Wo sind diese denn? Anscheinend ist es jedem egal dass in diesem ehemals Christlichen Land die gesamte Kultur geschändet wird. Das ist nicht anziehend für Menschen die eh schon ein Problem mit ihrer Seele haben – sie brauchen Heilung. Sich bis zum Exzess demütigende Menschen bieten keine Heilung.

Der Katechismus der Katholischen Kirche zeigt eindeutig dass wir als Christen dazu aufgerufen sind Recht und Ordnung aufrecht zu erhalten oder dafür zu sorgen dass diese wieder aufgebaut wird.

Zu dem womöglich aufziehenden Europaweiten Kulturkampf gesellt sich die seltsame Situation dass die Gegner zwar keine hochgerüsteten Staaten sind, aber Menschen die vollkommen überzeugt sind dass sie richtig liegen. Ihnen ist mit Handreichung und Gesprächen nicht beizukommen. Um es salopp zu sagen – Ghandi hätten sie schlicht ermordet. Dies bedeutet nicht dass man es ihnen gleich machen sollte, dass wäre gegen unsere Sitten und Überzeugungen. Aber es bedeutet auch nicht dass man aufgrund der Sitten und Überzeugungen die Sitten und Überzeugungen wegnehmen lassen sollte. Man kann nicht Tolerant zu Intoleranten sein – das widerspricht der Zielsetzung der Toleranz.

Ich bin überzeugt dass wir darum im Chaos herumschlittern weil die Kriegsgeneration gestorben ist und der Nachwuchs in Fülle und Wohlstand – aber ohne Gott aufgewachsen ist. Die alten Patriarchen sind ebenso weg wie die alten Matriarchinnen. Die, welche in ihrer Jugend den Schrot aus den Spatzen rauspuhlten um aus drei Spatzen eine Suppe zu machen. Die welche mitbekommen haben wie alle in den Bombenkellern den Rosenkranz beteten. Wir haben die Aufgabe es erneut zu beleben und diese Aufgabe stellt Gott an jede Generation – so wie jedes Jahr die Bäume aufs neue Blätter treiben müssen.

Noch ein kleiner Nachtrag:

2321 Das Verbot des Mordes hebt nicht das Recht auf einen ungerechten Angreifer unschädlich zu machen. Die Notwehr ist für solche die für das Leben anderer oder für das Gemeinwohl verantwortlich sind, eine schwerwiegende Pflicht.

Templarii

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3 Kommentare zu “Der Katechismus zum Kampf

  1. Wenn man weiter liest merkt man auch dass die heutigen Pazichristen versuchen selber Gott zu spielen; es wird KEINEN umfassenden Weltfrieden geben bevor Christus wiederkommt. Wir werden es nicht aufbauen und wir können es auch nicht:

    „Insofern die Menschen Sünder sind, droht ihnen die Gefahr des Krieges, und sie wird ihnen drohen bis zur Ankunft Christi. Soweit aber die Menschen sich in Liebe vereinen und so die Sünde überwinden, überwinden sie auch die Gewaltsamkeit, bis sich einmal die Worte erfüllen: ‚Zu Pflügen schmieden sie ihre Schwerter um, zu Winzermessern ihre Lanzen. Kein Volk zückt mehr gegen das andere das Schwert. Das Kriegshandwerk gibt es nicht mehr‘ (Jes 2,4)“ (GS 78,6).

    Wer sagt dass wir in der Endzeit leben, hatt Recht. Aber was ist wenn die Endzeit 1000 Jahre dauert? Dass das Himmelreich nahe ist, fühlt man immer wenn man Betet und in Gott versinkt. Das Himmelreich berührt uns durch unser Herz – wir werden quasi hineingesogen wenn wir uns demütig hingeben. Aber den Himmel auf Erden herbeizuführen dass vermag nur Jesus.

    Templarii

  2. Gut, einmal an den Katechismus zu erinnern. Ich habe einen im Regal stehen – allerdings „nur“ das Kompendium -, und noch viel zu wenig reingeschaut.

    Es herrschen allerdings merkwürdige Vorstellungen über das Christentum. Das merkt man, wenn man in den Foren und Leserkommentaren liest. Gerade Christentums-Gegner machen sich meist gar keine Mühe, sich mit dem, was sie bekämpfen, näher zu befassen.

    Zur Zeit lese ich ein Buch, das ich nur wärmstens weiterempfehlen kann: „Pardon, ich bin Christ“ von C.S.Lewis, dem Autor der Fantasy-Kinderbuchreihe „Die Chroniken von Narnia“ (ebenfalls empfehlenswert!!) aus den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Hier wendet er sich allerdings an Erwachsene. Ich staune, wieviel ich durch dieses Buch dazulerne. Es ist auch nicht teuer.

    • Ja das Buch habe ich auch. Der Katechismus ist schwer zu verstehen wenn man nicht erstmal solche Bücher wie „Pardon ich bin Christ“ liest. Man versteht nicht wovon der Katechismus spricht und wie er das gemeint hat. Ich lerne auch massenhaft dazu und werde mir noch andere Bücher von ihm kaufen. Krass finde ich auch das Tolkien, der Mann der sozusagen den Europäischen Archetypus aller Fantasybücher geschrieben hat, ein tiefgläubiger Katholik ist welcher sich beschwerte in Narnia ist die Analogie zum Christentum zu offensichtlich. Herr der Ringe ist zusammen mit Dante die Eingeweide der Europäischen Kultur. JEDER in Europa versteht Aragon und Merl ähhh Gandalf. Auch was Orks sind und Elfen und so weiter.. Es lohnt sich da weiter nachzuforschen.

      Templarii

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