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Mein Geist ist zu mehr fähig als vorher. Die Beichte ermöglichte meine Fokussierung auf lähmende und mich selbst beleidigende Taten oder Gedanken. Mit der übergabe dieser Wirklichkeit befreite ich (also durch Gottes Vergebung) mich vor der Last der vielen negativen Gedankenstrukturen.

[Kurzer Einschub wegen der Loslösung der Gedanken] Elementar für dass funktionieren der Beichte ist der Glauben daran. Auch wenn neunmalkluge Rotznasen immer „Glauben“ mit „ich hab keine Ahnung und akzeptiere das aus Dummheit einfach mal“ verwechseln; der Christliche Glauben hat sehr wenig mit Nixwissen und Nixblicken zu tun. Ich weiss das Gott die Quelle der Existenz, des Guten ist. Ich glaube daran dass er mir vergibt wenn ich ehrlich und im vollen Bewusstsein bereue. Warum ich das Glaube hat nicht damit zu tun dass ich es einfach annehme – sondern weil ich es genau geprüft habe. Mir ist klar dass meine Wahrnehmung und mein Denken eine Grenze hat – Grundsätzlich kann ich nur in der Gegenwart denken. Was in der Vergangenheit passierte ist vorbei und unbeeinflussbar, was in Zukunft passiert ist noch nicht da und unbekannt. Morgen könnte meine Kugelschreiber brechen, ich weiss es nicht.  Religionsunterricht ist genau aus diesem Grunde wichtig nicht um irgendwelche Indoktrinationen durchzuziehen (Ideologen denken immer das alle anderen AUCH Indoktrinieren wollen.. Vor allem Linke Ideologen die dass ganze selber gerne tun) sondern um zu erzählen was für eine Wahrheit wir Menschen erfahren haben und dass man sich damit beschäftigen soll.[Ende des Einschubes]

Ich muss mich nicht mehr an all das erinnern. Immer wenn ich eine Selbstlegitimation für Handlungen benötige, lief dasselbe Gedankenmuster ab. Ich will das tun, warum will ich das tun, woher weiss ich dass ich richtig liege, was ist wenn ich falsch liege, was ist wenn ich scheitere, ich habe schon genug riskiert und bin schon derb gescheitert, die alten Wunden sind nicht verheilt und ich riskiere neue? Am Ende blieb Lethargie, Saufen, Zocken und vielerlei erotische Betätigungen. Kurz – die Postmoderne.

Nun schaut die Sache aber anders aus. Ich bin grösstenteils frei. Mein Gewissen ist frei und unbelastet (wenn ich diese Sache erstmal richtig akzeptiert habe – es ist schockierend). Mein Wesen kann sich frei entfalten ich habe mich unter die Herrschaft der Freiheit gestellt – die Freiheit welche logischerweise nur die Liebe sein kann denn nur in der Liebe ist Freiheit wahrlich frei – sonst ist die Freiheit nur eine Dauerverneinung aller Dinge die so auf der Welt existieren. Ich stehe unter einem Licht, ich weiss das es gut tut, ich weiss das es richtig ist – ich fühle es ja. Ich merke wie ich mich beruhigt habe, die zornigen Dornen meiner Fehler sind stumpf geworden. Es kommt kein neues Gift mehr und benebelt mein Denken nicht mehr.

Man ist mit einem Schlag Wahrheitsfähiger. Die Wahrheitsfähigkeit ist anstrengend wie 100 Liegestützen oder 50 Klimmzüge. Man muss das trainieren wie ein Adlerjunges sich selbst aus einem Ei rauskämpfen MUSS. Die Wahrheit erträgt man nur im Schutze der unendlichen Liebe Gottes. Ist man ohne Gott, ohne eine Ewigkeit ohne eine Unendlichkeit dann tut die Wahrheit weh und zwar so dass man ihr ausweicht. Denn die letzte Erkenntnis ist dann immer, dass alles egal ist weil man ja eh sterben wird. Nicht mal feiern macht dann noch Spass. (Ich weiss wovon ich spreche. Es bleibt einem NICHTS.) Gott gibt einem Menschen nur die Last, die er mit ihm zu tragen gedenkt. Nie mehr als er ertragen kann. Ich bin zuversichtlich dass meine Denkmaschinerie schon ihren Grund hat – inzwischen habe ich das ganze gehörig geputzt und öle es mit Zuversicht. Die Turbinen werden nach und nach eingeschaltet und nähern sich dem Zustand des Brüllens. Noch ist es alles ein Selbsttest aber ich stelle mich der Wahrheit.

Durch die Steigerung der Wahrheitsfähigkeit blickt man liebevoll aber kritischer und klarer auf sich. Die kleinsten Sünden werden erkannt. Alles was den Zustand der Seligkeit unterbricht, fällt auf wie eine fallende Stecknadel im Konzertsaal kurz vor dem Beginn der Aufführung. Natürlich sind meine Fehler und Unzulänglichkeiten keineswegs „so klein wie Stecknadeln“, ich bin mir sicher dass die Sünden eher einem Berghang herunterrollenden Baumstämmen gleicht. Doch die Beichte, das Gebet, das studieren der Religion, das Weihwasser, der Gottesdienstbesuch und meine Leidenschaft und Sehnsucht nach Gott helfen dabei überhaupt Wahrzunehmen. Je länger ich das mache desto stärker schmeckt mir vieles von dem üblichen laschen Herumgelebe nicht mehr. Es wird fad wie 3 Stunden alte Hamburger.

Wer auch immer das nachmachen möchte, sollte es unbedingt tun. Davor ist aber folgendes zu erledigen:

  1. Klar werden worum es sich bei der Beichte handelt.
  2. Sich klarer werden wer und was Gott ist
  3. Sich klarer werden was man beichten soll (Todsünden, Sünden, lässige Sünden) und warum!
  4. Einen richtigen Beichtvater finden – keine 0815 Larifarialleswirdgutehegal Menschgerls..
  5. Aufschreiben, eine Woche oder länger durchgehen was man Beichten würde, in sich gehen, Termin finden, Beichten.

Es kostet nichts ausser Überwindung, bringt aber danach viel mehr.

Man muss normalerweise einmal im Monat beichten und ist dementsprechend bewusster was in einem passiert. Wenn man nie gebeichtet hat, dann ist man eigentlich nicht zugelassen zur Eucharistie und sie wirkt schwächer bis gar nicht.

Gott ist Wahrheit, er weiss die Wahrheit er IST DIE Wahrheit. Man kann die Wahrheit nicht betrügen, sie ist in sich selbst wahr und alles was unwahr ist prallt ab oder zerbröselt in ihrer Nähe.

Templarii

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