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Gefunden auf: dergradeweg.com

Im August [ca. 1648] landete der Führer des englischen Parlamentsheeres, Oliver Cromwell, in Dublin. Er war davon überzeugt, als Instrument eines göttlichen Strafgerichts den katholischen „Götzendienst“ ausrotten zu müssen. In der Stadt Drogheda, nördlich von Dublin, welche er als erste eroberte, ließ er die 2000 Mann starke Besatzung samt Teilen der Zivilbevölkerung nach Beendigung der Schlacht niedermetzeln. Cromwell beschrieb dies als „gerechtes göttliches Urteil über diese barbarischen Schufte, welche ihre Hände in so viel unschuldiges Blut getaucht haben“.[2] Hinzugefügt sei, dass die irischen Rebellen damals offiziell als „die vom Bösen befallenen irischen Papisten“[3] bezeichnet wurden. Ein Jahr später erlitt die Stadt Wexford südlich Dublins ein ähnliches Schicksal.

Nach zwölf Jahren Krieg, Hungersnot und Beulenpest, die zu allem Übel 1650 noch ausgebrochen war, war Irland im Jahre 1653, als Cromwells Feldzug offiziell beendet war, zu großen Teilen verwüstet. Eine zeitgenössische Schätzung ging von 600.000 Toten aus (davon 15–20 Prozent Protestanten), bei 850.000 bis zu einer Million noch Lebenden! Cromwell gestaltete nun die Insel im protestantischen Sinne um: Er erließ den Act of Settlement, mit welchem er in ganz Irland 11 Millionen Morgen Land (etwa 44.515 Quadratkilometer!) in Besitz nahm, also nahezu das gesamte Farmland, welches noch in katholischem Besitz war. Einzige Ausnahme bildete die karge westliche Provinz Connaught westlich des Flusses Shannon. Irische Grundbesitzer, die nach dem 1. Mai 1654 noch östlich des Shannon angetroffen wurden, verfielen der Todesstrafe oder der Verschleppung nach Westindien. So mussten ca. 44.000 Menschen im Winter 1653/54 nach Connaught ziehen, wo sich ihnen kaum eine Lebensgrundlage bot.

Auch auf religiösem Gebiet vollzog Cromwell schwerwiegende Veränderungen. Im Januar 1653 erging der Befehl, dass alle katholischen Priester binnen 20 Tagen die Insel zu verlassen hätten. Dieser Aufforderung kamen bis 1654 etwa Tausend Kleriker nach, die – wie die meisten katholischen Lehrer – in die westindischen Kolonien deportiert wurden. Trotz brutaler Verfolgung und der Aussetzung von Kopfgeldern, gelang es vielen Priestern, sich in den irischen Bergen und Wäldern zu verstecken. Sie übten weiterhin ihr Amt aus, zogen verkleidet durchs Land und spendeten nachts an abgelegenen Orten die Sakramente. Eine traurige Erscheinung waren die sogenannten „Priesterjäger“ – Männer, welche das Vertrauen der Priester genossen und diese sicher zu den geheimen Versammlungsorten führen sollten, sie jedoch stattdessen an die Häscher Cromwells auslieferten und dafür die Belohnung kassierten. Heute kann man in Irland Dutzende von zerstörten Klöstern und Kirchen besichtigen, die meisten davon wurden während oder nach dem Krieg von Cromwells Truppen verwüstet und geplündert. Die St. Patricks-Kathedrale in Dublin wurde von seiner Reiterei als Pferdestall benutzt. Ganz abgesehen davon verbot Cromwell die katholische Religion und ihre Ausübung an sich.

Ich wusste gar nicht das die Engländer so gewütet haben.. Das ist ja Wahnsinn und – Völkermord. Und die Nachfolger von Heinrich sind womöglich in der Islamisierung verstrickt.. So glauben manche das Charles ein Moslem geworden ist. Also wenn ich ein Mensch wer der zur Sympathie von Unterdrückten neigt, die Katholiken haben schon ordendlich gelitten..

Templarii

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