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Auf diesem Blog habe ich schon oftmals darüber geschrieben, dass Gott in unser Leben eingreift. Es ist natürlich ein schwieriges Thema und kann oftmals nur von nahen Bekannten nachvollzogen werden wenn jemand so etwas sagen kann. Aber ich kann sagen, dass fast jeder der sich für Gott entschieden hat, sicherlich einige Wunder miterlebt hat. Selbst wenn es nur kleine sind, wie zum Beispiel die völlige Verwandlung eines nahen Bekannten – zum Guten hin.

Ich selber habe das Bewusstsein dafür, dass mein Wesen von mir missverstanden wird – oder besser gesagt wurde. Damit meine ich, dass ich nicht genau wusste wieso ich wie reagiert habe und es wie ein weisser Fleck in meiner Selbstwahrnehmung war. Je mehr ich mir dieser Situation bewusst wurde – und mich auf das Wort Gottes verliess, dass er mir zur Seite steht, desto intensiver wurde mein Wunsch nach Selbsterkenntnis. Ich betete darum, und verliess mich darauf das Gott mir diesen Wunsch ins Herz gepflanzt hat, damit ich geistig und spirituell wachsen kann.

Wann ich dies gebetet habe, weiss ich nicht mehr. Ich glaube auch dass es verschiedene Gebete waren, dass es ein wachsendes Bewusstsein dafür war und ich in allerlei Situationen darüber nachdachte ob es mir hier und da besser gegangen wäre wenn ich eine stärkere Wahrnehmung hatte.

Rückblickend muss ich sagen dass mich eine massive Erkenntniswelle erfasste. Es waren vorerst zwei Dinge:

Kultur – auf der Suche nach weiteren Informationen über Christen und Krieg, fand ich eine Seite die genau das Thema behandelte. Ähnliche Fragestellungen wurden gestellt, aber es gab auch historisch tragbare Antworten. Eine davon war die religiöse Komponente bei den ukrainischen und russischen Kosaken. Sie verstanden sich als sehr Religiös und bis Heute wird dies gelebt. Nähere Nachvorschungen zeigten dass einige wichtige Teile meines Selbst dadurch gut erklärbar waren. Mein religiöser Eifer bei der Suche und die Freude am Wettkampf. In der Diaspora hat man seine „eigenen Leute“ nicht um sich, daher ist es sehr verwunderlich wie stark diese Gefühle und Sichtweise sich in mir zeigten.

Genetik – Ich habe Teile des kontroversen und umstrittenen Buches von Professor Kevin MacDonald gelesen – „The Culture of Critique“ erschien bereits 1998 und handelt von der Evolutionären Betrachtung verschiedener Kulturen; mehr Individualistischer Kulturen sowie mehr Kollektivistischer. Umstritten ist das Buch weil es ein modernes Gesellschaftliches Tabu berührt, und zwar die Rolle jüdischer Gruppierungen (Als Mitglieder eines eher Kollektivistischer Kultur)  in unserer westlichen Gesellschaft. Unpolemisch und Sachlich beschreibt er seine Ansichten und Forschungsergebnisse über verschiedene evolutionär geprägte Verhaltensweisen. Unabhängig von dem Beispiel für seine These (er erwähnt dass es auch andere Kollektivistische Kulturen gibt – mir fallen da die Moslems ein), geht es im Kern über die Umstellung von einer individualistischen Kultur in eine kollektive. Dazu sind mir erhebliche Mengen an Gedanken gekommen die sich auf so viele Bereiche anwenden konnte. Ob es die Umstellung des „Individuellen“ Unterrichts (Frontalunterricht) auf „Kollektivistischere“ Strukturen (Teamarbeit… „Toll Ein Anderer Machts“), oder in Unternehmen, in der Forschung, der Sicht auf Gesesellschaft und Verantwortung, Rassismus und Sexualverhalten. Überall fällt dieser Kulturbruch auf. Ich glaube es ist eins der wichtigeren Wissensbereiche das viel zum Verständnis der heutigen Situation beiträgt.

Die Erkenntnis war irgendwie Rekursiv. Gleichzeitig ein auffinden meiner kulturellen Wurzeln im Kontext der europäischen Kultur und ein evolutionspsychologischer Ansatz um die Mentalitätsunterschiede zu anderen Kulturen welcher die Bestätigung für die von mir empfundenen und wahrgenommenen Unterschiede als Migrant mit Migrationshintergrund ist. Ich erkannte besser warum trotz der vorhandenen Unterschiede innerhalb der Europäischen und Nordamerikanischen Kultur dennoch viele Sympathien und Ähnlichkeiten vorhanden waren. Die Unterschiede waren nämlich innerhalb des Rahmens von Individualkulturen – die Ähnlichkeiten ebenso.

Ich werde in Zukunft mehr darüber schreiben, habe aber noch einiges an Arbeit vor mir deswegen – zum Beispiel weiss ich nicht wie man das schlüssig und kurz benennen kann. Erkannt hbe ich jetzt mehr denn je wo ich stehe, warum ich die Welt so erkenne wie ich sie erkenne und auch warum mich manches aufregt das anderen schlicht egal ist. Dies ist ein sehr befreiender Zustand der auch beruhigt. Ein Teil des Ärgers im Herzen verflüchtigt sich und stellt sich als Pestilenz des Bösen aus.

Templarii

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