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Das in „Handwerk und Krankheit“ verzettelte Volk muss mit Macht auf den Urzustand eines Bauernvolkes zurückgeführt werden (192).“ „Die Kinder gehören bis zum fünften Jahre ihrer Mutter und danach bis zu ihrem Tode der Republik. […] Alle Kinder behalten die gleiche Kleidung bis zum sechzehnten Jahr. Vom sechzehnten bis zum einundzwanzigsten Jahr tragen sie den Arbeiteranzug, dann bis zum fünfundzwanzigsten Jahr Uniform. […] Jeder Mann von einundzwanzig Jahren ist gehalten, im Tempel zu erklären, welches seine Freunde sind. Wenn ein Mann einen Freund aufgibt, ist er gehalten, die Gründe dafür vor dem Volke im Tempel darzulegen (193).

In den Listen dieser Gefängnisse stehen hinter dem Namen der Verhafteten stets die Gründe angegeben: „Hat in seinem Haushalt Tassen mit dem Bilde der Königin.“ – „Hat ein Gebetbuch mit eingepreßter Krone und Lilie.“ – „Glaubt nicht an die Wohltaten der Revolution.“ – „Geht nicht mit ordentlichen Leuten um.“ – Oder noch einfacher: „Ist Egoist.“ (206f).

Sanson ruft die Opfer auf. Der erste steigt die Stufen zum Schafott hinauf, sein Umriß erscheint über den Köpfen der Menge. Stille breitet sich aus, die Zeitungsrufer schweigen, die republikanischen Rundgesänge, mit denen man sich die Zeit verkürzt hat, brechen ab, die Leute in der ersten Reihe nehmen die Hüte ab – nicht aus Ehrfurcht, sondern damit die anderen besser sehen können, die Schelle des Limonadenhändlers, die Ausrufe der Kuchenfrau sind verstummt. Das ist der Augenblick, den die Taschendiebe benutzen, um den Neugierigen ihre Uhren und Geldbörsen zu stehlen, denn jedermann saugt sich mit seinem Blick an dem Unglücklichen fest, der zum letzten Male das Licht der Welt sieht. Die Henker packen einen nach dem anderen, schnallen ihn auf das Brett, das in die Waagerechte wippt, die eisernen Halbmonde klappen um seinen Hals zusammen, eine winzige und wahnsinnige Sekunde lang sieht er mit entschwindendem Bewusstsein in den schrecklichen Sack hinab, in dem, mit Blut überströmt, mit aufgerissenen Mündern und weitgeöffneten Augen, die bereits abgeschnittenen Köpfe liegen – dann saust das schwere Messer hinab, „ein stählerner Wind“, und schon ist das Brett hochgewippt, der kopflose Körper abgeschnallt, in einen großen Korb geworfen, und während Sanson das dreieckige Messer wieder hochwindet, ergreifen seine Gehilfen den nächsten. Und aufs neue erschallen in rascher Folge die drei schweren Schläge, das Kippen des Brettes, das Zusammenklappen der eisernen Halbmonde, das Aufschlagen des Messers, drei schnelle Takte – der Tod (218f).

Aus dem Buch „Robispierre“ Verlag Kurt Desch, 1955

Klingt dass nach dem „Beginn einer Grossartigen Zeit der Freiheit“? Nein. Die Französische Revolution war ein grausames Gemetzel völlig verrücktgewordener Wahnsinniger die sich am Blut berauschten. Sie waren besessen von irgendwelchen Gedanken und Grausamkeiten.

Geburt der „Grand Nation“? My Ass… Metzelbarbaren!

Templarii

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