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Im letzten Artikel habe ich ein eine strategische Betrachtung des Feindes in uns skizziert und angedeutet wie man diesen Feind besiegen kann. Ich beschrieb Festungen des Bösen die im Geiste des Menschen angelegt sind und diesen verzerren oder zerstören. Dieser Artikel hier ist der Versuch einer Anleitung zur Selbstermächtigung. Doch damit man diese Festungen belagern und aushungern kann, muss man sie erst erkennen können – man braucht einen klaren Verstand sonst wird man schnell besiegt oder besser gesagt – man bleibt innerhalb des Einflusses einer anderer Festung. Wie findet man das Schwert der Wahrheit in den trüben Wassern der eigenen Verwirrung? Welchen Weg kann man gehen um sich zu klären? Wie lernt man das Schwert zu ergreifen und es zu verwenden?

Man muss seinen Geist darin schärfen um die Wirkung der folgenden Gefühlsregungen zu erkennen:

Superbia: Hochmut (Eitelkeit, Stolz, Übermut)

Avaritia: Geiz (Habgier)

Luxuria: Wollust (Ausschweifung, Genusssucht, Begehren)

Ira: Zorn (Rachsucht, Vergeltung, Wut)

Gula: Völlerei (Gefräßigkeit, Maßlosigkeit, Selbstsucht)

Invidia: Neid (Eifersucht, Missgunst)

Acedia: Faulheit (Feigheit, Ignoranz, Trägheit des Herzens)

Dies sind die Bausteine der meisten Festungen des Bösen im Geiste des Menschen. Es gibt viele Variationen davon – der Kommunismus ist eine Mischung aus Neid und Hochmut, der Kapitalismus aus Geiz und Völlerei. Europa selbst ist vollkommen zerrissen zwischen all diesen Sünden, es regt sich kaum Widerstand und der Rest erliegt der Faulheit. Wenn man das erkannt hat und sich verinnerlicht dass dieses feindlich ist, ist schon ein Riesenhaufen Störsignale weg. Das Rauschen wird besser wahrgenommen, die Konturen und Formen des Rauschens werden besser erkannt. Man kann sich durch diesen Nebel näher an die Wahrheit vorantasten. Das zweite ist der Entschluss aufzuräumen. Das Böse hat nur dahingehend Macht über uns, als das wir es zulassen. Wir richten es uns ein in unserer Faulheit, Gier oder dem Neid. Unsere Persönlichkeit kreist um diese Dinge weil wir gewohnt sind. Wir kennen nichts was stärker ist – wenn wir uns nicht danach ausrichten. Wenn wir nicht erkennen wie falsch diese Dinge sind, können wir uns nicht ausrichten. Das dritte ist den Pfad der Tugend zu betreten. Jede Sünde hat einen Gegenentwurf, mit jeder dieser Sünde kann man so verfahren wie ich es beschrieben habe – Belagern und Aushungern. Die Festungen der Sünde werden in dem Augenblick belagert, wenn man sie erkennt und sich entscheidet ihnen nicht die Macht über den Geist zu geben. Natürlich werden sie sich wehren, wer mal versucht hat weniger zu fressen und zu saufen wird womöglich mit Verblüffung erlebt haben wie viele Möglichkeiten sich plötzlich ergeben um zu fressen und zu saufen. Wie von magischer Hand kommen plötzlich Einladungen zu Feiern oder es tauchen Geburtstage auf die man schon ewig nicht feiern wollte. Oder es kommen erotische Träume, Fernsehsendungen zu gutem Essen oder Dokumentationen über Ungerechtigkeiten der Geschichte und und und. Hauptsache man hasst, giert, wütet – und vergisst dass man es nicht mehr tun wollte.

Ich sage es schon von Anfang an – man wird scheitern.

Man scheitert deswegen, weil man zwar die richtige Absicht hat und versucht die Wahrheit zu finden – sie aber nicht in sein Herz einlädt und ihr die Vollmacht gibt zu wirken. Die Gerechtigkeit und Wahrheit kann nicht wirken wenn sie nicht zugelassen wird. So ist die Konsistenz der Gerechtigkeit und Wahrheit – alles andere widerspricht ihrem „Wesen“. Die Wahrheit ist nicht im Herzen wenn man nicht WIRKLICH und WAHRHAFTIG will das sie da ist. Gerecht ist es nicht wenn gegen den Willen des Menschen die Gerechtigkeit einzieht und wirkt. Und das letzte natürlich – die Wahrheit und Gerechtigkeit kann nicht wirken wenn sie nicht jenseits der Wahrnehmungskategorien des Menschen ist. Doch dies wird man erst verstehen nachdem man erstmal gescheitert ist. Dahingehend ist es wichtig das jeder erstmal versucht es selbst zu schaffen. Man kommt nicht raus aus dem Nebel des Irrsinns wenn man nicht zulässt das etwas was jenseits dieses Nebels auf uns zugreift und hilft.

Es ist wie mit Kindern – man muss sie erziehen, sonst kollabieren sie aufgrund der Macht des Geistes und der Stärke der Triebkräfte. Ich kann bezeugen dass es etwas jenseits davon gibt, genauso wie es den Geist des Vaters gibt der seine Kinder erziehen möchte. Man muss sich das so vorstellen, das wir wie Fische im Wasser sind. Wir bemerken das Wasser gar nicht – es ist überall und wir sind da drinnen. Das Wasser sind unsere Triebe, unsere Gefühle, die Hormongesteuerten Reaktionen und Aktionen. Doch man kann nicht raus aus dem Wasser wenn man nicht weiss das man im Wasser ist – ich hoffe damit erfolgreich auf ein Biblisches Bild verwiesen zu haben. Christen sind nicht umsonst „Menschenfischer“ und Jesus wandelte nicht umsonst „über die stürmische See“. Warum erzieht ein Vater seine Kinder? Warum aktiviert sich in ihm das Bewusstsein von Verantwortung und Weitsicht? Weil er liebt. Dabei ist es irrelevant ob die Liebe „evolutionär entstanden ist, weil die Art mit Liebe überlebt und ohne nicht.“ Fakt ist, sie existiert und sie ist anders als „sexuelles begehren“. Dies ist die dritte Zutat um mit dem Scheitern auf dem Pfad der Tugend umzugehen.

Die Wahrheit und Gerechtigkeit kommt nur wenn man den Schlüssel zur Wirkung dieser Kräfte hat – dies ist die Liebe. Man muss die Wahrheit und Gerechtigkeit lieben, damit sie auch kommen. Sonst bleibt es ein hohles Ritual, ein Ruf in die Ewigkeit hinein. Ein Echo im Gebirge. Anders gesagt, kann man die Gerechtigkeit und Wahrheit – elementare Wirkmächte um Wahrheit überhaupt erkennen zu können, nur mit und in der Liebe stehend „beschwören“. Die feindlichen Truppen sind sich dessen aber bewusst und senden dauernd Störsendungen um das Bewusstsein für diese Tatsache zu verschleiern oder die Möglichkeit des Guten zu diskreditieren. Ihr Ziel ist es, dass man nicht glaubt dass es Liebe gibt, oder glaubt das Liebe eine niedrigere Regung primitiver Menschen sei – da bedienen sie sich übrigens der Sünde des „Hochmuts“. Wie zeigt sich aber die übermächtige Kraft der Liebe? Was ist das Bild, das Symbol, der Zugang zur übernatürlichen, übermenschlichen, jenseitigen und diesseitigen Liebe? Die Antwort liegt auf der Hand – es ist das Kreuz.

Die Wahrheit des Opfertodes Jesu zeigt uns welch boshaften Veranlagungen wir in uns haben und wie garstig unser Wesen sein kann. Die demütigung Gottes, des unendlichen und ewigen Geistes zeigt uns innerhalb jedes Erkenntnisschrittes der Grösse und Liebe Gottes – wie erbärmlich wir sein können  und wie grossartig wir sind wenn wir ihn erkennen und seine überwindung der Sündhaftigkeit annehmen. Er zahlte den Preis für unseren Hochmut und unsere Gier – und vererbte uns das Himmelreich. Mit diesem Sachverhalt im Herzen, erfahren wir eine Ermächtigung die unbeschreiblich ist. Als ich anfing zu begreifen was da vor sich geht, schrieb ich so manche Jubelarien. Die Ketten des Feindes zerbrachen und ich fühlte mich an als würde ich hochfliegen wie ein Adler. Plötzlich hatte ich einen besseren Blick auf „das Schlachtfeld“ und war erstmal ziemlich gedemütigt über den Ausmass der Zerstörung. Peinlich ist es allemal. Die Nebel des Krieges ergriffen mich wieder und ich stürzte in die See der Verwirrung. Doch das Wort vom über den See wandelnden Jesus klärte meinen Blick und jetzt tauche ich um das Schwert der Wahrheit zu finden – denn die Festungen müssen geschleift werden, die Agentenringe lahmgelegt, die Assassinen aufgedeckt und bekehrt. Der Herr meines Geistes bin ich. Mein Herr ist Jesus Christus und ich folge ihm. Doch bis ich effektiv den Weg der Tugend, Wahrheit, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit gehen kann muss ich erstmal in mir aufräumen, die Rüstung des Glaubens anlegen und die Waffen in die Hände nehmen. Ich hoffe damit ein wenig dargelegt zu haben, wie man sich aus der „selbstverschuldeten Unmündigkeit“ befreien kann.

Templarii

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Ein Kommentar zu “Die Suche nach dem Schwert der Wahrheit

  1. Pingback: Strategische Betrachtung des inneren Feindes | Neue Reconquista

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