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Eine Karikatur und die abgegebenen Intepretationen der Abiturienten (Artikel der FAZ Online) :

Was will uns diese Karikatur sagen?

Hier einige Antworten der Studenten (Idiotischerweise „Studierenden“ im Artikel geschrieben):

 “Die Mutter wirkt auf uns traditionell und altmodisch. Durch Kleidung, Frisur und Brille machen wir uns ein Bild von ihr und urteilen womöglich sogar über ihren Erziehungsstil. Dies alles zeigt uns, dass wir Kultur brauchen, um die Karikatur zu verstehen.“

“In der Karikatur sieht man zum einen ein Elternpaar. Der Vater ist ein Skinhead, und die Mutter ist wegen ihres Kopftuchs als Muslimin zu erkennen. Dies allein ist schon ein krasser Gegensatz, der nicht passt.“

“Da wir unser Handeln immer auf andere beziehen, kann es sein, dass der Sohn von seinen Eltern verprügelt wurde und dieses Handeln nun auf seinen Lehrer überträgt. Eine unbeabsichtigte Nebenwirkung ist aus dem Handeln der Eltern entstanden.“

[…]

“Der Lehrer mit dem blauen Auge attestiert den Eltern des aggressiven Sohnes, dass dieser eben kein Choleriker sei, sondern emotional intelligent. Die Karikatur verdeutlicht die differenten Ansichten über die Tatsache dass der Sohn den Lehrer verhauen hat.“

“Der Karikaturist könnte damit aussagen wollen, dass man Autoritätspersonen nicht blind folgen und gehorchen soll. Das blaue Auge steht hier für den Widerstand, und der Lehrer selbst sagt aus, dass der Sohn emotional intelligent ist.“

“Der Lehrer scheint also ein Verfechter der antiautoritären Erziehung zu sein, der seine Schüler also nicht einschränken, sondern ihre Fähigkeiten fördern möchte. Dabei ist ihm nicht nur die geistige Intelligenz, sondern auch die emotionale Intelligenz ein Anliegen.“

“Der Sohn, so scheint es, hatte eine solche Wut auf den Lehrer, dass er ihn geschlagen hat. Er hat der Wut also nachgegeben und konnte sich (so vermute ich) so von ihr befreien. Die Befreiung kann als durchaus intelligent bezeichnet werden und emotional war sie sicherlich auch.“

“Die Karikatur soll zeigen, dass ein Mensch nicht als rein rational denkendes Wesen betrachtet werden kann. Der Mensch handelt nicht immer vernünftig, er ist bis zu einem gewissen Grad wie das Tier Instinkten und Emotionen unterlegen, die er nicht beeinflussen kann. Diese Situation, bei der die Rationalität ,ausgeschaltet’ ist, nennt man affektuelles Handeln.“

[…]

“Emotional intelligente Menschen wissen, was sie wollen. Sie lassen sich von ihren Gefühlen, ihren Emotionen leiten und nutzen diese als Handlungsrahmen. Da der Mensch sich selbst fremd ist, hat er kaum eine Wahl, als auf sein Inneres zu hören und aus dem Affekt zu handeln.“

“Emotionales Wissen wird von einem selbst gesteuert. Es ist subjektiv und passiert von mir aus. Der Schüler reagiert mit Gewalt auf d. Lehrer. Er handelt somit nur rational, ohne über sich nachzudenken“.

Und nun MEINE Intepretation der Karikatur (Dauer: 3 Sekunden):

Diese Karikatur macht sich über die lächerliche Politische Korrektheit der heutigen Zeit lustig, die offensichtliche Aggression, Blödheit, Idiotie und sonstiges beschissenes Handeln von Menschen wegdiskutiert und heuchlerisch umdefiniert. Politische Korrektheit ist Scheisse! Die würden ihre eigene Vergewaltigung noch als missverständnis wegdiskutieren! (Hat ja ne Entwicklungshelferin in Haiti gemacht…)

In übrigen glaube ich dass das öffentliche Schulsystem zerschlagen gehört. Ich merke wie stark der Unterschied zwischen Illusion von Bildung und der Wirklichkeit ist. Nicht jeder versteht es. Und ich dachte immer ich wäre der dumme Geisterfahrer..

Ceterum censeo publicus schola esse delendam! (Bitte um Latein-grammatik-prüfung!)

Ach ja, noch ein Nachtrag vom Autor des Artikels, auch sehr gut geschrieben:

 Die Verwirrungen, die angesichts des unvermittelten Nebeneinanders miteinander unvereinbarer Interpretationen deutlich werden, sind mit dem bekannten Begriffsapparat des Kulturpessimismus nicht zu beschreiben. Es scheint, als habe sich die Ignoranz im Gewand der Toleranz gegenüber allem und jedem im Chaos der Beliebigkeiten zur Kulturtechnik entwickelt. Wer keine Idee habe, meinte Chesterton, dem steige die erstbeste direkt ins Hirn.

Da ist sie, die Ideocracy!  Und, weit und breit kein Paradies… Kommt davon wenn man die Wahrheit nicht mehr anschauen kann. Wenn alles Relativ ist, dann ist ein A auch ein Z oder ein B oder ein K. Solche Menschen sind die perfekten Sklaven. Sie können nicht denken. Glauben aber dass sie denken. WOW.

Nachtrag: Die Kommentare bei der FAZ sind auch nicht ohne.. Anscheinend kapiert auch DORT fast keiner worum es geht. Da ist PI schon besser drauf: „http://www.pi-news.net/2012/06/soziologie-studenten-interpretieren-karikatur/

Ich glaube das Folgende wird Wirklichkeit:

Templarii – ROFL bzw. Kauft sich ein Buch über die Grammatik. Eins von 1910 oder so..

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3 Kommentare zu “FAZ: Wie Studenten denken

  1. William James unterscheidet materielle Anteile (mein Körper, meine Familie, meine Besitztümer usw.), soziale Anteile (die verschiedenen sozialen Rollen ) und spirituelle Anteile ( Einstellungen , moralische Urteile usw.). Eine andere Kategorisierung nimmt Sigrun-Heide Filipp vor, die deskriptive (Faktenwissen über die eigene Person wie „Ich habe einen Sohn“) von evaluativen (Bewertungen über eigene Eigenschaften wie „Ich bin eine gute Mutter“) Elementen trennt.

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