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Der Feminismus und seine Früchte:

 #28 Gast
20.01.2012 01:18

Warum sollten sich junge Männer heutzutage auch auf eine Partnerschaft, ggf. sogar auf Familie einlassen? Inzwischen kennt doch jeder von ihnen aus dem eigenen Bekanntenkreis Horrorgeschichten über Unterhaltsabzocke, Umgangsboykott usw. Warum sich das antun, wenn man auch ohne feste Beziehung glücklich sein Leben leben kann? Diese männerbenachteiligenden Gesetze wirken sich inzwischen längst nachteilig für Frauen aus, denn die finden, man siehe sich mal die Partnerbörsen an, keine passenden Partner mehr. Ein Pyrusssieg des Feminismus.

Mit Anfang 30 ist Mann gerade mit dem Studium fertig. Verdient richtig Kohle. Da gönnt man sich einen Sporturlaub, macht Tauchurlaub in der Karibik mit Kumpels, kauft sich sauteure Technik Gimmigs, kauft sich ein großes Motorrad…. usw. usf.

Kein Kerl denkt doch in dem Alter an Familie und Kinder. Das ist ein Thema für Ende 30. Und da nimmt man sich ne Jüngere.

Aber die 30jährigen Frauen hören ihre biologische Uhr ticken und die wollen sofort heiraten und Kinder. Daher auch das Jammern im Artikel im Spiegel über die bösen Männer, die sich mit 30 noch nicht festlegen wollen.

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17 Kommentare zu “Kommentar bei Elitepartner wegen Feminismus

  1. Hmm…mir gefällt dieser Unterton in diesem Kommentar nicht. Der Mann sieht den Splitter in den Augen der Anderen, aber den Balken in seinem eigenen nicht.
    Mir kommt das ganze vor wie eine einzige, grosse Ausrede dafür, dass er einfach keinen Bock darauf hat, Verantwortung zu übernehmen und seine Sucht nach Hedonismus für etwas Grösseres, Wichtigeres und Transzendentes aufzugeben.
    Ich kenne auch eine Menge Horrorgeschichten über alles mögliche, aber ich versuche deswegen nicht, krampfhaft die Situationen, die eventuell dazu führen könnten, zu vermeiden, sondern überlege mir, wie ich den Horror selber vermeiden kann. Und das kann man eben nur, wenn man auch dazu bereit ist, sein eigenes Ego, die Ich-Sucht und den besinnungslosen Hedonismus zur Seite zu schieben und sich derart auf einen anderen Menschen einzulassen, dass in dieser Beziehung irgendwelche -ismen gar keinen Platz mehr haben.
    Dass kein Kerl um die 30 mehr an Kinder denkt, ist nicht einfach eine hinzunehmende und unabänderliche Tatsache (und ich darf das sagen, denn ich war in dem Alter genau gleich drauf), sondern ein beklagenswerter und veränderungswürdiger Zustand. Es ist ein Zustand der Jämmerlichkeit der Männer (und nicht der Bosheit der Feministinnen), die infantil und retardiert nie aufhören wollen zu spielen und zu konsumieren und es für immer vermeiden wollen, sich gerade zu machen und Verantwortung zu übernehmen.
    Wenn ich diese Welt ändern will, muss ich nicht die Feministinnen anklagen, verändern oder bekämpfen (auch wenn das punktuell vonnöten sein mag), sondern in erster Linie selber ein Mann werden und aufhören, dummer kleiner Junge zu sein.

    • Ich bewege mich teilweise im Antifeministischen Bereich und ich kann sagen dass dort Sachen passieren die absolut Wahnsinn sind.

      Das geht soweit, das verurteilte Pädophile die wieder auf Freigang sind, die Kinder eines anderen Mannes adoptieren dürfen weil die Ex-Ehefrau es will.

      Es geht soweit dass eine Frau, die einfach mal mit einem Kind mehrere Jahre nach Spanien wegging (zu einem Liebhaber, der dann das Kind belästigte) das ANDERE Kind einfach in Österreich lässt und der Ehemann dann seinen Beruf aufgeben muss um das Kind zu ernähren – DANN kehrt die Frau zurück und der Mann muss dass Sorgerecht an die Frau abgeben und darf seine Kinder nicht mehr sehen. Das ist 2010 passiert, in Österreich.

      Dann gibt es da noch die Männer mit den sehr traurigen Augen deren Kinder Selbstmord begannen haben.

      Oder einen Herrn in der Schweiz dessen Kinder ihm mehrmals glaubwürdig versicherten dass der neue Freund der Mutter sie sexuell Missbraucht. Die AUssagen wurden auf Video aufgenommen doch das Gericht liess das nicht als Beweis zu. Ganz im Gegenteil, der Vater darf seine Kinder nicht mehr sehen sie wurden ihm am hellichten Tag weggenommen obwohl sie laut schrien dass sie beim Vater sein wollten.

      Oder einen Herrn den ich Persönlich kenne, der zwei Kinder hat, die Frau Kokainsüchtig ist, er ihr ein Haus gebaut hat – jetzt aus dem Haus ausziehen musste und der Frau einen Monatlichen Unterhalt von 6000 Franken zahlen muss. 6000 Franken sind knapp 5000 Euro! Dazu noch eine Putzfrau für das Haus das zunehmen verwahrlost. Seine Kinder sind total am Arsch und kaputt.

      Das geilste sind natürlich die Mütter welche ihre Kinder quälen und schlagen aber das Sorgerecht bekommen.

      Und so weiter und so fort..

      Infos:

      http://www.pappa.com/
      http://antifeminismus.ch/
      http://sonsofperseus.blogspot.com/
      http://www.menstribune.com/

      Was den Infantilismus und den Rest angeht, stimme ich zu. Aber das ist auch mitverursacht durch den Feminismus. Ich hatte bis zum 21 Lebensjahr kaum Männer in meiner Lebensumgebung. Das war ein richtiger Kulturschock für mich. Ich wusste gar nicht wie Männer sind – sah ich doch keine, ausser ein paar Lehrer die aber totale Idioten waren und ständig von „seid doch lieb zueinander“ sprachen. Inzwischen sehe ich es als Aufgabe für mich die nachfolgende Jugend zu warnen und ihnen wichtige Informationen zu übergeben damit sie nicht genauso leiden – und die gesamte Kultur mit ihnen.

      Aufhören ein Dummer kleiner Junge zu sein. Ok. Nur WIE? Wie geht das? Wie macht man das? Woher weiss man das man kein dummer kleiner Junge mehr ist? Wer sagt es einem? Wo ist die Anleitung? Wer vermittelt einem die Kriterien? Frauen? Nein. Die Gesellschaft? Nö. Männer? Welche Männer? Man weiss es doch gar nicht. Man weiss gar nicht was ein Mann ist. Das ist doch das Problem.

      Templarii

      PS: Das schreibt ein Vater von zwei Kindern und verheirateter Eheman

      • Ich stimme den Dingen in Ihrem ersten Absatz absolut zu. All dies gibt es und es ist unerträglich.
        Ich habe mein Posting auch nicht in dem Sinne gemeint, dass ich solcherlei Missstände abstreiten würde, sondern mir ging einfach der Tenor des von Ihnen veröffentlichten Klageposts gegen den Strich.

        Was Ihre Frage anbelangt von wegen „aufhören ein dummer kleiner Junge zu sein“: Sie selbst geben ja die Antwort darauf. Sie haben sich Ihrer Verantwortung gestellt. Einerseits der Verantwortung sich selbst gegenüber, indem Sie mit Ihrem Glauben und Ihrer Suche nach Wahrheit Ihrer unsterblichen Seele mehr als nur die flache Sucht nach Vergnügen und Vergänglichem zuführten.
        Und andererseits der Verantwortung für Kinder, für eine Frau, für ein Gemeinsames, in dem, wie ich vermute, Sie selbst nicht mehr an der Spitze Ihrer Prioritätensetzung stehen, sondern Sie selbst sich auch zu einem Teil aufgeben für Etwas Grösseres.

        Und ich selbst schreibe das als ein Mann ohne Kinder und ohne Ehe, dessen Zweifel über diesen Lebensweg immer grösser werden, nein, der ihn eigentlich für falsch und dumm hält.
        Ich selbst kann mich nicht brüsten, alles richtig und gut zu machen, aber ich kann erkennen und es ablehnen, wenn andere ihre falschen Wege und Irrungen als rational, toll und normal hinstellen.

      • Ich habe selber ein Problem mit dieser frustrierten und auch verzweifelten Art der Maskulisten oder Antifeministen. Doch es ist wichtig zu bedenken dass normalerweise die Väter ihren Söhnen zeigen wie man ein Mann wird – oder andere Männer indem sie den jungen bestätigen dass sie aus ihrer Sicht auf dem Richtigen Weg sind.

        Die Männliche Psyche ist ein völlig unbekanntes Terrain gewesen. Bis ich dann Schritt für Schritt den richtigen Weg fand – und zwar mit Gottes Hilfe. Ich fand zum Beispiel „das richtige Buch zur richtigen Zeit“ und einige Gedankengänge lösten sich vor meinen Augen auf und so weiter.

        Es ist bezeichnend dass sehr vieles, was Männer tun und tun wollen, von der Gesellschaft verhöhnt oder erniedrigt wird. Wettbewerb, Eroberung, Erforschung, Kampf, Hingabe und so weiter. Das geschieht ja schon fast nur noch im Virtuellen. Dadurch haben die Jungs keine Möglichkeit überhaupt ansatzweise zu erfahren wie sie sind, sie sitzen ja den ganzen Tag in der Schule (sport gibt es schon lange nicht mehr) und müssen sich anhören das Männer Agressiv sind und werden mit Ritalin ruhiggestellt. Während die Moslemischen Extremisten sich rüsten und uns versklaven wollen – wie sie es schon früher getan haben.

        Ohne Kind und ohne Ehe ist der falsche Weg, weil er unseren Bedürfnissen als Männer nicht entspricht. Wir sind darauf ausgerichtet zu erschaffen, erhalten, beschützen. Wir lernen und erforschen DAMIT wir das weitergeben können. Wir bauen etwas auf damit wir etwas zum vererben haben. Der Urgrossvater meiner Tochter, schon seit sieben Jahren tot, hat so gut gewirtschaftet dass sein Geld noch für meine Tochter reicht (Also Geschenke und so). Das ist einfach Grossartig! Diese Leistung ist sehr Männlich.

        Die ganzen Antifeministen und Maskulisten sind GEGEN die Gesellschaft, gegen „Zwang“, gegen Pflichten – sie folgen dem Feminismus einfach, führen die Zerstörung fort (MGTOW-Bewegung) ohne es zu kapieren. Es ist lächerlich im Angesichte einer Weltwirtschaftskriese und dem Zerfall unseres Wohlstandes auch noch weglaufen zu wollen. Das ist eine Art Impotenz, weil die Burschen nie gelernt haben das sie Potent sind um im Leben zu bestehen.

        Ein Mann ist wie ein Schiffskapitän, er hat sein Schiff mit Besatzung, er übernimmt die Verantwortung dafür, er konfrontiert sich mit den Witterungsbedingungen und handelt. Er weiss nicht ob die Sonne scheinen wird, es regnen wird, es stürmen wird oder Piraten angreifen (Oder die Staatliche Marine..) aber er konfrontiert sich damit und geht hinein ins Ungewisse. Bei Frauen ist es ganz anders, sie profitieren von dem Verhalten des Mannes und „sammeln die Früchte seiner Arbeit“ (die er ja auch für Sie macht) wie in einem Supermarkt. Das Ziel ist dass die Früchte der Männlichen Arbeit, zu einer Frucht in der Frau führt – also Kinder.

        Fehlen Kinder, ist alles Schmarrn. Der Konsum der Frau ist Schmarrn, ihr Modebewusstsein,das Erforschungs- und Eroberungsgefühl des Mannes (wofür? Für sich selbst? Es ist das Erforschen selbst, dass die Freude bringt. Nicht das „erforscht haben“.) Wir Menschen sind keine Steine, wir sind Vergängliche Lebewesen unser Wesen ist zu Leben und zwar im Angesicht der Vergänglichkeit. Und da gibt es kein „speichern“ und „warten bis der Supermarkt wieder Essen hat“. -> Ich weiss das jetzt, bin aber 31 Jahre alt. Ich hätte das gerne vor 15 Jahren gelernt.

        Templarii

  2. Ich stimme dem grössten Teil Ihrer Ausführungen zu und diejenigen, denen ich nicht zustimme, lohnen sich nicht, zu diskutieren, nur um der Diskussion willen.
    Ich bin 39 Jahre alt und bis vor ganz wenigen Jahren war ich ein Linksradikaler und mein Leben war voller Irrtümer, Fehldeutungen und falscher Ideale. Heute, nicht zuletzt durch die christliche Botschaft (an die mir noch immer der reine Glaube fehlt, deren Tiefe und philosophischen Wahrheiten mir heute aber einleuchten), sehe ich unzählige Dinge anders und muss sagen: Ich bin fehlgegangen und hatte mich lange Zeit verirrt. Ich würde es heute aber nicht mehr wagen, meine Irrtümer und Versäumnisse mit plumpen Entschuldigungen und mit Schuldzuweisungen an Andere zu rechtfertigen. Ich hatte schon immer meinen freien Willen und war schon immer selber für meine Handlungen verantwortlich. Wenn ich das falsche tat, dann lag das letztlich alleine bei mir. Genau so wie die Reue darüber bei mir liegt und das Verzeihen zu gleichen Teilen bei mir wie auch bei dem, was die Christen gemeinhin als Gott bezeichnen (dem ich, ich gebe es zu, vor allem über die Jungfrau Maria meine Ehrerbietung darbringe).
    Ich für meinen Teil wünsche mir, dass ich das, was ich heute wisse und erkannte, schon vor über 20 Jahren erkannt hätte. Aber wir können die Zeit nicht zurückdrehen, wir können nur weitermachen und versuchen, nicht mehr fehlzugehen. Wir sind von Gott geschaffene Menschen, wir sind Weisse und Männer. Für uns gibt es einen bestimmten, richtigen Weg mit alten Fehlern umzugehen. Und dieser Weg sollte von Würde, Ehre, Demut und Eigenverantwortung bestimmt sein.

    Bran the blessed

    • Bei mir sind es zum Glück nur 15 Jahre.. Juchuii.. Das krasse war bei mir, das ich in meinem Inneren immer wusste dass es da irgendwie mehr gibt und es irgendwie noch anderes gibt. Ich wusste in manchen lichten Momenten das ich falsch liege und woanders sein sollte.

      Maria finde ich auch immer wieder cool, ich verstehe da die Evangelikalen überhaupt nicht. Immerhin hat sie Jesus 9 Monate in ihrem Körper gehabt. Das ist schon seeeehr speziell. Bie den Orthodoxen Christen ist Maria ja höher als die Seraphim (Also die Engel). Was irgendwie logisch und konsequent ist.

      Falls Du lust hast auch Beiträge zu schreiben, ich möchte ein Magazin für genau so etwas machen. Ich weiss das man auch Wahr sein soll – und darum etwas tun sollte um „das Reich Gottes“ (Andere Assoziieren immer etwas Physisches damit..) zu erbauen.

      Linksradikal war ich nie, Rechtsradikal auch nicht – hatte aber meine eigenen Ansichten die wohl zu Radikal für alle waren. 🙂 Ein ehemaliger „Neuheide“ bin ich. Und habe meine Wurzeln vergessen – jetzt hole ich sie mir wieder.

      Wieso diese Veränderung beim gesegnete Bran?

      Templarii

  3. Ich wusste auch immer, dass irgendwas falsch lief, denn Ehre, Treue und Aufrichtigkeit waren für mich immer grosse Werte. Aber ich war falsch sozialisiert, gelinde gesagt.
    Und wieso die Veränderung…ich erkannte die Natur des Menschen immer mehr. Der Mensch ist nicht Rousseaus edler Wilder. Der Mensch ist unvollkommen und mit der Freiheit des Willens gestraft oder gesegnet und daraus entsteht dann das Gute oder das Böse. Das passt überhaupt nicht mit linken Idealen zusammen, wo der Mensch nur eine reine Reaktionsmaschinerie auf Gesellschaftseinflüsse ist. Wäre die Gesellschaft gut, wären alle Menschen gut. Aber das stimmt nicht. Ich habe mich mit Serienmördern, Fanatikern und notorischen Gewalttätern beschäftigt und auch die letzten beiden Kategorien in persona kennengelernt. Sie entstammten nicht durchwegs sozial benachteiligten Schichten. Und gewisse Menschen waren einfach böse. Rein und unleugbar böse. Ihre Seelen waren schwarz und verdorben, sie waren Manipulatoren, Egozentriker und Sadisten. Das ist nichts gesellschaftliches, das ist etwas theologisches. Ich habe auch Menschen kennengelernt, die in beschissener Gesellschaft unter beschissenen Bedingungen aufwuchsen und edel und gut wurden. Auch wenn sie nicht religiös waren, schienen sie Gott gefunden zu haben, auf ihre eigene Weise.
    Das alles hat mir das Linkssein ausgetrieben. Der Mensch ist ein unvollkommenes und fehlerhaftes Geschöpf, das nur nach Gnade suchen kann, indem es nach den richtigen Dingen strebt auf die richtige Weise. Und dann findet er nicht alleine durch Jesus Vergebung, sondern vor allem durch seine rechten Taten, die aus dem rechten Denken entstehen, wobei Jesus oder Maria sicher helfen können (letztere hilft mir immer wieder). Das schliesst weder Kampf noch Kompromisslosigkeit aus, aber es fordert ein Herz, das von höheren Werten angetrieben wird. Das ist auch der Grund, weshalb ich den Katholizismus anfing zu schätzen und nicht die reformatorischen Strömungen, die mir immer wie eine Verlängerung des alten Testaments erschienen, mit all der Gnadenlosigkeit und der Schriftverliebtheit.
    Letztlich erkannte ich, dass alles, was ich in der Linken suchte, schon seit Jahrtausenden im Christentum angelegt war. Gerechtigkeit, Grossmut, Demut, Ritterlichkeit…sie sind die Wurzel sozialer Gerechtigkeit und nicht die hasserfüllten, nihilistischen Worte eines Marx oder Engels.

    • Wow – das hätte ich aber nicht so schreiben können.. Das allein wär schon ein Beitrag wert.

      Laut dem Christentum sind Menschen ja… ähhm.. liebenswerte Drecksäcke. Was übrigens hervorragend als Bezeichung für meine willensstarke, lebendige, neugierige und energische zwei-jährige Tochter passt. Manchmal ist es zum aus-der-haut-fahren Spurkt die doch in den Hundenapf..

      Die Priester sind zwar „Schäfer“, aber wir sind keine Schafe – wir sind grausame Wölfe mit Freude am Besiegen. Das sieht man bei den 68ern als auch bei all den anderen.

      Interessant ist das Linke den Menschen als Automaten sehen, seltsam. War mir so nicht bewusst. Ist halt der Industrialisierung zu verdanken.

      Und was das „Sendungsbewusstsein“ angeht.. Es gibt Menschen in noch viel schlimmeren Situationen als wir waren – sie brauchen Unterstützung und Informationen.

      (Bei Maria: Rosenkranz!)

      Templarii

  4. Was die Beiträge anbelangt. Gerne bei Gelegenheit. Ich bin einfach sehr oft mit sehr vielen Dingen beschäftigt und ich bin mir meiner Unzulänglichkeiten bewusst, was ein gewisses Sendungsbewusstsein ausschliesst. Aber ich komme darauf zurück.

  5. „Liebenswerte Drecksäcke“…ja, das ist vermutlich die Essenz des christlichen Menschenbildes, wobei auch die Anlagen zum Heiligen nicht vernachlässigt werden dürfen. Jeder Mensch hat halt beides in sich und es liegt bei jedem Menschen selber, diese beiden Pole zu Gunsten des Heiligen zu verschieben. Die Ausreden von wegen harter Kindheit, kalter Gesellschaft oder ähnlichem gelten am Ende eben nicht.

    Die Menschen sind gleichzeitig Wölfe und Schafe. Wenn man ihnen fettes Gras vorsetzt, dann sind sie Schafe, mit denen man machen kann, was man will. Man kann dann sogar immer mal wieder eines davon nehmen und zur Schlachtbank führen. Solange sie in schafbegünstigenden Situationen sind, liegt die Herausforderung für die Seele bei den Schäfern, dass sie ihre Herde eben nicht zur Schlachtbank führen. Und bei den Schafen ist die Herausforderung so gegeben, dass sie trotz des fetten Grases noch so wachsam sind, dass sie die Fähigkeit zum Wolf nicht verlieren, wenn man die ihren schlachtet.
    Haben sie nichts zu grasen oder wird das Schlachten zu laut und zu aufdringlich oder fühlen sie sich einfach so, auch aus diffusen Gründen, bedroht oder entdecken sie die Lust an der Macht, dann werden die Menschen zu Wölfen. Und zwar zu wahnsinnigen, blutrünstigen Wölfen, denen das Fressen alleine nicht mehr genügt.
    Es gibt Situationen, da wir Wölfe sein müssen, doch auch hier gibt es eine Herausforderung: Wir sollen nicht in den Blutrausch fallen und wir sollen uns nicht in der Hetzmeute verlieren. Auch hier sind die Aufgaben so verteilt, dass die Leitwölfe ihre Rudel unter Kontrolle halten müssen und dass die einzelnen Rudelindividuen misstrauisch und wachsam gegenüber ihren Leitwölfen bleiben sollten.
    Doch das alles sind grosse Aufgaben und nur die allerwenigsten Menschen können damit fertig werden. Es bleibt letztlich nur die Hoffnung, dass Gott den Fehlgehenden und allen, die den Herausforderungen nicht gewachsen sind, am Ende vergeben kann.

    Diese technokratische Sichtweise der Linken auf die „Substanz“ Mensch ist ja nicht nur befremdlich, sondern sie ist auch höchst paradox. Es soll ja der neue und bessere Mensch aus einer optimierten Gesellschaft heraus gebildet werden. Aber wenn es den neuen und besseren Mensch noch gar nicht gibt, er also erst gebildet werden muss, kann auch die Gesellschaft, die ja Motor der Optimierung sein soll, noch gar nicht gut sein, wird sie ja noch immer von dem alten, gierigen und verdorbenen Menschen gestellt. Und diese Gesellschaft aus unvollkommenen Menschen soll den vollkommenen Menschen heranbilden. Die Schlange beisst sich in den eigenen Schwanz und hier offenbart sich dann auch, weshalb all diese Verbesserungsexperimente am Ende nur Mordorgien und Gewalt hervorbrachten. Die schlechten Menschen wollen die anderen schlechten Menschen dazu prügeln, knüppeln, foltern und vergewaltigen, dass sie doch endlich gut sein möchten.
    Und hier wird man am Ende wieder auf die christliche Sichtweise zurückgeführt, dass der Mensch an sich eben nur sich selber verbessern kann. Er kann anderen sagen, was richtig sein könnte, aber solange er nicht selber von Unschuld ist, hat er keine Steine zu werfen. Er soll Vorbild sein, er soll auch kämpfen, wenn er sieht, dass das Schöne, Gute und Tugendhafte angegriffen und geschändet wird, aber er soll nicht versuchen, das von ihm wahrgenommene Böse in allen anderen auszumerzen, denn diese Idee selber ist aus dem Bösen geboren.
    Die Krankheit aller Weltverbesserer und Revolutionäre der letzten Jahrhunderte war Hochmut und fehlende Demut. Heute wird uns beigebracht, dass Demut Kriechertum bedeutet und dass Hochmut Ausdruck eines starken Individuums ist, aber das ist eine böswillige Travestie der Begriffe. Demut ist nichts anderes als das Eingeständnis, dass wir angesichts des Unendlichen und angesichts des grossen Geheimnisses des Lebens klein und ratlos, fragend, suchend und manchmal auch verzweifelt und zweifelnd sind und nichts anderes sein können. Demut ist, sich selber im richtigen Massstab zu sehen und aus diesem Wissen um die eigene Unvollkommenheit immer wieder zu versuchen, ein klein wenig besser und klüger zu sein als wir es gerade eben noch waren.
    Hochmut hingegen, all die Protzerei, das Prahlen und Aufschneiden, die Ellbogenmentalität, das Raubrittertum, die Rücksichtslosigkeit und der eifernde Fanatismus sind nicht die Erfolgsrezepte für Sieger, sondern sie sind hohle Gesten der Hilflosigkeit von Menschen, die eine unendliche innere Leere mit Dingen und mit Macht auffüllen wollen, wobei alles, was in diese Leere fällt und ihr zugeführt wird immer nur spurlos verbrannt werden wird und die Leere immer weiter anwächsen lässt.

    Wir, die wir uns hier unterhalten, wissen um diese Dinge und wir sehen die Welt um uns herum und möchten verzweifeln, denn heute gilt nur die Hochmut etwas und nur die enthemmtesten Wölfe scheinen zu überleben. Uns stellt sich die Frage, wie wir diesen Umständen begegnen wollen und was wir dabei tun und auch wie weit wir dabei gehen sollen oder müssen. Ich kann keine Antworten auf diese Fragen geben, aber ich hoffe, dass wir bei diesen Fragestellungen nicht selber hochmütig werden, weil wir die Geduld nicht aufbringen, auf die Antworten zu warten, die uns letztlich Gott selber geben wird.

    Ich glaube, die wichtigsten Informationen, die wir den Menschen um uns herum geben können, liegen nicht in Blogs wie diesem (obwohl diese Blogs schon auch wichtig sind), sondern darin, wie wir uns verhalten. Wenn wir helfend, grossherzig, tapfer, schützend, ehrenvoll, treu, guten Mutes, höflich, aufrichtig, anständig und unerschütterlich sind, dann werden wir die Anderen damit anstecken und darin befeuern, auch so sein zu wollen. Natürlich ist das schwierig und natürlich versagt man dabei ständig, einerseits wegen der eigenen Schwäche und andererseits weil die Anderen so oft nichts anderes als Idioten sind. Aber Prüfungen sind halt nie einfach.

  6. Sie dürfen auf ihrem Blog selbstverständlich alles, was ich schreibe, als Artikel veröffentlichen. Sie dürfen auch meine Worte oder Gedanken nehmen und anders ausdrücken oder verändern oder im besten Falle verdeutlichen und verbessern.
    Ich habe übrigens Ihre (Deine) Einladung angenommen, aber ob ich Etwas veröffentliche oder nicht, weiss ich noch nicht. Bis dahin gilt aber das Gebot der Höflichkeit und dieses besagt, dass alles, was ich auf Deinem Blog schreibe, letztlich Dir gehört, im Guten wie im Schlechten. Das ist Dein Hausrecht.

    • Ja schon – das ist kein Problem. In übrigen ist das kein Blog mehr sondern ein „kleines Magazinchen“ 🙂 Danke übrigens. Bin beeindruckt so oder so.

  7. In Wien haben sich ähnlich wie in anderen Städten und Ländern christliche „LebensschützerInnen“ unter den Namen „Pro Life“ und „HLI“ zusammengefunden, um mit Gebetsmärschen vor Abtreibungskliniken Frauen mit Gebetsseiereien, Bildchen von blutigen Föten zu belästigen und sie von einer Abtreibung abzuhalten. Fortwährender persönlicher Psychoterror trieb die Lucina/Mairo Klinik in den ökonomischen Ruin. In den Räumlichkeiten der ehemaligen Abtreibungsklinik befindet sich jetzt das „Babycaust Museum der HLI“, in dem u.a. öffentlicher Holocaust-Revisionismus betrieben und der Holocaust mit Abtreibungen verglichen wird. Aktuell scheinen sich diverse Leute vermeintlich fortschrittlicher, katholischer Organisationen gemeinsam mit militanten katholischen Vereinen in einer sogenannten „Allianz für das Leben“ einen Generalangriff gegen die Fristenlösung zu führen. Nach 30 Jahren wollen sie die Fristenlösung in ihrer bisherigen, rechtlichen Form in Österreich zu Fall zu bringen. Sie nehmen dadurch bewusst in Kauf, dass weltweit Frauen an illegalen Abbrüchen krepieren!

    • In Deutschland wurden in den letzten 40 Jahren über 8 Millionen Menschen abgetrieben. Nur 5% davon waren wegen Vergewaltigung und Behinderung oder Lebensgefahr der Mutter.

      Was vollkommen ausgeblendet wird, Abtreibung führt zu Depressionen, macht potenziell Unfruchtbar UND erhöht die Gefahr für Brustkrebs. Das nehme SIE einfach so in Kauf.

      Templarii

  8. Ich bin gegen Abtreibung, aber ich würde es nie wagen, eine Frau zu verurteilen, die abgetrieben hat. Einerseits, weil sie meistens ohnehin schwer daran zu beissen hat und andererseits, weil ich nicht wissen kann, was diese Frau dazu getrieben hat.
    Ich frage mich allerdings schon, was uns silver prices Eintrag sagen soll. Dass es Frauen gibt, die hätten abtreiben sollen und es wegen „Psychoterror“ nicht getan haben? Dass die Katholiken so viel Macht haben, die Menschen bei solchen Entscheidungen zu beeinflussen? Dass Bilder blutiger Föten einer abtreibenden Frau nicht zugemutet werden können? Tut mir ja leid, aber so sieht eine Abtreibung nun mal aus. Wer das nicht sehen will, soll es nicht machen. Das Beenden von Leben ist immer hässlich und nur in der heutigen Zeit, in der die Menschen glauben, dass ihr Steak irgendwo auf Palmen wächst, können Leute allen Ernstes den Anspruch stellen, nicht mit den Konsequenzen ihrer Handlungen konfrontiert zu werden.
    Und ganz abgesehen davon: Würden die Katholiken sich nicht gegen Abtreibung einsetzen, wären sie keine Katholiken. So einfach ist das. Heute wird man ja auch allerorten von irgendwelchen dahergelaufenen linken Sturmtrupps daran gehindert, harmlosere Dinge zu tun als Leben zu nehmen. Da ist es nur recht und billig, wenn man vor einer Abtreibung daran erinnert wird, um was es dabei eigentlich geht. Wenn eine Frau danach immer noch abtreiben will bzw, es tut, dann, soweit stimme ich Silver Price immerhin zu, ist es nicht die Aufgabe von Christen, sie anzugreifen oder mit Verachtung zu strafen, sondern für sie zu beten.

    • Ich wäre schon froh wenn ich nicht per Krankenkasse für die Abtreibung anderer Frauen zahlen muss. Zumal so eine Abtreibung um die 900 Euro kostet, von den Psychologischen Folgen für die Frauen und Männer ganz zu schweigen. (Depressionen!)

      Es gibt nämlich auch Menschen die WIRKLICH helfen wollen und sich mit dem Thema beschäftigen; die teilen so „Kleinigkeiten“ mit wie dass viele Frauen darüber gar nicht hinwegkommen, oder das die Männer darüber nicht hinwegkommen, dass Frauen Unfruchtbar werden, dass sehr viele Depressiv werden (Ich kenne Drei Fälle von Abtreibungen und alle diese Frauen sind depressiv oder psychotisch UND bereuen jedes Jahr das sie es gemacht haben). Dann gibt es noch die Kleinigkeit dass Frauen durch Abtreibung das Brustkrebsrisiko erhöhen (es wird von 10% gesprochen) weil die Umwandlung der Brust in Mutterbrust abgebrochen wird und so weiter.

      Was ist die häufigste Todesursache bei Frauen in Deutschland? Brustkrebs.

      Übrigens gibt es auch ECHTE, PERSÖNLICHE Erfahrungen von Menschen mit vergewaltigten Frauen. Diese sagen, dass eine Abtreibung der vergewaltigten Frau nicht die beste Lösung ist – zum Traumata der Vergewaltigung kommt noch das Traumata der Abtreibung dazu. Es gibt Frauen die danach Selbstmord machen.

      Und jetzt kommen irgendwelche Armleuchter her, die von „Freiheit der Entscheidung“ und „Mein Bauch gehört“ mir erzählen. Haben diese schon in die Augen eines Vaters geschaut dessen Kind gegen seinen Willen getötet worden ist? Haben sie schon geprüft was mit den ganzen Frauen passiert bei denen man „einfach mal wegmacht“? Ich bin mir sicher dass einer der Gründe für die wenigen Kinder in Deutschland – und dem hassenden Feminismus – die Abtreibungen sind.

      Templarii

      Templarii

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