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Stell Dir vor Du kennst ein Ideal, ein geistiges Ideal. Es ist eine schöne Idee, ein guter Gedanke, eine umfassende Wahrnehmung etwas Wahren und Schönen. Stell Dir vor, durch das Denken an dieses Ideal füllt sich Dein Herz mit Freude, mit Lebensmut, mit Kraft. Du merkst wie die Welt fade und langweilig ohne die Erinnerung an dieses Ideal ist. Du merkst wie Du ermüdet bist durch die ewige Routine des normalen Lebens. Die ewigen Diskussionen, Politik, Kulturwissenschaften, Geschichte, Schule, Auswendiglernen, Behördengänge, Vorstellungsgespräche, langweilige Langweile.

Vielleicht verliert sich das Ideal, die Idee ist nicht mehr so gut – aber eine neue kommt. Eine gewaltige grosse Idee. Sie ersetzt die andere, man lernte ja dazu und hat begriffen dass das alte Ideal zwar eine gute Vorstellung war, aber aufgrund von fehlenden Informationen existierte. Die neue Idee erwächst, das Ideal birgt Hoffnung und Kraft. Die Idee steckt andere Leute an, befreit sie aus der langweiligen Lebensphase. Doch auch diese vergeht irgendwann. Es wird fade, es wird langweilig.

Und irgendwann geht Dir ein Licht auf. Die Ideale waren nur künstliche Wege zu einem bestimmten Geisteszustand. Zur Erkenntnis dass es da etwas wahrnehmbar ist, das begeistert, die Kreativität frei setzt, aus der langweiligen Menschlichen Gesellschaftsperspektive herausstrahlt. Man begreift das man fähig ist etwas wahrzunehmen. Eine Art „Licht“, eine strahlende Idee, die den Menschen beseelt. Die Ideale haben nur darauf hingewiesen, dass da was ist. Die Ideen waren nur Krücken die wir nutzten, weil wir es anders nicht verstanden.

Du lernst zu lauschen und zu schauen. Du lernst das „Licht“ hinter allen Dingen zu fühlen – die Freude eines Menschen über eine bestimmte Situation, ein besonders grossartiges Kunstwerk, eine Idee, ein Augenblick. Da strahlt es wieder, es flackert immer wieder auf. Es erwärmt das Herz, es erfreut die Menschen, selbst in bitterster Not strahlt es durch und gibt den Menschen Lebensmut.

Dieses Licht, dieses „hohe Ideal“, das „schöne im Hintergrund“, die „Quelle der Schönheit“, die Essenz schöner Momente, schöner Kunstwerke, schöner Ideen und Taten – das kräftige mächtige Strahlen des Schönen in allen Kategorien die wir uns vorstellen und denken können – wir können es Wahrnehmen weil wir ein Bewusstsein haben. Kein Tier nimmt die Schönheit einer gut geschriebenen Gedichtzeile wahr. Kein Tier erkennt die Schönheit eines Kunstwerkes, ja nicht mal seine eigene Schönheit und Eleganz. Das tun nur wir. Wir Menschen können die Schönheit erkennen, schmachtend oder bewundernd daran fast vergehen. Unser Bewusstsein spiegelt für uns die Schönheit wider.

Unser Bewusstsein ist fähig Schönheit wahrzunehmen, es gibt der Schönheit erst überhaupt die Möglichkeit wahrgenommen zu werden. Keine Biene denkt darüber nach ob die Blume schön ist. Wir denken darüber nach. Unser Bewusstsein ist so geschaffen, dass es die Melodie in allen Dingen erkennen kann – die Schönheit der Schönheit. Wir sind erschüttert über die Grossartigkeit eines kleinen Bächleins mit kleinen Blümchen in den Alpen. Wir können gerührt sein von der Niedlichkeit eines jungen Tieres, wir weinen Tränen wenn ein wunderschönes Lied genau das ausdrückt was wir gerade empfinden. Wir sehen die Schönheit in jeglicher Schönheit – selbst in einer Burgruine, selbst in einem alten Menschen der viele Jahrzehnte hinter sich sich hat. Selbst beim Brüllen eines wilden Löwen.

Die Schönheit die überall aufblitzt und erscheint – das Wesen der Schönheit selbst, das was wir erkennen können – und zwar nur mit unserem Bewusstsein; das weisst darauf hin, dass die unsichtbare strahlende Schönheit hinter allen Dingen ein Bewusstsein hat.

Diese Schönheit HAT ein Bewusstsein. Und wir sind dieser Schönheit ähnlich – wir haben ein Bewusstsein so wie die Schönheit selber. Das Bewusstsein dahinter ist immer bei uns, es umfasst unser Denken wie die Luft. Wo wir nicht sind, da ist das andere Bewusstsein. Wo wir etwas entdecken, dorthin führte uns das Bewusstsein Gottes. Wir sind geschaffen um die Schönheit zu bewundern. Wir sind geschaffen um frei zu sein, denn frei sein ist schön. Wir sind geschaffen um zu erforschen, erobern, wachsen und gedeihen – denn das ist schön.

Wir können durch falsche Handlungen unsere Sinnesschärfe zum erkennen der Schönheit verlieren. Durch Bosheit, Gier, verdrehte Handlungen, Bösartige Aussagen, Dumme Sprüche und krankhafte, verletzende Taten. Wir können in uns die Resonanzkörper der Schönheit zerreissen – dann freuen wir uns nicht mehr über gute Dinge. Dann hegen wir keine Leidenschaft mehr. Dann haben wir keine Ziele, kein Elan, keinen Mumm.

Dieses falsche Handeln, das uns von der Verbindung zur ewigen Schönheit hinter der Schönheit trennt, das ist die Sünde. Anstatt in den ewigen strahlenden Fluss des Lebens zu tauchen und geniessen – wenden wir uns ab.

Doch die Schönheit ist nicht ewig und gut, wenn sie nicht über uns hinaus wäre. Sie ist grösser als wir, wir nehmen sie ja „nur“ wahr. Sie ist jenseits von Raum und Zeit – denn das Zeitliche ist weniger schön als das ewige. Ewiges Glück ist schöner als Kurzes Glück. Wir können zurück, wir können dahin – zur Unschuld, zur Reinheit, zur Freiheit vor den Irrtümern die wir begangen haben.

Dies bewirkt die Hinwendung zum schaurig-schönsten Moment jeglicher Geschichte, der Kreuzigung Christi. Dabei öffnet man sein Herz und erlaubt der Schönheit, alles dreckige zu entfernen – denn die Schönheit ist „schön“, da Böse ist es nicht. Und die Beichte, ja die Beichte ist das Werkzeug um bewusst, aktiv, glaubend zuzulassen das der Sondermüll eigener Verletzungen, Fehler und des darauf folgenden Selbsthasses zu entfernen.

enn wir sehnen uns immer die grosse, vollendete, unendliche, übernatürliche Schönheit anschauen zu können – sie zu lieben, sie zu huldigen, sie zu geniessen. Im Angesicht unserer liebsten, toller Maschinen, in Freundschaften, in guten Geschichten, im Guten Essen, in tollen Kulturen und schliesslich – im wirklichen, wahren SEIN der ewigen strahlenden Schönheit.

 

Templarii (uff, und das alles nur wegen der VORBEREITUNG zur Beichte… Danke für die Infos, jetzt kapiere ich mehr)

 

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2 Kommentare zu “Die Schönheit der Schönheit

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