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Durch die Französische Revolution wurde die Trennung zwischen Kirche und Staat zerstört. Der Staat wurde zur Kirche.

Vorher gab es zwei Institutionen die in einem Spannungsverhältnis zu einander standen. Auf der einen Seite der König mit den Fürsten und dem Adel. Auf der anderen Seite die Kirche mit dem Papst und Bischöfen. Dabei war klar unterscheidbar welcher Stand was repräsentierte. Der geistige Stand war für das Seelenheil zuständig  der weltliche Stand für die weltlichen Dinge.

Heute sind staatlich anerkannte Psychologen die, welche den Menschen Seelenheil versprechen. Da die Europäer recht intelligent sind, merken sie schnell das es nicht so einfach geht – und rennen den Psychologen noch mehr die Bude ein. Die Selbstmordraten und Psychotherapiekosten sprechen Bände.

Was geschah bei der Zerstörung dieser Struktur? Die Politik wurde zum neuen Gott. Die Politiker wurden ihre Hohepriester mit dem alleinigen Zugriff auf die hohe Gottheit. Die Demokratie wurde zum neuen Gottesdienst, jeder konnte ein Stück von Gott sein. Anstatt den Leib Christi Sonntag zu sich zu nehmen, wurde bei den Wahlen der Geist der Demokratie gelebt. „Links“ und „Rechts“ entstanden – von der Sitzordnung im neuen Parlament. Nach kurzer Zeit überwältigten die „Linken“ aber die „Rechten“, die Jakobiner – erfüllt vom Geist des „recht habens“ und des „auf der Richtigen Seite stehens“ ermordeten alle und am Ende sich selber bis Napoleon dem Treiben ein Ende setzte und sich zum Diktator aufschwang.

Woran erkennt man, dass durch die Zerstörung der Kirchen ein neuer Kult entstand? Man erkennt es daran, das sich die Französischen Revolutionäre als übermächtige Gesetzgeber aufschwangen. Sie haben einen neuen Kalender eingeführt, sie haben eine „Religion der Vernunft“ eingeführt – und zwar damit, dass sie Scheisse auf die Altäre auf Kirchen schmierten. Robespierre baute sogar eine groteske Zeremonie auf, wo er selbst in einem Hohepriestergewand auf einem grossen „Altar“ stand und „das höchste“ repräsentierte.

Man erkennt es daran, dass die neuen primitiven Kultgruppen zum althergebrachten zurückkamen: Blutopfer. Man opferte die Feinde „der Freiheit“ massenweise. Blut für eine Idee. Ein Kult. Je mehr Tote, desto mehr Freiheit. Jeder primitive Eingeborenenstamm kennt dieses Muster. Die Mayas und Azteken waren darin sehr bewandert. Ob man „Freiheit“ sagt, oder „Buglubuglu“ macht keinen Unterschied, der Blutrausch sucht nur nach einem Grund weiter zu morden.

Bekannterweise waren viele der Revolutionäre Freimaurer. Doch was ist das Freimaurertum anderes als ein pseudo-altägyptischer Kult (wundert sich jemand das Napoleon Ägypten eroberte)? Bestimmte Handlungen, Kleidungen, Rituale und Bekanntschaften führen ins „Paradies“ der höchsten Stufe. Wie bei den Katharhern, waren nur die höchsten wirklich Eingeweihten ganz doll-mega-super die Oberpimpe. Durch simple „hingaberituale“ wurden die leicht beeindruckenden Menschen eingeweiht – Wissen, dass man Heutzutage per Google Suche innerhalb von vier Minuten findet, wurde aufgeblasen und zu einem grossen Geheimnis erklärt. Wer natürlich das Geheimnis der Beichte nicht kennt, ist total beeindruckt wenn man seine intimsten Fehler und Störungen den „Mitgenossen“ erklärt um sich erpressbar zu machen und damit verbunden zu sein.

In einer grotesken Verdrehung der Mystik und Mythologie, wurde ein Teil des Französischen Volkes durch Logen die in bierseligen Stimmung gegründet worden sind (Viele Logen entstanden in Bars, Pubs..) – zurück nach Ägypten geführt. Und dort ist das Volk jetzt. Sie glauben an die Französische Sprache – französischsprechende Marokkaner die Frankreich hassen und zerstören wollen, werden in blinder Götzendienerei unterstützt, weil sie ja französisch sprechen. Heilig, heilig, heilig ist die Sprache, der Staat, das Parlament.

Die Französische Revolution war der Beginn der Neuvergötzung des Stammesführers wie bei den alten Heiden. Dort war Kult und weltliche Macht in einer Hand – der Schamane war oftmals gleichzeitig der Häuptling. Bei der christianisierung Skandinaviens war dies ein grosses Problem, die Könige waren gleichzeitig Religiöse Führer und wollten das nicht loslassen, man bleibt gerne Heilsbringer. Auch beim beginnenden Kampf zwischen Christen und den alten Römischen Kaisern – (Der Begriff „evangelium“ war die Bezeichnung für das Rundschreiben der Römischen Kaiser) war dies das Problem. Der Kaiser wurde, wie in China und Japan, als Gott angesehen. Dies wurde erst von den Christen abgelehnt. Die Oktoberrevolution in Russland führte natürlich sofort dazu, dass die Anführer der Revolution zu Göttern wurden. Stalin hing in jedem Klassenzimmer, das Kreuz wurde entfernt. Dementsprechend wütete Stalin auch, nachdem Lenin und co erstmal den gesamten Adel und die Bürger ermorden liessen. Bis Heute leiden die Menschen in Russland unter dem Verlust dieser Menschen, die oftmals Eigeninitative und Mut bewiesen. (Siehe Uhrentechnologie Russlands/Sowjetunion)

Es ist bezeichnend wie der Staat, die Politik, die Parteien und der gesamte Prozess gesehen wird. Interessant ist der Ruf nach dem „Gesetzgeber“. Die Wortwahl sollte einem aufhorchen lassen: „Da muss der Gesetzgeber einschreiten.“ Als wäre der Gesetzgeber ein Gott der alles richtet. Der Glaube an den Staat als Gesetzgeber ist tief verwurzelt. Das Bewusstsein für Gott – dem einzigen Gesetzgeber – ist völlig verschwunden und ein Götzenglaube an Juristen, Richter, Parteiverfahren ist dafür entstanden.

Dass die Trennung von Kirche und Staat von der Kirche ausging, kann man auch dem Investiturstreit entnehmen – die Kirche weigerte sich das Bischöfe vom König ernannt werden, die seine Politik durchführten. Oder als Karl der Grosse die Sachsen mit Gewalt Christianisieren wollte, die Kirche stellte sich dagegen und das Gesetz wurde später zurückgenommen.

Die Protestantische Revolution war ebenso eine Art Rücknahme der Trennung zwischen Kirche und Staat. Die Fürsten wurden zur Oberhoheit der Protestantischen Kirchen. Man kann am Niedergang der Norddeutschen Kirchen sehen wozu das führt. Denn wenn der Staatsführer zum obersten Schutzherren der Religion wird, muss die Religion dem Staatsführer folgen. Seit dem Ende des Preussentums, gibt es auch keinen Preussischen Glaubensherren – die neuen Herren sind die SPD, die Grünen, die Menschen welche Islamisierung, Gender-Mainstreaming, Frauenquoten und Männerverachtung propagieren. Und genau das tut auch die Evangelische Kirche in Norddeutschland, sie folgt den Herrschern weil sie sich ihnen unterstellt hat.

Die Anglikanische Kirche ist ebenso so ein Fall. Heinrich wollte mehrmals Heiraten, die vorherigen Frauen liess er Köpfen. Dagegen war die Katholische Kirche. So wurde dann eine neue Kirche gegründet die den König von England zum Herrscher hat. Es folgten Jahrhunderte der Bürgerkriege, wie in Preussen von Bismark während des Kulturkampfes, wurden katholische Menschen aus Behörden verdrängt – Religion wurde zum Kriterium für Staatsbedienstete. Anstatt das es „egal“ war, welche christliche Religion der Mensch hatte, musste er zur richtigen Kirche gehören. Das es dann „hin und her“ ging, also auch Katholische Regenten ihrerseits herumwütenden sollte schon erwähnt werden, doch bedacht muss sein wer damit anfing und dass Katholische Regenten versuchten die ursprüngliche Trennung wieder einzuführen.

Interessanterweise führte die Anglikanische Kirche zu solch einer Strenge, dass viele Menschen daraus ausbrechen wollten. Die berühmtesten Flüchtenden waren wohl die Pilgerväter nach Nordamerika. Sie wollten der Institution entfliehen in das „Land of the free“. Ärgerlicherweise assoziieren viele dieser Menschen die Katholische Kirche mit der Anglikanischen.

Viele Menschen, die Rückblickend auf diese Zeit gucken, können gut erkennen dass die Trennung von Religion und Staat sehr wichtig ist. Der Staat ist ein Mechanismus. Die Religion ist etwas völlig anderes. Wird der Staat zur Religion, steht und fällt alles mit dem Staat. Das hat eine fatale Auswirkung wenn der Staatsführer ein Idiot ist, oder einen Krieg verliert. Die Identität der Menschen zerfällt zu Staub, wenn sie sich wie Lemminge an die Staatsstrukturen verbinden.

Du sollst keinen anderen Gott neben mir haben!

Templarii

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3 Kommentare zu “Wie der Staat zum Gott wurde

  1. Pingback: Gott liebt – und will uns nicht arm « Neue Reconquista

  2. Der Artikel ist sehr schön geworden!
    EInige kleine Anmerkungen erlaube ich mir trotzdem:
    -Der Kult der Vernunft unterschied sich wesentlich vom Kult des Höchsten Wesens. Beide waren anti-christlich, der erste jedoch dezidiert atheistisch.
    -Die Oktoberrevolution führte, wenn man sich die Kirche ansieht, jedoch erst wieder die Trennung zwischen Staat und Kirche ein. Das Moskauer Patriarchat war von Peter I. aufgelöst und die Kirchenleitung der staatlichen Institution des Hl.Synod übertragen worden. Die Bolschewisten machten diesen Vorgang wieder rückgängig, führten aber natürlich auch ihren eigenen Kult ein…
    -Henry VIII. versuchte eine Eheannulierung zu erwirken, die der Papst jedoch aufgrund vorheriger Dispens verweigerte (auch das Vorurteil ist falsch, Henry wollte sich scheiden lassen). Köpfen ließ er „nur“ zwei seiner sechs Frauen 😉
    -du machst den Unterschied zwischen katholischer und protestantischer Herrschaftsauffassung bzw. zur Trennung von Kirche und Staat sehr deutlich und auch die Verallgemeinerung scheint mir hier legitim. Allerdings möchte ich noch darauf hinweisen, dass auch die „katholischen Regenten“ stets bemüht waren sich in die kirchlichen Belange einzumischen, was ihnen insbesondere in der Schlussphase des Absolutismus auch hervorragend gelang. Weitere Beispiele wären der damit zusammenhängende Gallikanismus und Josephinismus. Das relativiert überhaupt nicht deinen Text, aber es ist ein kleiner Wink, dass auch im katholischen Lager nicht alles perfekt war.
    Ansonsten, wie gesagt, ein sehr schöner Text!

    • Hi,

      ich hatte ja nicht vor alles „perfekt“ zu beschreiben, sondern meine Gedankengänge nachführen zu können. Ich kenne mich ja noch nicht mit allen Einzelheiten überall aus. Die „katholischen Regenten“ waren ganz sicher auch ständig bestrebt Macht über die Kirche zu haben (Inquistion in Spanien und Portugal). Der Unterschied ist aber, dass man IMMER NOCH zwei Institutionen hatte – denen man getrennt Hass entgegenbrachte. Die Ideologien danach wurden selbst zu den Hohepriestern, das wäre so als wenn Karl der Grosse gleichzeitig der Papst war. Das meinte ich mit „Trennung von Kirche und Staat“, aber das Wissen Sie auch.

      In die Einzelheiten vertiefe ich mich ja mehr und mehr weil ich glaube man kann „Gottes Handschrift“ auf all den Krummen Linien unserer Leben sehen.

      gruss

      Templarii

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