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Ich bin inzwischen auf der Spur inwiefern die Bergpredigt Politisch Korrekt und seicht umgedeutet worden ist. Dazu kann man eine alte Tonaufnahme von Pater Leppich anhören, der auf die Seligpreisungen der Bergpredigt eingeht, darunter habe ich einige Beispiele seiner Aussagen aufgeschrieben – aber nicht wortwörtlich sondern frei nach Gehör:

Pater Leppich – Bergpredigt

Er geht unter anderem auf Lenin, den Kommunismus und den Hunger der Welt ein. Manches davon kennen wir bereits, manches ist zum Selbstzweck geworden – aber es spiegelt dennoch eine Verschiebung der Vorstellungen über die Bergpredigt an.

1800 „Die Sanftmut ist keine Fessel für die Wahrheit und kein Maulkorb mit dem man uns zum schweigen bringen soll. Aber sie bestimmt das Mass für unseren Zorn, damit unser gerechter Zorn nicht blind wird. Damit wir Herr unseres Zornes bleiben wie Christus.“

2215 „Selig werden die Trauernden: Warum trauernden Selig gepriesen – andere Art von Trauer, einer anderen Gesinnung. Damit sind die gemeint, die noch Schmerz und Trauer empfinden können, weil die Welt im Argen liegt.  So wie Petrus der traurig wurde das er versagt hatte – und sich seitdem weiterentickelte und zum Felsen der Kirche Gottes geworden ist. Nicht trostloser Weltschmerz, oder weinerliche Passivität. Weil Christus am Kreuz für uns starb, müssen Christen weinen und trauern wegen all der Menschen die sich tragisch in Illusionen verrannt haben. […] Wir müssen weinen können, das die Religion oft zum Stimmungsautomaten degradiert worden ist und nicht mehr als heiliger Gottesdienst begriffen wird.“

Die Art des Trauerns ist die, welche Heutzutage Gothics oft mit sich herum tragen. Weil die Menschen am wirklichen Glück vorbeirennen. Das Gefühl ist da, doch hat es keine gute Wurzel und keine Blüte..

Ich glaube so ziemlich alles im modernen Christentum wurde verweichlicht, eingesperrt in einer Art feigen Toleranzzelle, zum kuba-ja-glauben reduziert.

Templarii – weiterhin auf Schatzsuche.

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5 Kommentare zu “Die Umdeutung der Bergpredigt

  1. Huch, den Johannes Leppich „Das Maschinengewehr Gottes“ kannte ich noch gar nicht… Dein Blog ist eine wahre Fundgrube !

    • Kannte ich auch nicht… Das ist es ja. Was uns so alles vorenthalten wird.

      Ich wette diese Prediger, es gab noch einen anderen – http://de.wikipedia.org/wiki/Werenfried_van_Straaten

      Der gründete 1952 „Kirche in Not“, unter anderem nachdem er sah wie es in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg aussah – für die Deutschen ein Hilfswerk! Dieses Hilfswerk half auch der Ukrainischen Kirche zu überleben (Griechisch-katholische Kirche).

      Jetzt sind sie dabei den vertriebenen und bedrohten Christen überall auf der Welt zu helfen.

      Templarii

  2. Auch ich glaube, dass die Bergpredigt dringend eine aktuellere Auslegung benötigt! Für damalige Verhältnisse war sie revolutionär, in der heutigen Auslegung sorgt sie wohl für den Untergang der Christenheit. Wäre Jesus ein über alle Maßen toleranter Friedensaktivist gewesen, wäre er nicht hingerichtet worden.

    • Ich bin mir sogar sicher, das es diesen pazifisten-christus nie gab und man absichtlich die Werte und Worte umdeutete die dann zum Untergang führt. Daran erkennt man übrigens auch das „Nur die Schrift“ nicht hilft wenn sie von kleinbürgerlichen pseudopazifisten (sind dieselben die für Toleranz gegenüber Intoleranten aufrufen…) interpretiert wird.

  3. Robert Mäder (*7. Dezember 1875 in Wolfwil, Kanton Solothurn, Schweiz; Tod 26. Juni 1945 in Basel) war ein römisch-katholischer Pfarrer und Kanzelredner.

    1899 erhielt er die Priesterweihe und wirkte zuerst als Vikar in Biberist und später als Pfarrer in Mümliswil. 1912 erfolgte seine Wahl zum ersten Pfarrer der Heiliggeistkirche in Basel.

    Prälat Mäder war als Kanzelredner weitbekannt und vertrat prononciert konservative Postulate. So wetterte er gegen Mischehen (mit Protestanten), Frauenstimmrecht, Fasnacht, und rief gar aus „Der Rosenkranz ist unser Maschinengewehr“. Mäder verurteilte sowohl Kommunismus und Sozialismus als auch den „heidnischen Nationalismus der völkischen Art“ der deutschen National-Sozialisten. Er gründete die Theresien-Mittelschule in Basel. Die Universität Freiburg i.Ue. verlieh ihm den Doctor honoris causa. Mäder war auch ein bekannter religiöser Schriftsteller.

    Lebensbild von Robert Mäder: http://www.immaculata.ch/archiv/maeder_lebensbild1.htm

    Gedanken zum Christkönigssonntags von Prälat Robert Mäder
    http://de.gloria.tv/?media=209954

    Es lebe, JESUS DER KÖNIG
    http://www.immaculata.ch/archiv/maeder_christus_koenig1.htm

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