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[…]Beim mittelalterlichen Thomas galt das viele reden müssen noch als der Ausdruck eines verletzten Herzens. Der Vorwitz und die Redesucht galten als Töchter einer Art tiefsitzenden Herzensverzweiflung. Jemand, der mit sich und vor Gott nicht ins Reine kommen konnte, der galt als einer, der nicht in sich ruhen kann und der nicht gern bei sich zu Hause ist. Reden müssen und alles wissen wollen gehörte zu den Anzeichen eines verwundeten, verzweifelten Herzens, jedenfalls bei Thomas. 
Schweigen können und gern schweigen dagegen zählte zu den Zeichen eines reifen Herzens, das auf den tiefsten Stockwerken mit sich und Gott im Reinen ist.

Die Kirche hat sich hier bis heute diese mittelalterliche Sprache bewahrt und in dieser Sprache sind die beiden großen Vorbilder des reifen, geklärten Menschen Josef und Maria. Dass Josef in der Bibel kein einziges Wort sagt, ist hier kein Armutszeugnis, sondern eher so etwas wie eine Ehrenmedaille, die ihm die Schrift um den Hals legt. Maria sagt nur ganz wenig, aber mit einem Satz immer alles. Der heilige Lukas, der als ihr biblischer Portraitkünstler gilt, sagt über sie, Maria aber bewahrte alles in ihrem Herzen und dachte darüber nach. Ein kurzes Kennzeichen, an dem es viel zu verstehen gibt. […]

Traumhaft.. Manchmal bricht die Wahrheit in das Herz ein und man versteht immer mehr. Ich fragte mich immer „was ist mit Josef?“..

Templarii

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