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Wer sich selbst als Maßstab nimmt, kommt in Zugzwänge und muss sich dauernd beweisen das er sich selbst als Maßstab nehmen kann. Wie macht er das? Er macht es indem er sich durch Taten zeigt, dass er es kann. Wenn er etwas nicht schafft, dann landet die Persönlichkeit in einem gedanklichen Niemandsland, der Druck der Persönlichkeit drückt in ein schwarzes Loch.

Man kann keine Fehler machen – sonst zieht man sich selbst den Teppich unter den Füssen weg. Darum neigt man dann dazu zu vermeiden dass man etwas tut von dem man nicht ganz sicher ist das man es kann – denn der teppichlose Zustand ist ein Baumeln in erschreckender Höhe.

Es gibt Menschen die eine gewisse Stufe der Überlegung nicht übertreten – sie handeln und tun. Andere aber, womöglich sensiblere oder einfach nur nachdenklichere jedoch schon. Und sie werden durch diesen Psychologischen Mechanismus behindern.

Je mehr von alle dem abhängt, desto stärker bleibt man möglichst unbeweglich an einer Position und versucht den Teppich nicht zu verlassen. Solange man etwas zu essen hat und die Miete zahlen kann, ist es ok – mehr ist nicht drin. Freiheit ist was anderes.

Darum drängen ja so viele Menschen zur völligen Freiheit vor allen Verpflichtungen – das berühmte Hamsterrad. Doch als egalitäre Hippiekommune kommt man nicht weit, in pazifistischen Friedenszeiten kommt man damit durch, wird der Wind rauer – dann aber nicht. Ich glaube das dies einen Teil der inneren Lähmung des Westens erklärt. Mir ging es nämlich ähnlich – man hatte Erfolg, aber nur bis zu einem bestimmten Punkt. Dann wurde mehr Risiko benötigt, man stieg darauf ein und scheiterte – was nicht schlimm ist, doch weil man schon bereits Erfolg hatte auf einer „niedrigeren Stufe“, konnte man sich darauf zurückziehen um es beispielsweise später zu versuchen. Doch je weiter das Leben voranschreitet, je mehr Verantwortung man hat, desto weniger Kraft hat man sich zu lösen und zu aktivieren um weitere Schritte zu gehen, die Miete muss ja bezahlt werden. Der bodenlose Abgrund – ich will jetzt nicht mit existenziellen Fragen hantieren während ich meine Familie ernähren muss – droht. Und genau dann mit einem *tadaa* taucht der Hauptdarsteller des Lebens auf der Bühne meines Bewusstseins auf.

„Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“ Jesaja 41:10

Wer heilt hat Recht – wenn meine Lebensbasis NICHT auf mir und meinem unfehlbaren (utopischen) Verhalten basiert, bin ich frei! Ich baue nicht mehr auf Sand, sondern auf Stein. Ich muss mich nicht in Drogen stürzen die meine Sorgen und Gedanken vertreiben oder entspannen sondern kann mit vollem Wissen und Verstehen auf die Welt stürzen. Ich kann meine Sinne Schärfen wie ein Schwert. Ich kann mit meiner Vernunft die Welt umsegeln, den Piraten ausweichen oder gegen sie anstürmen, das Leben mit vollen Zügen geniessen denn dieses ist ein Geschenkt des höheren Bewusstseins das sich an der Freude der Menschen an der Freude erfreut. Die Wahrheit ist, das ich leben kann und darf – das ich mich der Wahrheit hingegeben habe, das sie mich nun umhüllt und verändert. Eine stürmische See ist in mir, doch die Wahrheit macht frei und ich lerne über das Wasser zu laufen. Die Unwahrheit greift immer wieder an, ich teile mit den neuen Werkzeugen die Chimären an und mein Schwert zerschneidet es durch wie Butter. Keine Gesellschaftliche Konvention, keine Furcht, kein Hass, kein Abgrund des Nichts, keine Lügen, kein gar nichts kann mich da blockieren – das Reich der Wahrheit greift vom Jenseits ins Diesseits hinein, führt durch die Herzen zu den tatkräftigen Händen gottesfürchtiger Menschen die liebend und weinend zugelassen haben das die Wahrheit ihr Herz ergreift und sie keiner Lüge mehr anhängen.

Fazit:

Die Konsequenz dieses Geistesprozesses ist, dass man seine sich selbst auferlegten Fesseln und unmöglich einzuhaltenden Anforderungen ablegt. Gott ist eine bessere Wahrnehmungsbasis als „ich denke also bin ich“ oder „ich handle erfolgreich also bin ich“. Man kann dadurch weitaus stärker scheitern und wieder aufstehen – es bricht einem nicht das Herz bis zur Depression wenn eine begehrte Frau den Mann trotz „seiner erfolgreichen Taten“ verlässt – oder man landet nicht im Nichts wenn man seine Persönlichkeit auf das Handeln und Tun aufbaut und plötzlich in Arbeitslosigkeit landet. Darum glaube ich auch, dass die christliche-moderne der nächste Schritt unserer Kultur ist. Und ich glaube auch das diese Phase bis in die Sterne tragen wird.

Nachtrag:

Wenn man dann von anderen Leuten dazu gebracht wird, dass man Fehler macht – dann ist der andere ein Feind Deiner Existenz. Mobbing und co hat erst richtig Macht in solch einer Situation. Ich finde es gibt immer mehr Argumente..

 

Templarii

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Ein Kommentar zu “Befreiung von seinen eigenen Fesseln

  1. Pingback: Strategische Betrachtung des inneren Feindes | Neue Reconquista

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