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“Glaubst du es wohl? Ich kehre habgieriger zurück, ehrsüchtiger, sinnlicher, ja grausamer sogar und unmenschlicher, weil ich unter Menschen war. […] Vom Volk fernhalten muss man das zarte, im Guten noch so wenig feste Gemüt: leicht tritt man zur Mehrheit über. 
[…] Ein einziges Beispiel der Schwelgerei oder der Habsucht stiftet viel Unheil: ein Weichling, mit dem wir leben, entnervt uns allmählich und erschlafft uns; ein reicher Nachbar weckt unsere Begehrlichkeit; ein bösartiger Gefährte setzt auch an der reinsten und einfachsten Seele seinen Rost ab. Was, glaubst du, wird bei einem Gemüt werden, auf das das ganze Volk seine Angriffe richtet? Notwendig müsstest du entweder nachahmen oder hassen. Beides aber ist zu meiden: Du sollst weder den Schlechten ähnlich werden, weil sie zahlreich sind, noch der Feind der vielen, weil sie dir unähnlich sind. Ziehe dich in dich selbst zurück, so viel du kannst: verkehre mit Leuten, die dich besser machen; lass solche sich dir anschließen, die du besser machen kannst. So tritt eine Wechselwirkung ein: man lernt, indem man lehrt.” 

– Seneca an Lucilius, Epistula 7.

gefunden auf: http://exsurgedomine.wordpress.com/2012/03/24/abendzitat-cli-seneca-unter-menschen/

Templarii

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