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Ich wusste gar nicht was es für Bücher gab:

 „Die Frauenbank ist von Frauenbewegungskreisen gegründet worden, die Idee des Unternehmens fand die Unterstüzung annähernd sämtlicher Führerinnen der organisierten                Anhängerinnen der Emanzipation von Paula Müller, der Vorsitzenden des Deutschen evangelischen Frauenbundes, bis Grete Meissel-Heß, der Vorkämpferin für freie Liebe, wie die Liste der Mitarbeiterinnen der Zeitschrift „Frauenkapital“ bezeugte. Ziel der Unternehmung war erstens, die Frauenbewegung materiell zu fördern und ferner unter Einsatz des besten Könnens den Beweis zu erbringen, daß die Frauen, insonderheit die Führerinnen der Frauenbewegung, vollgültig befähigt seien, sich den Männern gleichzustellen, daß sie reif und berufen wären, die Rechte der Männer im öffentlichen Leben zu erwerben.

Inwieweit ihnen das gelungen ist, hat das weitere Geschick des Unternehmens deutlich vor Augen geführt, und es verlohnt sich daher, den Verlauf der Entwicklung des feministischen Unternehmens eingehender darzustellen. (S. 68)“

[…]

„Wurde von Fachleuten vor dem recht eigenartigen Geschäftsverfahren der Frauenbank gewarnt: Bereits in der Bilanz des Jahres 1912 liege, hieß es, rein kaufmännisch betrachtet, Bilanzverschleierung vor, und wäre die Frauenbank Aktiengesellschaft, so würde sie wegen einer solchen Bilanzierung strafbar sein.
Große Handelszeitungen schlossen sich den Warnungen an. (S. 68)“

Am 20. Februar erschien eine Kritik im Handelsteil der „B.T.“, welche der Geschäftsführung

Empfindlichkeit, übertriebenen Subjektivismus, fehlende Geschäftsgewandtheit und Geschäftskenntnis (S.68)

„So endete das stolze Unternehmen der Frauenbewegung, durch das die Ebenbürtigkeit des weiblichen Geschlechts mit dem männlichen aller Welt praktisch offenbar gemacht werden sollte.

Es ist durchaus unwahrscheinlich, daß die leitenden Personen der Bank mit dem Unternehmen nur persönliche Vorteile im Auge gehabt hätten oder gar offen auf Betrug ausgingen. […] Aber zweifellos war die Haupttriebfeder bei der Bankgründung der Gedanke, durch ehrliches Können zu zeigen, was Frauen zu leisten vermögen, und weiterhin, ein großes Kapital zusammen zu bringen, um auf Grund glänzender Erfolge in fachlicher und wirtschaftlicher Hinsicht einen Machtfaktor im öffentlichen Leben zu schaffen, dessen Einfluß den Forderungen der Frauenbewegung einen überwältigenden Nachdruck verleihen sollte. Wäre die Sache geglückt, so würde der Triumph der organisierten Frauenbewegung keine Grenzen gekannt haben. Nach dem völligen Bankrott des Unternehmens zog man sich natürlich zurück und suchte den Fehlschlag auf einzelne Sündenböcke zurückzuführen und den Eindruck zu erwecken, als sei die Emanzipationsbewegung als solche bei der Sache unbeteiligt. (S. 72)“

„Bezeichnend ist, wie es die verantwortlichen Leiterinnen später verstanden haben, sich der verdienten Strafe zu entziehen, indem sie sich von einflußreichen Gönnern als Leiterinnen von Soldatenheimen (für den gemeinen Mann war ja stets das schlechteste gut genug) zu „Kriegsteilnehmerinnen“ (!) machen und als solche amnestieren ließen. Solche Korruption war also schon im vorrevolutionären Deutschland möglich! (S. 73)“

Weiteres kann man auf der kontroversen Seite http://mann-pass-auf.de/mpaFrauenbank.php nachlesen.

Templarii

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