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Wenn ich mir die Renaissance anschaue, war die Katholische Kirche extrem aktiv. Es wurden Gebäude gebaut, Statuen, Gemälde in Auftrag gegeben, es gab aktivität und aktion.

 

Das heutige Äquivalent dazu ist vielleicht der Picadilly Circus und der Time Square in New York. Aktiv, offensiv, intensiv und selbstbewusst wurde das Christentum verkündet. Vorher sind hunderttausende zu Mönchen und Nonnen geworden die wilden Ritter wurden mehr und mehr kultiviert, die Christen bebauten das Land, gründeten Städte um Städte, Kulturen festigten sich, die Religion breitete sich überall aus.

 

Wie ein gewaltiger kreativer Sturm griff die ganze Entwicklung um sich, trotz Plagen, Kriegen und Katastrophen. Dagegen ist Europa heute ein Altersheim mit Siechtumgarantie und alle langweilien sich. Das Verständnis für die Religion ist verschwunden, nur karge Ruinen sind in den Seelen zu erkennen.

 

Ich ahne inzwischen ein wenig von der kreativen Energie die einen erfasst wenn er sich bewusst und willentlich Gott zuwendet. Gott ist pure kreative Energie. Man könnte sich vorstellen dass man eine Lego-Burg baut, sich immer tiefer in die Phantasien reinsteigert, die Burg immer grösser macht, mit Räumen und Leuten und Kerkern, Türmen, Festsälen, vergessenen Flügeln, Rüstungsräumen und all dem was möglich und unmöglich ist. Und im Bewusstsein Gottes, weitet sich die Kreativität, der Flow unendlich aus. Es gibt kein Ende, man kann es nicht austrinken, man kann nicht mal sterben. Das ist ja das Wesen der Unendlichkeit und Ewigkeit.

 

Schmerzhaft wird mir bewusst wie schwierig es ist diesen Sachverhalt zu vermitteln. Man kann das Erkannte kaum beschreiben, es fehlen Worte, Vergleiche, man kann es wohl nur leben und daran erkennt man welche Musik im Herzen.. es ist Bach…

 

Gott ist pure Energie. Er erhebt das Bewusstsein auf eine radikal andere Perspektive die demütigt und beflügelt. Das Gefühl ist wie bei einem Sonnenaufgang, und plötzlich sieht man die Silhouette eines voll Chrom blinkenden Motors. Oder wie das erkennen eines gigantischen Raumschiffes welches über dem Haupt schwebt, wie das erblicken einer gigantischen Höhledie wie eine Kathedrale ausschaut,  voller Schätze und Geheimnisse.

 

Inzwischen bricht in mir das Bedürfnis durch zu jubeln. Ist das Leben noch so hart, ist es noch so anstrengend, scheitere ich mit meinem Jähzorn, meiner Wut, meiner Gier, meinem Missmut – dennoch erkenne ich das Licht und lache über die Schatten auf der Höhlenwand.

 

Bitte lieber Gott, ich suche Gefährten – es gibt so viel zu tun in Europa. Ich komme mir vor wie in einem Post-Nuklearen Szenario, die Sprengkraft in den Christlichen Schätzen ist so gross, es wird alles erneut platzen lassen – jedenfalls die seltsamen Denkstrukturen der Gegenwart.

Templarii

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10 Kommentare zu “Die Sprengkraft des Christentums

  1. (Die Schrift ohne Titel / Über die Bäume des Paradieses) Und der Baum des ewigen Lebens, wie er in Erscheinung getreten ist durch den Willen Gottes, befindet sich im Norden des Paradieses, sodass er die Seelen der Reinen unsterblich mache, die hervorkommen werden aus den Gebilden der Armut zum Zeitpunkt der Vollendung des Äons. Die Farbe des Baumes des Lebens aber gleicht der Sonne. Und seine Zweige sind schön. Seine Blätter gleichen denen der Zypresse. Seine Frucht gleicht einem Bund von Weintrauben, wobei sie weiß ist. Seine Höhe geht hinauf bis in den Himmel.
    Und neben ihm befindet sich der Baum der Erkenntnis, wobei er die Kraft Gottes hat. Seine Herrlichkeit gleicht dem Mond, wenn er sehr leuchtet. Und seine Zweige sind schön. Seine Blätter gleichen Feigenblättern. Seine Frucht gleicht guten, appetitanregenden Datteln. Dieser nun befindet sich im Norden des Paradieses, sodass er die Seelen aus dem Schlaf der Dämonen erwecke, damit sie zum Baum des Lebens kommen und von seiner Frucht essen und so die Mächte und ihre Engel verurteilen.

    http://www.deweles.de/willkommen/apokalypse.html

    (Thomas-Evangelium / Logion 45) Es sagte Jesus: Man erntet nicht Trauben von Dornensträuchern, noch pflückt man Feigen von Kameldisteln; denn sie geben keine Frucht. Ein guter Mensch bringt hervor Gutes aus seinem Schatze; ein schlechter Mensch bringt Schlechtes aus seinem schlechten Schatz hervor, der in seinem Herzen ist, und sagt Schlechtes. Denn aus dem Überfluß des Herzens bringt er Schlechtes hervor.

    http://www.deweles.de/globalisierung/die-3-gebote.html

    • Naja, das Thomasevangelium ist ziemlich unseriös und gnostischen Ursprunges. Ich kann auch ne Bibel nach Biff schreiben und es „Evangelium“ nennen damit es mir jemand glaubt.

      Die anderen Evangelien sind älter. Wer esoterischen Schnickschnack braucht um das Wesen der Bibel zu erzählen hat nicht gemerkt das die Esoterik und das „es fühlt sich cool an“ irrelevant sind für das erfassen der Bibel.

      Templarii

  2. „…das Thomasevangelium ist ziemlich unseriös…“

    Solange Sie nicht wissen und wohl auch gar nicht wissen wollen, um was es in der originalen Heiligen Schrift (die „heilige Bibel“ nur bis Genesis 11,9 sowie ein wesentlicher Teil der Nag Hammadi Schriften), deren Verfasser die wirkliche Bedeutung der in Genesis 3,1-24 beschriebenen Erbsünde noch kannten, tatsächlich geht, ist das nichts weiter als eine unseriöse Schutzbehauptung, die argumentfrei im Raum steht.

    • Relevant ist das Jesus am Kreuz starb und nach drei Tagen wieder auferstand.

      Ich vertraue den Kirchenvätern mehr als „Nag Hammadi“, sie sind seriöser und aufrichtiger. Die Welt ist kein Leichnam, die Welt ist nicht böse. Wenn sie dieses „ach so tolle geheimnisvolle Wissen“ geniessen wollen, dann tun sie das. Aber die Theosophen, Vegetarier, Neuheiden, Neupantheisten und „Sakrileg-Fans“ sind ein Teil des Problems. Sie zehren von erfundenen Geschichten um sich klug und Mächtig zu fühlen.

      Wenn ich die 10.000 Bücher über das Christentum durchgelesen habe dann werde ich mich irgendwelchen obskuren geheimnisvollen und kryptischen Büchern zuwenden die mir von Reinen (die gibt es nicht, nur Jesus!) Katharern erzählen.

      gruss

      Templarii

    • Nein, es ist das herausklettern des nicht mehr toten Jesus aus seinem Grab. In Fleisch und Blut. Kein esoterischer Erkenntnisprozess. Das ist, anscheinend, tatsächlich passiert und hat gewaltige Auswirkungen auf die Welt gehabt. Er war tot und ist wieder auferstanden, der Körper hatte sogar noch die Wunden von der Kreuzigung. Der ungläubige Thomas wollte es nicht glauben.

      Templarii

  3. „Der ungläubige Thomas wollte es nicht glauben.“

    Der Glaube ist die Hoffnung, ihn eines Tages durch Wissen ersetzen zu können:

    (Nag Hammadi Library / Dialog des Erlösers) „Der Herr sagte: Ihr habt alle Dinge verstanden, die ich euch gesagt habe, und ihr habt sie im Glauben angenommen. Wenn ihr sie erkannt habt, dann sind sie die Eurigen. Wenn nicht, dann sind sie nicht die Eurigen.“

    Was Sie für Ihren „Glauben“ halten, ist nichts weiter als ein Cargo-Kult:

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/07/die-ruckkehr-ins-paradies.html

    • Herr Wehmeier, sie haben überhaupt nichts vom Christentum verstanden. Und sie sind so arrogant zu glauben dass sie alles wissen und verstehen können. Das ist ein Irrtum. Sie wissen nicht mal was sie vor drei Tagen um 14:30 gemacht haben, aber sie wollen wissen was der Sinn des ganzen und überhaupt ist? 42!

      Das Christentum ist keine esoterische philosophische Einweihungszeremonie, sondern das was es ist. Man glaubt an Jesus Christus der für unsere Sünden am Kreuz gestorben ist. Die Wahrheit ist Einfach.

      Das zweite ist, man kann nicht alles verstehen, es ist unmöglich alles von allem zu verstehen – vielleicht sind sie zu limitiert im Geiste um sich überhaupt vorzustellen was das Wissen über alle Fakten und Eventualitäten der Eventualitäten bedeutet. Und zwar in allen möglichen Facetten sowohl die Wahrheit, die Wahrheit von unserer Seite, die Wahrheit der Zuschauer, die Wahrheit der Menschen die etwas erlebt haben, die absolute Wahrheit und natürlich alle möglichen Paralleldimensionen die sich womöglich nur um ein Augenzwinkern in einem Augenblick unterscheiden.

      Sie haben nicht genug nachgedacht. Vielleicht werden Sie irgendwann genug nachdenken und bemerkten das die Kapazität ihres Geistes beschränkt ist.

      Templarii

  4. „…Sie haben überhaupt nichts vom Christentum verstanden.“

    Vom Cargo-Kult des Katholizismus (stellvertretend für alles, was sich heute „christlich“ nennt) will ich gar nichts verstehen, denn es gibt auch gar nichts zu verstehen – weil es sich eben um einen irrationalen Cargo-Kult (deutlich: eine kollektive Geisteskrankheit) handelt, der aus der gegenständlich-naiven Fehlinterpretation (so genannte „Exegese“) der in der originalen Heiligen Schrift (die Bibel bis Genesis 11,9 sowie ein wesentlicher Teil der Nag Hammadi Schriften) zur Beschreibung elementarer makroökonomischer Zusammenhänge verwendeten Bilder und Metaphern entstand.

    Wo wir heute vielleicht schon sein könnten, wäre die Natürliche Wirtschaftsordnung (freie Marktwirtschaft ohne Kapitalismus = echte Soziale Marktwirtschaft) bereits nach dem ersten Weltkrieg verwirklicht worden (womit sich der zweite erübrigt hätte), kann bestenfalls erahnen, wer die „Großen Vier“ (Heinlein, Asimov, Lem, Clarke) vollständig gelesen hat:

    http://www.deweles.de/files/soziale_marktwirtschaft.pdf

    Wo die Menschheit aber heute wäre, hätte es den Cargo-Kult des Katholizismus nicht gegeben, sprengt jedes Vorstellungsvermögen:

    http://www.deweles.de/files/himmel_auf_erden.pdf

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