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Heute fange ich an mit dem Fasten, nicht so wie man es heutzutage macht mit „weniger Fernsehgucken“ oder so einen Schmarrn. Sondern richtig. An zwei Tagen, Aschermittwoch und Karfreitag esse ich nichts – nur drei bissen Brot und drei Schluck Wasser (Naja, das mit den drei Schluck Wasser habe ich erst später erfahren..).

Seltsam wie sich mein Denken ändert. Innerhalb kurzer Zeit merkte ich wie ein Teil meines Wesens von „Belohnung zu Belohnung“ hechelte. Wenn es KEINE Aussicht auf ein schönes Mittagessen gibt – ist es einfach anders.

Ich began den Tag mit dem Bewusstsein dass ich jetzt fasten werde und mit Gebeten dass Gott mir beistehe. Es ist nämlich tatsächlich nicht so einfach. Man merkt es erst wenn man es versucht. „Ach ja, ein Tag weniger Essen“.. Von wegen, plötzlich wird alles lecker und man merkt wie gern man es hat. Der Gedanke an Gutes Essen wird intensiver, seltsame Funktion.

Plötzlich wird jeder Gedanke interessant, ich fühle mich wie ein Ritter im Dungeon (Verlies) meines eigenen Selbst. Was da alles zum Vorschein kommt! Gewappnet durch das Schild des Glaubens und Gerüstet gehe ich weiter, denn die Freiheit ruft – sie ist jenseits der Völlerei. Es ist tatsächlich ein Aufwand um sich von dem loszulösen.

Es bleibt spannend weil mein Bewusstsein sich so „in der Sattheit ausruhen“ will. Jetzt ringt mein Geist mit meinen Körper, meinen Gewohnheiten, meinen kleinen Genüssen, meinem Konsumdenken und meinem Konsumrausch. Ich kann mir vorstellen dass man sich geistig stählt wenn man es durchsteht.

Ich habe mir folgenden Plan zusammengestellt:

Es gibt zwei „Hoch-Fastentage“ und zwar Aschermittwoch sowie Karfreitag. An diesen Tagen wird nichts gegessen und getrunken. An den normalen Fastentagen wird normal Wasser getrunken und eine grosse stärkende Mahlzeit gegessen, mehr aber nicht. An den Sonntagen wird normal gut gegessen und getrunken.

Natürlich gehört zum Fasten nicht nur das, sondern auch viel weniger Fernsehgucken, Computerspielen, Herumschwätzen und Lästern und all das was man in lauter Nachlässigkeit und Faulheit macht.

Mal sehen wie weit ich komme, möge Gott mir beistehen. Ich mach das nicht aus Gesundheitlichen Gründen, sondern aus Religiösen Gründen, es ist eine Dankbarkeitshaltung, ich opfere um  zu zeigen das ich es ernst meine – auch mir selbst.

Templarii

Nachtrag: Die erfahrungen der ersten Tage sind erstaunlich, zuallererst habe ich einen starken Nährstoffabfall mitbekommen, schon am ersten Tag musste ich was ordentliches Essen. Am zweiten Tag wurde klar, über 100 Km fahren auf der Autobahn und wenig Essen – das geht gar nicht.  Später merkte ich welche Freude das freie Essen am Sonntag bringt, faszinierend der Effekt des „Verbotenen Baumes im Garten“. Danach – also Heute, bemerkte ich wie der Willen zum Fasten weiterhin geblieben ist, entblättert vom übertriebenen Zwang, entspannter und das mir eine gerade eben neu erworbene Sensibilität zeigt wann ich die Mahlzeit zu mir nehmen kann. 

Das einzige Problem was ich sehe ist, dass ich das nächste mal schon anders sein werde, denn die „nahrungsmittel-entschlackung“ durch die Fastenzeit führte mich dazu, das ich weniger nebenbei Esse. 

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