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Zufällig bin ich endlich dazu gekommen mir das Buch „Aristoteles auf dem Mount Saint-Michel“ zu kaufen und es erwies sich als voller Glückstreffer. Dieses Buch ist schon auf den ersten 10 Seiten eine Bombe, darum wird es auch so harsch angegriffen. 

Kurz zum Inhalt:

Der Autor Sylvain Gougenheim tritt dem Vorurteil entgegen dass nach dem Zusammenbruch des Weströmischen Reiches Europa kulturell völlig degenerierte und das erst nach den Kreuzzügen sowie bei Eroberungen durch Mohammedaner (Da sind Eroberungen ja plötzlich gut…) viel antikes Wissen nach Europa kam. Gougenheim hat viele Schätze ausgegraben, Pergamente, Bücher, damalige Biographien und anderes und kann recht gut belegen dass es einen intensiven Austausch von Wissen des Altertums in Europa der damaligen Zeit gab.

Beispiele:

Auf Seite 23 wird von Pippin den Jüngeren (Pippin III) erzählt, der zwischen 758 und 763 Papst Paul den I. um Handschriften in griechischer Sprache bat. ( Verw. auf Monumenta Germaniae Historica: MGH, Epistolae, III, S. 529) Papst Paul der I erfüllte diesen Wunsch und sendete Pippin III einige Manuskript: Handbücher über Grammatik, Orthographie, Geometrie, Werke von Aristoteles – unter anderem die Rhetorik und weitere. Diese waren übrigens für die Erziehung seiner Tochter Gisela gedacht – und für das Kloster Saint-Denis wo er begraben ist.

Dies ist beachtenswert, denn erstens war Pippin der Jüngere der Sohn von Karl Martell – der fränkische König welcher die vorrückenden Moslems bei der Schlacht von Tours und Pointiers zurückschlug und damit eine Islamisierung Zentraleuropas verhinderte, und er war der Vater von Karl dem Grossen, welcher bekannt sein sollte.

Gleichzeitig ist zu bedenken, dass jemand am Hof des Königs griechisch konnte und dem König bekannt war, das die griechischen Philosophen wissens- und lesenswert sind. So sehr, das seine Tochter damit ausgebildet werden sollte. Und das um 760, rund 335 Jahre vor den Kreuzzügen. Weiter zu bedenken ist, dass der Papst diese Schriften offensichtlich besass und sie mächtigen Männern und Frauen weitergab. Von Verleugnung der Wissenschaft und Zensur keine Spur. Ganz zu schweigen davon, dass die Christenheit nix über die alten Philosophen wusste.

Auf Seite 33 wird auf das Thema der griechischen Medizin eingegangen. Es wird behauptet, dass die Europäer, das Wissen um die Antike Medizin erst durch die Kreuzzüge erlangt hatten. Also frühstens 1095 n. Chr. Tatsächlich gab es das Wissen darüber schon im 6 Jahrhundert nach Christus: Coelius Aurelianus oder Caelius Aurelianus übersetzte „Gynäkologie von Soranos“ aus dem Griechischen ins Lateinische. Dazu mindestens sechs Schriften des Hippokrates, darunter „Die Winde„, „Gewässer und Orte“, „Lehrsätze„, „Über die Frauenkrankheiten“ (offensichtlich waren die Frauen doch nicht so wertlos wenn es sogar Bücher darüber gab..)  sowie mehrere Bücher von Galen, eine Schrift von Dioscorides Pedanios, „De materia medica, und die medizinische Enzyklopädie des Oreibasios der ein spätantiker Arzt war.

Damit zeigt sich auch was für eine falsche Unterstellung es ist, dass die westliche Christenheit keine Ahnung von Medizin hatte und es erst während und durch die Kreuzzüge lernte. Nicht nur das die Bücher übersetzt worden sind, sie sind auch weitergegeben, gelehrt und galten als wertvoll.

Das Buch ist sehr wertvoll, wenige Seiten widerlegen in Augenblicken so ziemlich alle Vorurteile über das Mittelalter – zumal auch erwähnt wird das viele griechische Schriften bis nach Irland und England kamen. Dies sind Randgebiete der Welt gewesen. Unsere Fernsehwelt fürht dazu , dass wir schlicht das glauben was jemand steif und fest behauptet. Zum Beispiel den wirklichen Zustand des Mittelalters. Die Dokumente, Pergamente und andere Dinge sind einfach vorhanden, man hätte nur nachsehen müssen!

In der Ausgabe ist auch eine Kritik an dem Buch abgedruckt die in manchen Sachen stichhaltig ist – so haben die Araber die griechische Philosophie nicht vollständig abgelehnt, andererseits sich um Vorwürfe wie „Islamophobie“, „Rassismus“ und anderes kreisen. Es wird erwähnt das ein verlogener Konsens in der Wissenschaftswelt besteht das der Islam uns die griechischen Philosophen brachte aber dabei wird erstens das griechisch sprechende Byzanz und zweitens wird (und zwar als bewusster psychologischer Vorgang) verdrängt dass die Intelligenzia Nordafrikas von den erobernden Mohammedanern flohen oder als Sklaven verkauft worden sind. Darum kam es zu einer sehr hohen Dichte an hochgebildeten Menschen Europa – welche dankbar aufgenommen worden sind, das Frankenreich sah seine Wurzeln in der griechischen Antike. (http://de.wikipedia.org/wiki/Aetius_von_Amida)

Es zeigt sich mir, als hätte ich eine Tür aufgemacht zu gigantische Mengen an Informationen. – und es viele Menschen braucht die dass ausarbeiten und korrekt miteinander verbinden. Langsam ist es an der Zeit das wir unsere Geschichte zurückholen. Das Christliche Europa, nicht das Islamische Reich ist das Erbe der Griechen, Römer, der jüdisch-biblischen Philosophie und des Keltisch- Indo-germanischen- Slavischen Kulturkreises. Wir sollten das wieder anerkennen und lernen – es ist elemantar wichtig für das überleben unseres Kulturkreises.

Die Zeit ist jetzt schon da, dass Männer und Frauen sich aufmachen um zu erforschen und zu entdecken.

Templarii

2 Kommentare zu “Buchempfehlung: „Aristoteles auf dem Mount Saint-Michel“

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