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Es tritt ein interessanter Prozess ein wenn man sich auf den Pfad des Heiligen Geistes begibt – oder besser gesagt, wenn er sich eine Bahn schlägt. Mein vorheriger Beitrag war ein Versuch das irgendwie intellektuell zu erfassen und zu vermitteln was da vor sich geht.  Ob mir das gelungen ist, wird die Zeit zeigen – für Kritik bin ich offen.

Der Kernpunkt dieses Blog-eintrages ist, dass man sein Selbst, sein Ego, sein Wesen nicht konkret erkennen wenn man sich nicht dem Heiligen Geist, Jesus Christus und Gott – also der dreifaltigkeit – zuwendet. Unsere gesamte Zivilisation ist mit einer heidnischen Mentalität nicht möglich, darum bricht sie auch zusammen.

Warum ist das so? Es hängt mit der Qualität der Wahrnehmung der eigenen Wahrnehmung zusammen.

Wie man sehr gut an der Wissenschaft erkennen kann, wird diese innerhalb kürzester Zeit für Macht- und Glaubensspiele verwendet. Trotz Klimagate, der Widerlegung der „Klimaerwärmung“, wird sklavisch daran festgehalten. Die Menschen sind damit verbunden, empfangen Macht durch diesen Glaubenskonstrukt, andere befriedigen sich damit – indem sie über andere rechtschaffen-empört aufregen die zum Beispiel tolle Autos mögen.  Der Mechanismus dahinter ist ähnlich dem Muster „wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing.“ Nur das es diesmal um irgendwelche Theorien, Philosophien, Bewegungen geht. Nicht zu vergessen ist, das die grössten Verbrechen an Menschen durch Menschen begangen worden sind, die sich als Menschenbefreier sahen.

Das Christentum ist eine Folge verschiedener Erkenntnisströmungen des Altertums, ja sogar der Bronzezeit (erste Teile des alten Testaments). Die Jüdisch-Orientalische Erfahrungswelt der ersten Städte und Kulturen fliesst darin zusammen mit griechischer Philosophie und römischem Organisationsgenie. Indem man die alten Schriften studiert, kann man erkennen wie sich das Bewusstsein der Menschen wandelte, sich vom animalisch-tierischen Stammeswahrnehmen entfernte und zur Abstraktion hinwendete. Platons Höhlengleichnis ist ein Teil dieser Entwicklung.

Durch diese Abstraktion der Person, hin zu umfassenderen Idealen als nur „Mut“ und „Kampfkraft“ oder „sexuelle Kraft“ war es möglich neue geistige Wege zu begehen die – hervorquellend aus der uralten jüdischen Religion, Spiritualität und Tradition (älter als Griechenland, älter als Rom, älter als Troia – Abraham wanderte aus Ur aus, dies gilt als die älteste bekannte Stadt der Welt) – die gesamte Welt transformierte und es bis Heute tut. Aber eine abstrakte Philosophie erfasst die Menschen nicht im Herzen, schon gar nicht dauerhaft – ein primitiver Kult ebensowenig. Es ist der Tod Jesu und sein auferstehen was alles verursacht hat – und das darauffolgende Wirken des Heiligen Geistes, den ich vor wenigen Tagen auf beeindruckende Weise selbst erleben durfte. Es verändert die Wahrnehmung der eigenen Wahrnehmung.

Wie ändert sich die Wahrnehmung?

Zuallererst löst sich ein Knoten im eigenen Bewusststein auf – man nimmt eine ganz andere Dimension des Denkens und Fühlens wahr. Es eröffnet sich eine vorher unvorstellbare Weite. Der Gegenstand des Betrachtens wird in einen anderen, weiten, vollen, lebendigen Kontext gestellt. Das eigene Bewusstsein wird hochgezogen, ausgedehnt, erweitert, befreit – entfaltet wie ein zerknülltes Bettlaken. Eine unfassbar zarte und sanfte Sensibilität umfasst die eigene Person. Diese Sensibilität ähnelt aber keiner bekannten, sie ist nicht schwach und zerbrechlich, sondern gewaltig und heilig. Dies ermöglicht der Seele „Luft zu schnappen“, sein Bewusstsein letztlich ausbreiten, entspannen ohne zu erschlaffen – normale „weltliche“ Mittel zur Entspannung erscheinen daneben als saft- und kraftlos.

Man beginnt zu ahnen wie unendlich wertvoll man ist, das Herz wird erfasst wie von einer wunderbaren Musik die beruhigt und gleichzeitig stärkt. Die zu erledigenden Aufgaben gehen leichter von der Hand, weil das Ego (oder der animalische Teil der Persönlichkeit) nicht mehr nach Befriedigung sucht. Dadurch tritt eine Dimension der Vernunft ein, die so laut und massiv ist, wie die Gedanken nach einer durchzechten Nacht: Nie wieder Alkohol! 😉

Es löst sich der absolute, materielle, begrenzte emotionale Bezug zu allen Dingen noch weiter auf. Damit meine ich nicht nur zum Bier und anderen Rauschmittel, sondern auch zu Ideologien, der Sehnsucht nach „Recht haben“, der Sehnsucht danach die Wirklichkeit seinen Wünschen entsprechend zu verbiegen damit das „Ich rette die Menschheit“ Gefühl aufrechterhalten wird – besonders gefährlich, dieses „ich-bin-der-gute“ Denken. Alle Brillen durch die man sonst die Welt betrachtet, fallen weg. Es ist vollkommen unnötig sich irgendwo zu verrennen, die Dimension des Heiligen Geistes löst die Bindungen voller Gnade auf.

Durch die Erfahrung des heiligen Geistes beruhigt sich die unruhige Sehnsucht des Bewusstseins und Unterbewusstseins nach Höhe, Weite und Tiefe. Dadurch löst sich der emotionale Druck auf die Vernunft diese Höhe, Weite und Tiefe in den Gegenständen des Denkens zu finden. Es löst sich auch der emotionale Druck die Unendlichkeit in Emotionen zu finden – und dadurch auch viele Zwänge um die Emotionen herbeizuzwingen. Die spirituelle, mystische Sehnsucht wird erfüllt, man erkennt WO man langehen kann und wo man die Befriedigung finden kann.

Und genau dadurch kann man ruhiger, kühler, vernünftiger Denken. Genau dadurch kann man sich selbst betrachten wie man sich nie zuvor betrachtet hat. Das Selbst wird nicht abgeurteilt weil man „Versagt hat“ und man traut sich in die Ecken zu schauen, in denen es Schwierigkeiten und Defizite gibt.  Die Betrachtung des eigenen Denkens, Fühlens und Seins basiert nicht mehr auf heidnischer, primitiver Denkweise, sondern auf der Basis des liebenden unendlichen Heiligen Geistes. Ich BIN bereits angenommen, ich BIN bereits mit der Unendlichkeit verbunden, ich BIN bereits auf den Weg zu einer höheren Art des Seins, ich BIN bereits auf dem richtigen Weg – so schaue ich nun meine Narben, Wunden, Eitelkeiten, Bosheiten, Unzulänglichkeiten und all den Schrott an, der mich plagt, niederdrückt und eigentlich erniedrigt – damit ich weiterkommen kann und am Ende meines Lebens einen Glänzenden Sieg erringen kann der darin besteht, dass man sich hoffnungsfroh dem Tod hingibt – ohne Heulen und Zähneklappern.

Dieser Geist hat unsere Vorfahren erfasst, er hat sie inspiriert, aus der Bosheit der Laster (Sexgeilheit, Gier, Alkoholsucht, Machtgier, Wut und Hass) hinausgeführt und befähigt grossartige Nationen, wunderbare Geschichten, phantastische Technologien, umfangreiche Wissenschaften zu erschaffen. Er ist der Grund warum die Menschen früher so vieles geschafft haben, was für uns Heute so schwer und unmöglich erscheint. Ich mein, 15 Kinder gebären und grossziehen?

Um die Gnade dieses Geistes, um die Gnade von Jesus Christus, die Gnade Gottes müssen wir in Europa ringen – damit wir die Titanenhaften Aufgaben unserer Zeit meistern wollen. Sonst endet alles in Diskussionen, Sophistereien und blutigen, zerfleischenden Kämpfen. Primitive Rangkämpfe werden stärker ausbrechen als vorher. Der Nachwuchs wird damit beschäftigt sein sich gegenseitig zu beeindrucken durch immer verrücktere Taten. Politik wird sich weiter völlig entfernen vom kontinuierlichem Handeln – die Wähler werden unberechenbarer und egoistischer. Werte werden weiterhin umgestossen und entfernt – nichts wird sich als stabil erweisen, denn das Fundament all dieser Werte ist weg. Es ist die Liebe zur Wahrheit, Gerechtigkeit und Liebe selbst.

Inzwischen, mit den Erfahrungen im Bezug auf den Geist, verstehe ich viele der alten Bilder und der alten Gebete:

Heiliger Geist, gib uns die Gabe der Gottesfurcht. Erfülle uns mit heiligem Schauer vor Deiner unermesslichen Größe und mit heiligem Abscheu gegen alles, was Deine Größe verletzten könnte.
Heiliger Geist, gib uns die Gabe der Wissenschaft, damit wir die Wertlosigkeit aller irdischen Werte erkennen und in Dir das Eins und Alles unseres Lebens sehen.
Heiliger Geist, gib uns die Gabe der Frömmigkeit. Befreie uns vom Bleigewicht unserer Schwerfälligkeit. Löse uns von allen Fesseln, durch die wir an die irdischen Dinge festgeschmiedet sind, damit wir in freiem, kühnem Höhenflug Dir zustreben.
Heiliger Geist, gib uns die Gabe der Stärke. Erfülle uns mit heiligem Wagemut für das Höchste und mit heldischer Kraft, damit wir alle gottfeindlichen Angriffe bestehen und kühn und gerade auf dem Wege Deiner Gebote aufwärts gehen.
Heiliger Geist, gib uns die Gabe des Rates, damit wir in all unserem Denken und Reden, in all unserem Planen und Wirken von Dir geleitet werden, so dass wir mit übenatürlicher Kraft in jedem Augenblick das tun und reden, was für unser persönliches Heil und für das Heil unserer Nebenmenschen das Beste ist.
Heiliger Geist, gib uns die Gabe des Verstandes, damit wir immer tiefer in die Glaubenswahrheiten eindringen und Deine Schönheit und die Herrlichkeiten der katholischen Kirche im Glauben immer lebendiger erfassen. Gib uns unerschütterliche Glaubenssicherheit und ungetrübte Glaubensfreude.
Heiliger Geist, gib uns die Gabe der Weisheit, damit wir von Deinen göttlichen Höhen aus und durch Dein göttliches Auge alle Dinge wie in einem Bilde schauen und in diese Gesamtschau den Widerschein Deiner unerfasslichen Schönheit erkennen können. Lass un in dieser göttlichen Schau schon hier auf Erden einen Vorgeschmack der ewigen Seligkeit genießen.

Ich wünsche viel Erfolg bei der Suche nach dem, was ich beschreibe – ich wünsche es JEDEM, auch meinen ärgsten Gegnern. Es gibt eine höhere Gerechtigkeit als die der Menschen.

 

Deus Ex

 

 

 

 

 

 

 

Templarii

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