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Mit Freude schreibe ich diesen Beitrag, ist er doch ein Meilenstein in meiner Entwicklung. Ich habe angenehme und inspirierende Erfahrungen mit den heiligen Geist gemacht, wieder ein Moment in dem es mir „wie Schuppen von den Augen“ fiel.

Im Beitrag „Ambrosia“, habe ich schon formuliert wie anders sich die christliche Spiritualität anfühlt, wie mächtig und umfassend die Veränderung ist. Der Geist ist tatsächlich ein „Geist“, aber nicht im Sinne eines Gespenstes. Es braucht Abstraktionen um es zu beschreiben, aber anfühlen tut es sich gut und gesund.

Der Titel dieses Artikels erwähnt die „Qualle im Wasser“. Eine Qualle ausserhalb des Wassers ist nur ein Haufen Gelee. Völlig unförmig und nicht fähig seinen Willen umzusetzen. Ist die Qualle im Wasser, dann ist sie in ihrem Element – sie hat eine Form, kann essen und sich fortpflanzen. Die Fäden ergeben einen Sinn, der Gelee formt eine schöne Struktur. So ähnlich ist es mit dem menschlichen Bewusstsein, wenn der heilige Geist kommt. Die vielen Gedanken, Erinnerungen, Philosophien, Hoffnungen, Wünsche und all das zusammen was ein Mensch in sich trägt – das ist „das Gelee“. Wenn der Mensch ausserhalb des heiligen Geistes ist, dann werden die Gedanken zwar mehr und mehr, ein riesiger Berg sammelt sich an – doch alles drückt aufeinander. Vor allem Hoffnungen oder der Ärger über die eigenen Schwächen und das Versagen sind sehr kritisch.

Der heilige Geist durchströmt das alles, erfasst es, setzt es in Beziehung zueinander,  klärt das Bewusstsein. Wie eine bei einer Qualle im Wasser ergibt die gesamte Struktur Sinn. Eine formgebende Kraft greift ein und klärt.

Ich kann jedem nur empfehlen davon „zu kosten“, denn man kann daraus wieder herausfallen – es ist das eigene Denken, Fühlen und die Neigungen die wie Dornen ins Bewusstsein stechen und aus dem Zustand rausschleudern. Es braucht nämlich einen Willen um die negativen Gedanken zu erfassen, dem heiligen Geist zu opfern und sein Ego daraus herauszunehmen. Es ist ein ständiges „sich willentlich Schritt für Schritt transformieren lassen“ durch eine höhere Intelligenz / ein höheres Bewusstsein, dass das Gute selbst ist. Und sündigen darf man nicht! Das ist wie Gift, es nimmt den ganzen Elan raus, wie ein Mensch der in einem Team das ein Ziel hat – plötzlich rumflucht und den Teammitgliedern ins Gesicht schlägt. Ja manche Laster sind so heftig.

An den Tagen wo es mir gut gelang mich hinzugeben, meinem Misstrauen nicht genug Raum zu lassen und mich ganz klar vom heiligen Geist erfüllen zu lassen geschahen folgende Dinge:

Ich hatte genug Kraft um lästige Arbeiten zu erledigen; Abwasch, umfangreiche Reinigungsarbeiten, Entsorgungen. Gelassenheit bei der Kinderschreierei (und das mehrere Tage lang), Geduld und Ruhe bei der Suche nach einem verlorenen Gegenstand (den ich nach drei Stunden nicht fand, bei mir, ein WUNDER). Pötzlich fand sich Zeit die Eltern zu erreichen und wunderbare Gspräche zu führen. Es gab Kraft für die Frau sich um kreative Dinge zu kümmern, ich hatte Zeit meiner Mutter einen tiefsinnigen und emotionalen Brief zu schreiben und ihr letztlich dafür Dank zu zeigen, dass sie mich gebar. Ich hatte Zeit mich um neue spirituelle Einsichten zu kümmern, trotz der ganzen Arbeit und der wenigen „Freizeit“. Ich hatte intensive Gedanken über meine Laster, konfrontierte mich im Guten damit – und lasse nun Gott in mir wirken. Er weiss besser als ich was gut für mich ist.

Antretende Aufgaben wurden früher viel stärker aufgeschoben, doch irgendwie erscheint in mir die Kraft mich zum „tu es“ zu entscheiden. Die Wagschaalen kippen immer öfters und leichter in diese Richtung. Eine freudige Form der Hoffnung und Liebe wirkt in mir. Es fühlt sich an als würde ich auf einem grossen weiten Feld stehen, tief einatmen und die ganze frische Welt riechen! Gott ist wirklich „das Leben“ selbst. Die Quintessenz der Quintessenz was das Leben überhaupt ist. Unfassbar weil zu umfangreich, unerklärbar weil zu viel – aber liebend erfahrbar.

Es ist übrigens sehr spannend, weil es erscheint wie ein Ritt auf Wellen, wie Surfen. Der Energieschub ist so stark, dass das alte Bewusstsein kaum damit umgehen kann. Man neigt dazu hinzufallen wie auf einem Snow- oder Skateboard. Die Wellen heben einen empor und es beflügelt einen – wie in einem 300 Km/h Supersportwagen. Doch wenn man damit nicht umgehen kann, landet man schnell im Graben – die ganze Balance zwischen Gasgeben, Bremsen, Lenken und Rücksicht nehmen auf die Umgebung muss erlernt sein. Dazu dient die Bibel, dazu dienen die Kirchen, die Klöster, die Katheralen, die Rituale, all das geistige Training.

Mir ist jetzt klarer den je was nach der Christianisierung passierte, die Mönchsbewegung, die Klöster. Mir ist klarer den je was die Renaissance antrieb, was die ursprüngliche Reformation so stark machte, ebenso wie die Lebenskraft der Evangelikalen zu erklären ist. Wenn jemand es nicht kapiert, dann weil er es nicht fühlt. Der Geist ist zu fühlen, die Liebe ist erfahrbar, das Licht hinter allen Dingen ist geistig erahnbar.

Dies muss in Europa geschehen, die befreiung aus der niedrigeren Stufe der geistigen Stufe. All diese Theoreme, die Philosophien, die Kulte, die Angst vor der Vernichtung, die begrenzenden „menschlichen“ Vorstellungen. Mein lieber Scholli, erschüttert und erfreut stelle ich fest was sich da vor mir entfaltet – es fühlt sich an wie ein Raumschiff in einem Sci-Fi Film das aus dem Wasser auftaucht und gigantische Ausmasse hat. Nur so kann man all unsere Kultur erfassen, nur so kann man sie sehen, fühlen, leben – mitkomponieren. Das eigene geistige Potenzial öffnet sich, entfaltet sich, befreit von den Fesseln anderer Vorstellungen, anderer Vorschriften,  Anmassungen und ganz neue Bereiche der Selbsterkenntniss, Philosophie, Soziologie, Naturerekenntniss werden möglich.

Entschuldigt liebe Leser, aber ich habe eine Art „innere stille Supernova“ meiner Persönlichkeit und all meiner Erlebnisse meines Lebens – es muss sein das ich das so schreibe. Gott sei dank!  Und Gott sei dank für den Papst der mich zum Christentum zurückbrachte, danke an all die Evangelikalen die darüber sprachen, danke an die Ehre von Tolkien und anderen ehrenwerten Menschen gelehrt worden zu sein. So einen umfassend liebenden Geist habe ich noch nie gefühlt – und es ist unendlich.. Wahnsinn..

Templarii

2 Kommentare zu “Wie eine Qualle im Wasser – Erfahrungen mit dem Heiligen Geist

  1. Pingback: Das Selbst wahrnehmen « Neue Reconquista

  2. Pingback: Die Dimension des Menschen « Neue Reconquista

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