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Lange Zeit hat mich der Gedanke fasziniert, wie man anfängt einen Zeitabschnitt zu beschreiben. Es gibt den Begriff der „Moderne“ und das aktuell ist die „Postmoderne“. Irgendwie wirkt der Begriff Postmoderne verzweifelt. Das Mittelalter mündet in der Neuzeit – beides ist beschreibend und irgendwie Positiv, auch wenn die Neuzeit klar „neuer“ und „besser“ sein sollte als das Mittelalter. Dennoch ist die Postmoderne irgendwie depressiv, traurig, tödlich.

Ich erkläre es mir so, dass man an den alten öffentlichen Toiletten sehen kann, was „Postmoderne“ bedeutet. Man sieht die alten Schilder an den Türen – ein Herr mit Hut und Anzug, oder eine Dame mit schlichten „Modernen“ Rock, wie aus den 50ern. Die Türen sind offen, doch alles ist verschmiert, versifft, voller Dreck und womöglich Drogen. Die anstössigen Schmierereien sollten natürlich nicht vergessen werden. Die Idee der Zivilisation ist tot. Die gut gemeinten Einrichtungen werden ausgebeutet, zerstört, verfallen und werden vergessen. Auch an Spielplätzen kann man das sehen. Die Strassenschilder, in denen ein Vater mit seiner Tochter spazierengeht – sowieso.

Das ist die Postmoderne. Nichts hat mehr Sinn, alles ist egal, nichts wird respektiert, alles ist schlecht weil es zerstörbar ist.

Im Gunde ist damit der Tod der „Aufklärung“ vollzogen – nachdem der Tod des Marxismus schon durchgelaufen ist. Menschen sind nicht von Grund auf Gut. Das ist definitiv klar. Menschen sind amvibalent, Böse und Gut – sie neigen zu beidem. Noch halten sich manche an Ideale fest, an Umweltschutz, an Menschenrechten – bis sie Widerlegt werden von Menschen die auf dem Wege der „Menschenrechte“ ebenjene abschaffen. Und wenn es über das Recht der Abtreibung geht, dass einfach keine neuen Menschen mehr kommen.

Die Morschheit der ganzen „Kultur“ erkennt man auch im Fernsehen, in den Verschwörungstheorien und auch in den täglichen schlechten Nachrichten mit welchen gut Geld verdient wird. Darüber wie eine Katastrophe heraufbeschworen wird, dann eine andere, dann die nächste und dann die übernachste und so weiter. Wie wir Menschen uns fürchten und zittern – es ist ein einziges Heulen und Zähneklappern.

Ich habe die ganze Sache beobachtet, einiges ausprobiert, mitgefürchtet, mitspekuliert, mitverschwört und mitgehasst. Gewonnen habe ich dabei nichts nur viel Zeit verloren. Im Grunde ist es ein einziges „Rechthabenwollen“ und „ich-hab-keine-ahnung-was-nach-dem-tod-kommt“.

Darum, auch anhand meiner eigenen Entwicklung glaube ich dass das nächste Paradigma die christliche-moderne sein wird. Was bedeutet das? Es bedeutet dass die Moderne und Postmoderne durch Menschen neuintepretiert werden, die sich dem Christentum zugewand haben. Die Rückkehrer werden dass tun was vernünftige Menschen machen, sie prüfen ihre Glaubenssätze anhand des alten Wissens unserer Kultur – und werden die uralten Masstäbe nutzen um die Sackgasse der Postmoderne zu überwinden.

Das wird sich in einem atemberaubenden Tempo vollziehen, ich erkenne es an meinem Denken. Wir haben womöglich eine etwas höhere Abstraktionsfähigkeit als unsere Vorfahren – bedingt durch die Technologie und Geschichte die wir inzwischen haben, dadurch ist das Konzept des Christentums leichter zu adaptieren. Waren im Altertum vor allem die Griechen zu solcheiner Abstraktion bereit und fähig, sind es heuer viel mehr Menschen. Dies ist auch darum so faszinierend weil die Abstraktion gleichzeitig eine „De-Abstraktion“ mancher gewohnter Sichtweisen ist – man lernt das geistige näher kennen, gleichzeitig aber auch das feischliche. Und es befreit von den Fesseln der materiellen Logik, vor dem Zwang das negative ausblenden zu müssen – es verleiht Flügel und ermöglicht Gedankendimensionen die weit über das hinausgehen was man sich heute denken kann, ohne das die Bodenhaftung verloren geht – denn das Höchste ist Fleisch geworden, hat gelitten und ist gestorben – wurde gedemütigt und ist DENNOCH oder TROTZDEM das höchste, so wie die Tollpatschigkeit, Unwissenheit und Ohnmacht eines Kleinkindes dieses erst so wertvoll, liebesbedürftig und kostbar macht.

Ich sehe was falsch läuft, ich finde manchmal keine Worte – dann schaue ich unter „Todsünden“ nach und finde alles beschrieben was falsch läuft. Ich fühle wie es richtig sein sollte, auch dafür sind keine Worte da – dann schaue ich unter den „Tugenden“ oder „Kardinalstugenden“ nach, und finde beschrieben was richtig wäre. Die Prinzipien entsprechen zu fast 100% meinem Empfinden – besser beschrieben als ich es je hätte können, umfangreicher und tiefsinniger beschrieben als ich es vorher lernen konnte.

Die gesamte Moderne mit ihrer Technologie, mit all den Ideologien und neuen Formen wird wie ein Säugling getauft durch den Geist des Lebens, der Wahrheit und Gerechtigkeit. Das ist die christliche-moderne.

Grüsse,

Templarii

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