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Ich schrieb von einer inneren Befreiung und „Ambrosia“, überwältigt von den Geschehnissen in meinem Inneren, natürlich habe ich mitbekommen dass es nicht so leicht zu verstehen wovon ich rede, drum versuche ich es jetzt klarer zu formulieren. Das Christentum ist eine Befreiung des Geistes von den Fesseln „des Fleisches“ und „der Menschen“. Damit ist gemeint, das Konventionen und Grenzen oder Naturgesetze die wir wahrnehmen und meistens auf unsere Persönlichkeit adaptieren, in Frage gestellt und verworfen werden können.

  1. Die Gesellschaft ist kein Gott mehr

Durch die Überwindung der unbewussten Denkweise, dass die Gesellschaft und ihre Anerkennung darin der ultimative Beweis der „Lebensberechtigung“ ist, befreit man sich von ihr. Diese Befreiung ist doppelt. Erstens sind dann die Menschen, welche meinen andere Kontrollieren zu können, ohne Macht: „Nur weil andere auf Dich hören, hast Du mir noch lange nichts zu sagen“. Gleichzeitig braucht es auch keinen Widerstand gegen diese Strukturen, ein Gottesgläubiger fühlt die Innere Freiheit und beobachtet wie die anderen Menschen gefangen sind im Intrigenscheiss oder im Gerangel. Darum gab es früher plötzlich aussteiger die sich nicht wehrten und versuchten „Kalif anstelle des Kalifen“ zu werden. Aussiedler, Mönche, Fastende.

 

  1. Geld ist kein Gott mehr

Das Besitzen oder das NICHT besitzen von Geld leitet keine weitere Rangordnung oder Besserstellung ein.  Gott ist das höchste Gut, Geld ist ein Teil der Schöpfung. Dementsprechend sind Menschen die reich sind, nicht irgendwie höher und besser. Doch die Konsequenzen hören hier nicht auf. Denn auch ein armer Mensch ist nicht höher und besser als ein reicher. Beide Seiten der Medallie sind wichtig. Weder Reichtum noch Armut machen einen Menschen besser. Das delegitimiert sowohl den „Raubtierkapitalismus“ als auch den „Raubtiersozialismus“. Und es beendet die moralische Grundlage zum abbremsen und verjagen der fleissigen, arbeitenden Menschen die es zu etwas bringen wollen. Sie dürfen, es steht ihnen frei.

 

  1. Vorgesetzte sind keine Götter mehr

Wie ich es schon einmal erwähnte, befreit die Hinwendung zu Gott, die Existenzgefährdende Macht der Vorgesetzten über das eigene Selbst. Die Macht ihrer Worte und Taten zerbricht, es werden nur einfache Menschen die nicht mehr aber auch nicht weniger haben als den Vertrag welchen man unterzeichnet hat. Die ungesunde Machtansammlung, moralischer, geistiger und gesellschaftlicher Natur verfliegt – aber auch bei Gewerkschaftsführern, Parteiführern und so weiter. Auch hier normalisiert sich das Verhältnis, vor allem wenn die Vorgesetzten wissen wo ihr Platz ist. Auf der anderen Seite verliert auch der Zwang oder die Lust zum Widerstand seine Macht. Nicht die kleinen Sticheleien, Manipulationen, Intrigen und das „Sägen am Stuhl“ sind ein Weg nach oben.

 

  1. Eltern sind keine Götter mehr

Die Eltern sind für kleine Kinder wie Götter. Wenn die Kinder grösser werden, merken sie dass die Eltern nicht perfekt sind, das sie Fehler machen, dass sie endlich sind UND, dass sie sterben werden. Die „Göttlichkeitswahrnehmung“ kann sanft umgeleitet werden, von der fixierung auf die Eltern zum richtigen Gott. Dadurch verliert der Tod der Eltern die Exsistenzzerstörende Kraft. Menschen die ihre Eltern sehr lieben, haben einen Trost und Wärme. Menschen die sich auf ungesunde Weise darüber definiert haben, nicht so sein zu wollen wie die Eltern, können diesen unsinnigen Pfad verlassen der das Denken verengt und man nur noch so handelt wie die Eltern es nicht taten. Auch hier erfolgt eine Befreiung. Nicht These oder Antithese, auch nicht die Synthese ist wichtig sondern die Überthese.

 

  1. Sex ist kein Gott mehr

Heutzutage ist Sex ein grosser Gott. Eros herrscht. Bumsen und Vögeln sind mit die wichtigsten Themen unserer „Gesellschaft“. Wer nicht Vögelt ist ein Versager, wer Vögelt ist ein toller Hecht. Über Sex kontrollieren viele Frauen ihre Männer, eine ganze Hierarchie ist daraus entstanden. Doch wer nein sagen kann, und sich zu Gott wendet, verlässt diese Kakophonie der Säfte. In dem Augenblick wo man den Pfad des „Bumsfallera“ verlässt, verliert Sex seine destruktive Macht. Man kann dann den Sex geniessen. Er ist kein Leistungszeugnis für den Rang in der Gesellschaft. Jemand der keinen Sex hat, ist kein Versager. Jemand der Sex hat ist kein Held. Gleichzeitig wird dadurch der Hedonismus geschwächt. Nicht die Menschen, welche einen sexuell attraktiven Körper haben, sind die Könige, sondern Gott.  Und die Menschen, welche ehrlich und fleissig den Weg zur „veredelung des Geistes“ gehen – sind respektabel.

 

  1. Andere Menschen sind keine Götter mehr

Weder Vorgesetzte, Eltern, Politiker, Gewerkschaftsführer, Stars und ihre Fehler und Stärken sind dann das entscheidende. Das hämische herumkämpfen und Intrigieren ist irrelevant und ein Zeichen für innere Schwäche. Das fanatische Dafür- sowie das fanatische Degegen, alles falsch. Die Menschen sind keine Götter mehr, sondern einfach nur Menschen wie Du und Ich.  Dies erleichtert auch die Arbeit von Verantwortlichen, denen es oftmals eine Last ist, dass man sie als irgendwelche Wundermänner ansieht.

 

  1. Irgendwelche „Kräfte“ sind keine Götter mehr

Vor allem im Esoterikbereich gibt es die Wahrnehmung der „Kräfte“ oder „Göttlichen Gesetze“. Ob Karma, Wiedergeburt, Schicksal, Vorsehung und andere erdachten, gedachten, herbeigewünschten und erzauberten Kräfte. Dies alles verliert an Kraft und Wirkung. Weder Runen, noch Tarot, Vodoo, noch Räucherstäbchen und das Oui-Ja Brett wirken. Und der naive magische Glaube zerbricht. Der Mensch wird weniger zum Spielblatt irgendwelcher Kräfte, sondern zum freien Wesen ausgestattet mit Vernunft und Herz. Dieser Abschnitt spielt in Europa noch nicht so eine grosse Rolle, in Afrika aber schon. Spätestens wenn man weiss das dort Menschen gegen ihren Willen verstümmelt werden um Vodoo-Zauber zu brauen…

 

  1. Geister, Schamanen, Magie sind keine Götter mehr

Ähnlich wie bei unpersönlichen Kräften, ist es bei persönlichen Kräften. Wenn man sich mit der Jahrhundertelangen Christianisierung beschäftigt, wird man wissen wie die ersten christlichen Könige, Priester, Mönche und Missionare gewirkt haben. Die alten Rituale und Weissagungen wurden zum Teil durch die alten Rituale überwunden. Es waren zwei Raben die im damaligen England den Christen mitteilten dass eine neue Zeit kam. Ebenso wurden Schamanen überwunden, besiegt oder sie konvertierten. Gott ist der Alpha und Omegapunkt der Existenz – der beide Positionen bestätigt und auf eine neue Stufe stellt welche die Wertigkeit von Leben und Tod verändert. Wer sich dem zuwenden kann, hebelt die Macht eines Schamanen („Ich höre die Stimmen der Toten, sie sagen mir das ihr alle das tun sollt was ich euch sage…“) aus. Nicht der Schamane und drogengetrübte Wahrnehmungen unbekannter Herkunft  sind ausschlaggebend sondern die Gebote Gottes. Die sind konkret, fassbar, nachvollziehbar und umsetzbar.

 

  1. Ideologien sind keine Götter mehr

Das Paradies ist nicht von der Menschenhand machbar. Jeder Mensch hat Gutes und Böses in sich. Jeder Mensch ist sündig. Jeder Mensch kann Böses tun, jeder Mensch kann Gutes tun. Wir können nicht Perfekt sein, wir könne nicht mal wahrnehmen was denn Perfekt IST. Jedes Gedankenkonstrukt scheitert. Keine Ideologie stimmt. Weder der Kapitalismus noch der Kommunismus. Weder die Technokratie noch die Ökologie. Weder der Bürokratismus noch der Liberalismus. Es ist von uns ausgedacht, wir irren uns – wir wissen nicht mal was wir vor zwei Wochen gegessen haben, wie sollen wir wissen was für alle Menschen gut und richtig ist? Wenn man das kapiert hat, verlieren alle Ideologien ihre Macht. Parteiführer verlieren ihre Gottgleiche Position – und die logische Konsequenz dessen, das eine Ideologie GUT und alle anderen BÖSE sind, verliert ihre Wirkungsmacht. Die Konsequenz dessen ist nämlich das alle anderen Menschen getötet werden können und müssen, denn sie sind gegen DAS GUTE.

 

  1. Ablehnung oder Zustimmung ist kein Gott mehr

Nur weil man einer Sache widersprechen kann, hat man nicht gleich Recht – oder das die Sache der man widerspricht falsch ist. Man ist nicht Ranghöher in der Gesellschaftsordnung weil man laut schreiend irgendwas anprangert. Nicht das übertönen der anderen Argumente ist entscheidend (wer sich durchsetzt hat Recht – denn zu 100% hat niemand Recht, also ist es eh wurscht, die andren irren sich ebenso stark wie man selbst) sondern das hören auf die Argumente und das Argumentieren.

 

Wenn man all die falschen Götter abwirft, ist es natürlich wichtig dass man den richtigen und einzigen Gott an ihre Stelle stetzt. Wer oder was das ist, kann man der Bibel entnehmen. Man kann es den Kirchenvätern entnehmen, den vielen handelnen Christen, den Heiligen und Geehrten. Es lohnt sich das zu studieren, das zu erlernen und irgendwann macht es womöglich „klick“. Doch dazu braucht es eine bewusste und freiwillige einwilligung dahingehend, das man sehen will was dort überhaupt ist.  Wer das Konzept des „freien Willens“ ernsthaft verfolgt und logisch durchdenkt wird schon noch kapieren warum man sich freiwillig hinbegeben muss zu Gott und sein eigenes Bewusstsein auf das von Gott ausrichtet.

Anders geht es gar nicht, Freiheit funktioniert nur in Freiheit – und diese Befreiung, das ist „Ambrosia“, der „Heilige Gral“..

 

Templarii

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