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Im ersten Teil dieses Textes habe ich ein wenig beschrieben wie der Weg zum Christentum verändert. Ich glaube darin den Schlüssel zur Überwindung der Dekadenz des Westens gefunden zu haben. Das beschreiben der „geistigen Schätze“ war wichtig, damit man mir folgen kann „wozu das gut ist“. Nun endete mein erster Teil damit, das es wichtig ist sich auf die Suche nach Gott zu begeben und das die Art und Weise entscheidend ist. Entscheidend in Bezug auf die Dekadenz und Trägheit die uns im Westen erfasst hat. 

Die Rahmenbedingungen

Um Gott weiter suchen zu können, ist es wichtig die Rahmenbedingungen zu kennen. Gott ist, darum auch die explizite betonung des christlichen Gottes, ein „Beziehungsvorgang“. Die Dreifaltigkeit ist die Beziehung Gottes in sich selbst zu sich selbst. Die Art der Beziehung ist Liebe, das sehnen und hingeben. Die Qualität der liebenden Beziehung wird für uns Menschen als Gott der Vater (In feministischen und väterverachtenden Zeiten etwas unklares), Sohn und der heilige Geist. Diese drei Komponenten sind die Elemente welche sich auf geheimnisvolle Weise gezeigt haben. Ich glaube dass Gott das erste und einzige ‚Perpetuum mobile‘ ist, das Gott das „sich selbst widersprechende und fördernde Paradoxon“ ist, was die Welt zusammenhält. Des Pudels Kern ist die Liebe – und zwar die Liebe zu anderen Liebesfähigen.

Allein das ich mir auf diese Art überlegt habe wie das so sein kann – ist ein weiteres Geschenk des Christentums, ein geistiger Schatz der sehr sehr gut tut.

Die Triskele - ein Ursymbol der Unendlichkeit

Wenn Gott „Beziehung“ ist, und Gott – so hat er sich offenbart – auch Bewusstsein ist, dann ist der Weg der Gotteserkenntis, nur innerhalb von Beziehungen möglich. Nur in der Bewegung, im Handeln, im Hinwenden, im Tun ist ein weiteres Wachstum zum höheren möglich. Passives konsumieren ist es nicht. Dies ist ein klassisches Problem der Atheisten – sie sagen das es Gott nicht gibt weil sie ihn nicht erfahren. Dabei können Sie ihn nur erfahren indem sie sich geistig zu ihm hinbegeben – doch genau das verweigern sie ja! Es ist ähnlich wie ein Mensch der meint das man nicht Fahrradfahren kann, denn er kann es ja nicht..

Die materielle Hölle ist überwunden

Der Westen hat die materiellen Höllen übewunden, jetzt haben wir einen neuen Gegner – die Art unseres Denkens. Um das zu überwinden braucht es dieselbe Kraft welche die Menschen unterstützt hat damit sie sich länger als 10 Minuten mit Mathematik auseinandersetzen. Die geistigen Schätze sind Beute genug um weiterzumachen – nicht nur weil man eine Art „panische Angst vor der Vernichtung“ verliert, sondern auch weil man souveräner, gelassener und weitblickender wird. Es verschafft einem Vorteile gegenüber den anderen Menschen.

Gott erfährt man durch eine Beziehung dazu, durch ein hinwenden – genauso wie man den Effekt des Fahrradfahrens durch das Fahrradfahren erfährt, nicht durch das reden darüber. Wir sind verwurzelt hier in der Welt, das ist „das Fleisch“ und in der Bibel wird oft von „geistiger Ernte“ gesprochen. Dementsprechend kann man die Metapher übernehmen. Die Welt so wie sie ist – und Christen wollten darum auch wissen WIE sie ist, daraus entstand die Naturwissenschaft, ist unsere Wurzel. Wir müssen das nehmen was da ist, keine Imaginären Wunschvorstellungen, um uns weiter in Bewegung setzen zu müssen. Das rein materielle ist nicht befriedigend, das wissen die meisten welche sich inzwischen tödlich langweilen, das ist auch der Grund für die Schwäche „des Westens“ oder „des weissen Volkes“. Die rein materiellen Paradiesvorstellungen von Kommunisten, Islamisten und anderen sind einfach nur Sackgassen, sie führen zu Beutezügen als „Gottesdienst“.

Die Handlung, die Tat wird zum Akt der Gottesbeziehung. So wie eine Blume zur Sonne hinwächst, so sind unsere Leiber darauf ausgelegt sich so zu entwickeln das wir einen Geist haben können der die „geistige Sonne“ empfängt. Genauso wie eine Blume stirbt wenn sie kein Sonnenlicht empfängt, so stirbt auch der Geist eines Menschen wenn er sich abwendet oder verharrt.

Diese Erkenntnis war wohl der Antrieb der Europäer um zu forschen. Das war wohl der Grund warum Newton das tat was er tat. Warum die Mönche und Nonnen Bücher schrieben, den Ackerbau entwickelten, die Natur entwilderten, die Botanik erfanden und kultivierten. Das war das Gefühlselement im Herzen der Siedler Nordamerikas, dass dazu führte das sie aushielten und überlebten. Dies ist auch das Gefühl was heutzutage als „Fortschrittsglaube“ interpretiert wird. Das was „innere strömen zu einem Punkt hin“ – der Forscherdrang, die Neugierde.

Der falsche Fortschrittsglaube und der richtige

Der Fortschrittsglaube ist der Glaube daran das der Fortschritt gut ist und was positives bringt. Er ist eine Sackgasse die sofort widerlegt werden kann, allein schon durch die Gräuel unserer Geschichte – mit modernsten Waffen und Werkzeugen. Die Hinwendung zu Gott ist aber in dem Sinne ein Fortschritt das man sich als kleiner Geist zu einem grossen – dem grössten Geist zuwendet, zur Unendlichkeit, zur Freiheit, zur Wahrheit, zum Leben. Man stösst ein in eine gigantische Strömung der Liebe, der Freude und nimmt daran teil. Durch die eigenen Handlungen reflektiert man diese Beziehung, man erschafft etwas, baut, lebt. Die Facetten des Lebens reflektieren die unendliche Liebe Gottes wie der Tau das Sonnenlicht. Man erhöht sich selbst – begibt sich in den Bund mit dem höchsten. Man bleibt sozusagen „im Himmel“. Und innerhalb dieser dynamischen Beziehung entwickelt man die Ausdauer um hochkomplexe Geräte zu entwickeln, mathematische Theoreme zu erforschen – allgemein etwas zu tun wofür man „profan gesehen“ keine Belohnung bekommt.

Ich glaube das ist der Grund warum die Deutschen sich so sehr am Aufbauen, Tüfteln und Basteln erfreuen, sie haben nur vergessen warum. 🙂

Jedenfalls feuert diese Erkenntnis an. Man merkt das man „für etwas grösseres“ und „für etwas echtes“ handelt. Man handelt für sich, daraus erschließt sich die befriedigung des – aber gleichzeitig teilt man die Freude mit der unendlichen Freude. Man bereichert die Freude um einige Facetten, „baut“ also sozusagen am Schönen, Wahren und Guten mit. Etwas besseres gibt es gar nicht. Etwas schöneres als die Erkenntnis dieser Dynamik kann ich mir nicht vorstellen – ausser natürlich die Handlung innerhalb dieser Dynamik. Man baut keine Häuser und Firmen mehr auf um „Geld zu haben“ oder „um seinen Ehrgeiz zu befriedigen“ – sondern um teilzuhaben an der unendlichen Wahrheit, Gerechtigkeit und Liebe. Man lebt seine Kultur nicht weil es Kulte sind die Identität stiften – das tun sie nämlich nur begrenzt – sondern um innerhalb der Kulturen, mit den Kulturen die Erkenntnis der unendlichen Wahrheit und Liebe widerzuspiegeln. Dann glänzt die Kultur, dann leuchtet das Fest, dann erstrahlen die Blumen der Bräuche und Rituale – wenn das Licht Gottes sie anstrahlt. Und nur dann sind diese Kulturen wichtig, liebenswert, kräftigend, befreiend, identitätstiftend. Sonst ist die Welt öde und leer. – DAS ist auch der wirkliche Grund für Kultur und Kunst

Abschluss

Sowohl der Gedankengang als auch die Mühe diesen zu erfassen sind für mich weitere Schätze des Christentums die man auf der Suche bereits findet. Inzwischen sind mir so viele Ängste und Sorgen abgefallen – das ich viel freier Atmen kann. Meine Frage nach dem „warum sollte ich noch was tun“ wurde mir umfassend, sättigend und inspirierend beantwortet. Endlich habe ich es auch soweit formulieren können, das es andere inspirieren kann.

Ich glaube damit den Schlüssel zur Beendigung unserer Dekadenz entdeckt zu haben. Allein das Schreiben dieses Textes hat mir viel Freude bereitet und Kraft gegeben. Mir scheint es so als würde ich innerlich vor Freude strahlen – und angestrahlt werden. Dieser Prozess, das Gefühl ist „das ewige Leben“ und auch „das Himmelreich“ das „nahe“ ist – jedenfalls wenn man innerhalb dessen lebt. Und man lebt nur wenn man handelt -genauso wie ein Baum abstirbt wenn er nicht mehr wächst. Wachsen bedeutet aber, das jenes, was wir bereits haben – nicht weggeschmissen wird. Die Zivilisation ist kein Müll, sondern das was da ist, das ist da. Wir können nur mit dem was wir haben und gebaut haben weiterwachsen. Sowohl was das Geld, als auch die Gebäude, Strukturen, Kulturen, Sprachen und Menschen angeht. Es besteht keine Veranlassung etwas zu zerstören und zu vernichten. Nur eine innere Ausrichtung nach „oben hin“ ist vonnöten – von jedem Menschen einzeln in einem intimen und bewussten Hinwendungsprozess.

Grüss Gott,

Templarii

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