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Trotz der aktuellen Situation, möchte ich den eigentlichen Sinn meines Blogs nicht vernachlässigen, die erforschung unserer Kultur und Religion – jetzt ein Zitat des Epheserbriefes den Paulus während seiner Untersuchungshaft in Rom schrieb. Darin vertieft er einige Aussagen über Jesus und was er den Heiden, also denen die keine Juden waren, brachte. Mir selber und vielen anderen ist nicht klar gewesen was für gewaltige Veränderungen der Kreuztod brachte. In einer Art unschuldiger „Heidenmentalität“ bin ich selber von einem neuen Kult ausgegangen, später fragte ich mich, warum keiner so klar und konkret die frohe Botschaft kommunizierte.  (Meine Kommentare sind Kursiv.)

Das neue Leben als Geschenk der Gnade

Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünden, in denen ihr früher gelebt habt nach der Art dieser Welt, unter dem Mächtigen, der in der Luft herrscht, nämlich dem Geist, der zu dieser Zeit am Werk ist in den Kindern des Ungehorsams. Unter ihnen haben auch wir alle einst unser Leben geführt in den Begierden unsres Fleisches und taten den Willen des Fleisches und der Sinne und waren Kinder des Zorns von Natur wie auch die andern.

(Postuliert wird eine Grundanlage der Barbarei und Unkontrolliertheit bei den Menschen – sich der Kräfte der Natur nicht bewusst, sowie der Fehlerhaftigkeit, ist der Mensch unaufgeklärt vollkommen unter Kontrolle durch diese Triebe – das ist „unser Leben geführt in den Begierden unsres Fleisches“. Einfach gesagt: Wir wollen nur Ficken, Saufen und Fressen.)

Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht – aus Gnade seid ihr selig geworden -; und er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus, damit er in den kommenden Zeiten erzeige den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade durch seine Güte gegen uns in Christus Jesus. Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme.

(Was uns befreit, was uns „Höherrangiger“ macht, oder „In den Himmel führt“ ist die Gnade, das Geschenk, Gottes. Keine Handlung. Wir sind selbst unfähig uns in den Himmel zu bringen, denn dazu sind wir zu schwach und schlicht „zu Sündig“. Darin liegt eine grosse Befreiung, Kult und Handlung ist nicht mehr bei Todesstrafe geboten – sondern im Christentum umgekehrt, man Dankt für den Lohn den man geschenkt bekommen hat – und behalten möchte.)

Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.

Die Einheit der Gemeinde aus Juden und Heiden

Darum denkt daran, dass ihr, die ihr von Geburt einst Heiden wart und Unbeschnittene genannt wurdet von denen, die äußerlich beschnitten sind, dass ihr zu jener Zeit ohne Christus wart, ausgeschlossen vom Bürgerrecht Israels und Fremde außerhalb des Bundes der Verheißung; daher hattet ihr keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt. Jetzt aber in Christus Jesus seid ihr, die ihr einst Ferne wart, Nahe geworden durch das Blut Christi. Denn er ist unser Friede, der aus beiden „eines“ gemacht hat und den Zaun abgebrochen hat, der dazwischen war, nämlich die Feindschaft.

(Die Juden sind nun nicht mehr das „auserwählte Volk“, ihre Bestimmung wurde erfüllt – aus ihrem Volk kam der, welcher die Jüdische Stammesreligion unendlich erhöhte und Transzendierte – für alle Menschen zugänglich und erreichbar. Die Feindschaft ist beendet. Jetzt sind alle Teil des „auserwählten Volkes“.)

Durch das Opfer seines Leibes hat er abgetan das Gesetz mit seinen Geboten und Satzungen, damit er in sich selber aus den zweien einen neuen Menschen schaffe und Frieden mache und die beiden versöhne mit Gott in „einem“ Leib durch das Kreuz, indem er die Feindschaft tötete durch sich selbst.

(Die Macht der Gebote und Satzungen ist beendet – sie dienen nur dem Erhalt des bereits geschenktem Heil, man kommt nicht durch bestimmte Handlungen in den Himmel, man BLEIBT durch das einhalten bestimmter Gebote und Satzungen im Heil. Wenn man dagegen verstösst, gibt es die Möglichkeit durch Busse und ehrlichem bereuen Wege zum Heil zurückzufinden. Gott hat uns mitgeteilt das er weiss, das wir irrende Sünder, zu schwache Wesen sind um ihn durch Handlungen zu erreichen. Niemand ist perfekt, niemand kann so perfekt sein das er Gottgleich ist – merkt euch das ihr Magersüchtigen..)

Und er ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt euch, die ihr fern wart, und Frieden denen, die nahe waren. Denn durch ihn haben wir alle beide in „einem“ Geist den Zugang zum Vater. So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürgerder Heiligen und Gottes Hausgenossen, erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, auf welchem der ganze Bau ineinander gefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn. Durch ihn werdet auch ihr mit erbaut zu einer Wohnung Gottes im Geist.“

Und DAS ist die „Frohe Botschaft“ von der die penetranten Jesusfreaks und andere Spinner immer total aufgedreht daherreden. Sie sind nervig, sie sind irrational und können nicht mal richtig formulieren worum es geht – aber sie haben Recht. Jeder kommt zu Gott, niemand muss auf dem Schlachtfeld sterben – merkt euch das, ihr Soldaten Mahomeds. Im Christentum muss man nur Jesus anerkennen und im Herzen annehmen, das ist der Weg ins Paradies.

Soweit ich das verstanden habe, sieht sich die Kirche als Wächterin der Wege zu Gott – weil wir alle Trottel sind und gerne mal was für uns selbst auslegen wie es uns passt. Und genau dagegen gibt es die eine katholische Kirche. Wer das nicht glaubt oder meint die Katholische Kirche ist nicht nötig – der kann sich mal eine Liste anschauen aller protestantischen Gemeinden die es gibt. Es gibt einige tausend unterschiedlicher „protestanten Gemeinden“ mit unterschiedlichen Glaubenssätzen. Dett ist mir wirklich zu kompliziert, ich muss noch meine Familie ernähren und nicht diskutieren ob man so oder anders tauft.. Zumal ich das dumpfe Gefühl habe das viele Protestantische „anti-kirchler“ schlicht nicht fähig zum LESEN sind, also was die Taufe bedeutet.

Templarii

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10 Kommentare zu “Epheserbrief – Gott eint Juden und Heiden

  1. @templari,
    endlich was vernünftiges vonn dir!

    Wenn die R.k.Kirche, von dem Jahr 312 n.Chr. diese Paulus-Äusserung über die Juden und Heiden,sich zu Herzen und Gemüt genommen hätte, dann würde sie nicht solch ein großes und vernichtendes >Antisemitismus< über das Volk und Israel bis heute gebracht haben.
    Wie ein Jude, ohne den Heidenchristen für Gott etwas bedeutet,
    so,
    ist ein Heidenchrist ohne den Juden,etwas vor Gott.

    • Wen man alle Paulus-Briefe heranzieht, wird man schwerlich auf den Gedanken kommen, daß Paulus mit der erwähnten Stelle alle Juden meinte, sondern daß christliche Juden und christliche Heiden den „Neuen Bund“ darstellen. Man kann nicht einzelne Stellen herausgreifen und den Kontext einfach ignorieren.

      Juden und Christen trennt vor allem das Gottesbild und das sola gratia. Das AT gipfelte im Verrat „der“ Juden am Gottessohn. Damit war der „Alte Bund“ gelöst.

      • Ich habe nie geglaubt das er „die Juden“ meinte, sondern schon die „christlichen Juden“. Aber die „christlichen Juden“ waren ja auch mal Juden die sich zu Christus hinwandten – und zwar aus dem Jüdischen Glauben heraus.

        Es stimmt schon, der Juden ist der Same des christlichen Glaubens – aber nicht die Blüte und nicht die Vollendung.

    • Tatsächlich hat die Katholische Kirche sehr oft die Juden beschützt – die Orthodoxe Kirche übrigens in Osteuropa auch. Es gab merhere Progrome die durch die Kirche unterbunden worden ist, Bernhard von Clairvaux selbst ist mal eingeschritten.

      Immer diese vereinfachten Hassweltbilder.. Als ob es nicht die Katholische Kirche gewesen ist, die ganz viele Bibeln gedruckt hat.

      Templarii

  2. „Was uns befreit, was uns „Höherrangiger“ macht, oder „In den Himmel führt“ ist die Gnade, das Geschenk, Gottes. Keine Handlung. Wir sind selbst unfähig uns in den Himmel zu bringen, denn dazu sind wir zu schwach und schlicht „zu Sündig“. Darin liegt eine grosse Befreiung, Kult und Handlung ist nicht mehr bei Todesstrafe geboten – sondern im Christentum umgekehrt, man Dankt für den Lohn den man geschenkt bekommen hat – und behalten möchte.“
    Das ist die Entdeckung des sola gratia aus eigener Kraft. Exakt so argumentierte Luther und führte den christlichen Glauben im Wesentlichen darauf zurück. das ist das stärkste der vier soli!

    • Jop – das weiss ich. Darum finde ich es auch gut. Dennoch erkenne ich Heute die Wichtigkeit von Institutionen und Hierarchien. Das merkt man auf der Seite der Protestanten die völlig zerfastert und wehrlos sind – keine Basis, keine „echte harte Steine“ und auch keine über 1500 Jahre alte Geschichte.

      Ich sehe das eh als „fluktuation“ an, mal braucht es das um weiter zu kommen, mal das andere – die Wege des Herrn sind unergründlich.

      Templarii

      • Ich „glaube“, Ideen sind stärker als Institutionen. Oder: Sie können zumindest stärker sein. Deswegen hat eine Staatsverfassung immer eine Halbwertszeit. Auch die r-k Kirche hat sie.
        Ich bin nicht gegen Herarchien, allerdings nur dort, wo notwendig. Allerdings ist die Sicht, daß die kirchliche Institution und der Glaube zwei verschiedene Schuhpaare sind, auch sehr evangelisch. Vorsicht, lieber Templarii, die Häresie, die Häresie
        🙂 .
        Was die Evangelen alles hätten besser machen können, das ist ein Buch, das hundert Bände umfaßt und deutlich umfangreicher ist, als eines über Rom. Allerdings dürfte auch das kein Taschenbuch werden.

      • ich glaube bei Gott schaut die Sache anders aus – wenn die Institutionen auf Ideen basieren, wenn es auf Gottes Ideen basiert – ist Materie nicht Materie und Transzendenz doch etwas anderes als Transzendenz. Man sollte nicht vergessen das die Katholische Kirche 1850 Jahre ist, es gibt überhaupt keine Institution die älter ist! Das Chinesische Kaiserreich wäre etwas, das ist auch jünger und gibt es seit 100 Jahren nicht!

        Die Lutheraner gefallen mir, wenn sie so kämpferisch wie Sie sind. Mal sehen wann sie die demütige Herrschaft des Papstes – als Diener der Diener des Herrn anerkennen. (Aber wenn Maria schon sagt, dass sie sich vor der Freiheit des Menschen verbeugt.. was soll da ein armseliger Katholik sagen..)

        Templarii

  3. Hallo Templarii!

    Ja, vielleicht haben Sie recht und ich unrecht bezüglich der Stärke der Ideen.
    Wenn man bedenkt, wieviele Instititutionen nicht mehr existent sind, dann scheint die Evidenz eher für die Iden zu sprechen.
    Aber wieviele Ideen braucht es, bis eine zur Umsetzung gelangt? Und wieviele Versuche gab es, Ideen umzusetzen, welche die Institutionen einfach haben abprallen lassen.
    So brauchte auch die Evangelen drei Anläufe und eine „Renaissance“.
    Nein, gewiß, die katholische Kirche wird nicht untergehen, zumindest nicht absehbar, auch nicht durch einen lateinamerikanischen Papst. Aber die Idee, die sie zu tragen scheint, mag sich ändern, so wie sie sich mehrmals in der Geschichte änderte.

    Ich gehe persönlich davon aus, daß das lutherische und das katholische Bekenntnis letztendlich der verschiedenen Geschichte und vor allem ethnischer und kultureller Prägung von Nord- und Süddeutschland zu verdanken ist. Alle deutschen Spaltungen scheinen in etwa entlang derselben Linie zu verlaufen.

    Daß ich als kämpferischer Lutheraner einem kämpferischen „Römer“ sagen muß, daß Maria da wohl recht hatte, setzt dem ganzen noch die Krone auf! 😉
    Zumindest verbindet uns das Kämpferische und das gewiß nicht auf verschiedenen Seiten.

    • Ich weiss es ebenso wenig – die Wege des Herrn sind unergründlich. 🙂

      Tatsächlich glaube ich auch das es eine Grenzen zwischen /Kelten/Germanen/Slaven gibt was die Kirchen angeht – das macht die Sache auch sehr spannend. Und die feurigen US-Amerikanischen evangelen (nicht die Verrückten Kreationisten) sind ein gutes Vorbild, darum gibt es ja schon Menschen die von evangelikal-katholisch sprechen als anspielung auf die feurigen Prediger und die überzeugten Christen.

      Was mich persönlich nervt ist immer diesese „oh nein ein fundamentalistischer Christ“ oder „ein extremer Christ“ – und darunter stellen sich die Leute irgendwie die Taliban in Christlich vor, aber ein wirklich richtig extremer Christ ist eher ein Einsiedler oder ein asketischer Mönch.

      EIn Kollege hat mir auch geschrieben und gemeint das die Skeptiker, Atheisten und Christen zusammenarbeiten sollten – und nicht über das Spaghettimonster diskutieren. Es gibt nämlich durchaus Atheisten welche die Kulturelle Bedeutung der Religion anerkennen und respektieren, sie gelebt sehen wollen. Natürlich sind damit nicht die Hasser-Skeptiker gemeint, aber die anderen.

      wir müssen unsere Kulturen leben und geniessen, ausarbeiten was die Gemeinsamkeiten sind (in meinem Fall – ich kann sowohl in Kiev als auch in Barcelona zu einem Gottesdienst gehen…) und diese weiter ausarbeiten. Und WENN wir auf der Strasse leidenschaftlich dafür und dawider diskutieren ob Luther Recht hatte oder die Folgen seiner Gedanken. Zumal ich gelesen habe das die Kirche sehr viele seiner Kritiken angenommen hat. Es waren später wohl eher die Fürsten die Freiheit wollten. Der Niedergang des Protestantentums durch die zerstörung der Institutionen des preussischen Staates spricht auch dafür das man Institutionen braucht. Und hey, 2000 Jahre eine Institution am Leben zu erhalten – das ist schon was, das kann nicht nur Menschlich sein.

      Templarii

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