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Kaum eine Religion wird heute von den Ideologien von Außerhalb so verteufelt, wie der Katholizismus. Nichtkatholiken lassen heute kein gutes Haar an den Katholizismus. Die Toleranz gegenüber anderen Religionen funktioniert in etwa so: Der Islam genießt Narrenfreiheit, andere nichteuropäische Religionen die normale Religionsfreiheit (z. B. der Buddhismus, Hinduismus). Der orthodoxe Christentum wird in der Regel total übersehen, weil man keine politisch-korrekte dogmatische Vorgaben hat, ob man gegen ihn die Christenbashing oder die Religionstoleranz anwenden soll. Mit dem Protestantismus setzt man sich wie mit der eigenen Religion außeinander. Man betreibt zwar den üblichen Christenbashing, aber man läßt sich dennoch darauf ein, welche Rolle die Kirche in der Vergangenheit gespielt hat.

Dagegen wird bei der Geschichte des Katholizismus nur das erwähnt, was man negativ ankreidet. Teilweise werden wertvolle Beiträge des Katholizismus geleugnet und/oder in das Negative umgewandelt. Zum Beispiel sagt man, dass die Katholische Kirche die kulturelle Leistungen der Antike zerstört hat. Das stimmt nicht. Die Zerstörer waren im Gegenteil die Protestanten. (Siehe Bilderzerstörung in den Kirchen zu der Zeit der Reformen).

Hier will ich euch eine andere großartige Leistung der Katholiken zeigen. Ich bin dessen bewußt geworden (genauer gesagt, wieder bewußt), als ich die Geschichte des japanischen Steinmetzes Etsuro Sotoo hörte. Er kam nach Spanien um den großartigen Architekt Gaudi zu studieren. Er endete damit, dass er zum Katholizismus konvertierte.

Er arbeitete zuerst in Europa als Restaurator in Deutschland. Aber dann ging er nach Barcelona, um die Kirche Die Heilige Familie von Gaudi zu studieren und dort wurde er Katholik.

Er sagt:

Ich verstand, dass man nicht Gaudi betrachten soll, sondern versuchen, das zu sehen, was Gaudi sah. (So zu sehen, wie Gaudi sah) Denn es macht einen großen Unterschied, katholisch zu sein, oder nicht zu sein. Wenn man kein Katholik ist, wandert man oberflächlich über ein Meer genannt Gaudi. Wenn man Katholik ist, kann man in dieses Meer bis auf den Grund tauchen.

La Yihad in Eurabia

Und ich sage dazu: Als ich mal darüber zum ersten mal nachgedacht, als ich mir die Frage stellte, was mir meine Religion bedeutet. Es war in meiner Jugendzeit. Ich erkannte schon damals, dass für mich als Agnostikerin die religiöse Einschränkung keine große Bedeutung hatte. Religiöse Menschen brauchen für sich die Vorstellung, dass ihre Religion die beste ist, dass ihr religiöser Weg der beste Weg zum Gott ist. Aber ich erkannte damals schon die kulturelle Bedeutung. Ich sagte mir, wenn es für mich einen Grund gäbe, zu meinen katholischen Wurzeln voll zu stehen, stolz auf meine Zugehörigkeit zu dieser Religion zu sein, dann auschließlich aus kulturellen Gründen. Wie sollte man nicht stolz sein auf eine Religion, die den großartigsten kulturellen Beitrag der Menschheit geschenkt hat. Alle Religionen gemeinsam haben der Menschheit nicht mal annähernd solche kulturelle Gaben geschenkt wie die Katholiken. Die Menschen pilgern von überall her, um sie zu betrachten. In fast allen größeren Städten Mittel und Westeuropas prunkt eine großartige Domkirche, eine Kathedrale oder eine Bishofskirche, die man ansehen kann. Das alles wurzelt in der katholischen Architektur des Mittelalters. Und die Fresken! Und die vielen religiösen Bilder! Ich wage zu behaupten, dass ohne die religiöse Malerei vom ausgehenden Mittelalter über die Renaissance und bis ins späte 19. Jahrhundert, das Abendland nie die großartigste Malrichtungen der Welt hervorgebracht hätte. Die Abendländische Malerei findet in der ganzen Welt nicht seinesgleichen – von Piero de la Francesca über Da Vinci und Michelangelo bis hin zu den Großen des 20. Jahrhunderts wie Picasso.

Die Menschen hören in allen Konzertsälen der Welt die europäische religiöse Musik. Aber die ganze abendländische klassische Musik wurde auf einem religiösen Boden entwickelt. Ohne die religiöse Musik wäre es nie zu solchen ausgefeilten Produkten gekommen, wie die großen Opern, Konzerstücken u. ä.

Wie können gebildete Gutmenschen eine grandiose religiöse Freske ansehen und gleichzeitig behaupten, die Katholiken hätten der Welt nichts gutes gegeben. Wie können sie einen Requiem von Mozart hören und vergessen, dass es sich dabei um ein katholisch-religiöses Stück handelt? Wie den Kölner Dom ansehen und vergessen, dass es ein katholisches Heiligtum ist? Dass die Menschen des Mittelalters diesen Dom nur deswegen mit so viel schwerer Arbeit und Opfer errichteten, weil sie katholisch waren, weil sie daran glaubten, auf dieser Weise Gott dienen zu können?

Gleich nach dem Katholizismus würde ich als zweite, mit so großartigen kulturellen Beiträgen die antike Griechische (und als Verlängerung die antike Römische, die ja die griechische Mythologie größtenteils übernommen hat, betrachten.

Gefunden auf: http://www.kybeline.com/2009/08/18/ein-japaner-konvertiert-zum-katholizismus/

Kommentar von Templarii: Es ist mir schon aufgefallen wie sehr wir in einem „es war alles schon da bevor ich denken konnte“ leben – und wie Strom, der aus Steckdosen kommt – einfach alles ignoriert das es harte Arbeit war. Ich nehme an es korreliert mit der Ignoranz gegenüber der Leistung von Männern. Der Männerhass in unserer Gesellschaft gipfelt ja darin das man meint, Männer tun nichts sondern sitzen nur herum. Das nicht verstanden und gelehrt wird, das harte Arbeit einfach harte Arbeit ist. Dementsprechend sehe ich den Maskulismus und den Antifeminimsus als Lösungsweg.

Templarii

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Ein Kommentar zu “Ein Japaner konvertiert zum Katholizismus

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