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Inzwischen lerne ich mehr und mehr über das fremde Ding, das sich Christentum nennt. Sogar den Katechismus hab ich mir geholt, sehr liebevoll das Buch. Faszinierend ist, wie wenig Mühe ich mit vielen Dingen habe, letztendlich habe ich dadurch gemerkt als wie leer und sinnlos ich vieles in unserer Gesellschaft erfahren habe. Unbewusst war mir klar warum ich vieles nicht mehr ernst nahm – der grassierende Nihilismus mit der Jagd nach „nichts“ und der Bestätigung des „Nichts“ ist mir vollkommen klar gewesen. Darum bin ich wie ein Schwamm gegenüber der alten Kultur und den Kulten – der Religion. Inzwischen bemerkte ich wie stark ich erkannt habe, dass die alten Glaubenssätze wirklich nichts wert sind. Letztendlich zählt der flüchtige Zeitpunkt der Gegenwart in der man in Beziehung zu anderen lebt. Die Freude des Augenblicks – verbunden mit der Ewigkeit die eine umfassende Freude jedes Augenblicks ist. Mir ist aufgefallen wie nahe der Nihilismus am Christentum ist. Sogar wie nahe das Christentum am Materialismus ist (Wenn Gott alles geschaffen hat – dann ist es ein Geschenk und wir können es voller Freude geniessen was es gibt..).

Doch eins der schwierigsten Dinge ist quasi eine profane Sache: In die Kirche gehen.

Das Konzept dahinter ist mir klar, die Freude und Demut zeigen und sie quasi zelebrieren – das Opfer annehmen und sich „vereinen“. (Soweit mein Bruchstückhaftes Verständnis das jetzt widergibt). Ich habe es versucht, es war scheisse! Ganz klar gesagt, es ist lächerlich Gregorianischen Gesang auf Deutsch zu hören – die Melodie der Gesänge passt überhaupt nicht zum Sinn der Sprache. Auf Deutsch klingt es schlicht schwach und blöd. Die Heiligkeit ist nicht zu fühlen, das erscheint nicht wie ein Gottesdienst sondern ist so sympathisch und tiefsinnig wie ein gegenderter Text wo überall „Innen“ steht. Holprig und steif. Ich kenne die Orthodoxe Kirche, die hat da mehr Macht und Wucht sowie Demut im Gesang.

Weiter – ist es langweilig. Es ist langweilig. Es ist langweilig. Es ist langweilig. Einmal wäre mir die Hutschnur geplatzt, wenn ich einen Hut getragen hätte. Was der Pfarrer da gesabbelt hat, das klang nach billigsten Ethikunterricht. „Ja man wird da traurig wenn jemand stirbt“ – billigste „der Kleine Prinz“ Sprüche für verzweifelte die nichts im Leben haben. Manchmal, aber nur manchmal fühlte man die Heiligkeit, die Freude und Trauer. Man merkte es. Und wenn der Pfarrer umgedreht war, also mit dem Rücken zu uns, merkte man das der Pfarrer MIT UNS betete, nicht das er unser Lehrer war und wir ihm zuhören sollten was er sagte.

Alles in allem – abgesehen davon das es ein Rentnerverein war – es hatte wenig bis gar nichts heiliges. Da war keine Feierlichkeit zu fühlen, kein „gefeiertes Geheimnis“. Doch das ist genau das was ich brauche. Ich merkte es im nachhinein..

Es ist auch nicht so, das kein Interesse besteht. Man muss nur aktuelle Computerspiele ansehen. Nicht nur „Hellgate London“ sondern auch „The Elder Scrolls: Oblivion“

http://home.arcor.de/nianar/images/oblivion/kirche02.jpg

http://www.eddys-world.de/images/mod-owc/owc05features14.jpg

 

Uns ist etwas gestohlen worden – unsere heiligsten Güter.

 

Templarii

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7 Kommentare zu “In die Kirche gehen?

  1. Ich kann diese Gefühle sehr gut nachvollziehen. Wegen Kirchen und Priestern wie den beschriebenen bin ich damals aus der kath. Kirche ausgetreten.

    Das ist es, was ich meine, wenn ich sage, dass diese Leute einen Totenkult zelebrieren.

  2. templari,
    ich bin erstaunt seit dem wir uns auf dieser Weise kennen lernen durften,wenn ich lese deine Erfahrungen,die du mit der kirche gemacht hast.
    Ich bin mit 27 Jahren in Hildesheim, von Gott zur Buße, Bekehrung ermahnt, was ich auch tat über viele Wochen des Aufräumens in meinem Innern und Äußeren Leben, auf dass ich meine >WiedergeburtChristentumverschiedenen< großen und kleinen Gräbern bestückt war, verbunden mit armdicken
    Spinngeweben,schrecklich anzuschauen im Monendschein!!!
    Darauf folgte die Stimme des Herrn,stehend in einem LICHT-rechts von mir: "Was, hier willst du dein neues Zuhause aufschlagen"???
    NEIN, schrie meine Seele dem Herrn entgegen,hier nicht"
    Das war mir gegeben als ein GOTTESBILD der uns umwerbenden Kirchen, Tempeln, Gemeinden und Sekten,denn ich suchte vorher, über viele Tage und Wochen,nach einem "geistigen Zuhause und geistiger Muttergemeinde" des lebendigen Gottes, in der ich als Mitglied aufgenommen und gefördert werden konnte.
    Seit dieser Zeit lebe ich in der Stille und freiwilliger Einsamkeit, obwohl ich nicht einsam bin, denn wie gesagt und geschrieben:
    CHRISTUS hat ab diesem Tag in mir Wohnung genommen und ist mein erster Lehrer zum Reich Gottes, bei meinen Meditationen und Stille vor Gott, dem HERRN meiner erlösten und gereinigter Seele und Gewissen!!!

    • Es ist auch furchtbar langweilig. Keine Demut keine Tränen, kein Herzschmerz. Kein Wunder das die Jugend auf „Gothic“ und „Emo“ steht.

      monkrock.com gefällt mir

  3. Nach einer stillen Andacht vor GOTT!

    In die Kirche gehe>heute< ist gleich,als ob wir in einen Götzentempel gehen,denn Gott hat keinem Menschen noch Religion erlaubt,
    Kirchen und Gotteshäuser zu bauen.
    1."Wisset ihr nicht, dass ihr Gttes Tempel seid?
    2."Wisset ihr nicht, dass ihr Christi Glieder seid?

    3.Gott wohnt nicht in Temepln und Kirchen, die mit Menschenhänden erbaut wurden. Stephanus Apostelgeschichte 7,48
    2.Korinther brief 6,/1.Korintherbrief Kapitel 3, /Kapitel 6,

    • Er hat niemandem verboten Versammlungshallen zu bauen. Nur weil etwas nicht explizit erlaubt ist, ist es nicht explizit verboten.

      Wir sind FREI es so zu tun wie wir es wünschen – solange die Grundlegenden Gebote nicht missachtet und Lügen gelehrt werden.

      Es gibt genug Christliche Sekten die einfach herumlügen und die haben keine Kirchen.

      Templarii

  4. Nein, war ich noch nie. Werd ich mir anschauen bzw. anhören. 🙂

    Ich kenne das griechisch-katholische – das war auch langweilig, aber da war ich noch jung. 🙂 Und es fehlte das Feiern.

    Templarii

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